DD216613A5 - Einrichtung an fischfiletiermaschinen - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung betrifft eine Fuehrungseinrichtung fuer Fische zum Fuehren derselben waehrend ihrer Bearbeitung in Fischbearbeitungsmaschinen, speziell vor und waehrend des Bauchfiletierschnittes. Dabei ist es das Ziel, die hinter dem Anus befindliche Bauchflosse insbesondere von den Gadiden zuzuordnenden Fischen auch dann sicher und sparsam zu entfernen, wenn wie bei handgeschlachteten Fischen ueblich der Bauchoeffnungsschnitt unsymmetrisch verlaeuft. Erreicht wird dies durch Fuehrungselemente, die neben der gegenlaeufig synchronisierten Ausschwenkbarkeit einen weiteren Freiheitsgrad in Form einer ebenfalls gegenlaeufig synchronisierten Verschwenkbarkeit um im wesentlichen parallel zu der Fischbahn verlaufende Achsen aufweisen.
Description
AP A 22 C/264 054/6 - 1 - 63 995/24 Ii
Einrichtung an Fischfiletiermaschinen
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft eine Einrichtung an Fischfiletiermaschinen zum Freischneiden der Filets von den Bauchspeichen, umfassend ein Paar im wesentlichen parallel zueinander angeordneter Messer, sowie eine an deren Bereich befindliche, die Flanken der Fische stützende Führungseinrichtung aus durch den zu bearbeitenden Fisch gegenläufig synchron verdrängbaren Führungselement en, sowie einem Förderer zum Bewegen der Fische längs der Bearbeitungswerkzeuge.
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Bei der mechanischen Gewinnung der Filets von geschlachteten, d. h. an ihrem Bauch geöffneten und entweideten Fischen kommt es darauf an, die entsprechenden Arbeitsgänge unter höchstmöglicher Wirtschaftlichkeit durchzuführen und dabei eine hohe Produktqualitat sicherzustellen. Um diesen Anforderungen zu genügen, ist es erforderlich, den Bearbeitungsablauf so zu präzisieren, daß das Erfordernis zusätzlicher Trimmarbeit, d. h. manueller Korrekturen an den gewonnenen Filets zumindest erheblich reduziert, möglichst aber überflüssig wird, und daß der Bearbeitungsprozeß im Hinblick auf geringstmöglichen Ausbeuteverlust durchgeführt werden kann.
Aufgrund des Verbots, den Gadiden zuzuordnende Fische, wie Dorsch, Kabeljau, Schellfisch u. a., ungeschlachtet anzulanden, wird das Schlachten der Fische unmittelbar nach dem Fang an Bord vorgenommen« Dabei wird der Bauchschnitt zum Öffnen der Bauchhöhle so geführt, daß die bei den Fischen dieser Artengruppen vorhandene, über den Anus hinaus in den Schwanzteil rückspringende Bauchhöhlentasche mitgeöffnet, wird, um
die Eingeweide sicherer entfernen zu können. Zu diesem Zweck läßt man den Bauchöffnungsschnitt hinter dem Anus im Bereich der unmittelbar hinter diesem befindliehen Bauchflosse enden, wobei der Schnittverlauf mindestens im Bereich der Bauchflosse unsymmetrisch, d. h. neben derselben verläuft.
Beim Filetieren solcherart vorbereiteter Fische zeigt sich, daß;diese Bauchflosse in der Regel am Filet verbleibt, eine Nacharbeit also erforderlich ist. Das hat nachstehend beschriebene Ursache: Die Führung der Fische während,der Bearbeitung erfolgt üblicherweise durch starre paarweise und symmetrisch zu der Bahn der Fische angeordnete, spiegelbildlich ausgestaltete Führungselemente, welche jeweils unter gegenläufiger Synchronisierung federnd an den Flanken der Fische angelegt gehalten werden. (Sh. beispielsweise die · FR-PS 999 714). Bei derartiger Handhabung läuft der mit der Bauchflosse behaftete, durch den Bauchöffnungsschnitt bereits losgelöste Teil des Fisches infolge seiner unterschiedlichen Konsistenz, Größe, Dicke und lagerungsbedingten Verformung auf Undefinierter Bahn durch die Maschine, so daß das gezielte Abtrennen der Bauchflosse nicht möglich ist. Neben dem Erfordernis einer Kontrolle bzw. Nacharbeit der Filets führt diese Unsicherheit auch dazu, daß die Einbeziehung eines Enthäuteprozesses in den mechanisierten Bearbeitungsablauf nicht befriedigend lösbar ist, da die einem Filet anhaftende Bauchflosse eine Störung des Enthäute Vorganges bewirken kann, die sich in Form von Enthäutefehlern an dem betreffenden Filet äußert und in der Unmöglichkeit, einen kontinuierlichen Durchlauf aufrechtzuerhalten.
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Bei der DE-OS 26 04 938 finden sich weitere derartige Führungselemente, die jedoch einem Schneidwerkzeug zum Heraustrennen der Rippen zugeordnet sind und die Aufgabe haben, ; letztere durch Andrücken der Bauchlappen gegen eine Führungsfläche zu entkrümmen, so daß sie durch einen ebenen Schnitt entfernt werden können. Dieser Schnitt wird zwecks Erzielung möglichst hoher Ausbeute in einem Abstand über der Führungsfläche geführt, der im wesentlichen der Dicke der Rippen entspricht. Die Bauchflosse ist damit nicht zu erfassen, da diese aufgrund der in ihrem Bereich demgegenüber vorliegenden größeren Filetfleischdicke nicht zwischen Führungsfläche und Schnittebene geführt werden kann.
Ziel der Erfindung
Ziel der Erfindung ist die Verbesserung der Ökonomie;beim Einsatz von Fischbearbeitungsmaschinen, insbesondere durch Steigerung der Sicherheit des Durchlaufes der Fische während der Bearbeitung·
Darlegung des Wesens der Erfindung ,
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Einrichtung an Fischfiletiermaschinen als integrierbares Bearbeitungswerkzeug zum Freischneiden der Filets von den Bauchspeichen zu schaffen, bei der die gewonnenen Filets flossenfrei sind und daß die Ausbeuteverluste gering sind.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Führungselemente zusätzlich um im wesentlichen parallel zu der Förderrichtung der Fische ausgerichtete Achsen schwenkbar gelagert sind, und daß Mittel für eine gegenläufige Synchronisierung der Schwenkbewegung der Führungselemente um die Achsen versehen sind.
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Die mit der Erfindung erzielbaren Vorteile bestehen insbesondere darin, daß den Führungselementen ein zu-
'sätzlicher Freiheitsgrad gegeben wird, der ihre Anpassung an die Flankenform des jeweils zwischen diesen hindurchiaufenden Fisches ermöglicht mit dem Effekt, daß der Bauchlappen, bedingt durch die Reibung zwischen diesem und dem entsprechenden Führungselement, geglättet, und die Bauchflosse in eine zwischen den Messern des Bauchfiletierwerkzeuges verlaufende Bahn gebracht wird, so daß dieses in der Lage ist, die Bauchflosse abzuschneiden.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines Ausführungsbeispieles näher erläutert.
Es zeigt Fig. 1 eine ausschnittweise Ansicht
der Einrichtung in axonometrischer Darstellung
Fig. 2 einen Querschnitt durch die Vorrichtung kurz vor Einlauf eines Fisches zwischen die Führungselemente
Fig. 3 einen Querschnitt entsprechend Fig. 2 mit zwischen den Führungselementen befindlichem • .· Fisch
In dem Gestell einer nicht näher dargestellten Filetier-, maschine ist neben weiteren nicht gezeigten Bearbeitungswerkzeugen ein Bauchfiletierwerkzeug 1 bestehend aus einem Paar im wesentlichen zueinander paralleler,
drehbar gelagerter und auf geeignete Weise umlaufend angetriebener Kreismesser 2 symmetrisch 2u der vertikalen Symmetrieebene der Filetiermaschine angeordnet, wobei die Schneiden 3 der Kreismesser 2 an ihrem höchsten Punkt eine durch die Fischbahn 4 gelegt gedachte horizontale Ebene tangieren.. Etwas oberhalb dieser Ebene befindet sich ein Paar, zu beiden Seiten der Fischbahn 4 angebrachter, einen Förderer 6 bildender Fördergurte 7 , welche auf geeignete Weise angetrieben und im wesentlichen parallel zu der horizontalen Ebene gegen Federdruck ausweichbar ausge- : .'. bildet sind. Die einander zugekehrten Flächen der Fördergurte 7 sind mit Stacheln 8 versehen. In dem Bereich Vor dem Bauchfiletierwerkzeug 1 befindet sich eine Führungseinrichtung 9 aus einem Paar unterhalb der Fischbahn 4 angeordneter Führungselemente 10 . Letztere sind an ihren rückwärtigen Enden 11 mit Aussparungen für die Kreismesser 2 versehen und bilden miteinander einen- gegen die Kraft einer Feder auseinanderdrängbaren Einlaufkeil für die Fische. Die Führungselemente 10 sind an einem Synchronisiergestänge 13 um im wesentlichen parallel zu der Fisch-
bahn 4 verlaufende Achsen 14 schwenkbar angeordnet. Das Synchronisiergestänge 13 ist um spiegelbildlich zu beiden Seiten der Fischbahn 4 und über dieser gestellfest angebrachte Schwenkachsen 15 schwenkbar gelagert und durch gegenseitigen Eingriff der Einzellenker 16 desselben zwischen den Schwenkachsen 15 gegenläufig synchronisiert . Die Führungselemente 10' sind weiter mit je einem Auslegerhebel 17 versehen, an deren freien Enden Lenker 18 angeordnet sind, welche ihrerseits mit einem gestellfest gelagerten Gabelhebel 19 verbunden sind.
Die Wirkungsweise der Vorrichtung ist folgende: Ein dem Förderer 6 aufgegebener Fisch wird durch Angriff der Fördergurte 7 an dessen Flanken etwas oberhalb der Ebene der Wirbelsäule unter Übereinstimmung seiner /Symmetrieebene mit derjenigen der Filetiermaschine gehalten und längs der Fischbahn 4 vorwärtsbewegt. Der Fisch gelängt so in den Bereich der Führungseinrichtung 9 , wo er beginnt, die Führungselemente 10 gegen die Kraft der Feder 12 auseinander zudrängen., Die sich dabei aufgrund der Lage der Führungselemente 10 unterhalb der Fischbahn 4 und der Querschnittsform des Fisches ergebenden Stützflächen liegen unterhalb der Achsen 14 des jeweiligen Führungselementes 10 , so daß durch die Kraft der Feder 12 ein Drehmoment auf die Führungselemente 10 einwirkt, welches das Verschwenken derselben verursacht. Diesem Drehmoment ist ein aus dem Gewicht der Auslegerhebel 17 , der Lenker 18 und den Gabelarmen des Gabelstückes 19 resultierendes Drehmoment entgegengerichtet, so daß sich eine Gleichgewichtslage in einer V-förmigen Position der Führungselemente 10 zueinander ergibt. Diese Gleichgewichtslage kann je nach Art der Konsistenz der Fische durch eine an dem Gabelstück 19 angreifende und vorzugsweise in ihrer Kraft einstellbare Feder beeinflußt werden, so daß sichergestellt werden kann, daß die Bauchnaht und , damit die Bauchflosse in der Symmetrieebene*des Fisches geführt wird, d. h. zwischen die Kreismesser 2 des Bauchfiletierwerkzeuges 1 gelangt.
Claims (1)
- - 7 - . - 63 995/24 IiErfindungsanspruchEinrichtung an Fischfiletiemaschinen als integrierbares Bearbeitungswerkzeug zum Freischneiden der Filets von den Bauchspeichen, umfassend ein Paar im wesentlichen parallel zueinander angeordneter Messer, sowie eine in deren Bereich befindliche, die Flanken der Fische stützende Führungseinrichtung aus durch den zu bearbeitenden Fisch gegenläufig ν synchron verdrängbaren Führungselementen, sowie einem Förderer zum Bewegen der Fische längs der ,Bearbeitungswerkzeuge, gekennzeichnet dadurch, daß die Führungselemente (10) zusätzlich um im wesentlichen parallel zu der Förderrichtung der Fische ausgerichtete Achsen (14) schwenkbar gelagert sind, und daß Mittel für eine gegenläufige Synchronisierung der Schwenkbewegung der Führungselemente (10) um die Achsen (14) vorgesehen sind. 'Hierzu ein Blatt Zeichnungen
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