DD216693A1 - Palettierer zum stapeln von leicht verrutschbaren gegenstaenden - Google Patents
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Abstract
Anwendungsgebiet ist das Palettieren von Gegenstaenden von oben, wobei Zwischenlagen als Rutschsicherung verwendet werden. Ziel der Erfindung ist es, den technischen Aufwand, die Prozesszeit und Stellflaeche zu senken. Die Aufgabe besteht darin, Magazin und Uebergabevorrichtung fuer die Zwischenlagen so auszubilden, dass der Bewegungsablauf vereinfacht wird. Die Erfindung beinhaltet, das Magazin und die Uebergabevorrichtung an einer Traverse des Palettierers, die auch den Stapelkopf traegt, anzuordnen. Das Magazin wird insbesondere auf der Palettenseite, entgegengesetzt zum Beladeplatz an der Traverse befestigt. Die Antriebseinheit und der Schwenkarm der Uebergabevorrichtung ist zwischen Magazin und der Palette auf der Traverse befestigt. Der Schwenkarm traegt eine Saughalterung, die durch eine an der Traverse befestigte Parallelogrammfuehrung stabilisiert ist.
Description
-1- ZbZ 834 8
Die Erfindung bezieht sich auf Vorrichtungen zum Stapeln von Gegenständen auf Paletten, wobei diese von oben aufgestapelt werden. Bei leicht verrutschbaren Gegenständen, wie zum Beispiel Kartons, werden zwischen den Lagen Bögen aus Papier oder ähnliches angeordnet, um den Stapel zu stabilisieren. Auf eine solche spezielle Anwendung bezieht sich die Erfindung. Diese sogenannten Palettierer sind einsetzbar bei allen Stückgutstapelprozessen.
1 Es sind bereits Palettierer bekannt, bei denen besondere Vorrichtungen vorhanden sind, die jeweils eine Zwischenlage aus Pappe o.a. auf die jeweils oberste Lage legen. Diese Zusatzvorrichtungen befinden sich unmittelbar neben dem Palettierer und bestehen aus einem Magazin für die Zwischenlagen sowie einer kombinierten Hub- und Schwenkvorrichtung. Da bei modernen Palettieren die Palette festliegt, muß die Zwischenlage jeweils in einer anderen Höhe auf den Stapel abgelegt werden. Weiterhin ändert sich der Füllstand im Magazin für die Zwischenlagen laufend. Es ist somit eine komplizierte, sich ständig verändernde Hubbewegung und eine Schwenkbewegung erforderlich. Das bedingt eine große Prozeßzeit, und die Zusatzvorrichtung benötigt eine besondere Stellfläche sowie eine aufwendige Steuerung. Das Hubsystem ist deshalb aufwendig (OS/2650 230) bzw. es werden weitere Hilfsantriebe benötigt (OS/2521 125).
Ziel der Erfindung ist es, den Aufwand für die Übergabe der Zwischenlagen zu senken sowie die Prozeßzeit und die Stellfläche zu verkleinern.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Übergabevorrichtung mit Magazin so anzuordnen und auszubilden, daß der Bewegungsablauf vereinfacht wird und eine besondere Stellfläche nicht mehr erforderlich ist.
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß das Magazin für die Zwischenlagen und die Vorrichtung zur Übergabe an einer den Stapelkopf tragenden Traverse des Palettierers angeordnet sind. Diese Anordnung bewirkt, daß die Position der Übergabevorrichtung zur obersten Stapellage konstant bleibt, wodurch eine Vereinfachung im Bewegungsablauf erreicht wird. Weiterhin entfällt eine zusätzliche Stellfläche für die Vorrichtung.
In weiterer Ausbildung der Erfindung wird das Magazin auf der Palettenseite, entgegengesetzt zum Beladeplatz an der Traverse angeordnet. Es ist auf einem Kragarm befestigt und stellt damit gleichzeitig ein Gegengewicht zum Stapelkopf, bezogen auf die Lächsachse der Traverse, dar.
Die Übergabevorrichtung für die Zwischenlagen besteht vorzugsweise aus einem auf der Traverse zwischen Magazin und Palette befestigten Motor und Getriebe mit einem Schwenkarm. Am freien Ende trägt der Schwenkarm drehbar eine bekannte Saughalterung für die Zwischenlage. Eine Parallelogrammführung mit Befestigungspunkten an der Saughalterung und an der Traverse garantiert eine stets waagerechte Lage während der Bewegung vom Magazin zum Stapel.
In weiterer Ausgestaltung des Magazins ist dessen Boden mit einem Getriebe verbunden, daß den Boden mit verstellbarer Größe schrittweise vertikal anhebt. Damit hat die oberste Zwischenlage im Magazin, unabhängig von ihrer Dicke, immer die gleiche Position. .·,...
Mit dieser Ausgestaltung der Erfindung ist eine einfache und schnelle Übergabe der Zwischenlage gewährleistet. Der technische Aufwand ist verringert und die Sicherheit verbessert. Das zusätzliche Gewicht an der Traverse, insbesondere durch das Magazin, wird in bekannter Weise durch ein Ausgleichgewicht, das bereits für die Traverse und Stapelkopf vorhanden ist, ausgeglichen.
Nachfolgend wird die Erfindung an einem Beispiel erläutert.
Die 3 Zeichnungen zeigen in:
Fig. 1 Seitenansicht des gesamten Pa'ettierers (im Schnitt)
Fig.2 Seitenansicht mit dem Detail des Magazins und der Übergabevorrichtung (im Schnitt) Fig. 3 Aufsicht zur Fig. 2
Auf dem Rohrkörper 001 der Traverse (Quertransport) wird zwischen zwei Schienenstegen 002 der Antriebsmotor 003 angeordnet. Über die Kettenräder 004 und 005 wird das Moment auf die Welle 006 übertragen. Diese ist durch zwei Flanschlager 007 abgestützt. Auf einem Wellenende ist der Schwenkarm 008 fliegend gelagert. Über diesen Schwenkarm erfolgt die Hauptbewegung für das Aufbringen der Zwischenlagen. Die Parallelogrammführung 009 garantiert eine stets waagerechte Lage der Saughalterung 010. Durch die Lagerstelle 011 wird ein relatives Pendeln der Saughalterung 010 gegenüber dem Schwenkarm 008 ermöglicht. In den Saugern 012 wird ein entsprechender Unterdruck erzeugt, welcher ein Abheben einzelner Zwischenlagen von dem Lagenstapel 013 garantiert. Der Stapel 013, bestehend aus einer bestimmten Menge Karton- bzw. Wellpappelagen, ist auf der Rückseite der Traverse 001 in einem Magazin 014 gelagert. Der Boden 015 des Magazines ist vertikal beweglich und wird in Führungen 016 stabilisiert. Unterhalb des Magazines ist eine Welle 017 gelagert, an deren Enden sich jeweils ein Kettenrad 018 befindet. Auf einer Seite des Magazines bilden die Kettenräder 018 und 019 sowie die Rollenkette 020, welche im Punkt A mit dem Boden 015 verbunden ist, einen geschlossenen Kettentrieb. Auf der gegenüberliegenden Magazinseite wird ein zweiter Kettentrieb geschlossen, durch die Kettenräder 018,019 und 021 sowie die Rollenkette 022, welche im Punkt B mit dem Boden 015 verbunden ist. Mit dem Kettenrad 004 ist über die doppelt gelagerte Welle 030 die eine Hälfte einer elektromagnetisch schaltbaren Kupplung KE verbunden. An die zweite Kupplungshälfte wird eine Koppel 023 radial verstellbar angelenkt und andererseits mit der Schwinge 024 verbunden. Die Schwinge 024 ist auf der Achse 025 frei drehbar gelagert; ebenso das fest verbundene Räderpaar, bestehend aus dem Kettenrad 021 und einem Gesperrerad 026. Über die Schwinge 024 greift eine Klinke 027 in das Gesperrerad 026 ein. Eine zweite Klinke 028 ist in einem Festpunkt des Magazines gelagert und greift über diesen Punkt ebenfalls in das Gesperrerad 026 ein. Beide Klinken sind etwa um 90° versetzt zueinander angeordnet.
Der Vorgang des Auflegens der Zwischenlagen läuft wie folgt ab:
-2- 252 894
Durch Einschalten des Antriebsmotors 003 wird über die Kettenräder 004 und 005 der Schwenkarm 008 in Bewegung versetzt.
Dieser hebt mittels Saughalterung 010 und den Saugern 012 eine Zwischenlage (Karton, Wellpappe) vom Stapel 013 ab und befördert diese in einer gleichförmigen Kreisbewegung auf die Oberfläche der bereitstehenden Stückgutlagen (Fig. 1). Dort wird die Zwischenlage von den Saugern freigegeben und abgelegt. Anschließend erfolgt die Rückbewegung des Schwenkarmes soweit, daß die Sauger wieder auf der Oberfläche des Stapels 013 zur Auflage kommen. Dieser Bewegungsablauf wird so ' lange wiederholt, bis die Stapelhöhe vom Niveau C auf das Niveau D vermindert wurde. An dieser Stelle wird die untere Lichtschranke LSU frei und gibt über die Steuerung einen Befehl an die elektromagnetische Kupplung KE. Die Kupplungshälften werden verbunden und damit gleichzeitig das Kettenrad 004 mit der Koppel 023.
Beim erneuten Einschalten des Antriebes wird nun außer dem Schwenkarm auch die Koppel 023 über das Kettenrad 004 bewegt. Diese Bewegung wird übertragen auf die Schwinge 024, wodurch die dort gelagerte Klinke 027 das Gesperrad 026 und das mit diesem verbundene Kettenrad 021 in Drehung versetzt. Diese Drehung bewirkt eine Fortbewegung der Kettentriebe 020 und 022, wodurch ein geringes Anheben des Bodens 015 einschließlich des Stapels 013 erreicht wird. In Abhängigkeit des Übersetzungsverhältnisses zwischen den Rädern 004 und 005 können für eine Hin- bzw. Rückbewegung des Schwenkarmes 008 weniger als eine oder mehrere Umdrehungen des Kettenrades 004 erforderlich sein. Die Anzahl dieser Umdrehungen wird über die Koppel 023 umgesetzt in alternierende Bewegungen der Schwinge 024. Somit werden beim Auflegen einer Zwischenlage (Hin- und Rückbewegung des Schwenkarmes 008) ein oder mehrere Teilhübe des Bodens 015 realisiert. Um die erforderlichen Kräfte für das Heben des Stapels möglichst gering zu halten, ist es zweckmäßig, spezielle Druckfedern 029 unter den Boden zu setzen. Die Führungen 016 verhindern ein seitliches Ausweichen dieser Federn. Die Hälften der Kupplung KE bleiben so lange im Eingriff, bis ein Aufheben des Stapels 013 vom Niveau D auf das Niveau C erfolgt ist. Auf dieser Höhe wird die obere Lichtschranke LSO durch den Stapel 013 verdunkelt und löst somit einen Steuerbefehl zum Trennen der Kupplungshälften KE aus. Der Prozeß der Niveaukorrektur des Stapels 013 wird so lange wiederholt, bis dieser aufgebraucht ist. Nach dem Lösen des Eingriffes der Klinken 027 und 028 im Gesperrerad 026 kann der Boden 015 leicht in die untere Stellung zurückgedrückt und mit neuen Zwischenlagen bestückt werden. Die Bestückung erfolgt dabei zweckmäßigerweise bei palettenseitig ruhendem Schwenkarm von oben in das Magazin 014.
Damit der Prozeß des Einlegens der Zwischenlagen in jeder beliebigen Höhe innerhalb der Maschine realisiert werden kann, ist die Synchronwelle SW mittels Konsolen K von den Säulen S des Maschinengestelles nach hinten versetzt worden. Auf diese Weise ist ein ungehindertes Schwenken des Armes mit der Zwischenlage innerhalb der Maschine garantiert.
Claims (3)
- -3- 252 894 8Erfindungsanspruch1. Palettierer zum Stapeln von leicht verrutschbaren Gegenständen, mit einer Traverse und einem Stapelkopf für ein lagenweises Stapeln von oben, wobei Zwischenlagen als Rutschsicherung mittels einer Übergabevorrichtung von einem Magazin auf eine Stapellage eingebracht werden,dadurch gekennzeichnet,daß das Magazin (014) für die Zwischenlagen und die Vorrichtung zur Übergabe (008-010) an einer den Stapelkopf tragenden Traverse (001) des Palettierers angeordnet sind.
- 2. Palettierer nach Punkt 1dadurch gekennzeichnet, -daß das Magazin (014) auf der Palettenseite, entgegengesetzt zum Beladeplatz an einem Kragarm an der Traverse (001) angeordnet ist und die Übergabevorrichtung (008-010) mittig zwischen Magazin (014) und der Palette auf der Traverse (001) befestigt ist.
- 3. Palettierer nach Punkt 1 und 2
dadurch gekennzeichnet,daß die Übergabevorrichtung (008-010) aus einer auf der Traverse (001) befestigten Antriebseinheit (003-007 und 030) besteht, an dem ein Schwenkarm (008) angebracht ist, der am anderen Ende eine drehbar gelagerte Saughalterung (010) trägt, wobei diese zusätzlich durch eine an der Traverse (001) befestigte Parallelogrammführung (009) stabilisiert ist. Palettierer nach Punkt 1 bis 3dadurch gekennzeichnet, , „daß ein im Magazin (014) mit Federentlastung (029) geführter Boden (015) über eine mittig unterhalb des Magazines (014) durchgehende Welle (017) beiderseitig mit Ketten (020,022) verbunden ist, die mit zwei Umlenkrädern (018,019) geschlossenen Kettentriebe bilden, von denen der eine Kettentrieb mit dem Antriebsmotor (003) für den Schwenkarm (008) mittels einer Kupplung, einer Koppel (023) und Schwinge (024) mit Klingengesperre (026-028) verbunden ist. Hierzu 3 Seiten Zeichnungen
Priority Applications (1)
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| DD216693A1 true DD216693A1 (de) | 1984-12-19 |
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| EP2243732A2 (de) | 2009-04-23 | 2010-10-27 | Krones AG | Vorrichtung und Verfahren zum Überführen von Gebinde- oder Artikellagen in eine Beladestation |
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1983
- 1983-07-08 DD DD25289483A patent/DD216693A1/de not_active IP Right Cessation
Cited By (2)
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| EP2243732A2 (de) | 2009-04-23 | 2010-10-27 | Krones AG | Vorrichtung und Verfahren zum Überführen von Gebinde- oder Artikellagen in eine Beladestation |
| DE102009003820A1 (de) | 2009-04-23 | 2010-10-28 | Krones Ag | Vorrichtung und Verfahren zum Überführen von Gebinde- oder Artikellagen in eine Beladestation |
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