DD217532B1 - Verfahren zur herstellung eines homogenen farbstoffgemisches - Google Patents

Verfahren zur herstellung eines homogenen farbstoffgemisches

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DD217532B1
DD217532B1 DD25407783A DD25407783A DD217532B1 DD 217532 B1 DD217532 B1 DD 217532B1 DD 25407783 A DD25407783 A DD 25407783A DD 25407783 A DD25407783 A DD 25407783A DD 217532 B1 DD217532 B1 DD 217532B1
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Wulfdieter Hepp
Guenther Essbach
Juri Schlykow
Wolfgang Beuershausen
Guenter Puhlmann
Joachim Kasper
Alfred Keil
Hans-Juergen Riedel
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Bitterfeld Chemie
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Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft die Herstellung eines homogenen Farbstoffgemisches zur direkten Färbung nativer und regenerierter Zellulosefasern in marineblauen Farbtönen.
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Dunkelblaue Farbtöne auf native und regenerierte Zellulosefasern gefärbt mit Oirektfarbstoffen zeigen im allgemeinen nur mäßige Naßechtheiten. Wenn höhere Anforderungen an die Naßechtheiten gestellt werden, wie z. B. Noten zwischen 4 und 5 bei der Wasserechtheit, der Waschechtheit 40°C, oder der Schweißechtheit bediente man sich der diazotierbaren Direktfarbstoffe. Der wichtigste Vertreter für diesen Verwendungszweck war das C. J. Direktblau 2, ein Benzidinfarbstoff, dessen Produktion in den meisten Industriestaaten aus Gründen des Gesundheitsschutzes verboten ist. Für genannten Farbstoff konnte bislang kein wirklicher Ersatz gefunden werden. Bekannte einfache blaue Direktfarbstoffe erreichen nicht die Nuance und Ergiebigkeit des genannten Diazoblaus und mußten bei schlechterer Gesamtökonomie infolge schlechteren Ziehvermögens auf Zellulosefasern zusätzlich noch mit geeigneten Korrekturfarbstoffen auf die entsprechende Marineblaunuance eingestellt werden.
Ziel der Erfindung
Ziel der Erfindung besteht im Auffinden eines den Farbstoff CJ. Direktblau 2 ersetzenden Farbstoffes.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Aufgabe der Erfindung war die Herstellung eines dem Farbstoff CJ. Direktblau 2 ähnlichen Farbstoffes unter Vermeidung von Benzidin als Ausgangsstoff und unter Ausschaltung der Notwendigkeit zur Nuancenkorrektur auf trockenem Wege.
Es wurde gefunden, daß sich der Ziel· und Aufgabenstellung entsprechende Farbstoffe erhalten lassen, wenn man eine salzsaure wäßrige Lösung der 4,4'-Diaminodiphenylamin-2-sulfonsäure mit 94 bis 97% der zur Bisdiazotierung erforderlichen Menge Na-Nitrit diazotiert, das Umsetzungsprodukt mit einer der Einsatzmenge des Na-Nitrits entsprechenden Menge eines bei der üblichen technischen Synthese anfallenden Cleve-Säure-Gemisches, das bekanntlich zu 46 bis 48% aus 1 -Aminonaphthalin-6-sulfonsäure,44 bis46% i-Aminonaphthalin-7-sulfonsäure und 6 bis 10% 1-Aminonaphthalin-8-sulfonsäure besteht, im schwach alkalischen Bereich auskuppelt, das erhaltene Farbstoffgemisch auf bekannte Weise vollständig bis-diazotiert und in ebenfalls bekannter Weise mit einer bezogen auf 4,4'Diaminodiphenylamin-2-sulfonsäure doppelt molaren Menge 2-Amino-5-naphthol-7-sulfonsäure im alkalischen Milieu kuppelt.
Mit dem erfindungsgemäß erhältlichen Farbstoffgemisch werden auf Zellulosefasern gleich welcher Art dunkelblaue Farbtöne ohne Korrektur- bzw. Nuancierfarbstoffe erzielt, deren Naßechtheiten denen des CJ. Direktblau 2 ähnlich sind. Das erfindungsgemäß erhaltene Farbstoffgemisch besitzt gegenüber dem CJ. Direktblau 2 drei Vorteile:
1.) Es ist kein Benzidinfarbstoff und damit sind keine Produktionsverbote oder -einschränkungen gegeben.
2.) Es ist kein Diazotierungsfarbstoff ind deshalb ist das Anwendungsverfahren einfacher und produktiver.
Diazotierungsfarbstoffe werden gefärbt, gespült, diazotiert, gespült, entwickelt und wiederum gespült, d. h. nach einem sogenannten Drei-Stufen-Verfahren appliziert. Das erfindungsgemäß erhaltene Farbstoffgemisch, wird gefärbt, gespült, kationenaktiv nachbehandelt und gespült, d. h. nach einem sogenannten Zwei-Stufen-Verfahren angewandt. 3.) Zwei-Stufen-Verfahren sind im Vergleich zu Drei-Stufen-Verfahren nicht nur produktiver, sie haben auch einen geringeren Frischwasserbedarf uncl demzufolge auch einen verminderten Abwasseranfall bedingt durch die geringere Anzahl der Spülprozesse.
Das erfindungsgemäß erhältliche Farbstoffgemisch stellt also eine echte Neuentwicklung dar, die den heutigen Erfordernissen hinsichtlich Gesundheitsschutz und Umweltschutz Rechnung trägt und darüberhinaus noch zur Produktionssteigerung in der Textilindustrie beiträgt.
Ausführungsbeispiel
27,9 Teile 4,4'-Diaminodiphenylamin-2-sulfonsäure werden in 400 Teilen Wasser verrührt, mit 40 Teilen Salzsäure versetzt und durch Zugabe von 13,1 Teilen Natriumnitrit bei 1O0C diazotiert. Dieses Reaktionsgemisch wird mit einer auf 00C gekühlten Lösung von 42,4 Teilen des bei der Synthese anfallenden Clevesäureisomerengemisches in 700 Teilen Wasser im schwach alkalischen Bereich ausgekuppelt, die erhaltenen Farbstoffe mit 13,8 Teilen Natriumnitrit auf bekannte Weise bisdiazotiert und mit einer Lösung von 47,8 Teilen 2-Amino-5-naphthol-7-sulfonsäure im alkalischen Bereich gekuppelt
Das homogene Farbstoffgemisch wird in üblicher Weise isoliert, getrocknet und gemahlen. Es werden 140 Teile Farbstoffgemisch erhalten.
Mit 1,25 Teilen des so erhaltenen Farbstoffgemisches werden 100 Teile Zellusloseregeneratfaser behandelt, indem das Farbstoffgemisch in 50 Teilen Wasser durch Aufkochen gelöst wird und die so hergestellte Lösung mit 150 Teilen Wasser zum Färbebad verdünnt wird. Dem Färbebad werden weiterhin 20 Teile Natriumsulfat calc. zugegeben. Die Färbung erfolgt während 45 Minuten bei Kochtemperatur. Nach dieser Behandlung wird die Faser in klarem Wasser gespült, auf übliche Weise im kalten Medium mit einem kationenaktiven Fixiermittel nachbehandelt, nochmals gespült und getrocknet. Die Zelluloseregeneratfaser ist nun in einem blumigen vollem Marineblau gefärbt und die Färbung entspricht in ihren Echtheiten der Diazofärbung mit CJ. Direktblau 2.

Claims (2)

  1. Erfindungsanspruch:
    Verfahren zur Herstellung eines homogenen Farbstoffgemisches, daß native und regenerierte Zellulosefasern marineblau in der Nuance und den Naßechtheiten der Diazofärbung des CJ. Direktblau 2 entsprechend direkt färbt, auf der Basis von 4,4'-Diaminodiphenylamin-2-sulfonsäure als Diazokomponente und von Aminonaphthalin- und Aminohydroxynaphthalinsulfonsäuren als Kupplungskomponenten, gekennzeichnet dadurch, daß die wäßrige salzsaure Lösung der 4,4'-Diaminodiphenylamin-2-sulfonsäure mit 94 bis 97% der zur vollständigen Bisdiazotierung erforderlichen Menge NaNO2 versetzt, die erhaltenen Umsetzungsprodukte mit einer dem Nitriteinsatz entsprechenden Menge eines Gemisches aus 46 bis 48Gew.-% i-Amino-naphthalin-6-sulfonsäure,
    44 bis 46Gew.-% 1-Amino-naphthalin-7-sulfonsäure und
    6 bis 10Gew.-% i-Amino-naphthalin-8-sulfonsäure gekuppelt,
    das nunmehr erhaltene Farbstoffgemisch in bekannter Weise vollständig bisdiazotiert und mit einer bezogen auf die 4,4'· Diaminodiphenylamin-2-sulfonsäure doppelt molaren Menge
  2. 2-Amino-5-naphthol-7-sulfonsäure alkalisch gekuppelt wird.
DD25407783A 1983-08-19 1983-08-19 Verfahren zur herstellung eines homogenen farbstoffgemisches DD217532B1 (de)

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