DD217843A1 - Vorrichtung zum freimachen von schienenkoepfen - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Freimachen des Schienenkopfes, um ein Gleisruecken mittels Rollenkoepfen von Gleisrueckmaschinen oder ein Ausheben des Gleises zum Gleisstopfen insbesondere unter Winterbedingungen zu ermoeglichen und deren Ausklinken beim Ruecken zu verhindern. Erfindungsgemaess ist zwischen Rollenkopf und Fahrwerk des Schienenfahrzeuges ein Fuehrungsgestell ueber Fuehrungsleisten mit dem Schienenfahrzeug vertikal und quer zur Gleisachse verschiebbar verbunden, in dem zwei einzeln im Fuehrungsgestell hoehenmaessig bewegliche Grundkoerper angeordnet sind. An einem Hebelsystem sind in Fahrtrichtung geneigte, profilierte Pflugschare bzw. Profilmesser, die beidseitig an den Schienenkopf heranfuehrbar sind, oder ueber eine Achse mit einer Laufflaeche und mit profilgerecht ausgebildeten Rippen versehene, angetriebene Schneidraeder befestigt. Zusaetzlich reissen vor den Pflugscharen bzw. Schneidraedern angeordnete Stachelwalzen bei Fahrbewegung die Bodenmassen auf und bewirken gleichzeitig, dass beim Anfahren auf feste Hindernisse diese von der Schienenlaufflaeche abgehoben werden, dabei einen Kontaktschalter betaetigen und dadurch ein Ausschwenken der Pflugschare eingeleitet wird. Fig. 1
Description
Vorrichtung zum Freimachen von Schienenköpfen
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Freimachen des Schienenkopfes, um ein Gleisrücken mittels Rollenköpfen von Gleisrückmaschinen oder ein Ausheben^ des Gleises zum Gleisstopfen in verschütteten oder abgesenkten rückbaren Gleisen, insbesondere unter Winterbedingungen zu ermöglichen und deren Ausklinken beim Rücken zu verhindern. *
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
ι, Um die Schienenköpfe rückbarer Gleise von Erdstoffen und Überfallmassen vor κ oder mit dem Rücken der Gleise zu befreien, ist in Tagebauen die Verwendung von Räumbalken bekannt, einer Holzschwelle mit für die Aufnahme
des Schienenkopfes ausgearbeiteten Aussparungen, die auf das Gleis lose aufgesetzt und durch das Eigengewicht gehalten -wird.
Dabei wird nur ein Teil der am Schienenkopf vorhandenen Bodenmassen entfernt, der Schienensteg bleibt unberücksichtigt, lieben der ungenügenden Wirkung tritt ein hoher Verschleiß der Räumbalken auf. Auch Ausstreichpflüge als Anbaugerät an Rückmaschinen dienen zur Beseitigung der Massen aus dem Gleis vor dem Rückvorgang. Der-Ausstreichpflug mit zweiseitiger Pflugschar ist an der Stirnseite des Drehgestells am Langteil der Rückmaschine angebracht. Der Pflug besitzt gegen den Schienenkopf einen Anschlag, damit.er in Arbeitsstellung nicht nach unten gedrückt werden kann.. Aus seiner Arbeitsstellung wird der Pflug mittels Seiltrommel über ein Getriebe mit Bremse durch Handkurbel in die Ruhelage gehoben.
Ausstreichpflüge berücksichtigen aber nicht oder nur teilweise den Schienenkopfbereich.
Bach der DE-OS 24 57 627 ist eine Räumvorrichtung für spurgebundene Fahrzeuge bekannt, nach der beiderseits der Schiene ein an seinem freien Ende jeweils ein Messer tragendes Räumschild an einem schwenkbaren Träger befestigt ist, der mittels einer endseitigen Rolle den Räumschild mit geringmöglichstem Abstand über die zu räumende Fläche führt. Die Achsen der Rollen sind über eine Zugfeder kraftschlüssig miteinander verbunden.
Auchvhierbei wird der Schienenkopfbereich ungenügend berücksichtigt. Bekannt ist weiterhin eine speziell für die Zwecke der Gleisreinigung umgebaute Rückmaschine. Dieses Gleisräumgerät besitzt vertikal und horizontal verstellbare Bürstenwalzen,.die bei Fahrbewegung des Schienenfahrzeuges das im und seitlich neben dem Gleis liegende Streugut auf ein Bandsystem aufgeben. Diese mit stark federnden Elementen bzw. Klöppeln ausgerüsteten rotierenden Bürsten werden an den Schienenkopf herangeschwenkt.
Nach der DE-PS 92 268, E 01 H. 8/10 sind zur Feinreinigung der Schienenkrone und des Hohlraumes unterhalb der Schienenkrone Profilreiniger bekannt, die mit Bürsten mittels HaIterungsarmen zum Ein- und Ausklinken versehe und mit Federn verspannt sind.
Nachteilig ist insbesondere bei festen oder teigigen Bodenmassen das ungenügende und nicht profilgerechte Reinigen des unteren Bereiches des Schienenkopfes.
Ziel der Erfindung
Ziel der Erfindung ist es, mit der Vorrichtung den zur Zeit notwendigen manuellen·Aufwand, der für die Vorbereitung des Gleises zum Gleisrücken, insbesondere unter Winterbedigungen notwendig ist, und die Störzeiten, die durch das Herausspringen der Rollenköpfe beim Gleisrücken auftreten sowie den Rollenverschleiß entscheidend zu senken. . .
Darlegung des Wesens der Erfindung
Es besteht die Aufgabe, vor und mit dem Gleisrücken bzw. -stopfen Erdmassen am Schienenprofil, insbesondere am Schienenkopf profilgerecht unter Nutzung der Fahrbewegung von Gleiarück- oder Stopfmaschinen als Vorschubbewegung auch unter ungünstigen Boden- und Witterungsbedingungen unter Vermeidung von Beschädigungen am Gleis soweit zu beseitigen, daß ein ungehindertes Arbeiten der Rollenköpfe von Rückmaschinen erreicht wird. Erfindungsgemäß ist ein Führungsgestell über Führungsleisten mit einem Schienenfahrzeug, vorzugsweise einer Gleisrückmaschine, vertikal und quer zur Gleisachse verschiebbar verbunden. In diesem zwischen Rollenkopf und Fahrwerk des Schienenfahrzeuges befindlichen Führungsge- , stell sind zwei Grundkörper, die einzeln im Führungsgestell höhenmäßig beweglich sind, angeordnet. Ein Arbeitszylinder ist mit dem Grundkörper und über eine Federbrücke
mit dem Führungsgestell gelenkig verbunden. Die Federbrücke ist, am anderen Ende mit einer Druckfeder ausgerüstet. Am Grundkörper sind zwei scherenartig ausgebildete Hebel, die mit einem Bolzen gelenkig gehalten werden, angebracht. Das obere Ende der Hebel ist mit einem Arbeitszylinder gelenkig verbunden, der entweder mit dem anderen Hebel oder über einen Fahrhebel mit dem Grundkörper verbunden mit Bolzen beweglich ist. Zwischen beiden Hebeln oder am Federhebel ist ein Fe- ι dersystem angebracht. Am unteren Teil der Hebel sind in Fahrtrichtung geeignete profilierte Pflugschare bzw. Profilmesser, die beiderseitig an den Schienenkopf heranführbar sind, oder über eine Achse mit einer Lauffläche und mit profilgerecht ausgebildeten Rippen versehen, angetriebene Schneidräder befestigt, die beidseitig an den Schienenkopf heranführbar sind. Die Pflugschare besitzen auswechselbare Schneidenteile, die unter den Schienenkopf ragen und ein in Höhe des Schienenkopfes befindliches, mit der Schiene parallel laufendes und an den Enden von der Schiene abgebogenes Anlaufblech. Die auswechselbaren Schneidenteile und das Anlaufblech sind so-gestaltet, daß beim Anfahren auf Hindernisse ein selbsttätiges Ausschwenken der Pflugschare erfolgt. Der Grundkörper ist mit mindestens zwei auf eine Schiene aufsetzbare Führungsrollen mit Laufkranz ausgerüstet. An den Grundkörpern sind vor den Pflugscharen Stachelwalzen angebracht, die mittels Walzenhebel und einer Druckfeder gehalten werden und in der Mitte eine Lauffläche besitzen. · ' Das Führuhgsgestell wird in Mitte Gleisachse gebracht und die Grundkörper heruntergefahren, bis die Führungsröllen auf den Schienen aufsitzen und das Führungsteil im Gleis eingespurt ist. Dabei werden die Federn der Federbrücke belastet und ein Ausgleich für die Abweichungen in der Gleishöhe erreicht. Beim Fahren in Kurven bewirken Laufkränze der Führungsrollen eine Querverschiebung des Führungsgestells, so daß die Grundkörper den Schienen folgen. Htm werden die in geöffneter Stellung befindlichen
Pflugschare bzw. Schneidräder in das Schienenprofil eingeschwenkt. Bei.Fahrbewegung werden die Bodenmassen ab- und herausgetragen. Zusätzlich reißen vor den Pflugscharen bzw. Schneidrädern angeordnete, seitlich an beiden Seiten des Schienenkopfes befindliche Stachelwalzen oder mit Stacheln versehene Rollen bei Fahrbewegung die Bodenmassen auf. Sie bewirken gleichzeitig, daß beim Anfahren auf feste Hindernisse diese von der Schienenlau ff-lache abgehoben werden, dabei einen Kontaktschalter betätigen und ein Ausschwenken der Pflugschare eingeleitet wird. In Ruhestellung sind das Führungsgestell und die Grundkörper mittels Bolzen verriegelt.
Ausführungsbeispiel
Es zeigen
Fig. 1 : Vorderansicht der Vorrichtung mit Pflugschar Fig. 2 : Seitenansicht der Vorrichtung mit Pflugschar und Stachelwalze ·
An den Hauptträgern einer Gleisrückmaschine 1 ist vor dem Rollenkopf ein Führungsgestell 2 mit Führungsleisten 3 befestigt, in dem zwei höhenverstellbare Grundkörper 7 eingesetzt sind. Jeder Grundkörper 7 ist mit zwei pneumatischen Arbeitszylindern 4 verbunden, die oberhalb mit einer Federbrücke 5 gelenkig gehalten werden. Am anderen Ende der Federbrücke 5 sind Druckfedern 6 angebracht. Mittels der Arbeitszylinder 4 werden die GrundkSrper 7 soweit heruntergefahren, bis die an jedem Grundkörper 7 angebrachten zwei Führungsrollen 14 auf den Schienen 19 aufsitzen. Die oberhalb angebrachte Federbrücke 5 wird belastet und ein Kontaktschalter 18 betätigt. Dabei erfolgt eine Federbelastung der Führungsrollen 14, die für,den Ausgleich der Höhenlage der Schiene 19 notwendig ist. Beim Aufsetzen der Führungsrollen 14 werden gleichzeitig die am Grundkörper 7 angebrachten, über Walzenhebel 16 und eine Feder 17 gehaltene Stachelwalze 15, die in der Mitte eine lauffläche besitzt, auf die Schiene 19 gesetzt. Die Stachelwalze 15 dient zum
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Auflockern leichter Bodenmassen. Durch die gelenkige und federbelastete Befestigung erfolgt beim'Fahren auf feste Hindernisse ein,Ausheben der Stachelwalze 15 und über den Kontaktschalter 18 die Abgabe eines Signals zum Wegschwenken der hinter der Stachelwalze 15 paarweise angeordneten Pflugschare 12, die mittels Bolzen 8 über Scherhebel 9 gelenkig am Grundkörper 7 angeordnet sind. Pneumatische Arbeitszylinder 10 verbinden die Pflugschare 12 mit Federhebel 11. Die Pflugschare sind an der Scharspitze 13 mit,einem auswechselbaren und unter den Schienenkopf wirkenden Schneidenteil ausgerüstet. Die an beiden Enden in Fahrtrichtung hin- und von der Schiene 19 v?eggebogenen Anlauf bleche 20 der Pflugschare 12 bewirken beim Anfahren auf feste Hindernisse ein, Abdrücken der Pflugschare 12. :. Nachdem der Grundkörper 7 abgesenkt ist und eine Federkraft für die Führungsrollen 14 und die Stachelwalze 15 erreicht wurde, erfolgt ein Einschwenken der Pflugscharpaare 12. Bei Fahrbewegung der Gleisrückmaschine 1 legen sich die Pflugschare 12 mit den Anlaufblechen 20 an die Schienenköpfe an und pflügen die Bodenmassen aus den geforderten Bereich. Beim Fahren in Gleisbögen wird eine Querverschiebung der Vorrichtung zur Gleisachse bewirkt, indem die Spurkränze der am Grnndkörper 7 angeordneten Führungsrollen 14 der Schiene 19 folgen.
Während der Ruhestellung der Vorrichtung verriegeln Steckbolzen 21 den Grundkörper 7 in der oberen Stellung um ein Absenken der Vorrichtung zu verhindern und außerdem das Führungsgestell .2 in der Mittellage zu halten, um eine Querverschiebung zu verhindern.
Claims (1)
- ErfindungsanspruchVorrichtung zum Freimachen von Schienenköpfen mittels von' Gleisbaumaschinen, wie Gleisrück- oder Stopfmaschinen, getragener, heb- und senkbarer sowie parallel zur Schwellenlängsachse beweglicher Arbeitswerkzeuge, gekennzeichnet dadurch, daß ein quer zur Gleisachse verschiebbares, mittels Führungsleiste (3) gehaltenes Führungsgestell (2) an der Gleisbaumaschine (1) angeordnet ist, welches mittels Arbeitszylinder (4) höhenverstellbare Grundkörper (7) aufnimmt, die mit Führungsrollen (H) und Spurkränzen sowie einer schienenhöhenausgleichenden Federbrücke (5) und einer in Arbeitsrichtung gelenkig angeordneten, federbelastend auf die Schienen (19) wirkende Stachelwalze (15)» die im Arbeitsbereich der Walzenhebel (16) mit einem Kontaktschalter (18) versehen ist sowie mit über einen Bolßen 8 paarweise gelenkig mit Federhebeln (11) befestigte, mit Arbeitszylinder (10) verbundene, zu beiden Seiten der Schiene (19) einschwenkbare Pflugschare (12) mit Anlaufblechen (20) und einer der Schienenkopf-Unterseite profilierten, auswechselbar gestalteten . Scharspitze versehen sind oder, daß anstelle der Pflugschare (12) mit profilgerecht ausgebildeten Rippen versehene, angetriebene Schneidräder am Grundkörper (7) über Hebel angeordnet sind.- Hierzu 2 Seiten Zeichnungen — x
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| CN108252168A (zh) * | 2018-02-05 | 2018-07-06 | 刘大康 | 一种用于重载铁路的铁轨维护系统 |
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1983
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| CN108252168B (zh) * | 2018-02-05 | 2019-09-27 | 唐山海港天佑铁路工程有限公司 | 一种用于重载铁路的铁轨维护系统 |
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| DD217843B1 (de) | 1987-08-05 |
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