DD217896A1 - Anordnung zur messung der agglutinabilitaet von zellsuspensionen - Google Patents

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DD217896A1
DD217896A1 DD25301583A DD25301583A DD217896A1 DD 217896 A1 DD217896 A1 DD 217896A1 DD 25301583 A DD25301583 A DD 25301583A DD 25301583 A DD25301583 A DD 25301583A DD 217896 A1 DD217896 A1 DD 217896A1
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agglutinability
cell
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agglutinates
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DD25301583A
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Inventor
Karl-Juergen Halbhuber
Rosemarie Froeber
Original Assignee
Univ Schiller Jena
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Abstract

Die Anordnung zur Messung der Agglutinabilitaet von Zellsuspensionen, insbesondere Erythrozyten, findet Anwendung in der Medizin, Biologie und Mikrobiologie zur Gewinnung von Erkenntnissen aus der Eigenschaft Agglutinabilitaet von Testzellen. Ziel der Erfindung ist die Senkung des Zeitaufwandes und die Einschraenkung des Verbrauchs an Zellmaterial und an Agglutinaten, wobei die Agglutinate unabhaengig von ihrer Stabilitaet zu messen und die Objektivitaet und Reproduzierbarkeit der Messergebnisse zu erhoehen sind. Dazu wird eine Anordnung benutzt, bei der eine waagerecht liegende, fuer die Durchfuehrung der Agglutinationsreaktion vorgesehene Mikrokapillare enthalten ist, die sich in einem parallelen, durch eine zum Verlauf der Kapillare senkrechte Spaltblende begrenzten monochromatischen Strahlengang befindet. Zum Nachweis der von den Zelloberflaechen reflektierten Strahlung ist ein Empfaenger vorgesehen.

Description

Titel der Erfindung
Anordnung zur Messung ders Agglutinabilität von Zellsuspensionen
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft eine Anordnung zur Messung der Agglutinabilität von Zellsuspensionen im Mikroliterbereich, insbesondere für die Agglutinabilität von Erythrozyten. Die Erfindung ist anwendbar in der Medizin, der Biologie und der Mikrobiologie, und zwar für die Gewinnung von Erkenntnissen aus der Eigenschaft Agglutinabilität· von Testzeilen. Die Erkenntnisse können vielfältig sein. ^ · -Es lassen sich z. B. bei reproduzierbar gleichartigen Bedingungen des Einsatzes von Agglutininen (Lektine, Antiseren, Farbstoffe und dgl.) und unter der Voraussetzung, daß die Bindungspartner auf der Zelloberfläche hinsichtlich Zahl, Dichte und Verteilung konstant gehalten werden können,auf dem Umweg über die Beschreibung der Agglutinabilität Aussagen über Eigenschaften (Zellsteifigkeit, Flexibilität) und" über den Oberflächen-Volumen-Quotienten der Zellen machen. Andererseits können unter der Voraussetzung eines konstanten Oberflächen-Volumen-Quotienten Aussagen über Zahl, Dichte und Verteilung der Agglutinine und der Membranrezeptpren auf der Zelloberfläche gewonnen werden.
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen . Die Agglutination roter Zellen aus dem Blutserum wird bisher rein subjektiv beurteilt. Dazu wird ein sogenannter Tüpfeltest durchgeführt:
Es werden kleine Blutmengen auf eine Unterlage gebracht und mit Agglutinintestlösung vermischt. Die Beobachtung und Beurteilung der Agglutinationsreaktion erfolgt mittels unbe-
i r\ r\ rs J i\ Ci *'» -"> »>
waffneten Auges. Die Beschreibung der Agglutinationsstärke, die nur eine grobe Einteilung ermöglicht, erfordert große Erfahrung. Die im Tüpfeltest erzeugten Agglutinate, können wegen ihrer Instabilität nicht in bekannte Meßanordnungen transferiert werden, da sich unter diesen Verhältnissen die Agglutinabilität fortschreitend ändert. Eeproduzierbare Ergebnisse sind nur mit Einschränkungen zu erhalten. Es .ist aber bereits bekannt, über die Reflexion von in Zellsuspensionen befindlichen Zelloberflächen Eückschlüsse,auf die Eigenschaften der Suspension zu ziehen (Halbhuber und Fröber, Z. med. Labor.-Diagn. 22 (1981), S. 113 - 116). Das Prinzip besteht darin, daß 2'ml der Suspension, die unter ständigem Eühren zur Agglutination gebracht wird, hinsichtlich des bei Bestrahlung auftretenden Streulichts beobachtet werden. Die Änderung des Streulichtsignals stellt ein,Maß für die Stärke der Agglutination dar. Der Fachteil dieser Arbeitsweise besteht aber darin, daß die Zellsuspension unter ständigem Eühren in eine Streulichtmeßanordnung eingebracht und gemessen werden muß. Das führt dazu, daß ein Teil der Agglutinate, besonders solche von geringer Stabilität,1 zerstört werden.
Weiterhin muß der Einsatz von Zellsuspensionen und Agglutininen als relativ hoch eingeschätzt werden, da für bestimmte Fragestellungen limitierende Palrtoren bestehen können.
Ziel der Erfindung
Ziel der Erfindung ist die Senkung des Zeitaufwandes und die Einschränkung des Verbrauchs an Zellmaterial und an Agglutinaten.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, alle Agglutinate, unabhängig von ihrer Stabilität, zu messen und die Objektivität und Eeproduzierbarkeit der Meßergebnisse zu erhöhen. Die Lösung dieser Aufgabe gelingt mit einer.Anordnung zur
Messung der Agglutihabilität von Zellsuspensionen im Mikroliterbereich, insbesondere für die Agglutinabilität von Erythrozyten erfindungsgemäß dadurch, daß eine waagerecht liegende, für die Durchführung der Agglutinationsreaktion vorgesehene Mikrokapillare enthalten ist, die sich in einem parallelen, durch eine zum Verlauf der Kapillare senkrechte Spaltblende begrenzten monochromatischen Strahlen- , gang befindet und daß ein Empfänger für den Nachweis der von den Zelloberflächen reflektierten Strahlung vorgesehen ist.
Die Vorteile der erfindungsgemäßen Lösung bestehen darin, daß ein verhältnismäßig geringer gerätemäßiger Aufwand notwendig ist. Dieser kann durch einen Zusatz zu bereits vorhandenen Geräten realisiert werden. Der Zusatz ist einfach und von jeder mechanischen Werkstatt herstellbar. Der materielle Aufwand ist also außerordentlich gering. Zu verzeichnen ist weiterhin eine sehr hohe Zeiteinsparung bei der Untersuchung, ein Vorteil, der sowohl im klinischen Routine-Labor als auch im Forschungslabor wünschenswert ist. Die Anordnung ist auch mit einer objektiven Meßwertverarbeitung koppelbar. Eine subjektive Entscheidung entfällt, völlig.
Ausführungsbeispiel
Das Wesen der Erfindung soll an einem im folgenden beschriebenen Ausführungsbeispiel näher erläutert werden. , In einem Halteblock 1, der eine waagerechte Fut enthält, kann eine Mikrokapillare 2 eingelegt werden, um die Agglutinationsreaktion in der Kapillare ablaufen zu lassen. Sach abgeschlossener Reaktion (etwa 10 Minuten bis 2 Stunden) kann die eigentliche Messung vorgenommen werden. Dazu wird die waagerecht liegende Kapillare mit dem Licht einer Lichtquelle 35 die monochromatisches Licht, liefert, bestrahlt und das reflektierte Licht mittels eines raumfest angeordneten Empfängers 4 gemessen. Die Messung kann wiederholt werden. An der Lichtquelle 3 befindet sich eine Spaltblende 5, deren Verlauf senkrecht zum Verlauf der Kapillare liegt, so daß ein scheibenförmiger Abschnitt aus der Kapillare zur Messung herangezogen wird. ' .

Claims (1)

  1. Erfindungsanspruch ,
    Anordnung zur Messung der Agglütinabilität von ,Zellsuspensionen im Mikroliterbereich, insbesondere für die Agglütinabilität von Erythrozyten, dadurch gekennzeichnet, ,daß eine waagerecht liegende, für die Durchführung der'Agglutinationsreaktion vorgesehene Mikrokapillare enthalten ist, die :sich in einem parallelen, durch eine zum Verlauf d'er Ka pillare senkrechte Spaltblende begrenzten monochromatischen Strahlengang befindet und daß ein Empfänger für den Nachweis der von den Zelloberflächen reflektierten Strahlung vorgesehen ist.
    Hierzu 1 Seife Zeichnung
    ι
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0485368A3 (en) * 1985-08-05 1992-08-26 Biotrack, Inc. Capillary flow device

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