DD217982A1 - Verbuegelbare einlage zur fixierung von textilen flaechengebilden - Google Patents
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Abstract
Die verbuegelbare Einlage ist vorzugsweise bei der Konfektionierung von Oberbekleidung zu verwenden. Ziel der Erfindung ist die Schaffung einer verbuegelbaren Einlage, die eine dauerhafte Fixierung von textilen Flaechengebilden gewaehrleistet und dabei die Auswirkungen von Kleberdurchschlag restlos verhindert, die Eigenschaften des fixierten Stoffes nicht beeintraechtigt und allen Anforderungen der Konfektionsindustrie gerecht wird. Ein nach bekanntem Verfahren hergestelltes Naehgewirke aus Synthesefaeden bzw. deren Mischungen, vorzugsweise mit einer Flaechenmasse von 60-200 g/qm wird in geeigneter Form veredelt und mit Schmelzkleber besintert. Infolge der Feinheit der Struktur des Naehgewirkes wird das Durchschlagen des Klebers beim Heisssiegeln des Obermaterials weitgehend verhindert. Der Einlagestoff zeigt beim heisssiegeln wegen seiner Struktur, Materialzusammensetzung und Veredlung positive Pressschrumpfeigenschaften und sehr gutes Rueckformverhalten. Bei der Weiterverarbeitung in der Konfektion koennen saubere Trennkanten erreicht werden. Die Einlage ist insbesondere fuer leichte Oberstoffe geeignet.
Description
Ver&ügelbare Einlage zur Fixierung von textilen Flächengebilden Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung bezieht sich auf eine verbügelbare Einlage, welche in der Textilindustrie vorzugsweise bei der Konfektion von Oberbekleidung verwendet wird.
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Es ist bekannt, daß bei der Herstellung von Erzeugnissen aus Geweben und Gestricken z. B. von Konfektionserzeugnissen verbügelbare Einlagen verwendet werden, die im wesentlichen aus einem Gewebe und aus einer Klebeschicht bestehen.
Dabei ist der Kleber in der Regel punktförmig aufgebracht.
Die Verwendung derartiger Einlagen ist jedoch kritisch, da der aufgebrachte Kleber beim Fixieren zum Durchschlagen neigt und bei der Fixierung von Geweben zu einer Verhärtung des fixierten Gewebes als auch der Fixiereinlage selbst führt, indem der Kleber in die Zwischenräume des Gewebes und der Fixiereinlage eindringt und bei der Verfestigung des Klebers zu einer inneren Verfestigung desfixierten Gewebes und der Fixiereinlage führt. Diese Versteifung der Verfestigung ist unerwünscht.1 So kommt es z.B. in der Konfektion darauf an, eine dauerhafte Verbindung zwischen Gewebe und Einlage durch den Kleber zu ' erreichen, aber keinesfalls eine Versteifung von Gewebe und Einlage. Große technische Probleme bereitet in diesem Zusammenhang die Herstellung von leichter Einlage zur Fixierung leichter Gewebe, da eine leichte Einlage auch zu einem starken Durchschlagen des Klebers neigt und damit zu einer Versteifung führt, d.h.die Eigenschaften des Oberstoffes werden 7 . - . beeinträchtigt bzw. verfälscht.
Ziel der Erfindung '
Ziel der Erfindung ist es, eine verbügelbare Einlage zu schaffen, die einerseits eine dauerhafte Fixierung von textilen Flächengebilden gewährleistet und andererseits die Auswirkung des Durchschlagens des Klebers auf das textile Flächengebilde und die Einlage restlos verhindert, die Eigenschaften des fixierten Gewebes nicht beeinträchtigt sowie allen Anforderungen der Konfektionsindustrie gerecht wird.
Darstellung des Wesens der Erfindung Technische Aufgabe
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine verbügelbare Einlage zu schaffen, welche eine dauerhafte Fixierung des textilen Flächengebildes sichert sowiedas Durchschlagendes Klebers auf das Gewebe und die Einlage verhindert und die Eigenschaften des fixierten textilen Flächengebildes nicht beeinträchtigt.
Merkmale der Erfindung
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß ein nach an sich bekannten Verfahren hergestelltes Nähgewirke aus Synthesefäden bzw. deren Mischungen mit vorzugsweise einer Flächenmasse von 60 bis 200g/m2 verwendet wird. Das hergestellte Nähgewirke wird in geeigneter Weise veredelt, daß heißt fixiert, gerauht und mit Schmelzkleber besintert. Infolge der Feinheit der Struktur des Nähgewirkes wird das Durchschlagen des Klebers beim Heißsiegeln des Obermaterials weitgehend beseitigt.
Durch die Veredlung wird eine verbügelbare Einlage geschaffen, die eine gute Haftfestigkeit mit dem Obermaterial aufweist, formstabil ist, positive Preßschrumpfeigenschaften besitzt und wo bei der Verklebung der Einlage mit dem Obermaterial keine Versteifung eintritt. ' Durch den Einsatz von Synthesefäden im längsorientierten Nähfadensystem wird in der Konfektion beim Trennprozeß eine saubre Trennkante ohne Fusselbildung erreicht.
Ausführungsbeispiel
Einsatz eines Nähgewirkes als Einlage mit einer Flächenmasse von 100 bis 12Ög/m2, bestehend aus PE-S-Nähfäden und einem . Schußfadensystem aus PE-F und Vl-F-Mischung, in Trikotlegung übernäht.
Dieses Nähgewirke wird nach herkömmlichen Methoden fixiert, einseitig gerauht und mit Schmelzkleber besintert. Der so hergestellte Einlagestoff wird bei der Konfektion auf der Heißsiegelpresse mit dem Obermaterial verklebt, ohne daß ein Durchschlagen des Klebers auftritt. Der Einlagenstoff zeigt beim Heißsiegeln auf Grund seiner Materialzusammensetzung und der Veredlung positive Preßschrumpfeigenschaft^n mit den Werten von ±0,5mm. Das Rückformverhalten des mit der Einlage verklebten Obermaterials ist sehr gut.
Das Biegestpifigkeitsverhalten bringt bei einem Soll von 60rnm Prüfwerte von 30 bis 50mm.
Die Haftfestigkeit zwischen der Einlage unddem Obermaterial entspricht den geforderten Werten von 15N bei einem Sollwert , von 5 N bei ausgewählten Oberstoffen.
Bei der Weiterverarbeitung in der Konfektion werden bei Trennprozessen saubere Trennkanten erreicht, wenn die Trennung senkrecht zUm Nähfadensystem verläuft, wodurch in der Konfektion übliche Nachbesserungen entfallen.
Claims (2)
- -1- 252 790 6Vertsügelblare Einlage zur Fixierung von textlien FlächengebildenAnwendungsgebiet der Erfindung ! :Die Erfindung bezieht sich auf eine verbügelbare Einlage, welche in der Textilindustrie vorzugsweise bei der Konfektion von Oberbekleidung verwendet Wird. ,Charakteristik der bekannten technischen Lösungen . ' ,Es ist bekannt, daß bei der Herstellung von Erzeugnissen aus Geweben und Gestricken z. B. von Konfektionserzeugnissen verbügelbare Einlagen verwendet werden, die im Wesentlichen aus einem Gewebe und aus einer Klebeschicht bestehen. Dabei ist der Kleber in der Regel punktförmig aufgebracht.Die Verwendung derartiger Einlagen ist jedoch kritisch, da der aufgebrachte Kleber beim Fixieren zum Durchschlagen neigt und bei der Fixierung von Geweben zu einer Verhärtung des fixierten Gewebes als auch der Fixiereinlage selbst führt, indem der Kleber in die Zwischenräume des Gewebes und der Fixiereinlage eindringt und bei der Verfestigung des Klebers zu einer inneren Verfestigung des fixierten Gewebesund der Fixiereinlage führt. Diese Versteifung der Verfestigung ist unerwünscht.' So kommt es z. B. in der Konfektion darauf an, eine dauerhafte Verbindung zwischen Gewebe und Einlage durch den Kleber zu erreichen, aber keinesfalls eine Versteifung von Gewebe und Einlage. Große technische Probleme bereitet in diesem Zusammenhang die Herstellung von leichter Einlage zur Fixierung leichter Gewebe, da eine leichte Einlage auch zu einem starken Durchschlagen des Klebers neigt und damit zu einer Versteifung führt, d. h. die Eigenschaften des Öberstoffes werden beeinträchtigt bzw. verfälscht.Ziel der Erfindung lZiel der Erfindung ist es, eine verbügelbare Einlage zu schaffen, die einerseits eine dauerhafte Fixierung von textlien Flächengebilden gewährleistet und andererseits die Auswirkung des Durchschlagene des Klebers auf das textile Flächengebilde und die Einlage restlos verhindert, die Eigenschaften des fixierten Gewebes nicht beeinträchtigt sowie allen Anforderungen der Konfektionsindustrie gerecht wird.Darstellung des Wesens der ErfindungTechnische AufgabeDer Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine verbügelbare Einlage zu schaffen, welche eine dauerhafte Fixierung des textlien Flächengebildes sichert sowie das Durchschlagen des Klebers auf das Gewebe und die Einlage verhindert und die Eigenschaften des fixierten textlien Flächengebildes nicht beeinträchtigt.Merkmale der ErfindungErfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß ein nach an sich bekannten Verfahren hergestelltes Nähgewirke aus Synthesefäden bzw. deren Mischungen mit vorzugsweise einer Flächenmasse von 60 bis 200g/m2 verwendet wird. Das hergestellte Nähgewirke wird in geeigneter Weise veredelt, daß heißt fixiert, gerauht und mit Schmelzkleber besintert. Infolge der Feinheit der Struktur des Nähgewirkes wird das Durchschlagen des Klebers beim Heißsiegeln des Obermaterials weitgehend beseitigt.Durch die Veredlung wird eine verbügelbare Einlage geschaffen, die eine gute Haftfestigkeit mit dem Obermaterial aufweist, formstabil ist, positive Preßschrumpfeigenschaften besitzt und wo bei der Verklebung der Einlage mit dem Obermaterial keine Versteifung eintritt. . , .' Durch den Einsatz von Synthesefäden im längsorientierten Nähfadensystem wird in der Konfektion beim Trennprozeß eine saubre Trennkante ohne,Fusselbildung erreicht.AusführungsbeispielEinsatz eines Nähgewirkes als Einlage mit einer Flächenmasse von 100 bis 120g/m2, bestehend aus PE-S-Nähfäden und einem Schußfadensystem aus PE-F und Vl-F-Mischung, in Trikotlegung übernäht.Dieses Nähgewirke wird nach herkömmlichen Methoden fixiert, einseitig gerauht und mit Schmelzkleber besintert. Der so hergestellte Einlagestoff wird bei der Konfektion auf der Heißsiegelpresse mit dem Obermaterial verklebt, ohne daß ein Durchschlagen des Klebers auftritt. Der Einlagenstoff zeigt beim Heißsiegeln auf Grund seiner Materialzusammensetzung und der Veredlung positive Preßschrumpfeigenschaften mit den Werten von ±0,5mm. Das Rückformverhalten des mit der Einlage verklebten Obermaterials ist sehr gut. :Das Biegesteifigkeitsverhalten bringt bei einem Soll von 60mm Prüfwerte von 30 bis 50mm.Die Haftfestigkeit zwischen der Einlage und dem Obermaterial entspricht den geforderten Werten von 15N bei einem Sollwert .von 5 N bei ausgewählten Oberstoffen.Bei der Weiterverarbeitung in der Konfektion werden bei Trennprozessen saubere Trennkanten erreicht, wenn die Trennung; senkrecht zürn Nähfadensystem verläuft, wodurch in der Konfektion übliche Nachbesserungen entfallen.Erfindueigsansprüche: <1. Verbügelbare Einlage zur Fixierung von textlien Flächengebilden in der Konfektionsindustrie, gekennzeichnet dadurch, daß die Einlage ein veredeltes Nähgewirke aus Synthesefäden bzw. deren Mischung mit zellulosischen Chemiefasern ist, vorzugsweise eine Flächenmasse von 60 bis 200g/m2 besitzt, ein Durchschlagen des Klebers sowohl auf der Einlage und auf dem Obermaterial verhindert, positive Preßschrumpf eigenschaften mit den Weiten von +0,5 mm aufweist, sich durch gute Haftfestigkeit zwischen Einlage und dem Obermaterial mit den Werten von 15N auszeichnet sowie ein sehr gutes Rückformverhalten des mit der Einlage verklebten Obermaterials und eine Biegesteifigkeit von 30 bis 50 mm aufweist.
- 2. Verbügelbare Einlage zur Fixierung von textlien Flächengebilden nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß durch den Einsatz von Synthesefäden im längsorientierten Nähfadensystem in der Konfektionierung beim Trennprozeß saubere Trennkanten ohne Fusselbildung entstehen. ' .
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