DD218106A1 - Verfahren zur herstellung von oxidationsstabilisierten reaktiven kohlenwasserstoffharzen - Google Patents

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DD218106A1
DD218106A1 DD25182483A DD25182483A DD218106A1 DD 218106 A1 DD218106 A1 DD 218106A1 DD 25182483 A DD25182483 A DD 25182483A DD 25182483 A DD25182483 A DD 25182483A DD 218106 A1 DD218106 A1 DD 218106A1
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DD25182483A
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Wolfgang Kuempfel
Guenther Heublein
Gerhard Albrecht
Sylvia Nitsch
Andrea Schramm
Werner Freitag
Werner Lohs
Christoph Scheffler
Irene Schmerwitz
Fred Schlimper
Joachim Koetter
Helmut Wagner
Johannes Elste
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Univ Schiller Jena
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Abstract

Die Herstellung oxidationsstabilisierter reaktiver Kohlenwasserstoffharze unter Verwendung preisguenstiger technischer DCPD-Fraktionen, die mindestens 60 Ma.-% DCPD enthalten, gelang durch die kationische Polymerisation von isoprenfreier technischer DCPD-Fraktion, die nach der Benzinpyrolyse aus der C5-Fraktion durch Dimerisierung gewonnen wurde, deren Gehalt an Benzen und CPD jeweils kleiner 1 Ma.-%, deren Stabilisatorgehalt zwischen 400-5 000 ppm und deren Gehalt an C7/C8-Aromaten im Bereich zwischen 5-25 Ma.-% liegt, wobei gegebenenfalls andere kationisch polymerisierbaren Komponenten verwendet werden koennen. Derartige reaktive Kohlenwasserstoffharze sind in dem typischen Einsatzgebieten, wie im Kleb- und Beschichtungssektor oder zur Herstellung polymerer Massen geeignet.

Description

Verfahren zur Herstellung von oxidationsstabilisierten reaktiven Kohlenwasserstoffharzen Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von oxidationsstabilisierten reaktiven Kohlenwasserstoffharzen auf der Basis einer technischen DCPD-Fraktion und gegebenenfalls anderer kationisch polymerisierbarer Komponenten. Durch Variation des Gehaltes an Restdoppelbindungen sowie durch Einstellung unterschiedlicher Molekulargewichte sind die reaktiven Kohlenwasserstoffharze in einer Vielzahl von typischen Einsatzgebieten, wie im Kleb- und Beschichtungssektor sowie bei der Herstellung polymerer Massen, verwendbar.
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
, Die Gewinnung reaktiver Kohlenwasserstoffharze auf Basis Dicyclopentadien (DCPD) und DCPD-haltiger technischer Fraktionen ist in der Literatur beschrieben und wird technisch durchgeführt. '
So ist aus dem EP13060 ein Verfahren zur Friedel-Crafts-Polymerisation isoprenhaltiger DCPD/CPD-Fraktionen bekannt. Zur Herstellung der verwendeten Fraktion ist eine aufwendige Destillation mit anschließender Dimerisierung zur Rückgewinnung des DCPD erforderlich.. Die auf diese Weise erhaltene Fraktion ist stabilisatorfrei und wird so zur Polymerisation eingesetzt. Die nach diesem Verfahren erhaltenen Harze sind außerordentlich oxydationsempfindlich, was zu einer begrenzten Lagerfähigkeit führt. Der in der verwendeten Fraktion vorhandene Cyclopentadien (CPD)-Gehalt von über 1 Masse-% erfordert die Einhaltung besonderer Reaktionsbedingungen, um bei der Polymerisation unerwünschte Gelbildung zu vermeiden. In der EP23061 wird ein Verfahren zur Polymerisation von hochprozentigen DCPD-Konzentrat mit Styrenen unter Zusatz von PhenolerVbzw. Acrylaten zur Erhöhung der Produktstabilität beschrieben. Das eingesetzte rund 85%ige DCPD-Konzentrat wird durch Destillation gewonnen und besitzt rund 2% CPD und Benzen und ist praktisch frei von Stabilisatoren. Der vorhandene Gehalt an CPD und Benzen verursacht eine unerwünschte Flammpunktserniedrigung des Konzentrates und bedingen erhöhten technologischen und sicherheitstechnischen Aufwand. Der CPD-Gehalt führt zu den bereits oben genannten Einschränkungen bei der Polymerisationsdurchführung. Zur Erzielung der notwendigen Produktstabilität hinsichtlich Oxydations- und Vernetzungsreaktionen ist der erfindungsgemäße beanspruchte Zusatz von Phenolen bzw. Acrylafen unerläßlich. Auch die hier verwendeten DCPD-Fraktionen, die mit einem Gehalt von 0,5 bis 5% Isopren nicht isoprenfrei sind, enthalten . n-Pentan, η-Hexan, Dimethylbutan sowie 15 bis 35% Benzen und 0,5 bis 5% CPD als niedrig siedende Anteile in sehr großer
" Konzentration. ,
Den genannten Verfahren haftet der gemeinsame Mangel an, daß der zur Gewinnung der DCPD-Konzentraten in den vorausgehenden Stufen der Erdölverarbeitung z. B. Pyrolyseprozesse der Ethylengewinnung technologisch bedingte Stabilisatorgehalte verloren geht und somit eine erneute Stabilisierung während oder vorzugsweise nach der Polymerisation erforderlich ist. Nachteilig ist auch, daß diese in der Regel als Kopfprodukt gewonnenen DCPD-Konzentrate kostenungünstig sind und außerdem nennenswerte Mengen an CPD und Benzen enthalten, so daß der Flammpunkt sinkt und technologische Nachteile im Sinne der Gelbildung bei der Polymerisation entstehen.
Ziel der Erfindung
Ziel der Erfindung ist die Entwicklung eines Verfahrens zur Herstellung von oxydationsstabilisierten reaktiven Kohlenwasserstoffhar.zen unter Verwendung einer speziellen preisgünstigen, gelfrei polymerisatibnsfähigen DCPD-Fraktion mit geringen Gehalt an cancerogenen Bestandteilen und höherem Flammpunkt unter Mitverwendung weiterer polymerisationsfähiger Monomerer. .
Darlegung des Wesens*der Erfindung
Die Aufgabe der Erfindung besteht in der Entwicklung eines Verfahrens zur Herstellung von oxydationsstabilisierten reaktiven Kohlenwasserstoffharzen unter Verwendung von preisgünstigen isoprenfreien technischen DCPD-Konzentrat mit einem DCPD-Gehalt von > 60%, mit geringem Gehalt der <100°C siedenden Komponenten Benzen und CPD unter Mitverwendung weiterer polymerisierbarer Monomerer, ohne daß eine nachträgliche Produktstabilisierung erforderlich ist. Die Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß preisgünstige isoprenfreie DCPD-Fraktionen mit einem DCPD-Gehalt > 60 Masse-%, die bei der Benzinrjyrolyse aus der C5-Fraktion gewonnen werden, deren Gehalt an Benzen und CPD jeweils kleiner 1 Ma-% ist, mit Stabilisatorgehalten zwischen 400-5OOOppm und einem Gehalt von 5 bis 25 Ma-% C7- und/oder vorzugsweise C8-Aromaten, gegebenenfalls mit anderen polymerisierbaren Komponenten, kationisch polymerisiert werden. Die in der vorliegenden Erfindung verwendete DCPD-Fraktion wird nach destillativer Abtrennung einer Isopren- und Benzen-Fraktion erhalten.
Die Abtrennung der Benzenfraktion gelingt durch Zugage von 8 bis 20 Ma-% vorzugsweise von 10 bis 15 Ma-% C7- und/oder C8-Aromaten vorzugsweise in Form von technischen Gemischen als Siedebereiehsfüller und nach Durchleiten von Wasserdampf unter Normaldruck, bei Sumpftemperaturen <120°C. Ebenfalls gelingt dabei die weitgehende Entfernung der niedrigiedenden, die erfindungsgeniäße Verwertung der Fraktion im Sinne einer gelfreien Polymerisierbarkeit, einer geringeren cancerogenen Gefährdung und die Einstellung eines Flammpunktes von vorzugsweise über 21 °C störenden Komponenten CPD und Benzen jeweils auf Konzentrationen von unter 1 Ma-%. C7- und/oder C8-Aromaten, die mit 5 bis 25 Ma-% technologisch bedingt in der Fraktion enthalten sind, entsprechen möglichen Lösungsmitteln bei der kationischen Polymerisation. Der Gehalt an Wasser in der DCPD-Fraktion liegt bei 150 bis 500ppm und damit im für kationische Polymerisationen ohne anderen Coinitiator notwendigen Konzentrationen. Die technische DCPD-Fraktion enthält als Sumpfprodukt außerdem ausgesprochen hohe Konzentrationen von 400 bis 5000ppm an Stabilisator, wobei insbesondere sterisch gehinderte Phenole verwendet werden. Eingesetzt werden z.B.: '
2,6-Di-tert-6-butylphenol 2,4-Dimethyl-6-tert-butylphenol ' 4-tert-Butyl-brenzcatechin
bevorzugt wird jedoch 2,6-Di-tert-butyl-p-kresol. -' .
Eine isoprenfreie technische DCPD-Fraktion, die bei der erfindungsgemäßen Polymerisation ohne weitere Vorbehandlung eingesetzt werden kann und preisgünstig ist, enthält im wesentlichen folgende Hauptbestandteile an Kohlenwasserstoffen (gaschromatografischeAnalyse): , .
unter 100°C siedende Komponenten
Benzen, CPD : jeweils max. 1,0 Ma-% ·
,Cy/Ca-Aromaten : 5 bis 25 Ma-%
i-/n-Propylennorbornen : etwa 2,0 bis 5,5 Ma-% '
Dicyclopentadien :> 60,0 Ma-%
Methyltetrahydroinden : etwa 1,5 bis 3,5 Ma-% Methyldicyclopentadien : etwa 8,0 bis 12,5 Ma-% 2,6-Di-tert-butyl-p-kresol : 400 bis 5 000 ppm
Allgemein gilt, daß die DCPÖ-Fraktion einen Flammpunkt >210C besitzen Und auf Grund des niedrigen CPD-Gehaltes gelfreie Polymerisateermöglichen. '.. ·, ' .
Zur Einstellung optimaler Doppelbindungsgphalte, der gewünschten Molmasse und zur weiteren Verbesserung der Oxydationsstabilität wird dieses technische DCPD-Konzentrat mit Olefinen, bevorzugt mit aromatisch ungesättigten Kohlenwasserstoffen, vorzugsweise mit Styren und/oder a-M.ethylstyren copolyrnerisiert. Bei der Durchführung der erfindungsgemäßen Polymerisation werden bevorzugt zu 10 bis 80 Teilen DCPD in Form des technischen DCPD-Konzentrats 90 bis 20 Teile Vinylaromat, insbesondere Styren und/oder a-Methylstyren gegeben.
Zur Steuerung des Molekulargewichtes und zur Regulierung der Flexibilität des Polymerisates kann ein Isobutenoligomerisat mit in das Harz eingebaut vyerden.
In der vorliegenden Erfindung werden Diisobuten, bevorzugt Diisobutengemische und insbesondere technische Isobutenoljgomerisate mit η = 2-4, bevorzugt mit η = 2-3 eingesetzt. Derartige Diisobutene können durch kationische Oligornerisiarung arv Zeolithen oder an Ionenaustauschern hergestellt werden.
Die Rohprodukte haben in Abhängigkeit von den Herstellungsbedingungen folgende Zusammensetzung: C8-lsoolefine 55 bis 80%
C12-lsooiefine 10bis35% *
C16-lsoolefine 1 bis 10 % '
Nach Destillation des Rohproduktes ist e|n C8-lsoolefingamisch Isolierbar mit nachstehender Zusammensetzung: 2,3,3-Trimethylpent-1-en 5 bis 15%
2,4,4-Trimethylpent-i-en 50bis70% .
2,4,4-Trimethylpent-2-en 8 bis 20% 2,3,4-Trimethylpent-1-en 5 bis 15%
2,3,4-Trimethylpent-2-en 3bis10% / ' ' .
andere C8-lsoolefine 2 bis 15%
Bei einer Feindestillation z. B. über eine Glockenbodenkolonne sind auch die Einzelkomponenten mit sehr hoher Reinheit darstellbar, bevorzugt für den Einsatz sind allerdings technische Gemische mit oder ohne vorherige Trocknung. Die verwendeten Konzentrationsverhältnisse zwischen DCPD und Isobutenoligomerisat liegen je nach gewünschten Parametern bei 10:10 — 10:0.
Als Initiatoren für die erfindungsgemäße kationische Polymerisation können Wasser, Alkylhalogenide oder aber auch HCl, HBr, Cl2 oder Br2 in Kombination mit einer Reihe von Coinitiatoren verwendet werden. Als derartig wirkende Coinitiatoren kommen Lewis Säuren, bevorzugt AICI3, AIBr3, BF3OEt2, SnCI4 oder aber saure Schlämme, wie sie in einer Reihe von Prozessen entstehen, zum Einsatz. Insbesondere bevorzugt werden Komplexe aus technischen AICI3 oder AIBr3 mit HCI, Cl2 oder Ether in aromatischen Lösungsmitteln wie Benzen, Toluen, o-, m-, p-Xylen, Ethylbenzen oder aber Gemischen aus genannten Aromaten. Des weiteren sind aluminiumorganische Verbindungen wie AIRCI2,AI2R3CI3 oder AIR2CI als Initiatoren geeignet, wobei R einen kurzkettigen aliphatischen Rest, insbesondere bevorzugt ist dabei C2H5, darstellt. Diese Verbindungen ergeben in Kombination mit Wasser oder Alkylhalogeniden z. B. t-BuCI ebenfalls besonders gut geeignete Initiatorsysteme. Beim erfindungsgemäßen Verfahren kann mit Coinitia,torkonzentrationen von 2,5 bis 75mmol/l gearbeitet werden. Das Verhältnis Initiator/Coinitiator ist über einen weiten Bereich variierbar. Das bevorzugte Verhältnis Coinitiator/Monomer liegt im Bereich von 0,2:100 bis 3:100. Die Polymerisation wird in einem für kationische Polymerisationen üblichen Lösungsmittel durchgeführt. Geeignet sind chlorierte Kohlenwasserstoffe mit 1-2 Kohlenstoffatomen oder Gemische davon, vorzugsweise Methylenchlorid, insbesondere aber aromatische bzw. aliphatische oder cycloaliphatische Kohlenwasserstoffe wobei bevorzugt Mischungen eingesetzt werden, wie z. B. Benzinfraktionen unterschiedlichen Siedebereiches oder Aromatengemische wie z. B. o-, m-, p-Xylen neben Ethylbenzen. Die Polymerisations'temperaturen im erfindungsgemäßen Verfahren liegen zwischen 273 bis 353K, besonders bevorzugt sind Temperaturen zwischen 293 bis 333 K.
Die Monomerkonzentrationenfürdie Polymerisation können im Bereich zwischen 2 bis 8M liegen.
Die Polymerisation wird erfindungsgemäß beispielsweise so durchgeführt, daß man den Coinkiator im Gemisch mit dem Initiator im Lösungsmittel oder in einem bestimmten Teil des Lösungsmittels vorlegt.
Dabei kann es unter Umständen günstig sein, das Gemisch Coinitiator/Initiator bevor es in das Polymerisationsgefäß gegeben wird, (eine bestimmte Zeit unter geeigneten Bedingungen) vorreagieren zu lassen.
Man bringt dann die Lösung auf die Reaktionstemperatur und gibt unter Rühren und Temperieren das Monomergemisch so zu, daß zum einen die Reaktionstemperatur erhalten bleibt, zum anderen ein strukturell homogenes Polymerisat während der I Reaktion entsteht. Bei kontinuierlicher Reaktionsführung wird entsprechend der kontinuierlichen Monomerzugabe auch der Katalysator successive zügegeben. Die Reaktion kann im erfindungsgemäßen Verfahren nach entsprechender Zeit z. B. mit einem Gemisch aus Methanol und Ammoniak so abgestoppt werden, daß die Homogenität der Lösung erhalten bleibt. Nach Beseitigung der Katalysatorspuren durch Filtration, z.B. mit Filterpressen kann das Polymerisat bevorzugt im Lösungsmittel direkt verwendet werden. Es ist jedoch auch möglich, daß das Polymerisat in einem Fällungsmittel gefällt und anschließend isoliert wird. - . . .
Die Molekulargewichte, die ah ausgefällten unfraktionierten Polymerisaten bestimmt wurden, liegen im allgemeinen in Bereichen zwischen 600-4000g/mol.
Die Bestimmung des Doppelbindungsgehaltes durch Messung der Jodzahl nach Wijs ergab in der Regel Werte zwischen 40 und 160, vorzugsweise zwischen 60 und 130.
Die nach dem erfindungsgemäßen Verfahren hergestellten reaktiven Kohlenwasserstoffharze besitzen als ungelöste Harze oder Harzlösung ohne weiteren Stabilisatorzusatz eine hervorragende Langzeitstabilität.
Ausführungsbeispiele:
Die angeführten Beispielesollen das erfindungsgemäße Verfahren erläutern. ,
Beispiel 1 bis 7:
In einem sauberen und trockenen 350ml Sulfierkolben werden bei der gewählten Polymerisationstemperatur 150ml Lösungsmittel sowie der Initiator vorgelegt. Unter ständigem Rühren wird über einen Tropftrichter das Monomergemisch mit dem technischen DCPD-Konzentrat, dessen Zusammensetzung in Tabelle 1 angegeben ist, innerhalb von 45 Minuten kbntinuierlich,zugegeben.
Tabelle 1:
Zusammensetzung des DCPD-Konzentrates
Benzen
Isopropenylnorbornen
Methyltetrahydroinden Methyldicyclopentadien 2,6-Di-tert-butyl-p-kresQl
•0,55Ma-% ' . . «
0,50Ma-%
03,45 Ma-% ' > / ' ' '
64,89 Ma-%
1,60 Ma-% ,
8,90 Ma-%
2 000 ppm
Nach Ablauf von weiteren 180 Minuten wird die Reaktion mit 5ml eines Gemisches aus Ammoniak und Methanol abgestoppt. Die Polymerlösung wird anschließend durch Filtration von den in heterogener Form vorliegenden Katalysatorresten befreit. Die dabai erhaltene Lösung ist über einen Zeitraum von 6 Monaten lagerstabil, klar, dunkelt bei lOstündiger thermischer Behandlung von BOOK kaum nach und weist innerhalb von 6 Monaten keine Trübungen oder Änderungen im chemischen ocjer physikalischen Verhalten auf. :
Die Konzentrationsverhältnisse und Ergebnisse wie auch bei den anderen Beispielen sind in Tabellen 2 und zusammengestellt, ·
Beispiel 8:
Beispiel 8 wird durchgeführt wie in Beispiel 1 bis 7 beschrieben, es wird, jöcjoch In a|n 2,Bl SulfiarNpen. mit 76QmI Xylen sowie 0,01 Mol AI2Et3CI3 als Initiator vorgelegt. Dazu wird successive ein Gemisch aus Brombenzen, Styren und der in der Tabelle beschriebenen technischen DCPD-Fraktion derart zugegeben, daß bezogen auf die Zugabe von 0,3 Mol Monomer 0,0005 MqJ Initiator innerhalb von 150 Minuten bei einer Reaktionstemperatur von 303 K zugegeben werden. Nach Ablauf von weiteren 120 Minuten wurde die Polymerisation abgestoppt, so daß die Homogenität der Lösung erhalten bleibt. Die dabei erhaltene Lösung ist über einen Zeitraum von 6 Monaten lagerstabil, klar, dunkelt bei thermischer Behandlung von 500K kaum nach und weist innerhalb von 6 Monaten keine Trübungen oder Änderungen im chemischen oder physikalischen Verhalten auf.
Beispiel 9: (Vergleich) In einem sauberen und trockenen 35QmI Sulfierkolben werden bei 313K 150ml Lösungsmittel und der Initiator vorgelegt.
Unter ständigem Rühren wird über einen Tropftrichter das Monomergemisch aus Styren, a-Methylstyren, Diisobuten und reinem 99,5%igen DCPD innerhalb von 30 Minuten kontinuierlich zugegeben. Nach Ablauf von weiteren 180 Minuten wird die
Reaktion mit 5ml eines Gemisches aus Ammoniak und Methanol abgestoppt. · "
Anschließend wird das Gemisch in Methanol ausgefällt und einer Trocknung im Vakuum bis zur Gewichtskonstanz
unterzogen. '
Das erhaltene Produkt ist hellgelb, dunkelt über einen Zeitraum von 6 Monaten deutlich nach und dunkelt bei thermischer Behandlung von 500K stark nach. Änderungen der Löslichkeit der Produkte und im chemischen Verhalten wurden beobachtet.
Ungelöste Harze verlieren ihre Löslichkeit durch Oxidation und aus gelösten Proben fallen Oxidationsprodukte aus.
Tabelle 2:
Nr. Monomerkonzentration
IM].·. '
DCPD Styren μ-MS DIB
Q 272) 1,30 0,90 0,2831
2.2421 1,30 — —
0,7221 2,64 — —
0,722> 2,64 ' — —
0,4421 1,62 — —
0,442) 1,62 0,4421 1,62
2,44 1,30
0,90 0,283)
Initiator Initiatorkon- Tempera Lösungs Zutropf
zentration tur mittel11 zeit
[10"2M] [K] [min]
AI2Et3CI3ZH2O 5 333 Dichlor- 45"»
methan
AI2Et3CI3/H2O 5 313 Methylen 454>
chlorid
AI2Et3CI3/H2O 5 ' 303 Toluen 4541
AI2Et3CI3/H2O 5 303 Benzin 4541
AICI3/HCI 1 303 Methylen- · 4541
90%Toluen Chlorid
10% DEE
AICI3/HCI/Toluen 1 303 Methylen 4541
chlorid
AICI3/Toluen 1 303 Methylen 3041
chlorid
AI2Et3CI3/H2O 5 , 303 .. Xylen 16551
AI2Et3CI3/H2O 5 313 Methylen 3041
chlorid
1) Alle Polymerisationsansätze enthielten zur gaschromatografischen Analyse 10% Brombenzen
2) Zusammensetzung der DCPD-Fraktion: vergleiche Tabelle
3) Technische DIB-Gemisch mit Cs-Isobutenoligomerisaten
4) Dauer der Nachreaktion 180min
5) Dauer der Nachreaktion 120min
-4- 251824 7
Tabelle 3 Gaschromato- Ausbeute Jodzahl3' Molekularge Stabilität des Poly Dunkelfärbung bei
Nr. grafischer grav.21 wicht41 meren bei 6 mona ' thermischer Behand
Umsatz11 tiger Lagerung lung von 500 K
(%] |fl] ig/moi)
98,1 59,8 69,5 1 350 ja nein
1 89,3 45,0 122,0 1475 nein
2 90,2 60,9 82,0 1840 noiii
3 92,1 . 59,1 92,0 2000 Ja nein
4 92,8 41,9 100,0 1950 ja nein
5 96,0 34,9 88,0 1850 ja nein
6 91,0 40,4 78,0 1960 ja nein
7 93,5 533,0 72,0 950 ja nein
8 96,6 54,2 65,0 1190 nein ja
9
1) Unter Berücksichtigung aller beteiligten Monomere i;
2) Bestimmt durch Fällen des Polymerisates in Methanol und Berechnung auf den Gesamtansätz
3) Jodzahl nach Wijs
4) Osmometrisch bestimmt am ausgefällten Polymerisat

Claims (5)

  1. -5- 251824 7
    Erfindungsansprüche:
    Verfahren zur Herstellung von oxidationsstabilisierten, reaktiven Kohlenwasserstoffharzen auf Basis technischer DCPD-Fraktionen, die mindestens 60 Ma.-% DCPD enthalten, gekennzeichnet dadurch, daß DCPD-Fraktionen, die bei der
    Benzinpyrolyse aus der C5-Fraktion nach Isoprenabtrennung durch Dimerisierung gewonnen werden, deren Gehalt an
    Benzen und CPD jeweils kleiner 1 Ma.-% ist, mit Stabilisatorgehalten zwischen 400 bis 5000 ppm und einem Gehalt von 5 bis 25 Ma.-% C7- und/oder vorzugsweise C8-Aromaten, gegebenfalls mit anderen polymerisierbaren Komponenten, wie Olefinen, bevorzugt ungesättigte aromatische Kohlenwasserstoffe kationisch polymerisiert werden.
  2. 2. Verfahren nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß als Stabilisatoren vorzugsweise sterisch gehinderte Phenole,
    insbesondere 2,6-Di-tert-butyl-p-kresol enthalten sind. .' '
  3. 3. Verfahren nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß die Stabilisatorgehalte vorzugsweise 1000 bis 4000 ppm in den
    DCPD-Fraktionen betragen.
  4. 4. Verfahren nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß der Gehalt an Benzen und CPD in der technischen DCPD-Fraktion
    vorzugsweise jeweils kleiner 0,6 Ma.-% ist.
  5. 5. Verfahren nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß als weitere kationisch polymerisierbarere Komponenten vorzugsweise Styren, «-Methylstyren sowie Isobutenoligomerisate aus technischen Butenfraktionen, insbesondere Oligomerisate von C8-Ci6 oder Diisobutengemische eingesetzt werden.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US5171793A (en) * 1990-02-22 1992-12-15 Exxon Chemical Patents Inc. Hydrogenated resins, adhesive formulations and process for production of resins

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US5171793A (en) * 1990-02-22 1992-12-15 Exxon Chemical Patents Inc. Hydrogenated resins, adhesive formulations and process for production of resins

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