DD218127A1 - Verfahren zur herstellung senkrechter dichtungsmembranen aus kunststoffolien - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Einbau senkrechter Kunststoffoliendichtungen in Dammbauwerke des Erd- und Wasserbaues. Die Aufgabe wurde so geloest, dass die Kunststoffoliendichtung senkrecht gleichzeitig mit der Dammschuettung unter Verwendung einer abschnittsweisen horizontal- oder vertikalverziehbaren Schalung eingebaut wird. Die Schalung ist so ausgefuehrt, dass sie den in Abhaengigkeit von den gewaehlten Hoehen der Schuettabschnitte auftretenden Erddruck standhaelt und die der Folie zugewendete Oberflaeche glatt ist und keine Beschaedigung an der Dichtung hervorruft. Das Verfahren ist aus Fig. 1 ersichtlich.
Description
Verfahren zur Herstellung senkrechter Dichtungsmembranen aus Kunststoffolien
,ffirfJ-Ejdung s
Bie Erfindung, ,betrifft ein Verfahren zum Einbau senkrechter Kunststoffoliendichtungen in Dammbauwerke des Erd- und Wasserbaues. Das Verfahren ist überall dort anwendbar wo .'Kunststoffolien o. ä. als Kerndichtungen in Erddämme einzu-) bauen sind. Es ist sowohl für Staudämme als auch für Umfassungsdämme an Brauch- und Abwasaerbecken und Mülldeponien , geeignet. r '
Das Verfahren ist anwendbar beim Einbau einlagiger oder mehrlagiger Dichtungen aus Kunststoffolien o. ä.
technischen, Die Anwendung von Pollen o, ä. membranartigen Materialien zur Abdichtung von Dammbauwerken ist allgemein bekannt. , Dabei kommen überdeckte Außenhautdichtungen, geneigte Innendichtungen und zentrale Innendichtungen zur Anwendung. Aus konstruktiven, wirtschaftlichen und materialtechnischen Erwägungen stellt, die zentrale Innendichtung oder auch Kerndichtung eine Vorzugslösung dar. Bisherige Einbauverfahren und konstruktive Lösungen sehen zur Herstellung von Kerndichtungen das zickzackförmige Einlegen der Kunststofffolien in Abhängigkeit von den Schüttabschnitten des Erdbaues vor. Diese Methode erfordert einen enormen Material-Mehraufwand und einen hohen Anteil an Handarbeit bei der Herstellung der Planumsabschnitte. Es treten außerdem erhebliche Probleme bei der Verdichtung der Schüttlagen im Bereich der Zickzacklagen auf. Zusätzliche Schwierigkeiten ergeben sich aus der Verschmutzung der Folienränder durch die Schüttung der nächsten Lagen. '
Ziel der Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung senkrechter Kunststoffoliendichtung als Kerndichtung in Erddämmen. Dieses Verfahren soll für ein- oder mehrlagige Kunst-
.,4. λ
- 2 - . . '- .
stoffoliendichtungen mit oder ohne Sickerwasserdränung anwendbar sind.
Darlegung defl Weae^s ,der Erfindung:
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zu entwickeln, das die Herstellung von Kerndichtungen aus senkrecht eingebauten Kunststoffolien o. ä. gestattet. Das Verfahren muß so gestaltet sein,,daß einlagige oder mehrlagige Kunststoffoliendichtungen, die zugehörigen Schutzschichten und eventuell erforderliche Dränschiehten senkrecht in das Dammbauwerk eingebaut werden können. Das Verfahren muß außerdem eine qualitätsgerechte Verbindung der Fo'lienbahnen gewährleisten. Diese Aufgaben werden dadurch gelöst, daß die Kunststoffoliendichtung senkrecht gleichzeitig mit der Dammschüttung unter Verwendung einer abschnittsweisen horizontal- oder νertikalverziehbaren Schalung eingebaut wird.
Die Schalung muß so ausgeführt werden, daß sie den in Abhängigkeit von den gewählten Höhen der Schüttabschnitte auftretenden Erddruck standhält und die der Folie zugewendete Oberfläche glatt ist und keine Beschädigungen an der Dichtung hervorruft.
Die Schalung muß aus reihbaren Elementen bestehen, die aber durch Führungselemente verbunden sind.
Das Verfahren wird nachstehend erfindungsgemäß anhand von zwei Ausflihrungsbeispielen erläutert. Die zugehörigen Zeichnungen zeigen
Pig. 1 Schemadarstellung zum Einbau einer doppelten Foliendichtung mit dazwischen angeordneter Sickerwasserkontrolldränung aus Kiessand unter Verwendung einer doppelten Schalung
Fig. 2 Schemadarstellung zum Einbau einer doppelten Foliendichtung mit dazwischen angeordneter Sickerwasserkontrolldränung aus vorgefertigten künstlichen Dränelementen unter Verwendung einer einfachen Schalung
Der Arbeitsablauf nach Pig. 1 ist folgender: Nach Abschluß eines Sehüttabschnittes wird die Schalung 1 < vertikal um die Höhe der nächsten Schüttlage 2 verzogen.
An der Innenseite dieser Schalung nach oben geführt wird, wenn erforderlich ein Schutzelement 3 z. B. Textilvlies und die Dichtungsfolie 4. Danach wird die zweite Schalung verzogen und auch an der Innenseite dieser Schalung ein Schutzelement 6 und die Dichtungsfolie 7 nach oben-geführt. Nun erfolgt das Einbringen der Dränschicht aus Kiessand zwischen dde so vorbereiteten. Schalungen. Danach werden die Schüttabschnitte 2 und 9 gleichzeitig oder abwechselnd geschüttet und verdichtet. Daran anschließend erfolgt der Vorgang wie bereits beschrieben
Nach Figur 2 wird eine doppelte Foliendichtung mit einer dazwischenliegenden Dränageschicht aus künstlichen Dränplatten oder Dränmatten mittels einseitig angeordneter Schalung hergestellt» Der Arbeitsablauf ist folgenders Von einem abgeschlossenen Schüttplanum aus wird die Schalung 1 um eine Schüttabschnittshb'he 2 und 9 vertikal verzogen. An einer Seite der Schalung wird der Reihe nach nach oben geführt und über der Schalung provisorisch befestigt. Schutzelement 3> Dichtungsfolie 4» Dränageschicht 10, Dichtungsfolie 7» Schutzelement 6. Danach er- folgt der Einbau der Schüttabschnitte 2 und 9 und der Vorgang beginnt von neuem.
Es besteht natürlich die Möglichkeit nach. Pig. 2 zwischen den Dichtungsfolien 4 und 7 und der Dränageschicht weitere Schutzelemente anzuordnen. Die wasserdichte Verbindung der Dichtungsfolien erfolgt vorteilhafterweise durch Verschweißen unter Verwendung von Handgeräten oder Automaten. Das nach den Figuren 1 und 2 für vertikalverziehbare Schalungen dargestellteVerfahren ist sinngemäß auch unter Verwendung von horizontalverziehbaren Schalungen anwendbar.
Claims (4)
1. Verfahren zur Herstellung einer senkrechten Dichtungsraembran aua Kunststoffolien ο. a. in Bauwerken aus lockergestein dadurch gekennzeichnet, daß mit Hilfe einer vertikal oder horizontal verziehbaren Schalung während der Schüttung des Bauwerkes die Dichtungsmembran abschnittsweise eingebaut wird, wobei diese gestützt und in ihrer Einbaugeometrie gesichert wird.
2. Verfahren zur Herstellung einer senkrechten Dichtungsmembran nach Punkt 1 dadurch gekennzeichnet, daß je nadh konstruktivem Aufbau der Dichtung eine oder zwei sich gegenüberstehende Schalungen verwendbar sind.
3. Verfahren zur Herstellung einer senkrechten Dichtungsmembran nach Punkt 1 und 2 dadurch gekennzeichnet, daß eine oder mehrere senkrechte Dichtungsmembranen mit beliebigem Abstand zueinander herstellbar sind, in deren Zwischenräume wahlweise natürliche oder künstliche Stützoder Filterstoffe eingebaut werden.
4· Verfahren zur Herstellung einer senkrechten Dichtungsmembran nach Anspruch 1 dadurch, gekennzeichnet, daß erforderliche Schutz- oder Pilterschichten zwischen Dichtung und Lockergesteinsschüttung gleichzeitig im Schütze der ' Schalung eingebaut werden können.
Hierzu 1 Seite Zeichnungen
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1984
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