DD218313A1 - Verfahren zur aufarbeitung von aluminiumverbundfolien - Google Patents

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DD218313A1
DD218313A1 DD83255265A DD25526583A DD218313A1 DD 218313 A1 DD218313 A1 DD 218313A1 DD 83255265 A DD83255265 A DD 83255265A DD 25526583 A DD25526583 A DD 25526583A DD 218313 A1 DD218313 A1 DD 218313A1
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Manfred Nix
Bernd Groesel
Holger Kleinwechter
Klaus Weisbrod
Ulrich Melzer
Klaus Wetzel
Hermann Mewes
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Mansfeld Kombinat W Pieck Veb
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Abstract

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Aufarbeitung von Aluminiumverbundfolien, insbesondere Al/PVC-Verbundfolien. Ziel der Erfindung ist es, ein wirtschaftliches Verfahren zur Aufarbeitung von Verbundfolien ohne den bisher erforderlichen apparatetechnischen Aufwand bereitzustellen. Ausgehend von den technischen Ursachen der Maengel der bekannten Loesungen liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zur Aufarbeitung von Verbundfolien ohne Zufuhr thermischer Energie bereitzustellen, das auch die Rueckgewinnung saemtlicher Bestandteile der Verbundfolie erlaubt. Erfindungsgemaess wird die Aufgabe dadurch geloest, dass der Al/PVC-Verbund in bekannter Weise vorzerkleinert wird, anschliessend einer intensiven mechanischen Beanspruchung, beispielsweise in Schlaegermuehlen, bis zur Loesung des Verbundes unterworfen wird und das dabei entstehende Gemisch in eine Aluminium- und Plastfraktion nach bekannten Verfahren sortiert wird.

Description

Verfahren,zur Aufarbeitung von Aluminiumverbundfolien
Anwendungsgebiet der Erfindung . , ·
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Aufarbeitung von · Alüminiumverbundfolien, insbesondere von Al/PVC-Verbundfolien. Das Anwendungsgebiet der Erfindung erstreckt sich auf Verpackungsmaterialien der Lebensmittel-, Genußmittel- und pharmazeutischen Industrie.
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Aluminium hat sich bereits seit den zwanziger Jahren als Verpackungsmaterial, besonders in der Lebensmittel- und Genußmittelindustrie weitestgehend durchgesetzt· Ein weiteres Anwendungsgebiet eroberte sich dieser Werkstoff aufgrund seiner besonderen Eigenschaften als Verpackungsmaterial auf dem pharmazeutischen Sektor. Der Einsatz des Aluminiums erfolgt dabei als kaschierte Folie, als Verbundoder Heißsiegelfolie.
Zur Aufarbeitung derartiger Folienabfälle sind bereits mehrere Verfahren bekanntgeworden. . So wird beispielsweise in der Zeitschrift Metall 33 (1979)
I S. 7 ein Verfahren zur thermischen Abtrennung des Beschlchtungsmaterials (PVD, /PVC, PVFp u. a.) in einer Verbrennungskammer mit Ölbrennern bei 700 C beschrieben.
Kach einem anderen bekannten Verfahren (Aluminium 48 (1972)
II S. 751) wird das angelieferte Material zunächst zer-
schnitzelt und anschlieisend in einem- Ofen erhitzt· Bei diesem Vorgang, der bei genau kontrollierter Temperatur und, um eine übermäßige Oxiiibildung an der Folie zu verhindern, unter einer reduzierenden Atmosphäre durchgeführt wird, werden die Klebstoffe und das Beschichtungsmaterial verkohlt. Das Material wird nach Abkühlen einer Hammermühle zugeführt, in der das verkohlte Material mechanisch, von der Folie getrennt wird«
Der Nachteil dieser beschriebenen Verfahren liegt haupt~ sächlich darin, daß vor der"Abscheidung des Aluminiums auf jeden Fall ein aufwendiger, thermischer Prozeß, eine sogenannte Pyrolyse vorgeschaltet werden muß» Außerdem gestattet dieae thermische Aufarbeitung der Folien nur die Rückgewinnung des Aluminiums, während das organische Material verbrennt.
Ziel der Erfindung
Ziel der Erfindung. isi; es, ein wirtschaftliches Verfahren zur Aufarbeitung von Verbundfolien ohne den bisher erforderlichen apparatetechnischen Aufwand bereitzustellen^
Darlegung; d^s Wesens der Erfindung
Ausgehend von den technischen Ursachen der Mängel der bekannten Lösungen liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zur Aufarbeitung von Verbundfolien ohne Zufuhr thermischer Energie bereitzustellen, das auch die Rückgewinnung sämtlicher Bestandteile der Verbundfolie erlaubt. ; ' . s .
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch, gelöst, daß der Al/PVC-Verbund in bekannter Weise vorzerkleinert wird, anschließend einer intensiven mechanischen Beanspruchung, beispielsweise in Schlägermühlens bis zur Lösung des Verbundes unterworfen wird und das dabei entstehende Gemisch aus Aluminium- und Plastfraktion nach bekannten Verfahren getrennt wird.
Es wurde überraschender Weise gefunden, daß bei Verbunden aus Al/PVC auch ohne Zufuhr thermischer Energie durch alleinige intensive mechanische Beanspruchung eine Trennung möglich ist. Bekanntermaßen handelt e'o sich bei diesem Verbund um Aluminiumfolie, die auf der Außenseite mit. einem Gemisch aus Polyvinylacetat und Polya crylat und auf der Innenseite mit der Siegelhaftschicht,'einem Copolymerisat aus Polyvinylacetat-PVC, beschichtet ist. Beim Verpackungsprozeß wird, die Aluminiumfolie mit der PVC-h-Folie heiß zu einem stabilen Verbund verpreßt.
Die Vorzerkleinerung des Materials kann beispielsweise in ' Schneidgranulatoren oder ähnlichen Aggregaten erfolgen, wobei Kantenlängen des .Schnitzelgutes von 3-6 mm erreicht werden. Die. erfindungsgemäße Lösung des Verbundes durch alleinige intensive mechanische Beanspruchung er- , folgt in Schlägermühle]!, wie beispielsweise Schlagkorb- ' mühlen, Schlagkreuzmühlen oder anderen geeigneten Aggregaten. Das dabei entstehende Gemisch aus Aluminium und PVC wird anschließend in bekannter Weise, beispielsweise· durch Siebung, Sichtung oder Elektroscheidung in eine Aluminium- und PVC-Praktion getrennt.
Die Erfindung wird an nachstehendem Beispiel näher erläutert : ' :
50 kg Stanzabfälle einer Al/PVC-Verbundfolie aus der pharmazeutischen Industrie wurden in einem Schnöidgranulator zu Schnitzel mit Kantenlängen von 3 - 6 mm vorzerkleinert. Das Schnitzelgut wurde anschließend einer Stiftmühle, aufgegeben und fein gemahlen. Das dabei entstehende Mahlgut hatte folgende Korngrößenverteilung: '
500 - 1000 ,um 90 %
50 - 500 ,um 10
/0
< 50 ,um 0 %
Nach 50 min war der Ma hl Vorgang beendet und der Verbund Al/ PVC getrennt. Die Sortierung des Verbundes in eine Aluminiumfraktion und eine PVC-Praktion erfolgte durch einen Koronaabacheider, wobei folgende Ergebnisse erzielt wurden:
Metallfraktion 9 kg Plastfraktion 38 kg Mischfraktion ^T 1 kg :
Die Vorteile des erfindungsgemäßen Verfahrens lie-gen darin begründet, daß ohne Zufuhr thermischer Energie eine.Trennung des Al/PVC durch alleinige intensive mechanische Beanspruchung möglich ist« Damit ergeben sich wesentlich bessere ökonomische Möglichkeiten bei der. Verarbeitung der steigenden Abfallmengen von Verbundfolien« Außerdem ist es durch das erfindungsgeiuäße Verfahren erstmals möglich, neben der Me ta 1.1 komponente auch die Pia st komponente einer wirtschaftlichen Verwertung zuzuführen·

Claims (1)

  1. Erfindungsanspruch
    1. Verfahren zur Aufarbeitung von Aluminiuraverbundfolien, vorzugsweise von Al/PVC-Verbundfollen,
    dadurch gekennzeichnet, .
    daß der Al/PVC-Verbund. in bekannter Weise vorzerkleinert wird, anschließend einer intensiven mechanischen Bean-..· spruchung, beispielsweise in Schlägermühlen, bis zur Lösung de3 Verbundes unterworfen wird und das dabei entstehende Gemisch aus Aluminium- und Plastfraktion nach bekannten Verfahren getrennt wird.
DD83255265A 1983-09-30 1983-09-30 Verfahren zur aufarbeitung von aluminiumverbundfolien DD218313A1 (de)

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