DD218488A1 - Numerisches steuerungsverfahren mit adaptiver regeleinrichtung - Google Patents

Numerisches steuerungsverfahren mit adaptiver regeleinrichtung Download PDF

Info

Publication number
DD218488A1
DD218488A1 DD24673082A DD24673082A DD218488A1 DD 218488 A1 DD218488 A1 DD 218488A1 DD 24673082 A DD24673082 A DD 24673082A DD 24673082 A DD24673082 A DD 24673082A DD 218488 A1 DD218488 A1 DD 218488A1
Authority
DD
German Democratic Republic
Prior art keywords
length
numerical control
workpiece
adaptive
grinding
Prior art date
Application number
DD24673082A
Other languages
English (en)
Inventor
Helmar Penzel
Siegfried Geweniger
Original Assignee
John Schehr Meuselwitz Veb Mas
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by John Schehr Meuselwitz Veb Mas filed Critical John Schehr Meuselwitz Veb Mas
Priority to DD24673082A priority Critical patent/DD218488A1/de
Publication of DD218488A1 publication Critical patent/DD218488A1/de

Links

Landscapes

  • Constituent Portions Of Griding Lathes, Driving, Sensing And Control (AREA)

Abstract

Das Anwendungsgebiet der Erfindung erstreckt sich auf numerisch gesteuerte Schleifmaschinen. Als spezielles Anwendungsgebiet kommen numerisch gesteuerte Walzenschleifmaschinen in Betracht. Als Ziel der Erfindung soll eine wesentliche Verringerung des Programmieraufwandes fuer numerisch gesteuerte Bearbeitungsmaschinen bei gleichzeitiger voller Ausnutzung der bekannten Vorzuege adaptiver Regelungen erreicht werden. Der Erfindung liegt dabei die Aufgabe zugrunde, ein numerisches Steuerungsverfahren mit adaptiver Regeleinrichtung aufzuzeigen, mit dem die Vorteile der numerischen Steuerung mit denen adaptiver Regeleinrichtungen bei der Schleifbearbeitung von Walzen bei geringem Programmieraufwand kombiniert werden koennen. Erfindungsgemaess wird das dadurch erreicht, dass die zu bearbeitende Werkstuecklaenge L ermittelt und eine theoretische Teilstuecklaenge l so oft subtrahiert wird, bis die Bearbeitungslaenge kleiner Null ist, die Werkstuecklaenge L durch die Anzahl der ermittelten Teilschritte x geteilt wird und diese praktische Teilstuecklaenge l1 im numerischen Steuerungsprogramm als Schrittlaenge dient.

Description

_!_ 246 730
Numerisches Steuerungsverfahren mit adaptiver Regeleinrichtung Anwendungsgebiet der Erfindung
Das Anwendungsgebiet der Erfindung erstreckt sich auf numerisch gesteuerte Schleifmaschinen. Als spezielles Anwendungsgebiet kommen numerisch gesteuerte Walzenschleifmaschinen in Betracht.
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Bei herkömmlich numerisch gesteuerten Schleifmaschinen wird das Längsschleifen rotationssymmetrischer Werkstücke durch einander folgende Arbeitszyklen durchgeführt, wobei am Ende eines jeden Längshubes eine Zustellung des Schleifkörpers vorgenommen wird. Diese Längsschleifbearbeitung von Werkstücken wird mittels eines numerischen Steuersystems durch entsprechende numerische Informationen durchgeführt. Diese Informationen werden in der Reihenfolge bereitgestellt, in welcher sich die Arbeitszyklen der Längsschleifbearbeitung wiederholen. Mit einem derartigen numerischen Steuerungssystem zu schleifen ist zwar prinzipiell möglich, aber insbesondere bei der Schruppbearbeitung von Walzen ist damit keine optimale Schleifleistung zu erwarten.
Andererseits sind adaptive Regelungen an spanenden Werkzeugmaschinen bekannt, die in Abhängigkeit von verschiedenen Meßgrößen zur Auslastung des Systems Werkstück-Werkzeug-Maschine den Vorschub, die Schnittiefe, die ' Schnittgeschwindigkeit usw. regeln.
Aus der DE-OS 2147520 ist eine Lösung bekannt, die aus einer numerischen Steuerung und einem Auslastungsregelkreis besteht. Bei Überschreitung einer voreingestellten oberen Belastungsgrenze wird dabei eine Verringerung der Schnittiefe bewirkt, wobei Bewegungszyklen ablaufen, zu denen Rücklauf bewegungen gehören, die nach abgebrochenem oder beendetem Schnitt das Werkzeug in der der Vorschubrichtung entgegengesetzten Richtung an eine Ausgangsstelle bringen, von der aus die weitere Abtragung des Werkstückaufmaßes fortgesetzt wird.
Die für eine adaptive Regelung notwendigen Informationen über den tatsächlichen Auslastungszustand der Maschine können nur dann in den Bearbeitungsablauf eingearbeitet werden, wenn entsprechende Befehle in das numerische Programm eingearbeitet sind. : · . .
Für Anwendungsfälle in der Walzenbearbeitungstechnik bedeutet dies, daß z. B. bei der Schleifbearbeitung eines zylindrischen Walzenballens ein Steuerungsprogramm erstellt werden muß, das nach definierten Wegstrecken die Einarbeitung eines adaptiven Regelsignals ermöglicht. Damit ist aber ein hoher Programmieraufwand verbunden, da die zu bearbeitende Walzenballenlänge mehrere Meter betragen kann.
Ziel der Erfindung
Als Ziel der Erfindung soll eine wesentliche Verringerung des Programmieraufwandes für numerisch gesteuerte Bearbeitungsmaschinen bei gleichzeitiger voller Ausnutzung der bekannten Vorzüge adaptiver Regelungen erreicht werden.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Der in der Charakteristik der bekannten technischen Lösungen beschriebene technische Mangel läßt sich darauf zurückführen, daß bei numerisch gesteuerten Werkzeugmaschinen üblicherweise Konturen geringer räumlicher Ausdehnung abgearbeitet werden, wodurch am Ende eines jeden notwendigen Programmschrittes der Befehl zur Einarbeitung eines adaptiven Regelsignals eingearbeitet werden konnte, ohne die für eine optimale Auslastungsregelung z.B. beim Schleifen notwendige Schrittlänge wesentlich zu überschreiten.
Bei der Schleifbearbeitung von Walzen ergeben sich aufgrund der großen Bearbeitungslängen, die mit einem Programmsatz abgearbeitet werden, keine Möglichkeiten, mit bekannten Mitteln einen effektiven numerisch-adaptiven Regelungsprozeß zu realisieren.
Um diese Ursache zu beseitigen, liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein numerisches Steuerungsverfahren mit adaptiver Regeleinrichtung aufzuzeigen, mit dem die Vorteile der numerischen Steuerung mit denen adaptiver Regeleinrichtungen bei der Schleifbearbeitung von Walzen bei geringem Programmieraufwand kombiniert werden können. Erfindungsgemäß wird das dadurch erreicht, daß die zu bearbeitende Werkstücklänge ermittelt und eine theoretische Teilstücklänge so oft abgezogen wird, bis die Bearbeitungslänge kleiner Null ist, die Werkstücklänge durch die Anzahl der ermittelten Teilschritte geteilt wird und diese praktische Teilstücklänge im numerischen Steuerungsprogramm als Schrittlänge dient.
Ausführungsbeispiel
Am Beispiel einer Walzenschleifmaschine mit numerischer Handeingabesteuerung soll die prinzipielle Funktionsweise des erfindungsgemäßen numerischen Steuerungsverfahrens beschrieben werden.
Die Länge des zu bearbeitenden Walzenballens wird zu Beginn des Schleifprozesses ermittelt und in den internen Rechner der Steuerung eingegeben. Diese Ballenlänge beträgt beispielsweise 2435 mm. Von der Ballenlänge L wird eine von der Spezifik des Schleifprozesses (z.B. Schleifkörperbreite) bestimmte theoretische Teilstücklänge 1 so oft subtrahiert, bis die Differenz zwischen der Ballenlänge L und dem Produkt aus der Anzahl der Teilschritte χ und der Teilstücklänge 1 kleiner Null wird (1 wird mit 25mm angenommen).
L - I = 2435mm - 25mm>0
L - 2I = 2435mm - 2,25mm>0
L - 97I = 2435mm - 97,25mm = 10mm >0
L - 98I = 2435mm - 98,25mm =-15mm <0
Die Anzahl der Teilschritte ergibt sich damit zu χ = 98. Zur Ermittlung der praktischen Teilstücklänge I, wird die Ballenlänge· L durch die Anzahl der ermittelten Teilschritte χ dividiert.
L: x = I1 ' . "
2435mm : 98 = 24,8469mm
Die praktische Teilstücklänge I1 wird mit der Genauigkeit des Auflösungsvermögens des Wegmeßsystems der Maschine ermittelt und ergibt sich gerundet mit I1 = 24,847 mm bei einem angenommenen Auflösungsvermögen von 0,001 mm.
Diese praktische Teilstücklänge I1 wird von der Steuerung der Walzenschleifmaschine 98mal abgearbeitet, wodurch der gesamte
Walzenballen abgefahren wird ohne ein zulässiges Überfahren der Walzenballenlänge zu überschreiten.
Nach Abarbeitung einer jeden praktischen Teilstücklänge I1 wird die Steuerung in die Lage versetzt. Informationen (z. B. über die Größe der Schleifmotorleistung) in den numerischen Steuerungsablauf aufzunehmen und damit optimale Auslastungsbedingungen für den Vorschleifprozeß zu schaffen.

Claims (1)

  1. • , _2- 246 730 7
    Erfindungsanspruch:
    Numerisches Steuarungsverfahren mit adaptiver Regeleinrichtung zum Abarbeiten des Werkstückaufmaßes entlang einer Werkstückkontur auf Werkzeugmaschinen mit numerischer Steuerung und einem Auslastungsregelungssystem mit regelbarem Vorschub- und Hauptantrieb, wobei die Vorschubgeschwindigkeit, die Zustellung und die Hauptspindeldrehzahl in Abhängigkeit von Zustandsgrößen, die für den Zerspanungsprozeß Grenzbedingungen darstellen, beeinflußt werden, gekennzeichnet dadurch, daß die zu bearbeitende Werkstücklänge L ermittelt und eine theoretische Teilstücklänge I so oft subtrahiert wird, bis die Bearbeitungslänge kleiner Null ist, die Werkstücklänge L durch die Anzahl der ermittelten Teilschritte I1 im numerischen Steuerungsprogramm als Schrittlänge dient.
DD24673082A 1982-12-29 1982-12-29 Numerisches steuerungsverfahren mit adaptiver regeleinrichtung DD218488A1 (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DD24673082A DD218488A1 (de) 1982-12-29 1982-12-29 Numerisches steuerungsverfahren mit adaptiver regeleinrichtung

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DD24673082A DD218488A1 (de) 1982-12-29 1982-12-29 Numerisches steuerungsverfahren mit adaptiver regeleinrichtung

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DD218488A1 true DD218488A1 (de) 1985-02-06

Family

ID=5543971

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DD24673082A DD218488A1 (de) 1982-12-29 1982-12-29 Numerisches steuerungsverfahren mit adaptiver regeleinrichtung

Country Status (1)

Country Link
DD (1) DD218488A1 (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
EP0390938A1 (de) Verfahren zum Honen von Bohrungen und Honmaschine zur Durchführung des Verfahrens
EP0346505B2 (de) Verfahren zur Erzeugung von Bruchspänen bei der Drehbearbeitung von Werkstücken
DE3420938A1 (de) Vorrichtung zum abrichten der regelscheibe fuer eine spitzenlose schleifmaschine
DE10342495B4 (de) Verfahren und Vorrichtung zum Einzentrieren von vorverzahnten Werkstücken auf Verzahnungsfeinbearbeitungsmaschinen
WO1996003257A1 (de) Verfahren und vorrichtung zum schleifen von nocken mit konkaven flanken
DE3821412A1 (de) Verfahren zum korrigieren der fehlausrichtung eines werkstuecks in einer nc-werkzeugmaschine
EP0334044B1 (de) Einrichtung zur Kollisionsverhinderung zweier Schneidwerkzeuge
DE4012660C2 (de)
DE4432514A1 (de) Verfahren zum abtragenden, hochgenauen Bearbeiten von zylindrischen Flächen an Werkstücken aus einer härtbaren Eisenlegierung
DD218488A1 (de) Numerisches steuerungsverfahren mit adaptiver regeleinrichtung
EP1671193B1 (de) Verfahren zur automatischen optimierung des materialabtrags bei der spanenden bearbeitung eines werkstücks
DE3919301C2 (de) Verfahren zum Schleifen eines Innengewindes eines Werkstücks
CH660323A5 (de) Verfahren zur optimierung des schleifprozesses bei werkstuecken mit grossem und stark streuendem aufmass.
DE3118065A1 (de) Verfahren zur auffahrsicherung bei schleifmaschinen und vorrichtung hierzu
EP0761357A2 (de) Verfahren zum Schaben oder Schabschleifen zylindrischer, insbesondere flankenlinienmodifizierter Zahnräder bzw. zum Profilieren der zum Schabschleifen benötigten Werkzeuge
EP0563412B1 (de) Werkzeugmaschine mit einer numerischen Steuerung zur Unterbrechung und Fortsetzung der Bearbeitung
DE4111016C1 (en) Grinding machine setter matching monitored tool condition - uses data store for condition parameter in form of magnetisable or optically writable code carrier directly mountable on regulating or grinding wheel
DE602005002993T3 (de) Verbesserungen betreffend das schleifen von zylindrischen flächen und daran angrenzenden seitenflächen
DE10354622B4 (de) Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen einer Gewinderolle
DE19919147B4 (de) Verfahren zur Ermittlung eines Konturfehlers und Verfahren zur Kontrolle einer korrekten Sollwertvorgabe
EP3039495B1 (de) Verfahren zur einstellung des energieverbrauchs von zwei werkzeugen bei der bearbeitung von rohrabschnittsenden
DE3318776A1 (de) Verfahren zur prozessueberwachung an cnc - innenrundschleifmaschinen
DE3719989A1 (de) Verfahren und einrichtung zum abrichten eines schleifkoerpers
DE4002632C2 (de) Verfahren zum Steuern einer Spitzenlos-Rundschleifmaschine
DD205370A1 (de) Verfahren und einrichtung zur positionierung des abrichters einer innenrundschleifmaschine