DD218500A1 - Schaltanlage sowie verfahren zur abschaltung von fehlerzustaenden bzw. zur fortschaltung von lichtbogenfehlern in dieser schaltanlage - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung betrifft eine Schaltanlage mit Lastschaltern, Trennern, Kurzschliessern und Kurzschlussstrombegrenzungstransformatoren in Elektroenergie-Uebertragungs- und -Verteilungsanlagen sowie ein Verfahren zur Abschaltung von Fehlerzustaenden bzw. zur Fortschaltung von Lichtbogenfehlern auf Freileitungen in dieser Schaltanlage sowie zur Loeschung von Lichtbogenfehlern in dieser Schaltanlage mit Sammelschienen. Durch die Erfindung soll u. a. eine Kurzschlussstrombegrenzung im Netz herbeigefuehrt werden, ohne dass eine Entmaschung notwendig ist, wobei gleichzeitig die Errichtungs- und Wartungskosten der Schaltanlage zu senken sind. Die Erfindung sieht daher vor, dass der Kurzschlussstrombegrenzungstransformator zwischen den Sammelschienen vorgesehen ist, waehrend in den Abgaengen die Betriebs- und selektive Fehlerabschaltungen vornehmenden Lastschalter angeordnet sind, und dass an den Sammelschienen eine bei Kurzschluessen, die ueber eine der Sammelschienen eingespeist werden, den Lastschalter entlastende, aus je einem superschnellen Kurzschliesser und aus einem Leistungsschalter bestehende Schalterkombination angeschlossen ist.
Description
Titel der Erfindung . . " '
Schaltanlage sowie 7erfahren zur Abschaltung von Fehlerzuständen bzw. zur Fortschaltung von Lichtbogenfehlern in dieser Schaltanlage
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft eine Schaltanlage mit Lastschaltern,, Trennern, Eurzschließern und Kur zschlußs trombe grenzungs transformatoren in Elektroenergie-Übertragungs- und -Verteilungsanlage η sowie ein Verfahren zur Abschaltung von Fehlerzuständen bzw· zur Fortschaltung von Lichtbogenfehlern auf Freileitungen in dieser Schaltanlage sowie zur Löschung von Lichtbogenfehlern in dieser Schaltanlage mit Sammelschienen·
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Bei den vielfältigen Anforderungen an Schaltanlagen zur Übertragung von Elektroenergie im Hochspannungs-Verbundnetz sowie zur Verteilung der Elektroenergie in den Abgängen der Mittelspannung und auch, in denen der Niederspannung wird neben einer hohen Versorgungszuverlässigkeit durch sehr zuverlässige Geräte und Schaltanlagen und wohlausgewogene Netze'auch eine Verminderung des Investi- '.
tions- und Wartungsaufwändes angestrebt. Insbesondere wird seit langem angestrebt, die Anzahl der Leistungsschalter in den Schaltanlagen des Übertragungsnetzes zu vermindern, indem die Eineinhalb-Leistungsschalter-Me- '-thöde zur Anwendung kommt oder indem die Schaltanlagen durch Anwendung der Η-Schaltung oder aber auch der Kettenschaltung vereinfacht werden· Dabei sind an einer beispielsweise nach dem Prinzip der Η-Schaltung aufgebauten Innenschaltung, wie die DD-PS 123047, H 02 B, 5/04 zeigt, eine oder mehrere Schaltungsketten, bestehend aus jeweils einem Abgangsfeld und einem damit elektrisch in Reihe geschalteten Transformatorenabzweig über elektrische^ Querverbindungen, die vorzugsweise Leistungsschalter aufweisen, angekoppelt.
Es sind aber auch bereits Maßnahmen getroffen worden, um den steigenden Kurzschlußströmen mit einer ü}eilnetzf ahrweise zu .begegnen, was jedoch zu gefährlichen Betriebszuständen führt· Ziel der Entmaschung ist es dann, die Leistungsschalter mit der geringen AbschaltIeistung weiterhin im Hetz zu belassen·
Weiterhin ist es auch schon bekannt, bei geeigneten Netzen "an Sammelschienen oder in Energiespeiserichtung vor dem transformator Kurzschließer einzusetzen, um die Schaltanlagen und Geräte zu schützen und diesen Kurzschluß zentral abzuschalten·
Andererseits erfordern die steigenden Einspeiselej&ungen und der höhere Vermaschungsgrad mitunter auch Maßnahmen der Kurzschlußstrombe grenzung durch höhere Kurzschlußspannungen.der Transformatoren, was aber wieder Nachteile der Sp'annungs-Konstanz bei schwankenden Belastungen sowie einen erhöhten Blindleistungsbedarf nach sich zieht.
Schließlich ist nach der DD-Patentanmeldung H 02 B/243675 zwecks Verminderung des Investitions- und Wartungsaufwan- ' des und damit in Verbindung des Anlagenvolumens sowie bei
-. J
gleionzeitiger Reduzierung der Kurzschluß- und Überspannungsbeanspruchung von nachgeschalteten Betriebsmitteln auch schon ein Verfahren zum Betreiben von Elektroenergievers orgungs anlagen vorgeschlagen worden, bei; dem in-Abhängigkeit von Störungen oder aber von notwendigen Betriebsschaltungen in einem oder mehreren Abgängen sämtliche Betriebs- und/oder Störungsströme derart geschaltet werden, daß zunächst der zentrale Leistungsschalter ausschaltet und daran anschließend der Kurzschließer, der zwischen der Sammelschiene und Erde liegt, eingeschaltet wird, und bei dem nachfolgend bei ausgeschaltetem zentralen Leistungsschalter und eingeschaltetem Kurzschließer in den stromlosen Pausen der oder die brenner in dem oder den .Abgängen, öffnen, in denen Betriebsoder Störungsströme geschaltet werden·
Ziel der Erfindung
Ziel der Erfindung ist es, eine Eiirzschlußs trombe grenzung im Hetz herbeizuführen, ohne daß eine Sntmaschung notwendig ist, wobei gleichzeitig eine schnelle Kurzschlußstrom- und Störlichtbogen-Entlastung 7/ichtiger Geräte und Schaltanlagenteile erfolgen soll und hochwertige Leistungsschalter eingespart werden-sollen, so daß insgesamt Schaltanlagen und ihre Geräte mit verminderter Festigkeit ausgeführt werden können, um damit die Errichtungs- und Y/artungskosten der Schaltanlage zu senken·
Darlegung des Wesens der Erfindung
I .
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine; Schaltanlage zur übertragung und Verteilung von Elektroenergie in Hoch-, Mittel- und Hiederspannungsnetzen sowie ein Verfahren zur Abschaltung von Fehler zustände η bzw· zur Fortschaltung von Lichtbogenfehlern auf Freileitungen in
dieser Schaltanlage sowie zur Löschung von Lichtbogenfehlern in dieser Schaltanlage mit Sammelschienen zu . schaffen, bei denen unter Verwendung von Lastschaltern, Trennern, Eurzschließern und Surζschlußstrombegrenzungstransformatoren diese so anzuordnen bzw· zu schalten sind, daß Kurzschlußströme und Störlichtbögen trotz erheblicher Senkung der Errichtungskosten für die Schaltanlage durch die Schaltanlage beherrscht werden·
Erfindungs.gemäß wird dieses durch eine Schaltanlage erreicht, bei der zwischen den Sammelschieneη bzw· bei Einspeistmgen zwischen dem Generator und der Hochspannungs-'sammelschiene der die Übertragung bzw· Einspeisung vornehmende Khrzschlußstrombegrenzungstransformator vorgesehen ist, während in den Abgängen die Betriebs- und selektive Fehler abschaltungen vornehmenden Lastschalter an-
. geordnet sind, deren Abschaltleistung den 1,5fachen Stromnennwert des Abganges bis zum 3fachen Hennstrom des größten Einzeltransformators im Umspannwerk oder in einem benachbarten Umspannwerk entspricht, und bei der an den Sammelschienen eine bei Kurzschlüssen, die über eine der Sammelschienen eingespeist werden, den Lastschalter entlastende, aus je einem superschnellen Kurzschließer und aus einem Leistungsschalter bestehende Schalterkombination angeschlossen ist, wobei der an Erde liegende superschnelle !Kurzschließer in Reihe mit dem Leistungsschalter geschaltet ist· Dabei ist die aus je einem superschnellen Kurzschließer und einem Leistungsschalter bestehende Schalterkombination als eine Baueinheit ausgeführt·
Da das Ansprechen der aus je einem superschnellen Kurzschließer und einem Leistungsschalter bestehenden Schalterkombination immer nur kurzzeitig in schweren Fällen erfolgt - in einfach gelagerten Fällen schalten die Lastschalter den Fehlerort selektiv ab - und außerdem die Kurzschlußstromhöhe durch die Eurzschlußstrombegrenzungstransformatoren begrenzt wird, sind die Strombahn sowie.der superschneile Kurzschließer und der Leistungsschalter der
Ill '»
Schalterkombination für eine kurzzeitige Stromführung ausgelegt·
Aber auch, bei Einspeisungen ohne Transformator bzw. bei ·. Transformatoren ohne Eairzschlußstrombegrenzung oder bei Netzen ohne andere strombegrenzende Mittel ist die Betriebsweise mit der Schalterkombination möglich· Hierbei ist die den abzuschaltenden Lastschalter entlastende Schalterkombination vorzugsweise für die 3fache Abschaltleistung ausgelegt· Auch hierbei können die Lastschalter für die Nennströme der Abgänge ausgelegt sein, wahrend die an den Sammelschienen angeschlossenen Schalterkorabinationen jeweils einen oberhalb der Nennstromstärke der Lastschalter entlastenden Nebenschluß bilden·
Die Abschaltung von Pehlerzuständen erfolgt bei dieser Schaltanlage durch ein Verfahren, bei dem die an den Samme!schienen eines Umspannwerkes angeschlossenen Schalterkombinationen sowie alle Lastschalter in den Abgängen über eine zentrale Steuereinheit im Umspannwerk, miteinander leittechnisch verkoppelt, ein koordiniertes, selektives Abschalten des Pehlerortes durch die Lastschalter ermöglichen, derart, daß über den betriebsmäßig geschlossenen Leistungsschalter der superschnelle Kurzschließer schließt und somit den betreffenden Lastschalter strommäßig entlastet, so ,daß die Stromstärke einem Strom gleich oder kleiner dem Nennstrom des Abganges oder einem anderen Sollwert gemäß der Abschaltleistung des Lastschalters entspricht, wobei nach dem Schalten des Lastschalters der Leistungsschalter sofort den Kurzschluß von der Sammelschiene fortschaltet, um dann den supers ahne Ilen Kurzschließer in lfAus"-Stellung zu bringen, wonach der Leistungsschalter in "Ein"-Stellung gebracht wird· Während bei diesem Verfahren leichte Eurzschlußströme entsprechend dem Abschaltvermögen der Lastschalter von dem einen Last- , schalter bzw· bei zweiseitiger Einspeisung von zwei Lastschaltern abgeschaltet werden, erfolgt bei größeren Pehler-
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strömen die strommäßige Entlastung des betreffenden Lastschalters durch die aus dem superschnelleη Kurzschließer " und aus dem Leistungsschalter bestehende Schalterkombi-, nation.
Unter Anwendung der erfindungsgemäßen Schaltanlage werden nach einem weiteren Merkmal der Erfindung Lichtbogenfehler auf freileitungen durch eine automatische Y/iedereinschaltung.der Lastschalter fortgeschaltet und Lichtbqgenfehler in Schaltanlagen mit Sammelschieneη durch das Einschalten des superschnellen Eurzschließers der Schalterkombination gelöscht, wobei vorprogrammiert der Leistungsschalter den Sammelscliienenkurzschluß wegschaltet· Bei nicht erf olgreicher automatischer Wiedereinschaltung wird der Leistungsschalter erneut eingeschaltet, um .den oder die betreffenden Lastschalter abzuschalten, oder es wird durch die Lastschalter der Pehlerort allein.fortgeschaltet, wenn-die Strominformationen der Stromwandler dieses zulassen·
Ausführungsbeispiel .
Die Erfindung soll nachstehend an zwei Ausführungsbeispie-, len näher erläutert werden· In den zugehörigen Zeichnungen zeigen:
O :
Pig· 1: einen Net ζ knotenpunkt; aus einem Verbundnetz
mit einem EurzschlUßstrombe.grenzungstransf or-
' - mator, -
SIg. 2: eine einseitige Einspeisung einer Sammelschie-"ne über einen Siirzschlußstrombegrenzungstrans-, format or· .
.In Pig· 1 ist ein Ausschnitt aus einem Verbundnetz dargestellt,bei dem zwischen den Sammelschienen 1; 2 der Sirzschlußstrombegrenzungstransformator 3 vorgesehen ist· In allen Abgängen 4; 5; 6; 7; 8 dieser Sammelschienen 1; 2 sind 'die Betriebs- und selektive Pehlerabschaltungen vor-
• - 7 -
nehmenden Lastschalter 9; 10; 11; 12 angeordnet· Außerdem ist an -jede Samme !schiene 1; 2 eine Schalterkombination 13; 14· angeschlossen, die aus einem an. Erde lie- : genden superschnellen Kurzschließer 15; 16 und aus einem mit diesem in Reihe geschalteten Leistungsschalter 17; 18 besteht. Am Beispiel der Kurzschlußstelle 19 wird bei diesem Ausschnitt aus einem Verbundnetz die Wirkung des Eurzschlußstrombegrenzungstransformators 3 auf die Stromwerte und Spannungswerte mit und ohne Kiir zschlußs trombegrenzung gezeigt, wobei die Werte ohne Eurzschlußstrombegrenzung in der Fig. 1 in Klammern gesetzt und die eingerahmten Werte die Spannungswerte sind· Somit ergibt sich aus dem Beispiel dieser Kurzschlußstelle 19, daß der Lastschalter 9 den Fehlerstrom (2,73) sofort abschalten kann, während der Lastschalter 10 den JPehlerstrom (5»71) erst abschalten darf, wenn die Schalterkombination 14 mit dem betriebsmäßig geschlossenen Leistungsschalter 18 über das Schließen des superschnellen Kurzschließers 16 den Lastschalter 10 entlastet, bis nach Ablauf der Kommutierungszeit - diese ist dann beendet, wenn der Lastschalter 10 den Stromwert gemäß seinem Abschaltyermögen erreicht hat, wobei dieser Stromwert der 3fache Stromwert des größten Einzeltransformators des Umspannwerkes oder eines benachbarten Umspannwerkes ist - der Lastschalter 10 schalten kann· Dabei ergeben sich die Stromwerte sowie die Spannungswerte bezogen auf die Nennspannung und auf den Nennstrom des größten Einzeltransformators im Umspannwerk nach folgenden Gleichungen:
p#u· - Werte des Stromes: χ = I '
p.u. - Werte der Spannung: y = U
Dieser .Schaltvorgang wird mittels der Strominformation durch den Stromwandler 20 mit Hilfe der Steuereinheit 21
- 8 - ,
überwacht, so daß das Abschalten des Lastschalters 10 vor dem Abschalten des Leistrungsschalters 18 der Schalterkombination 14 koordiniert von der Steuereinheit 21 ·. vorgenommen wird. ' .
In einer anderen Auslegung des Abschaltvermögens der Lastschalter, nämlich für den 1 bis 1,2facheh iTennstrom der Abgänge bezogen auf die 'Hennspannung und den Nennstrom des größten Einzeltransformators im Umspannwerk, wird ausgehend von dem in Pig· 1 dargestellten Ausschnitt aus einem Verbundnetz auch dann die Schalterkombination benötigt, so daß über den betriebsmäßig geschlossenen Leistungss'chalter 17 dieser Schalterkombination 13 der Lastschalter 9 entlastet wird,bis er mit der Stromstärke pe = 1,2 - diese Information, kommt vom Stromwandler 22 die Abschaltung koordiniert von der Steuereinheit 21 vollzieht, so daß danach der Leistungsschalter 17 ausschaltet und danach der superschnelle Kurzschließer 15 in die Ausgangslage gebracht wird und schließlich auch der Leistungsschalter 17 in die "Ein"-Stellung kommt, was insgesamt automatisch durch die Steuereinheit 21 bewirkt wird» .
Die in den Abgängen 6; 7; 8 vorgesehenen Stromwandler 23; 24 stehen ebenfalls mit der Steuereinheit 21 in'Wirkverbindung, über die analoge Schaltvorgänge in der bereits beschriebenen Weise koordiniert ausgelöst werden·
Wie die Pig·. 1 aber auch weiterhin zeigt, sind am Beispiel des als Freileitung ausgebildeten Abganges 8 aber auch die Voraussetzungen gegeben, um Lichtbogenfehler durch eine automatische Wiedereinschaltung des Lastschalters 12 und 26 des. Abganges 8 fort zuschalten, während ·' stromstarke Lichtbogenfehler bzw. Lichtbogenfehler an den Sammelschienen 1;,2; 29 durch das Einschaltendes superschnellen Kurzschließers 15; 15; 32 der Schalterkombination 13; 14; 33 gelöscht werden und vorprogrammiert, ausgelöst durch die Steuereinheit 21 - zuständig
1 9 -
für die Samme!schieneη 1 und 2 sowie eine nicht dargestellte Steuereinheit für die Sammelschiene 29 - im Zu- sammenwirken mit den Stromwandlern 20; 22; 23; 24; 34 durch den Leistungsschalter 17; 18; 35 der Sammelschiene nkurzschluß weggeschaltet wird· Kommt es nicht zu einer erfolgreichen automatischen Wiedereinschaltung, so wird der Leistungsschalter 17; 18; 35 eingeschaltet, um den oder die betreffenden Lastschalter 9; 10; 11; 12; 26 abzuschalten, oder es wird durch diese Lastschalter 9; 10; 11; 12; 26 der Fehlerort allein fortgeschaltet, wenn die Strominformation der Stromwandler 20; 22; 23; 24$ 34 dieses, zulassen· Die Kurzschlußstromeinspeisung über den J Abgang 27 auf die Sammelschiene 29 durch den Generator .31 wird durch den EarzschluBstrombegrenzungstransf ormator 30 begrenzt, wobei auch ein begrenzter Kurzschlußstrom für die Abgänge 8; 28 eintritt. '
Fig. 2 zeigt eine einseitige Einspeisung einer Sammelschiene 36, die zu einer Mitte-lspannungs-Schaltanlage gehört, über den Kurzschlußstrombegrenzungstransf ormator 37· Je nach dem Netzaufbau sind zwei Varianten für die Schnellabschaltung des Kurzschlußstrombegrenzungstransformators 37 bei Fehlern im Differential-Schutzbereich möglich· Während für Fehlerströme für das Äbschaltvermögen des Lastschalters 38 nur der superschnelle Kurzschließer 39 be- ?' nötigt wird, der zwischen dem Kurzschluss tr ombegrenzungstransformator 37 und dem Lastschalter 38 des Abganges 40 an Erde liegt, wird für höhere Kurzschlußleistungen die Schalterkombination 41, die an die Sammelschiene 42 angeschlossen ist und aus dem Leistungsschalter 43 und dem superschnellen Kurzschließer 44 besteht, benötigt· Kurzschlüsse auf der Sammelschiene 36, von der beispielsweise auch der Abgang 45 abgeht, werden von dem im Abgang 46 vorgesehenen Lastschalter 47 mit 3 χ In - Abschaltvermögen abgeschaltet, da beispielsweise der Kursschlußstrombegrenzungstransformator 37 nur einen 3fachen Nennstrom als Kurzschluß-
strom zuläßt, wenn an der S amme !schiene 4-2, von der die Abgänge 48 mit den Lastschaltern 4-9 und den Stromwandlern 50 abgehen, die. Uennspannung ansteht· Die in den Abgängen 4-0; 4-6; 4-8 vorgesehenen Stromwandler 50; 51; 52 stehen wieder mit einer nicht weiter dargestellten, die Schalthandlungen koordiniert vollziehenden Steuereinheit in Verbindung·
Claims (5)
1. . ' . Schaltanlage mit Lastschaltern, brennern, Kurzschließern und I&rzschlußstrombegrenzungstransf ormatoren in Elektroenergie-Übertragungs- und -Verteilungs anlagen, gekennzeichnet dadurch, daß zwischen den Sammelschieneη (1; 2; 29; 36; 42) bzw· bei Einspeisungen zwischen dem Generator und der Hochspannungssammelschiene der die übertragung bzw· Einspeisung vornehmende Kurzschlußstrombegrenzungstransformator (3; 30; 37) vorgesehen ist, während in den Abgängen (4; 5; 6; 7; 8; 27; 28; 40; 46; 48) die Betriebsund selektive fehlerabschaltungen vornehmenden Lastschalter (9; 10; 11; 12; 26; 38; 47; 49) angeordnet sind, deren .Abschaltleistung dem 1,5fachen Stromwert des Abganges (4; 5; 6; 7; 8; 27 \ . 28; 40; 46; 48) bis zum 3fachen Nennstrom des größten Einzeltransformators im Umspannwerk oder in einem benachbarten Umspannwerk entspricht, und daß an den Sammelschienen (1; 2; 29; 42) eine bei Kurz- Schlüssen, die über eine der Sammelschienen (1; 2; 29; 42) eingespeist werden, den Lastschalter (9; 10; 11; 12; 26; 38; 49) entlastende, aus je einem superschnellen Kurzschließer (15; 16; 32; 44) und aus einem Leistungsschalter (17; 18; 35; 43) bestehende Schalterkombination (13; 14; 33; 41) angeschlossen ist, wobei der an Erde liegende superschnelle Kurzschließer (15; 16; 32; 44) in Reihe mit dem Leistungsschalter (17; 18; 35; 43) geschaltet ist·
2. . Schaltanlage nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß die Schalterkombination (13; 14; 33; 41) als eine Baueinheit ausgeführt ist·
Schaltanlage nach Punkt 1 und 2, gekennzeichnet dadurch, daß die Strombahn sowie der superschnelle Kurzschließer
(15; 16; 32; 44) und der Leistungsschalter (17; 18; 35; 43) der.
Schalterkombination (13; 14; 33; 41) für eine kurzzeitige Stromführung ausgelegt sind·
4. ' - . ' •Schaltanlage nach Punkt 1 und 2> gekennzeichnet dadurch, daß bei Einspeisungen ohne Transformator bzw. bei !Transformatoren ohne KurzschluBstrombegrenzung oder.bei Netzen ohne andere strombegrenzende Mittel die den abzuschaltenden Lastschalter (9; 10; 11; 12; 26; 38; 49) entlastende Schalterkombination (13; 14; 33; 41) vorzugsweise für die 3fache Abschaltleistung ausgelegt ist.
5. . ' - ι . Schaltanlage nach Punkt 1,' 2 und 4, gekennzeichnet dadurch, daß die Lastschalter (9; 10;, 11; 12; 26; 38; 49) für die Uennströme der Abgänge (4; 5; 6; 7; 8; 27; 28; 40; 48) ausgelegt sind, während die an den Sammelschienen (1; 2; 29; 42) angeschlossenen Schalterkombinationen (13; 14; 33; 41) jeweils einen oberhalb der Nennstromstärke der Lastschalter (9; 10; 11; 12; 26; 38; 49) entlastenden Nebenschluß bilden. . -'"'·..' .
Verfahren zur Abschaltung von lehlerzuständen in einer Schaltanlage nach Punkt 1 bis 3, gekennzeichnet dadurch, daß die: an den Sammelschienen (1; 2; 29; 42) eines Umspannwerkes, angeschlossenen Schalterkombinationen (13; 14; 33; 41) sowie alle Lastschalter (9; 10; 11; 12; 26;'. 38; 49) in den Abgängen .(4; 5; 6; 7; 8; 27; 28; 40; 48) über eine zentrale Steuereinheit (21) im Umspannwerk bzw. andere Steuereinheiten in anderen Umspannwerken, miteinander leittechnisch verkoppelt, ein koordiniertes, selektives Abschalten des Fehlerortes durch die Lastschalter (9; 10; 11; 12; 26; 38; 49) ermöglichen, derart, daß über den betriebsmäßig geschlossenen Leistungsschalter (17; 18; 35; 43) der superschnelle' Kurzschließer (15; 16; 32;. 44)
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schließt und somit den betreffenden Lastschalter (9; 10; 11; 12; 26; 38; 49) strommäßig entlastet, so daß die Stromstärke einem Strom gleich oder kleiner dem Nennstrom des Abganges (4; 5; 6; 7; 8; 27; 28; 40; 48) oder einem anderen Soll7/er1; gemäß der Abschaltleistung des Lastschalters (9; 10; 11; 12; 26; 38; 49) entspricht, und daß nach dem Schalten des Lastschalters (9; 10; 11; 12; 26; 38; 49) der Leistungsschalter (17; 18; 35; 43) sofort den Kurzschluß von der Sammelschiene (1; 2; 29; 42) fortschaltet, um dann den superschnellen Kurzschließer (15; 16; 32; 44) in "Aus"-Stellung zu "bringen, wonach der Leistungsschalter (17; 18; 35; 43) 'in "Ein"-Stellung gebracht wird·
Verfahren nach Punkt 6, gekennzeichnet dadurch, daß Lichtbogenfehler (25) auf dem als Freileitung ausgebildeten Abgang (8) durch eine automatische Wiedereinschaltung der Lastschalter (12; 26) fortgeschaltet werden, und Lichtbogenfehler in Schaltanlagen mit Sammelschienen (1; 2; 29; 42) durch das Einschalten des superschnellen Kurzschließers (15; 16; 32; 44) der Schalterkombination (13; 14; 34; 41) gelöscht werden und vorprogrammiert der Leistungsschalter (17; 18; 35; 43) den Sammeischienenkurzschluß wegschaltet und bei nicht erfolgreicher automatischer Wiedereinschaltung der Leistungsschalter (17; 18; 35; 43) erneut eingeschaltet wird, um den oder die "betreffenden Lastschalter (9; 10; 11; 12; 26; 38; 49) abzuschalten, oder daß durch die Lastschalter (9; 10; 11; 12; 26; 38; 49) der Pehlerort allein fortgeschaltet wird, wenn die Strominformationen der Stromwandler (20; 22; 23; 24; 34; 50) dieses zulassen.
Hierzu ei-Seiten Zeichnungen
Priority Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DD25183583A DD218500A1 (de) | 1983-06-08 | 1983-06-08 | Schaltanlage sowie verfahren zur abschaltung von fehlerzustaenden bzw. zur fortschaltung von lichtbogenfehlern in dieser schaltanlage |
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| DD218500A1 true DD218500A1 (de) | 1985-02-06 |
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| DD25183583A DD218500A1 (de) | 1983-06-08 | 1983-06-08 | Schaltanlage sowie verfahren zur abschaltung von fehlerzustaenden bzw. zur fortschaltung von lichtbogenfehlern in dieser schaltanlage |
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|---|---|
| DD (1) | DD218500A1 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE102009031647A1 (de) * | 2009-07-03 | 2011-01-05 | Moeller Gmbh | Strombegrenzungsvorrichtung |
-
1983
- 1983-06-08 DD DD25183583A patent/DD218500A1/de not_active IP Right Cessation
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE102009031647A1 (de) * | 2009-07-03 | 2011-01-05 | Moeller Gmbh | Strombegrenzungsvorrichtung |
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