DD218539A1 - Vorrichtung zur intervallmaessigen erzeugung von unterschiedlichen pulsfrequenzen - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung bezieht sich auf einen pneumatischen Pulsator fuer Melkanlagen, welcher zyklisch mit einer hoeheren und wieder mit einer niedrigeren Pulsfrequenz arbeitet. Nach der Erfindung wird dies dadurch erreicht, dass das Steuervolumen der Arbeitskammer durch eine Duese groesseren Querschnittes stroemt, die Ueberstroemzeit kurz ist und der Pulsator dadurch schneller laeuft; oder es wird eine Duese geringeren Querschnittes nachgeschaltet, die die Stroemung drosselt und somit die Umschaltzeit hinauszoegert, was eine spaetere Umschaltung und demzufolge geringere Taktzahl des Pulsators zur Folge hat. Mit dieser Einrichtung laesst sich sowohl fuer eine zusammenhaengende als auch eine auf die gesamte Melkzeit verteilte Euterstimulation erreichen, wobei in dieser Phase auch Milch abgesaugt wird. Fig. 1
Description
-1- 249 516
Vorrichtung zur intervallmäßigen Erzeugung von unterschiedlichen Pulsfrequenzen
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur intervallmäßigen Erzeugung von unterschiedlichen Pulsfrequenzen zur Durchführung eines alternierenden Pulsationsmelkverfahrens. . ·
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Es ist bekannt, durch eine doppelte oder noch höhere Pulsfrequenz zu Melkbeginn eine Euterstimulation zu erzielen. Es ist ebenfalls bekannt, die Euterstimulation durch Druckluft zu erzielen und die bisher zusammenhängende Stimulationszeit über die gesamte Melkzeit zu verteilen, d.h. rhythmisch zwischen die Melkphasen Stimulationsphasen einzulegen. Es wurde auch bereits vorgeschlagen anstelle der Druckluftstimulationsphasen, frequenzgesteigerte Stimulationsphasen einzuschieben, wobei gegenüber den bekannten Verfahren auch in dieser Phase eine stärkere Milchabsaugung erfolgt. Zur Durchführung dieses Verfahrens ist ein Pulsator vorgeschlagen worden, welcher zwei Arbeitskammern besitzt und dem eine Schaltvorrichtung zugeordnet ist, welche entweder die Zusatzkammer zuschaltet oder abschaltet. Je nach Größe des Arbeitskammervolumens dauert die Absaugung und Füllung langer oder erfolgt schneller, so daß sich zwei verschiedene Pulsfrequenzen ergeben. Bei einer bekannten Ausführung nach DD-PS 157069 ist das Volumen konstant, und es wird zur Erzeugung einer höheren Pulsfrequenz eine gedrosselte Verbindungsleitung zeitgesteuert zugeschaltet, so daß der Überströmquerschnitt sich vergrößert und die Arbeitskammer dadurch schneller gefüllt und entleert wird, was einer höheren Pulsfrequenz gleichkommt. Die Lösung mit dem Zusatzvolumen vergrößert etwas den Pulsator und den Vakuumverbrauch, was unter Umständen in der Praxis nachteilig sein kann, und die Parallelschaltung der Düsen ist konstruktiv etwas aufwendig.
Ziel der Erfindung ist es, eine konstruktiv verbesserte Lösung zu finden und den Eigenverbrauch des Pulsators an Vakuum zu senken.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Die technische Aufgabe besteht darin, durch technische Veränderungen das Zusatzvolumen wesentlich kleiner zu gestalten, um die Baumaße der Zusatzeinrichtung zu verringern.
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß in den Kanal zwischen Arbeitskammer und Druckwechselkammer anstelle einer Drossel ein Schaltventil zwei Drosseln eingeschaltet ist, wobei das Schaltventil je nach Ansteuerung durch den Taktgeber, entweder eine Drossel großen Querschnittes oder eine Drossel kleinen Querschnittes oder eine kleine Drossel in Reihe vor die große Drossel so in den Strömungsweg einschaltet, daß zwei verschiedene Umschaltzeiten und damit zwei verschiedene Pulszahlen erreicht werden.
Der Vorteil liegt in den geringeren Abmessungen der Schalteinrichtung und damit einer besseren Integrierung mit dem Pulsator.
Durch die Volumenverringerung tritt auch eine Senkung des Vakuumbedarfs für die Eigensteuerung des Pulsators ein.
Ausführungsbeispiel
Die Erfindung soll nachstehend an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert werden.
Eäzeigen:
Fig. 1: eine pneumatische Schaltung mit Reihenschaltung von Drosseln,
Fig.2: die gleiche Schaltung, aber mit Schaltverstärkung,
Fig. 3: eine Schaltung nach Fig. 2, bei welcher die große Drossel durch eine Nadel im Durchgang verringert wird, Fig. 4: die Nadel in anderer Ausführung,
Fig.5: eine elektromagnetische Nadelbetätigung und
Fig. 6: ein Membranschaltventil zur Umschaltung auf eine große oder kleine Drossel. *
Wie aus Fig. 1 ersichtlich, ist an die Arbeitskammer 1 — hier als Gleichtaktpulsator 2 zur Vereinfachung dargestellt — über den Steuerkanal 3 ein Schaltventil 4 eingeschaltet, dessen Membran 5, gesteuert durch den Taktgeber 6, eine Drossel 7 geringen Querschnitts in der Kammer 8 um deren Schaltweg gegen eine zweite Drossel 9 größeren Querschnittes bewegt wird, welche in den Steuerkanal 3 eingeschaltet ist. Wenn sich also die Drossel 7 in der dargestellten Lage befindet, ist nur die Drossel 9 in den Steuerkanal 3 eingeschaltet. Der Pulsator läuft schnell. Wird die Membran 5 durch Umsteuerung des Steuermediums mittels des Taktgebers 6 durch Federkraft und Druckdifferenz in Richtung Pulsator bewegt, so trifft die Drossel 7 kleinen Querschnittes auf die Drossel 9 großen Querschnittes. Die Reihenschaltung beider Drosseln erhöht den Durchgangswiderstand.
Der Pulsator läuft langsam. Die Kammer 8 hat keine Schaltfunktion, ist nur konstruktiv bedingt.
Fig. 2 zeigt eine Möglichkeit, die Schaltkraft zu erhöhen, indem eine Membran 10 über ein Gestänge 11 die Schaltkraft auf die Membran 5 überträgt.
Fig. 3 zeigt eine Variante, wie die kleine Drossel 7 (Fig. 1) durch eine Nadel 12 in der großen Drossel 9 ersetzbar ist. Dabei ist ständig die Nadel 12 mit dem Ansatz 13 in'der Drossel 9 geführt. Wird die Verdickung der Nadel 12 in die Drossel 9 eingeführt, entspricht diese dem Durchgang der kleinen Drossel 7.
Fig.4 vereinfacht die Nadel 12 durch Wegfall des Ansatzes 13.
Fig. 5 zeigt als Betätigung für die Drosselschaltung die Kopplung mit einem Elektromagneten 14.
Fig. 6 beruht auf einen etwas abgeänderten Prinzip. Hier schaltet der Ventilteller 15 durch Abdichtung der Ventilsitze 16 oder entweder die Drossel 18 oder die Drossel 19 durch Freigabe der Kanäle 20 oder 21, welche zum Kanal 31 (Fig. 1) vereint sind, in den Kanal 3 ein. Die Drosseln 18; 19 haben unterschiedliche Querschnitte, so daß zwei unterschiedliche Pulszahlen erzeugt werden.
Claims (6)
- -2-249516Erfindungsansprüche:1. Vorrichtung zur intervallmäßigen Erzeugung von unterschiedlichen Pulsfrequenzen durch unterschiedlich lange Überströmzeiten zwischen der Arbeitskammer und der Wechseidruckkamme'r des Pulsators, gekennzeichnet dadurch, daß zur Erzeugung unterschiedlicher Überströmzeiten zwei einzeln oder in Reihe in den Überströmkanal (3) dos Pulsato) s geschaltete Drosseln (7; 9) unterschiedlichen Querschnittes dienen. '
- 2. Vorrichtung nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß als Schaltelement eine Membran (5) und eine Feder dienen und daß die Drossel (7) geringeren Querschnittes mit der Membran (5) verbunden und die Drossel (9) größeren Querschnittes stationär im Kanal (3) angeordnet ist.
- 3. Vorrichtung nachPunkt 1 und 2, gekennzeichnet dadurch, daß als Schaltverstärker eine Membran (10) größerer Fläche mit der Membran (5) gekoppelt ist.
- 4. Vorrichtung nach Punkt 1 bis 3, gekennzeichnet dadurch, daß die kleinere Drossel (7) durch eine mit der Membran (5) verbundene Nadel (12), die zeitweilig in die größere Drossel (9) einführbar ist, ersetzt ist.
- 5. Vorrichtung nach Punkt 1 und 4, gekennzeichnet dadurch, daß ein Elektromagnet der Betätigung der Membran (5) dient.
- 6. Vorrichtung nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß ein membranegesteuertes Ventil (15; 16; 17) der wechselweisen Zuschaltung der Drosseln (18; 19) unterschiedlichen Querschnittes dient.Hierzu 2 Seiten Zeichnungen
Priority Applications (5)
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|---|---|---|---|
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Applications Claiming Priority (1)
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