DD218613A1 - Verfahren zur reinigung von glykolischen grundstoffen zur herstellung chemisch-technischer erzeugnisse - Google Patents

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DD218613A1
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DD
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glycolic
chemical
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Application number
DD24701183A
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English (en)
Inventor
Hans Mistecki
Wiltrud Klose
Hans Jaeschke
Original Assignee
Haertol 3019 Magdeburg Havelst
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Abstract

Verfahren zur Reinigung glykolischer Grundkoerper fuer chemisch-technische Erzeugnisse auf der Basis chemischen Aussalzens und mechanischem Separierens dadurch gekennzeichnet, dass als Aussalzkomponenten eine Mischung von Natriumsalzen der Benzoe-, Bor- und salpetrigen Saeure in einer Gesamtkonzentration bis 7 Ma.-% verwendet wird, die ausgesalzenen Abscheidungen nachtraeglich separiert werden und nach dem Separieren mit einem Salzgehalt unter 5 Ma.-% als Finalerzeugnis verwendet werden koennen.

Description

Titel der-Erfindung
Verfahren zur Reinigung von glykolischen Grundstoffen zur Herstellung chemisch-technischer Erzeugnisse
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Seinigung von glykolischen Grundstoffen, die in /hochwertigen chemisch-technischen Erzeugnissen eingesetzt werden. · /
Charakteristik der bekannten technischen Lösung
Solche chemisch-technischen Erzeugnisse, z, B. Kühlschmier- mittel, Kühlmittel, Gefrierschutzmittel enthalten als Grundkomponenten mehrwertige Alkohole, vorwiegend Monoäthylenglykol und, Propylenglykol und weitere Wirkstoffe, die die für die Funktion des Erzeugnisses wichtigen Eigenschaften wie Alterungsstabil ität, Schaumverhalten, Wärmeübergang, Komplexbildungsvermögen positiv beeinflussen und die Korrosion des Werkstoffes verhindern.
Die glykolischen Grundstoffe enthalten oft aus der Synthese stammende Verunreinigungen, die in Form von Makromolekülen in dem Fremdkörper gelöst bzw. kolloidal verteilt sind. Diese Verunreinigungen führen zur Beeinträchtigung der Funktionssicherheit und des Gebrauchswertes der Finalerzeugnisse, z.B. in Kühlschmiermitteln durch
- Senkung der Inhibitorwirkung, gemessen an einer erhöhten Korrosionsrate ,
- Ablagerungen an den Innenflächen der geschlossenen . Kühlkreisläufe und damit Verschlechterung des Wärmeüberganges
- Funktionsstörungen an bewegten Maschinenelementen
- Verkürzung der Lebensdauer der Erzeugnisse
Damit genügen diese Erzeugnisse den Anforderungen einer entwickelten Kühltechnik nicht.
Die Beseitigung derartiger Verunreinigungen durch nochmalige Destillation oder Adsorption oder andere bekannte Verfahren der chemischen Verfahrenstechnik führt bezogen auf die Verwendung in chemisch-technischen Erzeugnissen zu einer hohen Kostenbelastung. Weitere bekannte Verfahren der Reinigung mit chemischen Hilfsmitteln z.B. Bleicherdebehandlung, Aussalzen mit Alkalichloriden haben neben den ebenfalls relativ hohen Kosten zusätzliche Beeinträchtigungen des Gebrauchswertes durch verbleibende Reste dieser, chemischen Hilfsmittel zur Folge. .
,Es ist Zweck der Erfindung, durch Auswahl geeigneter Verfahrensschritte ein aufwandarmes Reinigungsverfahren für gly- * kolische Grundstoffe aufzuzeigen, daß ihren Einsatz als Grundkomponente in chemisch-technischen Erzeugnissen ermöglicht.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Überraschender Weise wurde gefunden, daß einige der polaren Wirkstoffe, die bekannter Weise in Kühlmitteln in niedrigen Konzentrationen eingesetzt werden, gegenüber den enthaltenen makromolekularen Verunreinigungen einen Koagulationseffekt aufweisen* und daß diese Koagulate in einer Form anfallen, in der sie mit normalen Seperatoren entfernbar sind.
Das Verfahren besteht aus den Verfahrensschritten: \
1. Vorlegen der glykolischen Grundstoffe
2. Zugabe eines Gemisches von Hatriumsalzen wahlweise mit den Anionen Nitrit, Benzoat, Tetraborat, Metasilikat, Phosphat in einer Gesamtkonzentration von max. 7 Ma %
3. Rühren und Vorwärmen bis auf 60 0C
4. Absetzen der Verunreinigungen
5. Separieren
6. Verwendung"der gereinigten glykolischen Grundkörper in chemisch-technischen Finalerzeugnissen
Die.nach diesem Verfahren gereinigten glykolischen Grundkörper .können direkt oder nach Komplettierung mit bekannten Wirkstoffen als Finalerzeugnisse verwendet werden, wenn die Bestmenge der Reinigungschemikalien 5 Ma % nicht überschreitet.
Die Gebrauchswerterhöhung der Finalerzeugnisse wird am Beispiel eines Kühlmittels für geschlossene Kühlkreisläufe in der folgenden Tabelle durch Gegenüberstellung der unbehandelten mit den erfindungsgemäß gereinigten Produkten nachgewiesen.
Eigenschaft
Ausführungsbeispiel I
Ausführungsbeispiel II 1)
nicht behandelt
erfindungsgemäß behandelt
nicht behandelt
1) als 30 fo-ige wäßrige Lösung
2) Prüfmethode nach ASTM 1384-76
3) Relativwert der Bestandszeit
erfindungsgemäß behandelt
2) Korrosionsrate 2,6 2,1 1,9 ; 0,8
Kupfer 12,0 3,5 2,1 1,3
Lot 0,9 0,6 0,4 0,1
Grauguß 5,1 . 2,7 3,3 1,0
Aluminium
Wärmedurchgang 1800 bis Be- 2770 1120 2770
funktionsbedingte Ausfälle leichter mittlerer lagansatz keiner starker Be lagansatz ke iner
3) Standzeitver halten % 60 85 60 100
Ausführ ungsbeispiele
Ausfuhrungsbeispiel I
95,75 Teile Monoäthylenglykol werden in einem Rührgefäß vorgelegt· In beliebiger Reihenfolge werden 0,25 Teile Na-Nitrit, 3,0 Teile Borax und 1,0 Teile Na-Benzoat dazudosiert. Die Mischung wird unter Rühren 30 Min auf 60 0C. erwärmt.
Nach mindestens 1 Stunde Absetzzeit werden die ausgefallenen Verunreinigungen mittels Seperator abgetrennt. Das gereinigte Produkt kann direkt als Gefrierschutzmittel eingesetzt werden.
Ausführungsbeispiel II
95»7O Teile Monoäthylenglykol werden in einem Rührgefäß vorgelegt. In beliebiger Reihenfolge werden die Wirkstoffe 0,25 Teile Natriumnitrit, 3,0 Teile Natriumtetraborat, 0,25 Teile Natriummetasilikat und 1,0 Teile Natriumbenzoat zudosiert. Die Mischung wird unter Rühren 30 Min auf 60 0C erwärmt. Nach mindestens 1 Stunde Absetzzeit wird das erkaltete Produkt über einen Seperator von den Feststoffen befreit.
Die flüssige Phase wird als Gefrierschutzmittel eingesetzt.

Claims (1)

  1. Er f indungsanspr uch
    Verfahren zur Reinigung glykolischer Grundkörper für chemisch-technische Erzeugnisse auf der Basis chemischen Aussalzens und mechanischem Separierens dadurch gekennzeichnet, daß als Aussalzkomponenten eine Mischung von Natriumsalzen der Benzoe-, Bor- und salpetrigen Säure in einer Gesamtkonzentration bis 7 Ma % verwendet wird, die ausgesalzenen Abscheidungen nachträglich separiert werden, und nach dem Separieren mit einem Salzgehalt unter 5 Ma % als Finalerzeugnis verwendet werden können.
DD24701183A 1983-01-05 1983-01-05 Verfahren zur reinigung von glykolischen grundstoffen zur herstellung chemisch-technischer erzeugnisse DD218613A1 (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0346718A1 (de) * 1988-06-13 1989-12-20 Henkel Kommanditgesellschaft auf Aktien Verfahren und Vorrichtung zum Abtrennen von Propylenglykol

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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EP0346718A1 (de) * 1988-06-13 1989-12-20 Henkel Kommanditgesellschaft auf Aktien Verfahren und Vorrichtung zum Abtrennen von Propylenglykol

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