DD218617A1 - Verfahren zur herstellung von oh-substituierten chinolinen - Google Patents

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DD218617A1
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German Democratic Republic
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preparation
methyl
substituted
acetylacetone
chinolines
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DD25263583A
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Inventor
Bodo Hirsch
Milan Adamek
Viktor Milakow
Original Assignee
Univ Dresden Tech
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Abstract

Es wird ein einfaches Verfahren zur Herstellung von 7-OH-2-methyl-4-methyl/phenyl-chinolinen beschrieben, indem m-Aminophenol und Acetylaceton bzw. Benzoylaceton, gegebenenfalls in Gegenwart eines indifferenten organischen Loesungsmittels mit konzentrierter Schwefelsaeure in exothermer Reaktion umgesetzt werden und die Base aus dem waessrigen Reaktionsgemisch mit verduenntem NaOH isoliert wird.

Description

Verfahren zur Herstellung von OH-substituierten Chinolinen
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von 7-ÖH-substituierten Chinolinderivaten. Diese können als Zwischenprodukte zur Herstellung von Farbstoffen und für pharmazeutische Verbindungen verwendet werden·
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
^-Methyl^-methyx/phenyl-T-OH-chinoline sind bisher mehrmals beschrieben worden· So berichten BÜLOW, ISSLBR (Ber.dtsch.chem.Ges· 2£» 4-016 (1904)), ferner BÜLOW (Ber.dtsch.ehem.Ges. 2£, 2452 (1903)) über deren Darstellung aus Acetylaceton-mono-3-OH-anil bzw· aus ß-(3-0H-phenylimino)-butyrophenon, die diese durch Einleiten von Chlorwasserstoff bzw. durch Einwirkung von konz. Schwefelsäure in die gewünschten Chinolinderivate überführen. SEKI und YAMADA beschreiben die Darstellung von 2,4-Dimethyl-7-0H-chinolin, indem sie Aminosaiieylsäureamid mit Acetylaceton bei einer Reaktionsdauer von 100 Stunden zur entsprechenden 7-0H-2,4-dimethyl-chinolin-8-carbonsSure umsetzen und diese anschließend decarboxylierten. (Sci.Papaers Inst.Phys. Chem.Res. (Tokyo) 56, No. 1, 101-8 (1962), CA. 58 (1963) 4515 f). Das entsprechende 7-OH-2-methyl-4-phenyl-chinolin stellte Kazutoschi YAMADA dar, indem
er des Ammonium« oder Alkylammoniumsalz der 6-Aminosalicylsäure mit Benzoylaceton auf die eben beschriebene Weise umsetzt (ΒΓχρροη, Kagaku Zaschi, 82, 1368-72 (1961)? CA. *&9 3892 a,b (1963))· Diese Verfahren haben Ausgangsprodukte zur Grundlage, die nur sear aufwendig zu synthetisieren sind und bei deren aufwendiger Reaktionsweise nur geringe Ausbeuten erhalten werden*
Ziel ,der. Erfindung
Ziel der Erfindung ist es, ein technologisch einfaches Verfahren auf der Basis leicht zugängiger Ausgangsstoffe und ohiie erheblichen experimentellen Aufwand für die Herstellung der 7-OH-2-methy 1-4-Hiethyl/phenylehinoline zu schaffen«
, 4ftr,
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein technologisch einfaches Verfahren in einer Art "Eintopfverfahren11 für die Herstellung von 7-0H-2-methyl~4-methyl/ pheny!-chinoline zu schaffene
jCqx.
. ' R = CH, CHo
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß m-Aminophenol und Acetylaceton bzw· Benzoylaceton, gegebenenfalls in Gegenwart von wenig inertem, mit Schwefelsäure mischbaren Lösungsmittel versetzt, bei normaler Temperatur vereinigt werden und sich in einer exothermen Reaktion zu dem gewünschten Produkt umsetzen* Nach dem Abkühlen wird das Reaktionsprodukt in Wasser \
gelöst, mit verd· wäßriger HaOH die freie Base ausgefällt und diese gegebenenfalls aus Methanol umkristallisiert. Die Vorteile dieses Verfahrens sind, daß es nicht zeitaufwendig ist, daß es sich durch den Einsatz leicht zugängiger Ausgangsprodukte auszeichnet und die gewünschten Produkte in hoher Ausbeute anfallen· Von besonderem ökonomischen Vorteil ist ferner, daß die Reaktionen ohne Energiezufuhr verlaufen·
Ausführungsbeispiele Beispiel 1
In einem 2-Halskolben mit Rührer und Rückflußkühler werden 0,2 mol 3-Aminophenol und 0,2 mol Acetylaceton vermischt· Unter starkem Rühren werden langsam 0,4 mol ' konz· H„SO^ hinzugefügt· Die Reaktion verläuft stark exotherm, nach wenigen Minuten ist eine trockene, kristalline Masse entstanden, die das Salz des 2,4-Di«· methyl-chinolin-7-ol darstellt. Zur Abscheidung der Base wird das Rohprodukt in wenig Wasser gelöst, die wäßrige Lösung mit verdünnter wäßriger Natronlauge schwach alkalisch gemacht· Die in 85%iger Ausbeute ausgefallene Bas« wird aus wenig Methanol umkristallisiert, die anfallenden Kristalle haben einen Schmelzpunkt von 217,5 - 218 0C.
Beispiel 2
7-Hydro3cy-2-me thy 1-4-Phen.vl-chino lin
In einem mit Rührer und Rückflußkühler ausgestatteten Kolben werden 0,2 mol m-Aminophenol und 0,20 mol Benzoyl· aceton in wenig Tetrachlorkohlenstoff gelöst· Unter starkem Rühren werden 0,4 mol konz· Schwefelsäure zugetropft· Das Reaktionsgemisch erwärmt sich sehr
stark und erstarrt zu einem Kristallbrei· Aus dem angefallenen Kristallbrei wird im Vakuum das organische Lösungsmittel abgezogen, die freie Base mit verdünnter, wäßriger HaOH ausgefällt und aus Methanol umkristallisierte
Das Ghinolin fällt in orangefarbenen Nadeln vom Schmelzpunkt 262 0C in 80%iger Ausbeute an*

Claims (2)

    Erfindungsanspruch
  1. .1. Verfahren zur Herstellung von OH-substituierten Chinolinen, gekennzeichnet dadurch, daß m-Aminophenol und Acetylaceton bzw· Benzoylaceton in Gegenwart wasserentziehender Mittel umgesetzt werden und die Base aus dem in lasser gelösten Reaktionsgemisch durch verd· wäßrige HaOH isoliert wird (1).
    CH3, C6H5 (I)
  2. 2· Verfahren nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß die Reaktion in Gegenwart von organischen Lösungsmitteln, die sich mit dem wasserentziehenden Mittel mischen, mit diesen aber nicht reagieren, durchgeführt wird·
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