DD218697A1 - Elektrofotografischer fluessigentwickler - Google Patents

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DD218697A1
DD218697A1 DD23889682A DD23889682A DD218697A1 DD 218697 A1 DD218697 A1 DD 218697A1 DD 23889682 A DD23889682 A DD 23889682A DD 23889682 A DD23889682 A DD 23889682A DD 218697 A1 DD218697 A1 DD 218697A1
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Volker Lischewski
Joachim Epperlein
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Wolfen Filmfab Veb
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Abstract

Die Erfindung betrifft einen fluessigen Entwickler zum Sichtbarmachen elektrostatischer Ladungsbilder bei elektrofotografischen bzw. elektrografischen Materialien oder Anordnungen. Das Ziel und die Aufgabe, einen Fluessigentwickler zu schaffen, der durch eine verbesserte Wechselwirkung zwischen der homogenen und der dispersen Phase guenstigere Ladungs- und Dispersitaetseigenschaften sowie ein verbessertes Ladungshaltevermoegen und eine erhoehte Stabilitaet aufweist, wird geloest, indem der Fluessigentwickler zusaetzlich ein oder mehrere polymere Stoffe mit Struktureinheiten der allgemeinen Formeln 1 bis 4 wobeiR1, R2, R3, R4R5, R6-H, Alkyl;YHalogen,- NO2, -COOR5, COOMe, -CHO, -CN;Mebeliebiges Metallatom;X1 bis 10bedeutenund olefinische polymerisierbare Verbindungen enthaelt. Formeln 1 bis 4 und R1 bis R4

Description

Elektrofotografischer Flüssigentwickler
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft einen flüssigen Entwickler zum Sichtbarmachen elektrostatischer Ladungsbilder bei elektrofotografischen bzw. elektrografischen Materialien oder Anordnungen,
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen .
Elektrofotografische bzw. elektrografische Flüssigentwickler bestehen im allgemeinen aus einer elektrisch isolierenden Trägerflüssigkeit mit darin dispergierten farbigen Pigmenten, die zur Einstellung bestimmter Eigenschaften mit einem polymeren Hilfs- und Steuerstoff umkleidet sind (z.3. DE-AS 1934 613, DS-OS 1772 439, DE-AS 2 103 045, DE-AS 1933 362). Oft wird dieser Steuerstoff von geeignet modifizierten Malein sä ureanhydrid-Copolymeren gebildet.
Die polymeren Steuerstoffe verleihen den dispergierten farbigen Tonerteilchen eine gegenüber der Trägerflüssigkeit positive oder negative elektrische Ladung und ermöglichen damit das zweckentsprechende Funktionieren des Entwicklers. Gleichzeitig gewährleisten sie die leichte Dispergierbarkeit und hohe Dispersionsstabilität des Entwicklers und sorgen für die Fixierung des entwickelten Bildes.
Somit müssen eins ganze Reihe verschiedener Funktionen und Eigenschaften von einem Polymer erfüllt werden.
12APR 1932*002243
DiGS ilJt Z'Jr :-O:-:5, GCu G13 ;- ГЭ1ІІЗІ 13 g Г2 C α OGl СгГ іЮСІП-zierung eier Eigenschaften des intv<icklers und darait seiner .-Anpassung an verschiedene Einsatzzwecke stark eingesch renkt sind, außerdem warden durch den Steuerstoff nur eis Pigmente umhüllt und damit auch nur deren elektrische Ladung stabilisiert. Die zugehörige Gegenladung ist normalerweise diffus in der Trägerflüssigkeit verteilt und somit nicht speziell stabilisiert. Dies führt zu Schwia-igkeiten bei der Herausbildung und Aufrechterhaltung der Polaritäts- und auch der Dispersitätseigenschaften des Entwicklers und hat negativen Einfluß auf sein Entwicklungsvermögen und die Langzeitstabilität .
Ziel der Erfindung
Ziel der Erfindung ist es, die Entwicklungseigenschaften und die Stabilität elektrofotografischer Flüssigentwickler zu verbessern.
Darlegung des ,Vesens der Erfindung
Da bei den bekannten Flüssigentwicklern oft durch ungenügende /Wechselwirkung zwischen den Tonerteilchen und der Trägerflüssigkeit unbefriedigende Entwicklungs- und Stabilitätseigenschaften vorhanden sind, ergibt sich die Aufgabe, einen Flüssigentwickler zu schaffen, der durch eine verbesserte »Vechselwirkung zwischen der homogenen und der dispersen Phase günstigere Ladungs- und Qispersitätseigenschaften sowie ein verbessertes Ladungshalteverinögen und eine erhöhte Stabilität aufweist. Erfindungsgemäß wird die Aufgabe gelöst, indem der elektrofotografische Flüssigentwickler, bestehend aus einer Trägerflüssigkeit, einem farbigen Pigment und einem oder mehreren Copolymeren auf Basis von Maleinsäureanhydrid und beliebigen olefinischen polymerisierbaren Verbindungen als Hilfs- und Steuerstoff zusätzlich είη oder mehrere pdymere Stoffe Struktureinheiten der allgemeinen Formeln
-CH-CH- Mi
Il *-'
C=C C=O *
I ·! I 2 OFTOR
(2)
: ι зѴ,
-CH-
I
O=C
und/oder -CH-CH- (3)
und/oder -CH-CH- (4)
О =С C=O
wo D ei
3 4 R , R , R , R gleich oder verschieden, Alkyl mit 10 bis
30 Kohlenstoffatomen, gegebenenfalls substituiert -H, -CH3, -f \ c, -/H
-NR5R6, -
-(CH2)x-OR5, -
-(ch2)x-cooh, -(сн2)х-сооме,
-CH2-(0-CH2-CH2Jx-OR5, -CH-CH-CH2-OH, -CH2-CH-CH2;
R , R gleich oder verschieden, -H Alkyl mit
1 bis 4 Kohlenstoffatomen;
lie beliebiges Metallato.n;
Л j. ij Z S J. U
bedeuten, und olefinische polymerisierbar« Verbindungen enthält.
Der zusätzliche polymere Stoff ist in der Lage, die mit den positiv geladenen Tonerteilchen korresponsiere-nde negative Gegenladung aufzunehmen und zu stabilisieren und verhindert bzw. erschwert damit die Rekombination der Ladungen. Ein erfindungsgemäßer Flüssigentwickler , der in bekannter ,/eise durch Vermählen eines farbigen Pigments gegebenenfalls unter 3eifügung von trägerflüssig'keitsunlöslichen Hilfs- und Steuerstoffen, und Dispergieren in einer elektrisch isolierenden Trägerflüssigkeit, die einen oder mehrere der erfindungsgemäßen polymeren Stoffe gelöst enthält, hergestellt wird, zeigt über lange Zeit hinweg konstante und reproduzierbare Dispersions- und Entvvicklungseigenschaften, Oa der gelöste Stoff im vorliegenden Medium eine oberflächenaktiv© Wirkung zeigt, erfolgt gleichzeitig eine Stabilisierung der Dispersion auch bei relativ geringen Teilchenladungen, wodurch die Freiheitsgrade bei der Anpassung des Entwicklers an verschiedene Anwendungsfalle ganz entscheidend vergrößert werden. Durch die Stabilisierung der mit den Tonerteilchenkorrespondierenden Gegenladung erhöht sich die spezifische Ladung und die Dispersionsstabilität.
In Abhängigkeit von den zur Verwendung gelangenden Bausteinen lassen sich sowohl negative als auch positive Teilchenladungen realisieren
Als farbige Pigments können verwendet werdenr
- verschiedene Rußarten,
- in der Trägerflüssigkeit unlösliche Farbstoffe wie z.B. Anilinschvvarz, Sudanschvvarz, .Vof anolechtschvvarz, oder ... Phthalocyanine, Echtrotfarbstoffe, benzinunlösliche Gelbfarbstoffe, Jofanoichtgrün u.a. Hilfs- und Steuerst.offe
sind Роіупогэ, Соэоіумзrs, Polynercischun^sr Нэ rze ,. \'2ΐ υ rna rze , .achse, MetallsalZe лсгізі и.о.
Trägerf Iüssickeiten sind aliphatische Kohlenwasserstoffs, Chlor-, Fluor- oder Fluorchlorkohienwasssrstoffз mit einen Volumenwiederstand von> 10 "Jl .cm und einer Dielektrizitätskonstanten von-^ 3 geeignet.
Geeignete olefinische polymerisierbar Verbindungen sind z.S. Ethylen, Propylen, Isobutylen, Styren, Methylstyren» Erfindungsgemäße polymere Stoffe sind Polymere mit einer im wesentlichen aus Kohlenstoffatomen bestehenden Hauptkette und einem die Löslichkeit in der verwendeten Trägerflüssigkeit gewährleistenden Anteil entsprechender Seitengruppen, wobei außerdem noch funktionelle Gruppen zur Stabilisierung der entsprechenden Ladung vorhanden sein müssen.
Aus führungsbeispiele 8eispiel 1
Ein Copolymer aus 50 t-!ol-;< Ethylen- und 50 MoI-^ Maleinsäurephenylimid-cinheiten wird in an sich bekannter Weise durch Verkneten oder Vermählen .in einer Kugelmühle oder durch andere geeignete Manipulationen um Rußpartikeln gehüllt. 6 g dieses polymerumhüllten Pigmentes werden in eine Lösung dispergiert, die 6,5 g eines Copolymers aus 50 MoI-^ Propylen- und 50 Mol-% Maleinsäurestearylimid-Einheiten in 100 ml einer parafinischen Trägerflüssigkeit enthält. Nach Verdünnen von 10 g dieses Konzentrats mit 1 1 Trägerflüssigkeit erhält man einen Flüssigentwickler für elektrofotografische Zwecke, der Bilder von hoher Dichte liefert. Die Dispersion ist über meherere Monate stabil. Die Teilchenladung ist positiv,
Beispiel 2
б g eines mit Polyamid-6 umhüllten Rußpigmentes« bei dem auf 2 g Ruß 3,2 g Polyamid entfallen, wird in einer Lösung aus 100 ml aliphatischer Trägerflüssigkeit und einem Copolymer
dispergiert, dos zu 50 Μο1-χ> aus Propylen-Einheiten, zu 30 Mol->i aus Maleinsäurestearylimid-Einheiten, zu 10 Mol-% aus Maleinsäurelaurylimid-Einheiten und zu 10 Mol-fi aus Maleinsäure-p-methoxyphenylimid-Einheiten besteht. Das Konzentrat wird im Verhältnis 1:100 mit Trägerflüssigkeit verdünnt, wobei man einen gebrauchsfertigen Flüssigentwickler für die Elektrofotografie mi-t negativ geladenen Tonerteilchen erhält. Er zeigt über mehrere Monate hinweg gutes und reproduzierbares cntwicklungsvennögen,
Beispiel 3
Ein alternierendes Copolymer üus Isobutylen und [ iüleinsäureanhydrid, deo vollständig vcroeift wurde, wird wie in Beispiel 1 um Rußteilchen gehüllt und aivar im Verhältnis 1 Teil Ruß : 1,5 Teile Copolymer, 5 g dieses Pigmentes v/erden in 100 ml einer Lösung eines Copolymere aus 50 iiol-^ Ethylen-Einheiten, 40 KoI-;j Hclcinc^ürccetylibiio-Cinheiten und 10 Mol-;';, Maleinsäure-p-pyridyl-i:.rj.d-1-:.niic^t.cn in aliphatischen hochsiedender Trägerflüssigkeit durch 5-stündiges Vermählen in einer Kugelmühle eindispcrgiert.
Verdünnt men 15 ml dicseo i;on::ent rats mit 1 1 der genannten Trägerf lüssirkeit, so crliölt man einen elektrofotografischen Flüssigont/.'icliler mit nccjctiv geladenen Teilchen, Er arbeitet über mehrere i-lonote hinv.co otci:»il und reproduzierbar,
Beispiel 4
ein alternierendes Copolymer aus od-Methylstyren und Maleinsäureanhydrid, das vollständig in das entsprechende 2-Pyridylimid überführt wurde, wird analog Beispiel 1 zum Toner verarbeitet,
5 g dieses Toners werden in 100 ml einer hochsiedenden aliphatischen Träcjerf lüssigkeit, in der 7,2 g eines Copolymers aus 50 MoI-V, Ethylen-cinheiten, 35 Nol-;'o Maleinsäurecetylimid- £xnheiten und 15 Mol-,j Maleinsäure-distearylamidsäure-Einheiten gelöst oind, dispergiert, wobei man ein Entwicklerkonr zentrat erhält, 12 ml dieses Konzentrats ergeben, wenn man
sie mit 1000 ml Trägerflüssigkeit verdünnt, einen gebrauchsfertigen elektrofotografischen Flüssigentwickler mit positiver Teilchenleqfung. Er ist über lange Zeit hinweg dispersionsstabil und zeigt reproduzierbares Entwicklungsvermögen,
Beispiel 5
Es wird der gleiche Toner hergestellt, wie in Beispiel 3. 6 g dieses Toners werden in einer Lösung eines Copolyraeren aus 50 Mol-% Propylen-Einheiten, 40 MoI-Jo Maleinsäurestearylimid-Einheiten und 10 Mo1-й .Maleinsäurephenylimid-Einheitcn in einem hochsiedenden aliphatischen Kohlennasserstoff dispergiert. Das entstehende Flüssigentwicklerkonzentrat zeigt nach dem Verdünnen mit Trägerflüssigkeit im Verhältnis 1 : 100 sehr gute Entwicklungseigenschaften für positive Ladungsbilder und hohe Dispersionsstabilität über lange Zeit hinweg.

Claims (1)

  1. — о —
    ^rfindungsansprucn
    Elektrofotografischen Flüssigentwickler, bestehend aus einer Trägerflüssigkeit, einem farbigem Pigment und einem oder mehreren Copoylneren aus Basis von Maleinsäureanhydrid und beliebigen olefinischen polymerisierbaren Verbindungen sls Hilfs- und Steuerstoff, gekennzeichnet dadurch, daß der Flüssigentwickler zusatzlich ein oder mehrere polymere Stoffe mit Struktureinheiten der allgemeinen Formeln
    -r-r-
    O=C G=O (1)
    ! 1 1 2 OR-OR
    und/oder
    -(JH-(JH- (2)
    O=C C=O Ji I
    2/ \з
    R R
    und/oder
    -CH-CjH- (5)
    O=C C=O Ji N4
    \/ Ь Ifs * R- R R
    und/ode г
    -CH-CH-
    O=C C=O
    11 FT
    alsich oder verschieden ; .-'-. IG bis 30 Kohlenstoffatomen,
    SUuS Li
    Uu
    н,
    -(CH9) -OR5, -(CH0)^-NR3R6, -(CH0)^-COOH, -(CH0) -COOMe, - CH2(-0-CH2-CH2)x-0R3,
    -CH-CK-CH^tCH, -CH2-CH-CH2;
    O O
    R", R gleich oder verschieden, -H, Alkyl ait
    1 bis 4 Kohlenstoffatomen;
    Y Halogen, -NO2, -COOR3, -COOH,
    COOMe, -CHO1 -CN;
    Me beliebiges Metallatom
    X 1 bis 10
    bedeuten
    und olefinische polymerisierbsre Verbindungen enthält.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US4798778A (en) * 1987-08-03 1989-01-17 E. I. Du Pont De Nemours And Company Liquid electrostatic developers containing modified resin particles

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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US4798778A (en) * 1987-08-03 1989-01-17 E. I. Du Pont De Nemours And Company Liquid electrostatic developers containing modified resin particles

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