DD218985A3 - Knuepfer fuer den bindeapparat einer ballenpresse - Google Patents
Knuepfer fuer den bindeapparat einer ballenpresse Download PDFInfo
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Abstract
Die Erfindung betrifft einen Knuepfer fuer den Bindeapparat einer Ballenpresse fuer Heu, Stroh und dgl., der nach dem System Deering ausgebildet ist. Es wird bezweckt, die bisher durch Schleifen- und Zopfbildung entstehenden Folgeschaeden, wie Deformierungen an der Knuepferzunge, am Knotenabzieher sowie Schaeden am Bindeapparat zu unterbinden. Dies wird ermoeglicht, indem in die dem Fadenfaenger zugekehrten Seitenflaeche einer Knuepferzunge (3) am Uebergang der Fadenhaltekante (10) eines Hakens (8) zu der Oberkante (11) einer Oeffnung (6) einer zur Spitze der Knuepferzunge (3) weisende griffige Auskehlung (12) eingearbeitet ist. Wogegen die dem Fadenfaenger abgekehrte Seitenflaeche des Knuepferschnabels (3) eine glatte Oberflaeche und eine schlanke nach unten zur Auflageflaeche (7) hin abgerundete Form des Hakens (8) aufweist. Fig. 1
Description
Titel der Erfindung
Anwendungsgebiet der Erfindung :
Die Erfindung betrifft einen Knüpfer für den Bindeapparat· einer Ballenpresse für Heu, Stroh, und dgl., der nach dem System Deerlng ausgebildet ist.
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Bei den bekannten Knüpfera für den Bindeapparat von Ballenpressen gibt es speziell zwei Systeme, das System Cormick und das System Deering. Nach dem System Corrnick wird die um den Knoter liegende Fadenumschnürung ohne weitere Hilfsmittel allein mit dem Vorschub des Preßballens abgezogen. Das im Fadenhalter festgehaltene Fadenende wird bei der Drehung freigegeben, zerschnitten wird nur der neu in den Fadenhalter eingelegte Faden. 'Nach der Umdrehung, des Knoters befindet sich ein kurzes und ein langes Fadenende unter der Knoterzunge, so daß beim Abzug der Knoterumschnürung eine Schleifenbildung entsteht. Diese Schleife muß nun zwischen dem Knoterunterteil und der Zunge abgezogen werden. Für . diesen Zweck ist der Zungenhaken an der Spitze schräg gehalten, wodurch er nur die Schleife festzieht .und die · Schlaufe leichter freigeben kann.-Das Zerschneiden des einen Fadens erfolgt an einem feststehenden Messer, durch das sich drehende Fadenhalterteil, so daß auf die zwei im Knoter
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eingeklemmten Faden überhaupt keine Stoßbeanapructiung erfolgt. '. Nach dem System Deering werden "beide Fadenenden einer um ·.. den PreSballen liegenden Fadenschlinge in einen Fadenfänger eingelegt und von einem kammartigen Fadenahdrücker geklemmt. Bei der Bewegung des' Fadenfängers führt der Knüpferschnabel eine Umdrehung aus. Hierbei ergreift er die vom Fadenhalter geklemmten und über, den Knüpferschnabei liegenden sum Preßballen geführten beiden Fäden und legt eine Umschnürung um sie. Dabei gelangen die beiden Fadenenden vor der Umschnürung in den geöffneten Knüpfer-3canabel. Bei diesem Knotervorgang wird das Zurückhalten der beiden zwischen der Knüpferzunge und der Unterlippe befindlichen Fadenenden während des' Umstülpens beim Ab-· ziehen der Umschnürung vom .Knoterschnabel beim System Deering nicht durch die Klemmwirkung der federbelasteten Knüpferzunge erreicht, sondern durch die widerhakenähnlich ' ausgebildete Spitze der-Knüpf erzunge,. Bei den bekannten, Knoterschnabelausführungen dieses Systems wird der Abzug der Umachnürung vom-Knotenabzieher'durchgeführt, wobei gleichzeitig ein am Knotenabzieher befestigtes Messer > , beide Fadenenden durchschneidet. Beim Zerschneiden der. beiden Fäden wird ein kräftiger Stoß auf die zwischen der Unterlippe und der Knüpferzunge liegenden Fäden zur Spitze der Knüpferzunge auf die Fadenhaltekante ausgeübt. Aus diesem Grunde ist der Haken der Knüpferzunge als Fadenhaltekante schräg, gegen die Abzugarichtung gestellt. Er gab die "'Ursachte für Knäulbildungen, was auch bei den dünnen und steifen Kunststoffgarnen zu Folgeschäden am Bindeapparat geführt hat. > . ' -Es würde durch die DD-?PS 111 770 mit einer Veränderung der Hakenform versucht diese Knäulbildungen am Knoterschnabel zu verhindern, indem man die sonst hakenförmig nach hinten weisende Fadenhaltekante" so verändert hat,.daß sie bei Auflage der Spitze des Hakens parallel zu dem Schaft des Knoterschnabela verläuft. Durch diese Gestaltung des Hakens der Knüpferzunge sollte eine Knäulbildung am
. · 3
Knotersc'ariabel verhindert werden, weil beim Verbleiben von melir als zwei Fadenenden im Knoterschnabel, die Knüpferzunge etwas mehr von der Unterlippe abgehoben wird Lind die Fadenhaltekante in einer leicht aar ZCnotenabzugsriehtung gerichteten neigung ähnlich der Fadenhaltekante beim System Corinick verläuft. "Sine Knäulbildung sollte dann beim nächsten Knotenabzug mit abgezogen werden". Diese Veränderung an der Padentialtekante der Knüpferzunge hat zwar eine -gewisse Verminderung der Knäulbildung gebracht, aber die Schleifenbildung konnte .mit dieser an der • Knüpferzunge vollzogenen Veränderung nicht beseitigt werden. Diese nach Corinick beschriebene Schleifenbildung die des öffteren an Stelle der bei Deering'gewollten Knotenbildung auftritt, entsteht speziell bei den jetzt verwendeten dünnen und steifen Kunststoffgarnen. Das Garn läßt sich viel schwerer schneiden, der Schneidstoß ist sehr kräftig und die Knüpf erlange'muß, um ein liarausstoßen zu verhindern, stärker angespannt werden. Das bei einer Schleifenbildung notwendige .Abziehen der Schlaufe zwischen dem Knoters.chnabel und der stärker angespannten' Knüpferzunge wird durch die noch zu steil stehende Faden-; haltekante des Hakens der Knüpferzunge .verhindert. Hierdurch kommt es zu Fadenbrücaen des unteren Ballenfadens, im Bereich der Bindestelle. Diese nicht abgezogenen Schleifen, die bei der nächsten Bindung auch nicht abgezogen werden, neigen zur Zopfbildung. Es kommt zu Deformationen oder gar zu Brüchen der Knüpferzunge bzw. τ/ird der Knoirenabzieher über Gebühr beansprucht, bis es zu Verbiegungen kommt. Auch bei stärkeren Päden werden die Fadenenden mit eingebunden/und da die Umschlingung ohnehin ganz fest um den Knoterschnabel gelegt ist, erschwert diese zusätzliche Belastung den Abzugsvorgang erheblich. '
Ziel der Erfindung > '
.
Die Erfindung hat das Ziel, einen Knüpfer für den Bindeapparat einer Ballenpresse zu schaffen, der einerseits
die nach, dem System Bearing vorgesehenen Knoten bindet , und snderenseita die bei dünnen' and steifen Kunststoff-· garn oft auftretende nach, dem System Cormick bekannte Schleifenbildung einwandfrei bewältigt, so daß Folgeschaden vermieden werden. '
Darlegung des Wesens der Erfindung
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Knüpfer- · form derart zu verändern, daß auch bei den neuen dünnen und steifen Kunststoffgarn die Oft auftretende Schleifenbildung störungsfrei verarbeitet wird und bei· dickeren I?äden die um1 die Knüpferzunge, gelegte Uiü3chnürung leichter abziehbar ist. ' . .
Srfindungsg'emäß wird dies dadurch, erreicht, daß in die dem Fadenfänger zugekehrte Seitenfläche einer Knüpferzunge im Übergangsbereich, der .Fadenhaltekante eines Hakens zur der Oberkante einer'öffnung, eine zur Spitze der Knüpferzunge.weisende, von einer Abschrägung ausgehende griffige >Auskehlung eingearbeitet ist. Wogegen die' dem Fadenfänger abgekehrte Seitenfläche der Knüpferzunge eine glatte Oberfläche und eine schlanke nach unten zur Ablagefläche hin abgerundete Form des Hakens aufweist. . ' .' - - ~ . ' .. , . / Beim Khüpfvorgan'g werden di'e -beiden Fadenenden der um den Preßballen liegenden Fadens-chlinge in eine Randöffnung des Fadenfängers eingelegt. Bei Drehung des Fadenfängers um ein viertel seines Umfangea verriegelt ein kammartiger Fadenandrücker die Randöffnung und klemmt dabei beide. Fadenenden fest.'Während dieser Bewegungsphase führt der Knüpfer eine Umdrehung aus und schlingt die beiden auf ihm liegenden Fäden um sich. Hierbei öffnet' eine auf .einer Kurvenbahn ablaufende Rolle die Knüpferzunge Lind die.
im Fadenhalter, geklemmten Fadenenden legen sich vor die um den Knüpfer gewickelte Umschlingung in die geöffnete Knüpferzunge hinter deren Haken. Der Haken der Knüpfer-
zunge drückt sieb, auf die Auflagefläche des Ivnüpf ersehn abels, dadurch ergibt sich eine konstante öffnung in der die beiden Fadenenden nicht oder nur gering geklemmt wer-'· den. Bei der weiteren Drehung des Knüpfera schwenkt ein Knotenabzieher in die Richtung der Knüpferzungenspitze. Dabei werden vom beweglichen Fadenmesser beide im Fadenhalter geklemmten Fäden abgeschnitten. Bei.der weiteren Schwenkbewegung des Knotenabziehers in dieser Richtung ' wird die um den 'Knüpf er liegende Umschnürung über die in der öffnung zwischen dem Knüpferschnabel und der Knüpferzunge befindlichen beiden Fadenenden gestülpt. Hierbei legen sich die beiden Fadenenden in.die zwischen der Fadenhaltekante des Hakens zu- der Oberkante der Öffnung gebildete Auskehlung, so daß die eng und straff um die Knüpferzunge gelegte Umschnürung über die in der Auskehl- ung anliegenden Fadenenden leichter abgezogen werden kann.. Die besonders bei den jetzt verwendeten dünnen und steifen Kunststoffgarn immer wieder vorkommenden Schleifenbildungen, wie sie beim System Cormiek beschrieben sind, werden ohne ' Folgeschäden zu verursachen einwandfrei aus der Knüpfer-'. zunge abgezogen.
Die erfindungsgemäße Lösung bringt durch, die unterschiedliche Gestaltung >der beiden Seitenflächen der Knüpferzunge erhebliche Vorteile. Einmal die griffige Ausbildung der einen, Seitenfläche am Haken der Knüpferzunge, die das . Herausatoßen der zwei Fadenenden auch bei stumpfen Fadenmesser verhindert und zum anderen durch eine gegenüber- liegende glatte Seitenfläche, mit einer schlanken Haken-1 form und mit nach unten abgerundeten Hakenj welche die griffige Funktion der Gegenseite aufhebt. Dadurch wird ermöglicht, daß sich auch eine abnormal entstandene Schleife leicht abziehen läßt. Es konnte eine überraschende Verbesserung der Bindesicherheit erreicht werden, weil sich die noch auftretenden Schleifenbildungen bei jedem " Bindevorgang einwandfrei abziehen lassen. Auch bei \ stärkeren Fäden ist ein leichteres Abziehen der Umschnürung über die in der Auskehlung eingebetteten Faden-
.1 enden und somit eine .exakte. Knotenbildung erreichbar. Durch diese verhäl/L.-smäß.ig einfachen Veränderungen an den Seitenflächen der Knüpferzunge können wesentlich Einsparungen an Ersatzteilen, wie Knüpfer, Fadenäbzieher 5 und Bindeschelben sowie Reparatureinsparungen ausgewiesen werden. , '
Ausführungsbeispiel .
Die Erfindung soll nachstehend an e,inem Auaführungsbeispiel näher erläutert werden.. In der dazugehörigen
Zeichnung zeigen: '
Fig. 1: eine Darstellung des Knüpfers vor der Knoten- '
bildung, /
/Fig.- 2: die Vorderansicht der Knüpferzunge,
Pig, 3: eine Rückansicht nach Fig. 2,
, F'ig. 4: eine "Draufsicht nach Fig.. 2. · '
Der-Knüpfer besteht aus .einem starr an einem Schaft 1 De-
; festigten Knüpferschnabel .2 und einer durch einen nicht näher dargestellten Aufnahaiespalt des Knüpferschnabels 2 geführten Knüpferzunge 3, die in einem Bolzen 4 bewegbar aufgenommen ist. Das öffnen und Schließen der Knüpferzunge 3 erfolgt über eine am Snde der Knüpferzunge 3 angeordnete Rolle 5, die in einer nicht dargestellten-,Kur-' yenbahn des Knüpferbockes abrollt. Zwischen dem Knüpferschnabel 2 und der bewegbaren Knüpferzunge 3 ist eine öffnung 6 gebildet, die zur Spitze der Knüpferzunge 3
^ durch einen auf einer Auflagefläche 7 des1 Knüpferschnabels 2 aufliegenden Haken 8 begrenzt ist. Die öffnung β dient zum Aufnehmen der beiden im nicht dargestellten Fadenhalter geklemmten Fadenenden 9, die .an der Fadenhartekante 10 des Hakens 8 anliegen und von der Oberkante 11 > der Öffnung 6 leicht angedrückt werden. Damit auch bei stärkeren Fäden genügend Raum zum Einbetten für die beim ümstülρvorgang zur Spitze der Knüpferzunge 3 gerichteten
·. 7
Fadenenden 9 gegeben ist, ist auf der dem Fadenfänger zugekehrten Seitenfläche, a'.n Ende der Fadenhaltekante des Hakens 8' im Übergangsbereich, zur Oberkante 11, eine zur Spitze der Knüpferzunge 3 gerichtete griffige Auskehlung 12 eingearbeitet. Wogegen die dem Fadenfänger abgekehrte Seitenfläche der Knüpferzunge'3 eine den'Um-3tülpVorgang und den Sealaufenabzug einer Schleifenbildung begünstigende glatte Oberfläche und einen schlanken zur Auflagefläche 7 hin abgerundeten Haken 8 besitzt, der einen leichten Abzug der Schlaufe ermöglicht und gleichzeitig die auf der Gegenseite bestehende Haltewirkang für die Fäden aufhebt. Die Auskehlung 12, in die beim Überstülpen der um den Knüpfer liegenden Schlaufe die beiden Fadenenden 9 eingebettet werden, bildet gleichzeitig eine die Fadenenden 9 aufnehmende griffige Mulde, welche die Fadenenden 9 so lange sicher hält, bis die Schlaufe völlig über den Knüpfer gezogen und der Knoten gebunden ist.. Sine bei dünnen und stei-fen'Kunätstoffäden vorkommende Schleifenbildung wird durch-die oben beschriebene glatte und .schlanke Oberflasche der Gegenseite der Knüpferzunge 3 ohne Folgeschäden bei jedem Bindevorgang einwandfrei abgezogen.
Claims (1)
- .-Erfindun^sangpruch. . , 'Knüpf er-für den' Birideapparat einer Ballenpresse für Heu, Stroh, und dgl.,, der nach, dem System Deering arbeitet undaus einen an einem Schaft befestigten Knüpfersconabel.und einer darin bewegbaren Knüpferzunge besteht,- dadurch, gekennzeichnet ,'daß in die dem Fadenfänger zugekehrte Seitenfläche einer Knüpferzunge (3) im Übergangsbereich der Padenaaltekante ((JO) eines Hakens (8) zu der Oberkante (11) einer öffnung (6) eine zur Spitze der Knüpferzunge (3) weisende, von einer Abschrägung ausgehende griffige .Auskehlung (12) eingearbeitet ist, ,wogegen die gegenüberliegende dem Fadenfänger abgekehrte Seitenfläche der Knüpferzunge (3) eine glatte Oberfläche und eine schlanke nach unten zur Auflagefläche (7) hin abgerundete Form des Hakens (8) aufweist. ' ,Hierzu 1 Blatt Zeichnungen ' . ' . .
Priority Applications (3)
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| US3410589A (en) * | 1967-04-25 | 1968-11-12 | Sperry Rand Corp | Knotter bill hook |
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