DD219109A1 - Applanationstonometer - Google Patents

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DD219109A1
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DD
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axially movable
applanation
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DD25253583A
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Volker Rasch
Walter Grund
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Univ Berlin Humboldt
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Abstract

Die Erfindung betrifft ein Applanationstonometer zum Messen des Augeninnendrucks, das subjektive Messfehler ausschliesst, den Einfluss der Traenenfluessigkeit eliminiert und sowohl am sitzenden als auch am liegenden Patienten verwendet werden kann. Es kann sowohl der Augeninnendruck bei konstanter Abflachungsflaeche des Auges, als auch die Flaeche bei konstantem Druck gemessen werden. Insbesondere das Geraet zur Verwendung am liegenden Patienten ist extrem leicht zu handhaben. Als Sensor zur Messung finden ein oder mehrere akustische Oberflaechenwellenwandler Verwendung, die auf einem axial bewegbaren Messelement auf der Applanationsflaeche angeordnet sind. Dabei wird die Daempfung oder die Laufzeitverschiebung zwischen dem Sender-Interdigitalwandler und dem Empfaenger-Interdigitalwandler, die abhaengig von der Groesse der abgeflachten Augenoberflaeche auftritt, durch elektronische Mittel zu einer Anzeige des Augeninnendrucks weiterverarbeitet. Bei den Ausfuehrungsformen, bei denen das axial bewegbare Messelement relativ zum Gehaeuse bewegbar ist, ist eine reibungslose Kopplung auf optischer oder induktiver Basis zur Energieuebertragung zwischen dem Gehaeuse und dem Messelement vorgesehen. Fig. 2

Description

A 61 B - O 1173 DD/17
Applanationstonometer
Anwendungsgebiet der Erfindung v
Die Erfindung betrifft ein Gerät zur Messung des Augeninnendrucks nach'dem Prinzip der Applanationstonometrie.
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Es sind drei Grundprinzipien zur Messung des Augeninnendrucks allgemein bekannt, die Impressionstonometrie, die Applanationstonometrie und die Non-Contact-Tonometrie. ·
Ein Impressionstonometer mißt die Tiefe der Eindellbarkeit der Hornhaut, hervorgerufen durch einen mit einem bekannten Gewicht belasteten Metallstempel. Bei demselben Gewicht verhält sich die Eindellbarkeit umgekehrt wie der Augeninnendruck,, sie ist größer, wenn der Augeninnendruck niedriger liegt und umgekehrt. Der Widerstand, den die Hornhaut der Deformierung entgegensetzt, wird dabei vernachlässigt. Der Haupt mangel der Impressionstonometrie beruht auf der Tatsache, daß das Aufsetzen des Tonometers und das Eindrücken des Metallstempels den Augeninnendruck erhöhen. Der Druck, der im Augenblick des Ablesens festgestellt wird, entspricht dem -tonometrischen Druck und nicht derjenigen Tension, die im Augeninnem vor dem Aufsetzen des Tonometers herrscht. Dafür ist aber die Handlabung des Impressionstonometers recht einfach,, so daß die Messung auch von Krankenschwestern und Augenoptikern durchgeführt werden kann· Da aber nicht' der tonometrische Druck, sondern vielmehr der Augeninnendruck gemessen werden soll, muß entweder eine Ungenauigkeit der Messung in Kauf genommen werden, oder es sind zusätzlich Berechnungen erforderlich. ,
Ein weiterer Nachteil dieser Geräte besteht darin, daß bei
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der Messung des Augendrucks die Übertragung des Meßergebnisses mittels beweglicher Teile, Stempel, Achse, Hebel und Zeiger erfolgt, so daß Veränderungen der Reibungswerte dieser bewegten mechanischen Teile-das-Meßergebnis verfälschen können.
Ein -Imp res. si ons tonometer, das ohne mechanische bewegliche Übertragungselemente für die Anzeige auskommt, ist in der DE-OS 31 1*2 910 A1 beschrieben. Dieses Gerät ist zur Langzeitmessung ausgelegt 'und weist einen Sensor in Form einer auf das Auge aufsetzbaren elastischen Kontaktlinse auf, die auf ihrer Unterseite eine kleine abgerundete .zentrische Erhebung trägt. Auf die Unterseite des Sensors ist über die gesamte Fläche verteilt'eine elektrische leiterbahn in Form einer Spirale aufgebracht. Die Oberseite der Kontaktlinse , ist mit einer gegebenenfalls durchbrochenen oder spiralenförmig verlaufenden elektrischen Leiterbahn versehen. Die elektrischen Leiter auf der Ober- und Unterfläche sind miteinander verbunden und bilden einen passiven Sensorschwingkreis. Ferner ist ein aktiver Schwingkreis mit einem Hochfrequenzgenerator vorgesehen. Dieser Schwingkreis ist.vorzugsweise in ein Brillengestell eingebaut, ebenso wie ein Dip-Meter und ein Telemetriesender. Der Sensor wird entsprechend des Augeninnendrucks verformt, so daß sich dadurch die Resonanzfrequenz des Sensorschwingkreises ändert. Diese Änderung kann entweder durch die sogenannte Dip-Frequenz, doh. einem Einbruch im Schwingungsspektrum des aktiven Schwingungskreises oder als Änderung der -SchWingungsamplitude des aktiven, mit einer einzigen Frequenz betriebenen aktiven Schwingkreises festgestellt werden und entsprechenden Augeninnendrücken zugeordnet werden.
Doch auch dieses Gerät weist die generellen, oben dargelegten Nachteile der Impressionstonometer'auf· Sie werden bei Anwendung des Applanationsprinzips überwunden. Dieses geht von dem Gesetz von Imbert aus, das besagt, daß der Druck in
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einem HiU1 Flüssigkeit angefüllten kugelförmigen Behälter -dem Gegendruck entspricht, der eine- bestimmte Oberfläche dieser Kugel abplattet. Dieses Gesetz stimmt jedoch nur dann genau, wenn die Kugelwand sehr dünn ist und der'Verformung keinerlei Widerstand entgegen setzt· Dieses ist beim Augapfel der Pail, weshalb eine Augeninnendruckmessung auf der Grundlage dieses Gesetzes auf zwei verschiedene Arten möglich ist.
1.Es kann ein-Tonometer mit konstantem Gewicht verwendet' und die abgeplattete Oberfläche gemessen werden.
2« Es kann die Kraft festgestellt werden, die erforderlich ist, um eine bekannte Oberfläche konstanter Größe zu applanieren. .;..-
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Bekannt ist ein Tonometer von Perkins, das aus einem. Kunststoff zylinder besteht, dessen unteres, planares Ende mit einer Gradeinteilung versehen ist. Am oberen Ende befindet sich eine Lupe. ITach Einträufeln von fluorescein in den Bindehautsack läßt sich der Durchmesser der applanierten Hornhautfläche durch optisches Ablesen an der Gradskala bestimmen. Die Bestimmung des Augeninnendrucks' erfolgt hier mittels einer konstanten Kraft.
Weiterhin bekannt ist ein Tonometer, das auf der Grundlage einer applanierten Oberfläche konstanter Größe arbeitet. Die Kornes wird hierbei mit Hilfe der viereckigen Basis eines Glasprismas abgeplattet. Der Augeninnendruck wird gemessen, indem der Druck des Prismas auf das Auge so lange verstärkt wird, bis der abgeplattete kreisförmige Hornhautbezirk mit den vier Seiten der Prismabasis niveaugleich ist.
Diese Tonometer haben neben anderen ITachteilen vor allem den, daß sie eine zu große Hornhautoberfläche abplatten und so künstlich den Augeninn end ruck im Augenblick des Meß-
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Vorganges erhöhen.
Diesen Fehler vermeidet ein Gerät, das eine mit einem Monomet er versehene Kammer "besitzt, deren eine Seite aus einer dünnen elastischen Membran besteht. Diese wird an die Hornhaut gebracht und der Druck in der Kammer so lange erhöht, bis' die Membran eben wird· In die Augenblick entspricht der Druck im Innern der Kammer dem Augeninnendruck. :
Ein weiteres bekanntes Tonometer von Goldmann ist auf einer Spaltlampe montiert. Bs besteht aus einer mit einem Kunststoffzylinder versehenen Torsionswaage· Die Vorderfläche des Zylinders ist eben» Sie wird an die Hornhaut gebracht und. übt hier einen ansteigenden Druck aus, der mit Hilfe der Torsionswaage gemessen wird. Das Tonometer ist auf ein Biomikrpskop mit maximal weitgestelltem Spalt montiert*. Durch den transparenten Zylinder läßt.sich die Kontaktzone der Hornhaut beobachten. Die. Untersuchung erfolgt bei violettem Licht, nachdem die Tranenflüssigkeit mit Hilfe von Fluorescein gefärbt wurde, wobei die Peripherie der Kontaktzone als feiner, intensiv grün gefärbter Kreis erscheint·
Diese beiden Geräte erfordern einen hohen technischen Aufwand,. sind teuer und können nur von Spezialisten, also Augenärzten, bedient werden. .
Darüber hinaus erfüllt das Tonometer von Goldmann zwar die Bedingung, daß die ,applanierte Oberfläche sehr klein seih'muß· (sierbeträgt 7,35 mm ), aber es ist extrem empfindlich gegen „ den, wenn auch geringen Widerstand, den die Hornhaut der Verformung entgegensetzt. Auch verfälscht die Oberflächenspannung der nach der Peripherie verdrängten Tränenflüssigkeit durch eine Druck auf den Zylinder das Meßergebnis, da es .nicht möglich ist, die Kontaktzone zwischen dem Auge und dem' Tonometer trocken zu halten. ' x
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Das Tonometer von Goldmann kann nur "bei sitzenden Patienten Verwendung finden. In bestimmten Fällen, zum Beispiel bei angeborenem Glaukom, also bei erhöhtem intraokularem Druck, ist es oft erforderlich, eine Narkoseuntersuchung durchzuführen und die Tonometrie im Liegen vorzunehmen· Das für diese Zwecke an sich gut geeignete Tonometer von Draeger ist aber so aufgebaut, daß der vom Prisma ausgeübte Druck mit Hilfe eines Motors erfolgt. Das bedeutet, daß keine feuergefährlichen Präparate für die Narkose verwendet werden können, da am Motor des Tonometers Funken entstehen können. Außerdem kann durch Anästhetika der allgemeine Artariendruck und damit auch der Augendruck herabgesetzt werden. Darüber hinaus muß die Messung in einem Augenblick stattfinden, in dem'das Auge geradeaus blickt« Die Benutzung einer Pinzette zur Korrektur der Blickrichtung würde aber einen Meßfehler mit sich bringen, da der Augendruck erhöht wird. Das ist bei allen Geräten mit einer längeren Dauer des MeßVorganges von Bedeutung»
Ein weiteres bekanntes Tonometer von Mac-Marg enthält an der Spitze.des Meßkopfes einen kleinen, in einer elastischen Manschette fixierten Quarzzylinder, dessen Lageverschiebung um nur wenige Mikron, einen elektrischen Impuls verursacht, der aufgezeichnet wird. Der Meßkopf wird mit einem niederfrequenten, niedergespannten Strom gespeist und'die durch den auf das Quarzkristall ausgeübten Druck hervorgerufenen Strom-' schv/ankungen werden verstärkt. Die Deutimg der Tonogramme ist aber noch umstritten und das Problem der Eichung ungelöst.
Das Non—Contact-Tonometer (ITCT) der American Optical Comp, produziert 12 ms. dauernde Luftstöße, innerhalb welcher die · Strömgeschwindigkeit linear auf ein Maximum ansteigt. Wenn ein derartiger Luftstoß das Auge in Richtung der optischen Achse trifft, wird die Hornhaut mehr und mehr abgeflacht und schließlich eingedellt. Ein schräg einfallendes Bündel
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paralleler Lichtstrahlen wird als paralleles Bündel reflektiert, wenn der Luftstoß eben ein zentrales Areal von-3,6 mm Durchmesser genau applaniert· Dieses reflektierte Bündel wird von einer Selenzelle aufgefangen und markiert so die Stromgeschwindigkeit und damit die Intensität des zur Applanatioh erforderlichen·Luftstoßes· Bei Versuchen mit diesem Gerät ergab sich j ed och eine Meßfehlerbreite, die vier Mal größer war, als die des Applanationstonometers von Goldmann·
Die US-PS 39 13 390 beschreibt ein optisches Applanationstonometer, . in dem ein beweglicher Kolben aus Glasfasern Verwendung findet, der durch metallene Gewichtringe in seinem Auflagedruck veränderbar ist· An der Oberseite des Glasfaserkolbens ist eine Meßskala angeordnet, die sich bei aufgesetztem Gerät im Schärfebereich einer Betrachtungsoptik befindet. Durch die Glasfasern wird das Abbild.der Applanationsflache von der unteren Auflagefläche exakt zur oberen mit der Skala versehenen Fläche übertragen 'und. kann dort gemessen werden. Der Nachteil dieses Gerät-besteht darin, daß es manuell optisch abgelesen werden muß," was gerade auf einer Meßskala subjektive Fehler nicht ausschließt.
Ein weiteres optisch wirkendes Applanationstonometer ist in der DS-OS 26 43 879 beschrieben. Bei diesem Gerät wird die ebene Fläche eines Prismas mit konstantem Druck gegen die Hornhautoberfläche gedrückt und Lichtstrahlen werden unter einem Winkel alpha auf diese Fläche geleitet. Da die Brechungskoeffizienten von .Prisma und Auge wesentlich dichter beieinanderliegen als die Koeffizienten von Prisma und Luft! setzen die Lichtstrahlen, die auf die Xontaktfläche treffen, ihren Weg in das Innere des Auges fort und werden dort absorbiert, während die Lichtstrahlen außerhalb des äußeren Randes der Kontaktfläche reflektiert werden. Die Differenz zwischen hineingestrahltem und reflektiertem Licht ergibt · e ' '." ' . · .
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ein Maß für die Auflagefläche· Dieses Gerät hat zwei grundlegende Nachteile* Hornhauttrügungen oder weiße Narben.reflektieren das Licht ebenfalls, so daß eine Fehlmessung nicht ausgeschlossen ist, bzw. das Gerät bei bestimmten Patienten überhaupt nicht anwendbar ist.
Darüber hinaus verfälscht Tränenflüssigkeit, die sich in wechselndem-Ausmaß um die Auflagefläche sammelt und nie ganz vermeidbar ist, das Meßergebnis, da auch sie die Lichtstrahlen absorbiert und in ihrem Bereich eine Reflexion verhindert.
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Die US-PS 35 64 907 (identisch mit der DB-OS 20 40 238). und 37 03 095 beschreiben Tonometer, die vollkommen elek- trisch funktionieren. Dabei wird zur Erzeugung eines starken Signals mit Hilfe einer federhalterartigen Sonde, die mit der Hornhaut des Patienten in Berührung gebracht wird, eine Druckmessung ausgenutzt. Der tränennasse Bereich in der Applanationsoberflache erzeugt ein weiteres Signal, das zur Größe dieses Bereiches proportional ist. Beide Signale werden kombiniert und als intrackularer Augendruck auf einem einfachen analogen Meßinstrument angezeigt. Bei dem Gerät der US-PS 37 03 095 ist noch eine zweite Sonde vorhanden, die der Patient in der Hand haben muß. Nachteilig an diesen Geräten ist, daß auch hier der Bereich der Tränenflüssigkeit nich£ eliminiert werden kann und daß die Sonden an Kabeln befestigt sind und das Anzeigegerät getrennt, über das Kabel verbunden, aufgestellt ist. Darüber hinaus können auch hier materialbe-. dingte Toleranzen und Alterungserscheinungen, z.B. des Halbleiterdruckmessers zu Meßfehlern führen. Darüber hinaus ist vor jeder Messung eine Sichung des Gerätes nötig, was seine praktische Handhabung erschwert.
Die US-PS 43 04 399 beschreibt eine miniaturisierte Vorrichtung in Form einer Kontaktlinse. Hier wird die Posiotion be-
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weglich zueinander angeordneter Spulen zur frequenzveränderung verwendet, die ein MaB für den Aügeninnendruck bildet. Auch hier können Veränderungen der Reibungswiderstände und Materialtoleranzen zu falschen Meßergebnissen führen.
In der DE-OS 22 21 317 ist ein Tonometer beschrieben, das ein inneres und ein konzentrisch um dieses angeordnete rohrförmiges äußeres druckempfindliches Meßelement enthält. Diese Elemente wirken auf'Dehnungsmeßstreifen, die auf verformbaren· Bügeln ,angeordnet sind. Das Vorhandensein von vier Meßstreifen signalisiert, wenn das Gerät richtig am Auge anliegt, jedoch werden nur grobe Schrägstellungen des Tonometers erfaßt, während geringere ITeigungen gegen die; Senkrechte bei'Anwendung des Tonisi^rungsdrucks nicht mehr angezeigt werden. : . . ; -.
Ein weiteres optisch messendes Tonometer ist in dex US-PS 41 92 317 beschrieben. Das optische Meßverfahren besteht in einer Anordnung von Photodioden und Photodetektoren, «zwischen denen sich zwei mit Linien versehene durchsichtige Skalen befinden, die durch den Tonisierungsstempel gegenein-/ ander bewegt werden. Dabei werden Moire-Streifen erzeugt, die in bekannter Weise als.Maß für die Bewegung des Stempels verwendet werden»"Dieses sehr handliche Gerät weist vor allem auch den Mangel auf, daß eine bewegbare Meßeinrichtung mit u.U. variabler/Reibung vorhanden ist«
Die DE-AS 26 22 990 und,'die US-PS 37 14 819 beschreiben Luftstrahltonometer. Hier wird ein kräftiger Luftstrahl gegen das' Auge gerichtet und'die Verformung der Augenoberfläche gemessen. Obwohl als Vorteil betrachtet werden kann* daß diese Geräte ohne mechanische Berührung arbeiten, wird der erforderlichestarke Luftstrom vom Patienten oft als noch unangenehmer empfunden. Die Meßgenauigkeit ist wesentlich geringer als bei
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den Applanationstonometern. . ·.. ·
Insgesamt gesehen sind die bekannten Geräte entweder in der Meßgenauigkeit unbefriedigend oder technisch und kostenmäßig sehr aufwendig. Bin weiterer Nächteil ist der optische Einstellvorgang, der zeitaufwendig ist und nur von geübten Untersuchern in ausreichender Qualität durchführbar ist, wobei auf Grund der subjektiven Beobachtung und'Messung der Größe der Applanationsfläche bei den optischen Geräten Fehler trotzdem nicht auszuschließen sind. Darüber hinaus sind die meisten Geräte auf Grund ihres Aufbaus schwierig au reinigen und su desinfizieren und müssen zu diesem Zweck demontiert werden. ' - ' ... , ,-
Ziel der Erfindung . ' ' ." ·.. - '
Ziel der Erfindung, ist es, den hohen Aufwand an Kosten und technisch komplizierten Geräten zu vermeiden, sowie die Schwierigkeiten beim Meßvorgang und der Reinigung zu überwinden. -
Darlegung des 7/es ens der Erfindung
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde,.ein Gerät zur Messung des Augeninnendrucks zu schaffen, das ohne hohen. Kostenaufwand hergestellt werden kann, das leicht zu handhaben und einfach zu bedienen ist sowie subjektive Fehler bei der Messung vermeidet. Dabei soll der Meßwert auf optisch-elektronischem Wege ohne bewegliche mechanische übertragungsglieder nach dem Aufsetzen des Gerätes auf die Hornhaut ohne zusätzliche Justierungs-' oder .Sinste11vorgänge ermittelt werden und direkt digital ablesbar sein. Das'Gerät soll den Einfluß der Tränenflüssigkeit auf das Meßergebnis weitgehend ausschalten. Es soll sowohl am sitzenden als auch am liegenden Patienten anwendbar sein, und es soll möglich sein, sowohl die Fläche bei konstantem vorgegebenem Druck
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als auch, den Druck bei einer vorgegebenen Fläche zu ermitteln. Darüber soll das Gerät leicht zu säubern und zu desinfizieren sein.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch ein Tonometer zur Messung des Augeninnendruckes nach dem Applanationsprinzip gelöst, das ein axial bewegbares Meßelement besitzt, mit dem eine Kraft auf das Auge ausgeübt wird, um einen 'Teil der Augenoberfläche abzuflachen und das damit zusammenwirkende Mittel zum feststellen der Größe der abgeflachten Oberfläche bei einem vorgegebenen Druck, oder zum Peststellen des ausgeübten Druckes bei einer vorgegebenen Größe der abgeflachten Oberfläche enthält,.bei dem das axial bewegliche Meßelement auf der zum Abflachen des -Auges dienenden Applanationsflache einen oder mehrere akustische Oberflächenwellenwandler enthält, die je zwei oder mehr Interdigitalwandler aufweisen.. ' ; .. '-/... , ' '.
Der oder die Eingangsinterdigitalwandler werden mit. einer bestimmten Hochfrequenzspannung gespeist, die sie in eine von ihren'Abmessungen abhängige·Oberflächenschallwellenlänge . umformen, Diese Oberflächenschallwellen werden von den Ausgangs- oder Smpfanger-Interdigitalwandlern aufgenommen und ..wieder in elektrische Signale einer bestimmten Frequenz umgewandelt, die mittels an sich bekannter elektronischer Mittel zu' einer Analog- oder Digitalanzeige weiterverarbeitet v/erden· . .
Die Interdigitalv/andler können auf der zum Abflachen, des Auges dienenden Fläche so angeordnet sein, daß sie sich außerhalb des Bereiches befinden, der von der abgeflachten Oberfläche des Auges berührt wird, also im Randbereich. Sie können aber auch so angeordnet werden, daß sie ganz oder teilweise von der abgeflachten Oberfläche des Auges
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bedeckt werden· ' . ,
Durch das Aufsetzen der mit dem akustischen Oberflächenwellenwandler versehenen Applanationsflache auf das Auge werden die Oberfläohenwellen zwischen den Interdigitalwandlern gedämpft. Die 3ämpfung ist ein Maß für die Größe der abgeflachten Oberfläche des Auges. Durch bekannte Auswerteverfahren läßt sich das Maß der Dämpfung in Einheiten des Augeninnendrucks eichen»
Des weiteren kann die, Strecke zwischen dem Sender-Inter-' digitalwandler und dem Empfänger-Interdigitalwandler als Laufzeitstrecke eines rückgekoppelten Generators betrieben werden.
Die Veränderung der Eigenschaften dieser Rückkopplungsstrecke durch die mit ihr in Berührung stehende abgeflacht e:'j.Oberflache des Auges kann durch bekannte elektronische Auswerteschaltungen in eine frequenzänderung umgewandelt werden, wobei die resultierende !Frequenz in Einheiten des Augeninnendrucks geeicht werden kann. Akustische Oberflächenwellenwandler sind allgemein bekannte Bauelemente. Sie bestehen aus einem meist piezoelektrischen Substrat auf dem sich eine Oberflächenschallwelle ausbreitet. Über eingangs- und ausgangsseitige Wandler (Interdigitalwandler) wird elektrische in akustische Energie umgewandelt und umgekehrt. Wenn die Elektroden fingerförmig ineinandergeschoben sind, bestimmt ihr Abstand die Wellenlänge und damit die ]?requenz der einkoppelbaren Oberflächenwelle. Mit Hilfe derartiger Oberflächenv/elienleiter wurden bisher Bauelemente für folgende Punktionen realisiert:
- Verzögerungsleitungen: Sie bestehen aus dem Substrat und aufgebrachten Interdigitalwandlern. Hier wird der Effekt ausgenutzt, daß die Ausbreitungsgeschwindigkeit der
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akustischen Oberflächenwellen .je nach Material mit 1,5 . 1OJ bis 12 . 1O^ m/s kleiner ist als die der. elektri-
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sehen Signale in Leitern oder Halbleitern (etwa 3 ·' 10 m/s)·
- Akustoelektrische Filter: Ihr Aufbau ist dem der Verzögerungsleitungen ähnlich. Die Kopplung erfolgt über die beiden Interdigitalwandler. Die Durchlaß-Charakteristik des filters wird im wesentlichen von den beiden Wandlern bestimmt· .
- Pulsdehner und Pulskompressoren: Sie haben Interdigital-, wandler, bei denen die Abstände der Pingerpaare ständig: zunehmen (dispersive Wandler)· Jedes Fingerpaar erzeugt dann eine andere Oberflächenwelle· .
- Flankendiskriminatoren: Sie lassen sich z. B· aus zwei PiIteranordnungen aufbauen, die einen Interdigitalwandler z. B. in der Mtte, gemeinsam haben. Diesem wird die frequenzmodulierte Hochfrequenzzugeführt, während die beiden äußeren Wandler, die auf eine oberhalb und eine unterhalb der Frequenz des mittleren Wandlers liegende Eigenfrequenz abgestimmt sind, über eine Gleichrichterschaltung das Hiederfrequenz-Signal liefern.
In allen diesen Verv/endungsgebieten wird die Frequenz durch variable Ausführung der Wandlerelemente bestimmt und verändert. Es' wurde nun gefunden, daß auch eine Variation der Ausgangsfrequens möglich ist, wenn aufιden Wandler ein Fremdkörper in Form eines festen, halbfesten oder flüssigen Mediums aufgebracht wird und daß durch diese Maßnahme auch eine Dämpfung der Schwingungen hervorgerufen werden kann, die in Abhängigkeit vom Druck und/oder der Fläche erfaßbar ist. - · >
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ITach dem erfindungsgemäßen Prinzip kann vorteilhaft ein einfach zu- bedienendes Gerät zur Messung des Augeninnendrucks am liegenden Patienten geschaffen v/erden, das von jedem Arzt, jedem Augenoptiker und jeder Krankenschwester gehandhabt werden, kann· Dabei ist das axial bewegbare Meßelement senkrecht bewegbar in einem Gehäuse angeordnet und erhält ein konstantes Gewicht, mit" dem es auf das Auge drückt. Das axial bewegbare Meßelement ist so ausgeführt, daß an der auf dem Auge aufliegenden Applanationsfläche der oder die akustischen Oberflächenwellenv/andler angeordnet sind, deren Eingangs- oder Sender-Interdigitalwandler über zwei Optokoppler vom Gehäuse mit elektrischer Energie einer vorgegebenen frequenz· versorgt werden, wobei die Optokoppler vorzugsweise aus je zwei im Gehäuse angeordneten lichtemittierenden Dioden und der entsprechenden Anzahl auf dem axial beweglichen Meßelement angeordneten Photodioden oder Phototrensistoren bestehen.
Der oder die Ernpfanger-Interdigitalwandler sind ebenfalls über je zwei Optokoppler mit dem Gehäuse verbunden, die die ihnen von den Wandlern zugeführte elektrische Energie optisch an das Gehäuse übertragen..
Vorzugsweise sind je Empfänger-Interdigitalwandler zwei lichtemittierende Dioden auf dem axial beweglichen Meßelement angeordnet und im Gehäuse eine entsprechende.Anzahl Photodioden oder Phototransistoren, die die optisch übertragene Energie wieder in elektrische Signale umwandeln, die mittels bekannter elektronischer Mittel'zu einer Analog- oder Digitalanzeige weiterverarbeitet werden«
Die hierfür erforderlichen elektronischen Mittel-sind 'gemeinsam mit den zur Energieversorgung dienenden Batterien und der Anzeige selbst, in dem zur Handhabung geeigneten Gehäuse angeordnet.
Durch die rein optische' Kopplung des bewegbaren Meßelements mit dem Gehäuse ist ein völlig reibungsloses Arbeiten mit
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dem Gerät möglich, wodurch jede Verfälschung des Meßwertes angeschlossen wird.. Es ist zweckmäßig, wenn die optische Kopplung an dem der·Applanationsflache gegenüberliegenden Ende das axial bewegbaren Meßelementes vorgenommen wird, wobei dieses dann vorteilhaft prismenförmig ausgeführt ist· Um zu vermeiden, daß das axial bewegbare Meßelement um seine Längsachse verdreht wird, ist es zweckmäßig, es nicht als Zylinder, auszuführen, sondern es mit polygonformigem Querschnitt, in einer: Mhrung mit gleichem Querschnitt im Gehäuse anzuordnen. Es können aber bei zylindrischem Querschni auch geeignete.Mittel vorgesehen werden, die ein Verdrehen verhindern oder die optische Kopplung trotzdem ermöglichen.
Es ist auch möglich, die.Energie zwischen dem Gehäuse und dem axial bewegbaren' Meßelement reibungslos auf induktivem Weg zu übertragen. Dazu wird im Gehäuse ein induktiver . Geber vorgesehen der mit einem an entsprechender Stelle des axial bewegbaren Meßgliedes angeordneten induktiven Empfänger in Y/irkbeziehung steht, der seinerseits mit dem Eingangsoder Sender-Interdigitalwandler verbunden ist. Der Ausgangsoder Empfänger-interdigitalwandler ist mit einem auf dem axial-beweglichen Meßelement angeordneten induktiven Gebez* verbunden, der mit einem induktiven Empfänger im Gehäuse in Wirkbeziehung steht, der an geeigneter Stelle in demselben angeordnet ist. Die induktiven Elemente können , sowohl in Form von Spulen, als auch in Porm aufgedampfter oder anderweitiger nach bekannten Verfahren aufgebrachter' .-Strukturen vorgesehen sin, wobei es zweclanäßig ist, im Gehäuse Spulen anzuordnen und auf dem axial bewegbaren Meßelement aufgedampfte oder anderweitig aufgebrachte Strukturen anzuordnen.
Um ein einwandfreies Arbeiten mit dem '!Tonometer zu gewährleisten, muß diese exakt senkrecht gehalten werden. Deshalb sind am Gehäuse, an der Austrittsstelle des axial bewegbaren
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MeJ3element.es mindestens drei Optokoppler, vorzugsweise Reflexkoppler, über den Umfang verteilt angeordnet· In dem Bereich des axial bewegbaren Meßgliedes, der beim Messen den Optokopplern gegenübersteht, ist dieses mit einem ringförmigen reflektierendem Belag versehen· Bei genau senkrecht stehendem Gerät wird der vom optischen Sender des Rdlexkopplers ausgesandte Lichtstrahl beim auf das Auge aufgesetzten Gerät von dem reflektierenden Belag reflektiert und vom optischen Empfänger des Reflexkopplers empfangen. Das erzeugte elektrische Signal kann dazu verwandt werden, den Meßvorgang auszulösen. Wird das Gerät so aufgesetzt, daß das axial bewegbare Meßelement nicht senkrecht steht, also verkantet ist, und am Gehäuse anliegt, wird der vom Sender des Reflexkopplers ausgehende Lichtstrahl vom !reflektierenden ' Belag des Maßelementes nach pben oder unten abgelenkt und erreicht den Empfänger nicht. Das nicht vorhandene elektrische Signal sperrt den Meßvorgang· Bei Ausführung des reflektierenden Belags in geeigneter Breite wird gleichzeitig erreicht, daß das Gerät in nicht aufgesetztem Zustand nicht arbeitet. Zwei verschiedenfarbige LED, die an geeigneter-Stelle des Gehäuses angeordnet sind, zeigen an, ob das Gerät mißt oder ob der Meßvorgang unterbrochen ist, so daß der mit dem Gerät arbeitende über den Sustand des Gerätes
und den Zeitpunkt au dem es genau senkrecht gehalten wird,', informiert ist.
Bei einer Verwendung des Gerätes am sitzenden Patienten ist das Gerät zweckmäßig so ausgeführt, daß das axial bewegbare Meßelement mit den Interdigitalwandlern an der Applanationsflache waagerecht bewegbar an einem Hebel befestigt ist, dessen waagerechte Kraft regulierbar ist, um· einen vorgegebenen Druck der Applanationsflache auf das Auge einstellen zu können·
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di es er: Ausführungsform sind zwei Varianten möglich. Es kann das Gerat im Prinzip ebenso, ausgeführt sein, wie das zur Verwendung am liegenden Patienten, nur, das axial bewegbare Meßelement ist an dem genannten Hebel befestigt, der durch einen Schlitz des Gehäuses geführt ist und ist wiederum optisch an das Gehäuse angekoppelt, das die Stromversorgung und die elektronischen Mittel, einschließlich der Anzeige enthält«
Es kann aber auch das gesamte Gerät einstückig ausgeführt an dem Hebel befestigt und somit.-axial bewegbar sein, so . daß sich eine Ausführung in Form eines festen Gehäuses und eines zu diesem relativ bewegbaren Meßelements erübrigt. ,In dieser Ausführung wären am vorderen Ende des axial bewegbaren, für sitzende Patienten waagerecht bewegbaren, Hebelendes, der oder die akustischen Oberflächenwellenwandler angeordnet und die Stromversorgung, die elektronischen Mittel und die Digitalanzeige können an beliebiger Stelle des Gerätes, für den Untersuchenden leicht sichtbar "angeordnet sein. - ' . . ·
Fehlmessungen durch Sränenflüssigkeit, die sich durch Verdrängung von Applanationsflache und durch" Kapillarwirkung herangezogen, um die. Applanationsflache sammelt, werden dadurch vermieden, daß die verschiedene Auswirkung der Flüssigkeit im- Gegensatz zum relativ festen Körper des Auges, auf die Dämpfung und 'Frequenzverschiebung durch die elektronische Auswertung.sschaltung erfaßt und der Anteil der 'Sränenflüssigkeit eleminiert wird.
Um eine leichte Reinigung und einen Schutz der Applanatipnsflache und damit ein hygienisches Arbeiten au ermöglichen, kann,die den oder die akustischen Oberflächenwellenwandler
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enthaltende Applanationsfläche mit einer Schutzschicht versehen werden.
Ausführungsbeispiel . .
Die Erfindung soll nachfolgend anhand von Ausführungsbeispie· len näher erläutert werden·
In der zugehörigen Zeichnung zeigen:
Fig. 1: eine schematische Darstellung der Applanationsflache des Tonometers; .
Pig. 2: eine Variante des erfindungsgemäßen Tonometers zur Verwendung am liegenden Patienten mit einem.axial bewegbaren Meßelement mit optoelektronischer Kopplung an das zur Handhabung dienende Gehäuse, schematisch dar-gestellt, im Schnitt; - v
Fig. 3': eine zweite Variante des erfindungsgemäßen Tonometers zur Verwendung am liegenden Patienten mit einem a:d.al bewegbaren Meßelement mit induktiver Kopplung an das zur Handhabung dienende Gehäuse, schematisch dargestellt, im Schnitt; · ..
Fig. 4: eine erste Variante des erfindungsgemäßen Tonometers zur Verwendung am sitzenden Patienten, schematisch dargestellt; ' .
Fig. 5: eine zweite Variante des erfindungsgemäßen Tonometers zur Verwendung am sitzenden Patienten»
In Fig. 1 ist eine schematische Draufsicht auf eine Applanationsflache 2 eines erfindungsgemäßen Tonometers dargestellt« Die untere den Oberflächenschallwellenwandler 4 enthaltende
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Fläche dea axial bewegbaren Meßelementes 1 drückt auf das' Auge 3 und flacht eine mit einer ausgezogenen Linie dargestellte Fläche ab. Um diese Fläche herum sammelt sich Tränenflüssigkeit, die in Form einer gestrichelten Linie schematisch angedeutet ist·
Diese führt bei den elektrischen Flächenmessungen zu Meßfehlern und kann auch die Ursache für eine subjektive optische Fehlmessung sein.
Wenn der Eingangsinterdigitalwandler "4·.1 (Sender) mit .Elektroenergie einer bestimmten Frequenz angeregt wird, erzeugt er akustische Oberflächenwellen einer von seinen Abmessungen : abhängigen Frequenz die über die Applanationsfläche 2 zum Ausgangsinterdigitalwandler 4.2 (Empfänger) wandern und von diesem wieder in Elektroenergie umgewandelt werden. Dieses an sich .bekannte Bauelement"wird, wie- weiter oben beschrieben, zu verschiedenen Zwecken verwendet, bei denen es jedoch von Bedeutung ist, keine Störeinflüsse zu . erhalten. Wird nun auf diesen akustischen Oberf1-ächerpeLlenwandler 4 ein Körper oder eine Flüssigkeit aufgebracht bzw. die Fläche,, auf ,der der Wandler angeordnet ist z. B. gegen ein Auge gedrückt, tritt eine Dämpfung oder Frequenzverstimmung auf, die von der Größe der Fläche abhängig ist und.mittels bekannter dektonischer Schaltungen ausgewertet wird. Diese Veränderung ist ,im Bereich der ausgezogenen Kreisflache, die die abgeflachte Fläche eines Auges 3 darstellt größer, als im Bereich der mit der gestrichelten Linie gezeichneten Kreisfläche,ι die die Trägenflüssigkeit darstellen soll. Dieser' Umstand ermöglicht es, den Einfluß der Tränenflüssigkeii weitestgehend auszuschalten.
Fig. 2 zeigt ein einfach zu handhabendes Applanationstonometer zur Yerwendung am liegenden Patienten, das von jedem"
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Arzt, Augenoptiker und jeder Krankenschwester gehandhabt, werden kann. Es enthält ein axial bewegbares Meßelement 1, das ein konstantes bestimmtes Gewicht aufweist und mit der Applanationsflache 2 auf das Auge 3 aufgesetzt wird. Im Gehäuse 5 sind die Batterie β zur Energieversorgung und die elektronischen Mittel 7 zur Verarbeitung der Meßwerte zu einer vorzugsweisen Digitalanzeige angeordnet.
Der Singangsinterdigitalwandler 4·1 wird über zwei Optokoppler 8.1 mit Elektroenergie einer bestimmten Frequenz erregt und durch die unter-Bezug auf Fig. 1 beschriebenen Wirkungen wird in Abhängigkeit von der Größe der abgeflachten Fläche des Auges 3 eine gedämpfte Elektroenergie oder eine Laufzeit veränderung über die Optokoppler 8.2 su den elektronischen Mitteln geleitet, die diese Signale zu einer Digitalanzeige verarbeiten, die an beliebiger Stelle z. B. bei 9 sichtbar gemacht werden kann. . . . . -
Zur Kontrolle, daß das Gerät genau senkrecht gehalten wird oder zur Sicherung, daß das Gerät nur" bei genau senkrechter Lage mißt und somit Reibung durch ein Schleifen an den 7/änden des Gehäuses oder Fehlmes3ungen durch schräges. Aufsetzen vermieden werden, ist an allen Geräten zur,Verwendung am liegenden Patienten eine Überwachungseinrichtung vorgesehen. Diese besteht aus mindestens drei Optokopplern, vorzugsweise Refles±opplem 13 mit nebeneinander liegenden Sendern und Empfängern. Diese Reflexkoppler 1'3 sind an der Stelle des Gehäuses 5 gleichmäßig über dem Umfang verteilt angeordnet, an der das axial bewegbare Meßelement aus dem Gehäuse 5 austritt. An der Stelle des axial' beweg- ' baren Meßelementes 1, die sich beim Messen, d* h. beim auf das Auge 3 aufgesetzten Heßelements 1 den Reflexkopplera 13 gegenüber befindet, ist ringförmig ein reflektierender Belag 14 aufgebracht. .
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Bei genau senkrecht stehendem Gerät wird der vom optischen Sender, z. B. einer Photodiode ausgesandte Lichtstrahl beim auf das Auge aufgesetztem Gerät von dem reflektiertenden Belag 14 reflektiert und vom optischen Smpfänger, z. B. einer Photodiode oder einem Phototransistor, empfangen. Das erzeugte elektrische Signal kann dazu verwendet werden, den Meßvorgang auszulösen. Stehen das axial bewegbare Meßelement 1 und das Gehäuse 5 nicht achsengleich senkrecht, wird der von der Photodiode des Reflexkopplers 13 ausgesandte Lichtstrahl vom reflektierten Belag 14 dee Meßelements 1 nach oben oder unten abgelenkt und erreicht den Empfänger nicht. Das nicht vorhandene elektrische Signal sperrt den Meßvorgang. ;
Bei Ausfuhrung des Belags in geeigneter Breite wird gleichzeitig erreicht, daß das Gerät in nicht aufgesetztem Zu- stand nicht arbeitet. .
Zwei verschiedenfarbige LSD 11 u. 12, die an geeigneter Stelle des Gehäuses angeordnet sind, zeigen an, ob das Gerät mißt oder ob der Meßvorgang unterbrochen ist. Damit ist der" mit dem Gerät arbeitende über den Zeitraum, in'dem das.Gerät mißt,'stets informiert oder auch darüber, daß e3 'nicht gerade aufgesetzt ist. '
Um eine leichte Reinigung des Gerätes zu ermöglichen und, damit ein hygienisches Arbeiten und auch einen allgemeinen Schutz der Meßsensoren zu erreichen, ist die Applanationsflache 2 über dem akustischen Oberflächenv/ellenwandler 4 mit einem glatten Schutzüberzug 10 versäien.
Wie in Fig. 3 dargestellt, kann die Kopplung zwischen dem , Gehäuse 5 und dem axial beweglichen Meßelement 1 induktiv erfolgen. Dann ist auf der Eingangsseite der Energie
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im Gehäuse 5 ein induktiver Geber vorgesehen, der mit der Energiequelle verbunden ist· Ihm gegenüber befindet sich auf dem axial bewegbaren Meßelement 1 ein induktiver Empfänger 23 der mit dem Eingangs- oder Senderinterdigitalwandler 4·1 verbunden ist. Tom Ausgangs- oder Empfänger-Interdigitalwandler wird die Ausgangsenergie auf einen induktiven Geber 22 geleitet, der auf dem axial bewegbaren ' Meßelement 1 gegenüber einem induktiven Empfänger 23 angeordnet ist. Letzterer leitet seine Signale zu einer elektronischen Auswertungsschaltung, die sie zu einer Anzeige weiterverarbeitet. .
Fig. 4 zeigt ein auf der Basis des Gerätes nach Pig. 2 aufgebautes Tonometer zur Verwendung am sitzenden Patienten. Das axial bewegbare Meßglied 1 ist auch hier bewegbar gegenüber dem Gehäuse 5 ausgeführt und an einem Hebelarm 15 befestigt, der einen Drehpunkt 16 aufweist an dem mit bekannten Mitteln ein variables Drehmoment erzeugt werden kann, mittels dessen das bewegbare Meßelement 1 mit einem vorgegebenen Druck gegen das Auge 3 gedruckt, werden kann. Der Hebel ist dabei zweckmäßig durch einen Schlitz im Gehäuse 5 geführt, damit möglichst wenig störendes · Hebenlicht auf die Optokoppler 8.1 und 8.2 fallen kann,, über die das axial bewegbare Meßelement 1 elektrisch an das Gehäuse 5 gekoppelt ist. Bei einem Gerät dieser Bauart kann eine äußere Stromquelle über eine Zuleitung 18 angeschlossen werden. Auch die elektronischen Mittel können über eine Leitung 19 mit den Optokopplern 8.1 und 8*2 im Gehäuse verbunden, aber in einem getrennten Hetz- und Ausv/'ertegerät untergebracht S'ein. Hier kann aber die Kopplung zwischen dem axial bewegbaren Meßglied 1 und 'dem Gehäuse 5 ebenfalls auf induktivem Wege erfolgen, wie es in dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 3 dargestellt ist.
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In einer. Variante nach Pig. 5 können'auch die gesamten .' Auswerte- und Anzeigeelemente mit dem Meßglied in einem Stück, ohne relative Bewegbarkeit ausgeführt werden. Dann ist am Hebelarm 15 das Gehäuse 5 fest angeordnet und weist einen, dem Durchmesser des Meßgliedes der anderen Varianten entsprechenden Ansatz 21 auf, an dessen Prontflache der akustische Oberflächenwellenwandler 4 in bereits beschriebener Art angeordnet ist« Die elektronischen Mittel (nicht dargestellt) und die Digitalanzeige sind dann im mit dem . Hebelarm 15 schwenk- und bewegbaren Gehäuse 5 untergebracht, Auch hier kann die Energieversorgung mittels einer äußeren Energiequelle/erfolgen, wobei dann die Zuleitung 18 zweckmäßig am Drehpunkt des Hebels eingeführtwird, um die Rückwirkungen auf das Drehmoment gering.zu.halten. Es kann aber auch eine Batterie im Gehäuse vorgesehen sein.

Claims (15)

Erfindungsanspruch .
1. Applanationstonometer zur Messung des Augeninnendrucks nach, dem Applanationsprinzip, das ein axial bewegbares Meßelement besitzt, mit dem eine Kraft auf das Auge ausgeübt wird, um einen Teil der Augenoberfläche abzuflachen und das damit zusammenwirkende Mittel zum Feststellen der Größe der abgeflachten Oberfläche enthält, gekennzeichnet dadurch, daß das axial bewegbare Meßelement (1 ) auf der zum Abflachen des Auges (3) dienende Applanationsflache (2) einen oder mehrere akustische Oberflächenwellenwandler (4) auf- . , weist, deren Eingangs- oder Senderinterdigitalwandler (4.1) mit einer bestimmten Eingangsfrequenz gespeist werden und deren Ausgangs- oder Empfanger-Interdigitalwandler (4·2) mit bekannten elektronischen Mitteln verbunden sind, in denen eine durch das Anlegen der Applanationsflache an das Auge (3) auftretende Dämpfung oder Teränderung der Laufzeitstrecke in eine Frequenzänderung umgewandelt werden, und die resultierende Frequenz in eine Analog- oder Digitalanzeige weiterverarbeitbsr ist, die in Einheiten des Augeninnendrucks geeicht ist. ,
2. Äpplanationstonometer mach Punkt 1 gekennzeichnet dadurch, daß die akustischen Oberflächenwellenwandler (4) auf der zum Abflachen des Auges (3) dienenden Fläche (2) axial bewegbaren Meßelementes (Ί) so angeordnet sind, daß sie sich außerhalb der abgeflachten Augenoberfläche im Randbereich der Applanationsf lache (2) befinden.
3· Äpplanationstonometer nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß die akustischen Oberflächenwellenwandler (4) auf der Applanationsf lache (2) des axial bewegbaren Meßelementes (1.) so angeordnet sind, daß sie ganz oder teilweise von der abgeflachten Augenoberfläche bedeckt werden.
4· Applanationstonometer nach Punkt 1 gekennzeichnet dadurch, daß, das axial bewegbare Meßelement (1) in einem Gehäuse (5) angeordnet ist, gegen das es eine Relativbewegung ausführt, daß es ein vorgegebenes Eigengewicht aufweist und daß«ι.die an seiner Applanationsflache (2) angeordneten akustischen Oberflächenwellenwandler (4) reibungslos mit dem Gehäuse (5) in Wirkbeziehung stehen.
5. Äpplanationstonometer nach Punkt 4 gekennzeichnet dadurch, daß das zur Handhabung dienende Gehäuse. (5), die zur Stromversorgung dienenden Batterien, die Kuppelmittel für reibungslose Energieübertragung zum und vom axial beweglichen Meßelement (1) die gesamte elektronische Auswertungsschaltung und die Anzeige enthält. . ·
6. Äpplanationstonometer nach Punkt 4 gekennzeichnet dadurch, daß die reibungslose Kopplung des axial bewegbaren Meßelementes mit dem Gehäuse (5) über Optokoppler (8.1 und 8.2) erfolgt. · · .. ' v - . ,
7. Äpplanationstonometer nach Punkt 6 gekennzeichnet dadurch, daß die- Optokoppler (8.1 und 8.2) aus lichtemittierenden Dioden und Photodioden oder Phototransistoren bestehen.
8. Äpplanationstonometer nach"Punkt 4 gekennzeichnet dadurch, daß das axxial bewegbare Meßelement (T.) prEnenförmig ausge-
. führt ist und daß die mit den akustischen Oberfiächenwellenwandlern (4) verbundenen Optokoppler-Elemente (8.1 und 8.2) auf der Applanationsflache, (2) gegenüberliegenden Oberfläche des prismenförmigen axial beweglichen Meßelementes (T) angeordnet sind.
9. Äpplanationstonometer nach Punkt 2 bis 4, gekennzeichnet dadurch, daß die im Gehäuse .vorgesehenen Optokoppler-Elemente (8.1 und 8.2) gegenüber der oberen Oberfläche des prismenförmigen axial bewegbaren Meßelementes (1) im Gehäuse (5) angeordnet sind. ,
10. Applanationstonometer nach Punkt 4 gekennzeichnet dadurch, daß die reibungslose Kopplung des axial bewegbaren Meßelementes (1) mit dem Gehäuse (5) induktiv erfolgt.
11. Applanationstonometer nach Punkt 10 gekennzeichnet dadurch, daß zur Energieübertragung vom Gehäuse (5) zu dem oder den Eingangs- oder Sender-Interdigitalwandlern (4.1) im Gehäuse (5) ein induktiver Geber (23) angeordnet ist und auf dem axial bewegbaren Meßelement (1) je ein induktiver Empfänger (24), der mit dem oder den Eingangs- oder Sender-Interdigitalwandlern (4·1) verbunden ist und daß der oder die Ausgangs- oder Smpfänger-Interdigitalwandler (4.2) zur Energieübertragung auf das Gehäuse (5) mit je einem auf dem axial . bewegbaren Meßelement (1) angeordneten induktigen Geber (23) verbunden sind, der mit je einem induktiven Empfänger (24) im Gehäuse (5) in Wirkbeziehung steht.
12. Applanationstonometer nach Punkt 10 gekennzeichnet dadurch, daß die induktiven.Elemente als Spulen angeführt sind.
13· Applanationstonometer nach Punkt 11 gekennzeichnet dadurch, daß ,die induktiven Elemente als aufgedamp'fte oder' nach anderen bekannten Verfahren aufgebrachte Strukturen ausgeführt sind. - -
14· Applanationstonometer nach Punkt 1 bis 5 gekennzeichnet dadurch, daß die auf der Applanationsflache (2) angeordneten akustischen Oberflächenwellenwandler mit einem glatten Überzug (10) versehen sind.
15. Applanationstonometer nach Punkt 1 bis 8 gekennzeichnet dadurch, daß ein oder mehrere akustische Oberflächenwellenwandler (4) als Sensor für die Messung des Augeninnendrucks Verwendung finden. -
Hierzu 3 Seiten Zeichnungen. . .·
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