DD219131A1 - Verfahren zur herstellung von maschinenbauteilen aus metallpulververbunden - Google Patents

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DD219131A1
DD219131A1 DD25664383A DD25664383A DD219131A1 DD 219131 A1 DD219131 A1 DD 219131A1 DD 25664383 A DD25664383 A DD 25664383A DD 25664383 A DD25664383 A DD 25664383A DD 219131 A1 DD219131 A1 DD 219131A1
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DD25664383A
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Egon Altmann
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Thale Eisen Huettenwerk
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Abstract

Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung von Bauteilen aus Verbundmaterialien, bei denen nur an den entsprechenden Arbeitsflaechen Eigenschaften vorliegen, die den besonderen Anforderungen bezueglich Haerte, Verschleissbestaendigkeit, Korrosionsbestaendigkeit u. a. entsprechen. Die Aufgabe der Erfindung ist die Herstellung von Maschinenbauteilen aus Metallverbunden durch die Kombination von Kaltpressen und Warmumformung. Nach der erfindungsgemaessen Loesung werden poroese Teile nach dem traditionellen Verfahren der Pulvermetallurgie hergestellt, die an einer Stirnseite Aussparungen aufweist. In diese Aussparungen wird entsprechend der Funktion des Teiles eine pulverfoermige Substanz eingefuellt, die anschliessend durch Warmformgebung verdichtet wird.

Description

Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren, nach dem Maschinenbauteile aus verschiedenen Metallpulvern und -gemischen gefertigt werden. Es können Bauteile aus Verbundmaterialien hergestellt werden, bei denen nur an bestimmten Bereichen Eigenschaften vorliegen, die den besonderen Anforderungen bezüglich Härte, Verschleißbeständigkeit, . Korrosionsbeständigkeit u.a. entsprechen
Die Bauteile sind ohne bzw. mit geringem Nacharbeitungsaufwand einbaufertig.
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Aus Gründen des effektiven Materialeinsatzes gewinnen zunehmend Verfahren Anwendung, die sich durch optimalen Einsatz an Material auszeichnen. In vielen Fällen ist man bemüht. Bauteile herzustellen, die an Wirkstellen und Arbeitsflächen den hohen Beanspruchungen genügen.
Die Pulvermetallurgie bietet neben traditionellen Verfahren der Oberflächenveredlung schmelzmetallurgisch hergestellter Werkstoffe und Bauteile die Möglichkeit, derartige Teile aus Verbunden von nieder- und hochwertigen Werkstoffen materialsparend herzustellen.
In der DE-OS 2644918 wird vorgeschlagen, ein dichtes niedriglegiertes Eisensinterteil mit gehärteter Oberfläche zu fertigen. Dazu wird ein gepreßter Formling während des Sinterns in einer Gasatmosphäre aufgekohlt und anschließend einer Warmumformung unterzogen. Die Wärmebehandlung erfolgt nach dem Zwei-Zonen-Betrieb, in der ersten Zone sintern und in der zweiten Zone aufkohlen. Für die Herstellung von Sinterteilen nach diesem Verfahren sind Einrichtungen zur Erzeugung der Aufkohlungsatmosphäre erforderlich. Die Formkörper werden in geschlossenen Werkzeugen gepreßt. Dabei muß eine , preßfähige Metallpulvermischung eingesetzt werden.
In der DE-OS 2160155 wird ein Verfahren aufgezeigt, bei dem Kegelzahnräder und Inhenlaufringe für Kegelrollenlager aus einem Verbund von zwei aus unterschiedlichen Werkstoffen bestehenden Preßteilen hergestellt werden. Dazu werden in getrennten Werkzeugen zwei in Form verschiedene Formkörper gepreßt und dann durch einen Verformungsprozeß miteinander verbunden. Nachteilig ist hierbei der hohe Werkzeugaufwand und die Tatsache, daß auch hier preßfähige Mischungen verwendet werden müssen. In der gleichen Erfindungsbeschreibung wird die Möglichkeit dargestellt, zwei in chemischer Zusammensetzung verschiedene Metallpulver nacheinander in eine Preßmatrize zu füllen und beide Werkstoffe bereits durch Kaltpressen miteinander zu verbinden. Auch für diese Lösung ist der Einsatz preßfähiger Mischungen Voraussetzung. In der DE-OS 2158166 wird ein Verfahren vorgestellt, nach dem Sinterteile aus zwei verschiedenen Pulvern hergestellt werden, wobei verdichtbare, metallische Pulver bereits in der Preßmatrize verbunden werden. Sogenannte Haft- oder Deckschichtpulver haften auf einem als Dorn ausgebildeten Permanentmagnet. Dieses Verfahren wird vorgeschlagen für die Herstellung von Lagerschalen oder -büchsen. Nachteilig ist der notwendige Einsatz eines magnetischen Pulvergemisches als Deckschichtwerkstoff.
Ziel der Erfindung
Es ist das Ziel der Erfindung, ein Verfahren zu entwickeln, bei dem Maschinenbauteile aus Verbunden gefertigt werden, deren Arbeitsflächen dem Einsatzzweck angepaßte Eigenschaften aufweisen und ohne oder mit geringem Aufwand an Nacharbeit einbaufertig sind. . -
Darlegung des Wesens der Erfindung
Die Aufgabe der Erfindung besteht in der Herstellung von Maschinenbauteilen aus Verbunden von Eisenpulver oder -gemischen und metallischen oder nichtmetallischen Pulvern oder gleichartigen Gemischen durch eine Kombination von Kaltpressen und Warmumformung.
Die erfindungsgemäße Lösung sieht die Herstellung eines porösen Teiles nach dem traditionellen Verfahren der Pulvermetallurgie vor, welches an einer Stirnseite Aussparungen aufweist. In diese Aussparungen wird'eine pulverförmige Substanz eingefüllt, deren chemische Zusammensetzung die Eigenschaften und die Funktionstüchtigkeit des fertigen Teiles bestimmt. Diese pulverförmige Substanz kann Metallpulver oder eine Mischung aus metallischen und/oder nichtmetallischen Komponenten sein. Die als Deckschichtwerkstoff charakterisierte Substanz kann ohne Mischung mit preßerleichternden Mitteln, wie Stearade oder Wachse in die Aussparungen der Stirnflächen eingebracht werden und wird anschließend durch eine Warmformgebung verdichtet, wodurch gleichzeitig eine Stirnflächenprofilierung erreicht wird. Die geformten Verbundteile werden unmittelbar aus der Warmformgebungshitze einer Wärmebehandlung, z. B. Härten, unterzogen. '
Gegenüber bekannten technischen Lösungen, bei denen die Maschinenbauteile vollständig aus legiertem Metallpulver hergestellt werden, werden die funktionsbestimmenden Legierungselemente durch das vorgeschlagene Verfahren an den Funktionsflächen konzentriert. . . .
Ausführungsbeispiel
1. Beispiel ..· . .
Zur erfindungsgemäßen Herstellung einer Mahlscheibe mit Stirnzahnung wird ein Formkörper mit ringförmiger Aussparung auf einer Stirnfläche, der aus unlegiertem Eisenpulver, z.B. luftverdüstem Eisenpulver der Körnung 0,4mm durch Kaltverdichtung gefertigt. In die ringförmige Aussparung wird als Zusatzwerkstoff härteres z. B. molybdänlegiertes luftverdüstes Eisenpulver ohne Gleitmittelzusatz gefüllt. Die Formkörper mit dem Auftrag des Zusatzwerkstoffes wird einer Sinterung in Ammoniak-Spaltgas bei einer Temperatur von 125O0C ± 50°C und einer Sinterzeit zwischen 4 und 10 Minuten ausgesetzt und anschließend der Umformung und Prägung des Verzahnungsprofiles unterzogen.
2. Beispiel
Zur Herstellung eines Anschlagkörpers wird ein Formkörper mit Aussparungen aus unlegiertem Eisenpulver durch Kaltverdichtung in geschlossenen Preßwerkzeugen gefertigt. In die Aussparungen wird eine Mischung aus Eisenpulver und die Verschleißbeständigkeit erhöhenden Teilchen, wie Chrom- oder Wolframkarbide, Bornitride eingefüllt und analog Beispiel 1 weiterbehandelt. . :

Claims (4)

Erfindungsansprüche
1. Verfahren zur Herstellung von Maschinenbauteilen aus Metallverbunden, dadurch gekennzeichnet, daß aus unlegiertem Metallpulver ein Formkörper mit ring- oder segmentförmigen Aussparungen gepreßt, in diese Aussparungen ein pulverförmiger Zusatzwerkstoff eingefüllt, anschließend einer Warmformgebung unterzogen und unmittelbar danach einer zusätzlichen Wärmebehandlung ausgesetzt wird. >
2. Verfahren zur Herstellung von Maschinenbauteilen nach Punkt 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Zusatzwerkstoff aus einer Metallpulvermischung besteht, die die Gebrauchseigenschaften des fertigen Teiles bestimmt.
3. Verfahren zur Herstellung von Maschinenbauteilen nach Punkt 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Zusatzwerkstoff aus einem vorliegenden Metallpulver, einer Mischung von verschiedenen pulverförmigen Legierungselementen oder aus Metallpulver mit harten Bestandteilen besteht.
. 4. Verfahren zur Herstellung von Maschinenbauteilen nach Punkt 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Zusatzwerkstoff ohne Zusatz von Preßhilfsmitteln verarbeitet wird, wobei der Zusatzwerkstoff einen hohen Anteil an feinen Bestandteilen enthalten kann.
DD25664383A 1983-11-14 1983-11-14 Verfahren zur herstellung von maschinenbauteilen aus metallpulververbunden DD219131A1 (de)

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
AT388523B (de) * 1987-03-16 1989-07-25 Miba Sintermetall Ag Verfahren zum herstellen eines sinterkoerpers mit wenigstens einer molybdaenhaltigen verschleissschicht
AT395550B (de) * 1991-07-02 1993-01-25 Miba Sintermetall Ag Verfahren zum herstellen eines sinterkoerpers mit wenigstens einer molybdaenhaltigen verschleissschicht

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
AT388523B (de) * 1987-03-16 1989-07-25 Miba Sintermetall Ag Verfahren zum herstellen eines sinterkoerpers mit wenigstens einer molybdaenhaltigen verschleissschicht
AT395550B (de) * 1991-07-02 1993-01-25 Miba Sintermetall Ag Verfahren zum herstellen eines sinterkoerpers mit wenigstens einer molybdaenhaltigen verschleissschicht

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