DD219171A1 - Verfahren zur aufbereitung von kohlehaltigem abwasser einer brikettfabrik - Google Patents
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Abstract
Waehrend das Ziel der Erfindung die weitestgehend vollstaendige Rueckgewinnung der Kohle aus saemtlichen Abwaessern einer Brikettfabrik und die Einhaltung der maximal zulaessigen Feststoffkonzentration des gereinigten Abwassers ist, besteht die Aufgabe darin, ein Verfahren zu schaffen, mit dem unter Verwendung eines polyelektrolytischen Flockungsmittels und anschliessender Fest-Fluessig-Trennung eine maximale Feststoffabtrennung und -nutzung bei anschliessender vollstaendiger Rueckfuehrung des gereinigten Abwassers in den Produktionsprozess der Brikettfabrik erfolgen kann. Dazu werden saemtliche kohlehaltige Abwaesser einem Spezialeindicker zugeleitet, in dem alle zur effektiven Eindickung erforderlichen Prozessstufen in einer maximalen Verweilzeit von ca. 30 Minuten ablaufen. Das entstandene Klarwasser wird direkt oder indirekt wieder dem Produktionsprozess zugefuehrt, waehrend der Dickschlamm weiter entwaessert und die feste Endphase als Filterkuchen abgetrennt wird. Die fluessige Endphase (Filtrat) mit einem Feststoffgehalt von maximal 10 mg/l gelangt zur erneuten Nutzung in den Kreislauf. Figur
Description
Verfahren zur Aufbereitung von kohlehaltigem Abwasser einer Brikettfabrik . C 02 P 1/52
C 02 P 11/00
Anwendungsgebiet der Erfindung ·
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Aufbereitung von kohlehaltigem Abwasser einer Brikettfabrik unter Verwendung eines polyelektrolytischen Flockungsmittels und Pest-Plus-, sig-Trennung und nachfolgender vollständiger Rückführung in den Produktionsprozeß·
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen Die Abführung bzw· Aufbereitung 'der kohlehaltigen Abwässer wird in der Braunkohlenindustrie nach den verschiedensten Verfahren vorgenommen· Vorwiegend jedoch werden die mit Kohleteilchen beladehen Abwässer zusammen mit anderen Abpro dukten, insbesondere Kraftwerksaschen, in Tagebaurest- . löcher bzw« Auflandebecken verspült· Das durch natürliche Sedimentation gereinigte Abwasser wird über Vorfluter in die öffentlichen- Gewässer abgeleitet oder Teilströme davon werden entweder über eine' Bohwasseraufbereitungsanlage oder direkt« dem Produktionsprozeß zum erneuten Einsatz zur Verfügung gestellt.
!Jach einem bekannten Verfahren werden die kohlehaltigen Abwässer in Sedimentationsklärer bzw. Eindicker geführt und gereinigt· Das IQarwasser wird entweder direkt in öffentliche Gewässer abgeführt oder zur .Nachreinigung. Tagebaurestlöchern oder Auflandebecken zugeleitet» Dem Secimentationskilärsr· bzw.. 3inäicker sind zur weiteren Aufereitung· der sadimantisr-tan Paststoffa 7a
Trennaggregate nachgeschaltet·
Diese Verfahren haben den Nachteil, daß allein durch die Wirkung der Schwerkraft keine vollständige Trennung der Phasen möglich ist. Zur Erreichung der geforderten Vorflut reinheit, werden große Absetzflächen benötigt, dadurch · sind die Investitionskosten für derartige Verfahren relativ hoch· Bei der Verspülung in Tagebaurestlöcher sind einerseits die dort sedimentierten Kohleanteile mit vertretbarem Aufwand nicht gewinnbar und stellen somit einen unwiederbringlichen Brennstoffverlust dar· Zugleich tritt generell mit der Verspülung der kohlehaltigen Abwasser in Tagebaurestlöcher bzw» andere Spülräume eine Belastung der Umwelt vor allem hinsichtlich der Reinheit der Gewässer auf. Andere Verfahren umgehen diesen Nachteil, indem sie zur Beschleunigung der Peststoffsedimentätion Sedimentationshilfsmittel einsetzen·
Die nachfolgende Behandlung der eingedickten Kohletrübe wird jedoch mit einer relativ komplizierten und aufwendigen Technik realisiert· Hinzu kommt, daß einerseits ζ·Β· der nach der DD-PS HO 242 gewonnene Dickschlamm aufgrund seines sauren Charakters nur bedingt nutzbar ist und andererseits das erzeugte Klarwasser oftmals einen zu hohen Peststoffgehalt aufweist, so daß eine Rückführung des Wassers in den Produktionsprozeß nicht oder nur für spezifische Prozesse möglich ist·
Ziel der Erfindung
Ziel der Erfindung ist die weitestgehend vollständige Rückgewinnung der. Kohle aus sämtlichen Abwässern einer Brikettfabrik und die Einhaltung der maximal zulässigen Feststoff-' konzentration des gereinigten Abwassers und damit die. Schaffung der Voraussetzung für eine erneute'-Nutzung des Abwas-. aera als Brauchwasser in der Brikettfabrik.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Der Erfindung liegt.die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zur Aufbereitung γοη kohlehaltigem Abwasser einer Brikettfabrik ' zu schaffen, mit dem unter Verwendung eines polyelektroly-
tischen Flockungsmittels und. anschließender Fest-Flüssig-Trennung.eine maximale Festatoffabtrennung und -nutzung bei anschließender vollständiger Rückführung des gereinigten Abwassers in den Produktionsprozeß der Brikettfabrik erfolgen kann·
Srfindungsgemäß wird' die Aufgabe dadurch gelöst, daß sämtliche kohlehaltige Abwasser einer Brikettfabrik zusammen mit einem bekannten polyelektrolytischen Flockungsmittel einem·Spezialeindicker zugeleitet werden, in dem alle zur effektiven Sindickung erforderlichen Prozeßstufen (Misch-, " Flockungs-, Absetzphase) in einer maximalen Verweilzeit von ca β 30 Minuten ablaufen', und das entstandene Klarwasser mit einem Feststoffgehalt von < 50 mg/1 vollständig oder in Teilströmen zur erneuten Nutzung direkt oder indirekt über eine vorhandene Rohwasseraufbereitungsanlage in den . Produktionsprozeß· der Brikettfabrik geführt wird, während der entstandene Dickschlamm zur weiteren Entwässerung vor- zugsweise einem bekannten Vakuumtromnielzellenfilter aufgegeben wird, dessen feste Endphase als Filterkuchen zur energetischen Nutzung abgetrennt wird, während die flüssige Sndphase .(Filtrat) mit einem Feststoffgehalt von maximal 10 mg/1 direkt oder indirekt zur erneuten nutzung indan Produktionsprozeß der Brikettfabrik geführt wird«
Ausführungsbeispiel
Die Erfindung soll nachstehend an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert werden« Die zugehörige Zeichnung zeigt die schematische Darstellung des erfindungsgemäßen Verfahrens zur Aufbereitung von kohlehaltigem Abwasser einer Brikettfabrik· Sämtliche kohlehaltige Abwässer (Eaßentstaubung und Haßreinigung).einer Brikettfabrik T werden über eine Pumpe 2 einem Spezialeindicker 3 zugeführt· Gleichzeitig wird in Abhängigkeit von der zugeführten Abwassermenge das polyelektroiytische Flockungsmittel, das im Flockungsmittelrührbehälter 4 sit Wasser aufbereitet und danach mittels der Pumpe 5 in den Flockungsmittelvorlagebehälter 6 gefördert wurde, mit der Dosierpumpe 7 zugespeist. Im SOezialeindicker 3 laufen die zur effektiven Ein-
dickung erforderlichen Prozeßstufen wie Misch-, Flockungsund Absetzphase schnell und ohne jegliche Behinderung ab. Die maximale Verweilzeit der Abwässer mit Eindicker beträgt ca. 30 Minuten, Der aus dem Spezialeindicker 3 abfließende Dickschlamm wird in einem Rührbehälter 8 zwischengelagert und mittels der Pumpe 9 auf das Vakuumtrommelzellenfilter 10 aufgegeben· Der mit einem Spezialfiltermittel bespannte Filter hat eine effektive FiItratdurchsatzleistung von 0,5 bis 0,6 m3/m2h. . ' . / .
Der entstandene Filterkuchen wird zur energetischen Nutzung/ Kesselfeuerung aus dem Prozeß abgeführt. Das vom Vakuum- - trommelzellenfilter TO gewonnene Filtrat'mit einem maximalen Feststoffgehalt von 10. mg/1 wird über einen Sammelbehälter 11 mit Hilfe der Pumpe 12 zur erneuten Nutzung direkt in den Produktionsprozeß der Brikettfabrik 1 geführt. Das im Spezialeindicker 3. behandelte Abwasser wird einem Sammelbehälter 13 zugeleitet un4 als Klarwasser über die Pumpe 14 in das 'Brauchwassernetz der Brikettfabrik gedrückt. Erforderlichenfalls kann es vor der erneuten Nutzung in der .vorhandenen Abwasseraufbereitungsanlage" 15 nachgereinigt werden. Bei Anwendung dieses umweltfreundlichen Verfahrens ist es möglich, den Roh- bzw. Brauchwasserbedarf einer Brikettfabrik um mehr als 98 % und durch die Feststoffrückgewinnung den Kohleverlust auf weniger als 1 % zu senken.
Claims (1)
- Srfindungsanspruch 'Verfahren zur Aufbereitung von kohlehaltigem Abwasser einer Brikettfabrik unter Verwendung eines polyelektrolytischen Flockungsmittels und anschließender Fest-Plussig-Trennung sowie Rückführung in den Produktionsprozeß, dadurch gekennzeichnet, daß sämtliche kohlehaltige Abwasser mit einem Feststoffgehalt von 5 bis 10 g/l zusammen mit dem polyelektrolytischen Flockungsmittel einem Spezialeindicker (3) zugeleitet werden, in dem bei einer maximalen Verweilzeit von ca· 30 Minuten die Misch-, Flockungs- und Absetzphase abläuft, und das entstandene Klarwasser mit einem Feststoffgehalt von < 50 mg/1 vollständig oder in Teilströmen zur erneuten nutzung direkt oder indirekt über eine vorhandene Rohwasseraufbereitungsanlage in den Produktionsprozeß der Brikettfabrik (1) geführt wird, während der entstandene Dickschlamm zur weiteren Entwässerung vorzugsweise einem bekannten Vakuumtrommelzellenfilter (10) aufgegeben wird, dessen feste Endphase als Filterkuchen zur energetischen Nutzung abgetrennt wird, während die flüssige Endphase (Filtrat) mit einem Feststoffgehalt von maximal 10 mg/1 direkt oder indirekt zur erneuten Nutzung dem Produktionsprozeß der Brikettfabrik (1) zurückgeführt wird· l 'Hierzu 1 Blatt Zeichnung.
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