DD219453B1 - Vorrichtung zum vereinzeln von stangenfoermigem walzgut, insbesondere von bewehrungsstabbunden - Google Patents
Vorrichtung zum vereinzeln von stangenfoermigem walzgut, insbesondere von bewehrungsstabbunden Download PDFInfo
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Description
Hierzu 3 Seiten Zeichnungen
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung.zum Vereinzeln von in Bunden aufgegebenem stangenförmigem Walzgut, insbesondere nicht biegesteifen Profilen wie z. B. Bewehrungsstäbe kleinerer Durchmesser. Der Einsatz der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist auf zentralen Lager- und Vorfertigungsstätten für Bewehrung sowie in Betonwerken möglich.
Zum Vereinzeln von in Bunden aufgegebenem Walzgut sind eine Vielzahl technischer Lösungen bekannt, bei denen die Bunde auf einem Aufgaberost abgelegt und die einzelnen Stangen in Längsrichtung aus dem Bund abgeführt werden. Derartige Vorrichtungen sind u.a. in DD-WP 89090, DD-WP 100657, DE-AS 2456086, DE-OS 2618568 und DE-OS 2704230 veröffentlicht. In DD-WP 152923 wird eine Vorrichtung beschrieben, die die Vereinzelung von Bewehrungsstabbunden mittels horizontal und vertikal verfahrbaren Schwertern und die Übergabe z. В. auf einen Rollengang gestattet.
Diese Vorrichtung hat sich jedoch nurfür größere Stabdurchmesser und biegesteife Profile oder Rohre bewährt, während bei der Vereinzelung kleinerer Stabdurchmesser oder nicht biegesteifer Profile, bei denen die Einzelstäbe teilweise innerhalb des Bundes untereinander verdrillt sind, die Vereinzelung nicht zu einer Arbeitszeiteinsparung und Abbau körperlich schwerer Arbeit führt, so wie es die Bedingungen insbesondere auf Bewehrungsvorfertigungsstätten erfordern. Ähnlich ist es mit der in DD-WP 203511 vorgeschlagenen Vorrichtung.
Aus DD-WP 157555 ist eine Entnahme-und Übergabeeinrichtung für Einzelrundstäbe bekannt, mit der durch einen hydraulisch betätigten Ausleger mit vertikal schwenkbarem Greifarm und zinkentragendem Greifer Rundstäbe aus Paletten entnommen werden. Diese Vorrichtung ist unter Baustellenbedingungen jedoch nicht zum Vereinzeln von Bewehrungsstabbunden geeignet.
Ziel der Erfindung ist die Entwicklung einer Vorrichtung, die das Vereinzeln von in Bunden angeliefertem Walzgut auch bei kleineren Stabdurchmessern und nicht biegesteifen Profilen so ausführt, daß die bisher auftretende schwere körperliche Arbeit völlig beseitigt und der zeitliche Arbeitsaufwand bedeutend reduziert wird.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, durch eine einfach zu bedienende und funktionssichere Vorrichtung die in Bunden angelieferten Bewehrungsstäbe oder Profile so zu vereinzeln, daß auch die Stäbe, die innerhalb des Bundes teilweise untereinander verdrillt sind, sicher aus dem Bund herausgehoben und einzeln quer zur Aufgaberichtung abgegeben werden können.
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß die Vorrichtung aus einem, an sich bekannten, mit einer Auflagefläche versehenen Auflagertisch besteht, auf dem mittig ein mittels Zwangsführung absenkbarer und ausziehbarer Greifarm angeordnet ist, der an seinem Greiferkopf eine in das aufgegebene Walzgut eindringende Greiferzange aufweist.
Beidseitig des Greifers sind auf einem mittels Zahnstange und Schubrollen verfahrbarem Schubbalken, der oberhalb als Arbeitsbalken ausgebildet ist, Auflagerbleche in Form einer schiefen Ebene und auf Fahrwerken längsverfahrbare Vereinzelungskegel angebracht, die sich mittels Gleitrolle auf einer Gleitschiene des Auflagertisches abstützen. Das Verfahren der Vereinzelungskegel erfolgt erfindungsgemäß mittels beidseitig und entgegengesetzt wirkenden parallelgeschalteten Kettenantrieben und Ketten, die über eine Umlenkrolle und Stützrollen endlos verbunden sind. Als vorteilhaft hat es sich erwiesen, mehrere Vereinzelungskegel beidseitig anzuordnen sowie ggf. zusätzliche Unterstützungsrollen auf Fahrwerken anzubringen, wobei der Abstand der Vereinzelungskegel zueinander mittels Schubelementen begrenzbar ist.
Es liegt ferner im Sinne der Erfindung, daß das Greifergerüst zur Schaffung der Aufgabefreiheit in seinem Lager nach hinten hochklappbar angelenkt ist.
Nach Aufgabe des Walzgutes wird der Greiferarm aus dem Greifergerüst herausgezogen und dringt mit seiner Greiferzange beim Verfahren des Schubbalkens über eine mittels Gleitkufe und Führungsrolle gebildete Zwangsführung in das Walzgut ein, erfaßt einen Teil der Walzgutstäbe und hebt diese beim entgegengesetzten Verfahren des Schubbalkens bis in Höhe der Auflagebieche und Vereinzelungskegel an. Gleichzeitig treten beim weiteren Verfahren des Schubbalkens die Auflagebleche und Vereinzelungskegel in den entstandenen Zwischenraum zwischen den angehobenen Einzelstäben und dem Walzgutbund. Nach Längsverfahren der Vereinzelungskegel werden die erfaßten Einzelstäbe in ihrer Gesamtlänge völlig, auch bei verdrillter Lage im Bund, herausgehoben und parallel zur Längsrichtung des Bundes abgegeben.
Die Erfindung soll nachstehend anhand eines Ausführungsbeispieles näher erläutert werden. In den zugehörigen Zeichnungen zeigen
Figur 1: Vorderansicht (ohne Greifer) Figur 2: Seitenansicht (Schnitt A-A) Figur 3: Details
Auf einem Auflagertisch 1 ist mittig in einer Lagerung 2 ein Greifergerüst 3 angelenkt, in dessen Querschnitt ein über Führungsrollen 4 herausziehbarer Greiferarm 5 mit Greiferkopf 6 und Greiferzange 7 über eine aus Gleitkufe 8 und Führungsrolle 9 gebildete Zwangsführung in das zwischen Anschlägen 10 und 11 abgelegte Walzgutbund 12 absenkbar angeordnet. Unterhalb des Auflagertisches 1 ist ein auf Schubrollenpaaren 13 mittels parallelgeschalteten E-Antrieben 14 an Zahnstangen 15 querverfahrbarer Schubbalken 16 angeordnet, der oberhalb als Arbeitsbalken 17 mit Führungsschiene 18 und Gleitschiene 19 ausgebildet ist. Beidseitig des Greiferarmes 5 sind auf dem Arbeitsbalken 17 Auflagebleche 20 in Form einer schiefen Ebene und auf dessen Führungsschiene 18 mittels Führungsrollen 21 längsverfahrbare Fahrwerke 22 mit Vereinzelungskegeln 23 angeordnet, die mittels Kettenantrieb 24 und Kette 25 über eine Umlenkrolle 26 und Stützrollen 27 beidseitig entgegengesetzt verfahrbar sind und sich dabei die Fahrwerke 22 mit ihren Gleitrollen 28 auf der Gleitschiene 19 abstützen. Bei der vorteilhaften Anordnung von beidseitig mehreren Vereinzelungskegeln 23 werden die Abstände dieser Vereinzelungskegel 23 zueinander mittels Schubelementen 29 begrenzt.
Nach Aufgabe des Walzgutbundes 12 wird der Greiferarm 5 mit Greiferkopf 6 und Greiferzange 7 herausgezogen und der Schubbalken 16 nach hinten verfahren. Durch die Zwangsführung des Greifergerüstes 3 senkt sich der Greiferarm 5 nach unten und dringt mit seiner geöffneten Greiferzange 7 in das Walzgutbund 12 ein.
Dort werden eine Anzahl Einzelstäbe bundmittig erfaßt und beim Vorfahren des Schubbalkens 16 bis in Höhe der Auflagebleche 20 und Vereinzelungskegel 23 angehoben. Beim weiteren Vorfahren des Schubbalkens 16 dringen die Auflagebleche 20 und Vereinzelungskegel 23 in die entstandene Öffnung zwischen angehobenen Einzelstäben und Walzgutbund 12 ein. Nach Einschalten der parallelgeschalteten Kettenantriebe 24 werden die Vereinzelungskegel 23 beidseitig nach außen gezogen und heben die von der Greiferzange 7 erfaßten Einzelstäbe vollständig aus dem Walzgutbund 12 heraus und führen sie einzeln über die von den Auflageblechen 20 und den Vereinzelungskegeln 23 gebildete schiefe Ebene auf einen Rollengang 30 ab. Der Vorteil der Erfindung besteht darin, daß mittels der erfindungsgemäßen Vorrichtung nicht biegesteife Einzelstäbe auch aus stark verdrillten Walzgutbunden sicher herausgehoben und über die gesamte Länge einzeln abgeführt werden, ohne daß es zu Funktionsstörungen durch ineinanderragende Einzelstäbe kommt. Die bisher erforderliche schwere körperliche Arbeit für das Vereinzeln solcher Profile wird völlig beseitigt und der zeitliche Arbeitsaufwand bedeutend reduziert.
Claims (5)
- Erfindungsanspruch:1. Vorrichtung zum Vereinzeln von stangenförmigem Walzgut, insbesondere von Bewehrungsstabbunden mit einem, mit einer zwischen Anschlägen gebildeten Auflagefläche versehenen Auflagertisch und mittels Zwangsführung absenkbarem Greifergerüst mit ausziehbarem Greiferarm, Greiferkopf und Greiferzange, gekennzeichnet dadurch, daß unterhalb des Auflagertisches (1) ein auf Schubrollenpaaren (13) mittels E-Antrieben (14) an Zahnstangen (15) querverfahrbarer Schubbalken (16), der oberhalb als Arbeitsbalken (17) mit Führungsschiene (18) und Gleitschiene (19) ausgebildet ist, angeordnet ist und sich beidseitig des Greiferarmes (5) Auflagebleche (20) und längsverfahrbare Fahrwerke (22) mit Vereinzelungskegeln (23) befinden, die mittels parallelgeschalteten Kettenantrieben (24) und über Umlenkrolle (26) und Stützrollen (27) umlaufender Kette (25) beidseitig entgegengesetzt verfahrbar sind.
- 2. Vorrichtung nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß beidseitig mehrere, z.B. paarweise, Vereinzelungskegel (23) angeordnet sind, deren Abstand zueinander mittels Schubelementen (29) begrenzbar ist.
- 3. Vorrichtung nach Punkt 1 und 2, gekennzeichnet dadurch, daß zwischen den beidseitig angebrachten Vereinzelungskegeln (23) auf Fahrwerken (22) aufgesetzte Unterstützungsrollen angeordnet sind.
- 4. Vorrichtung nach Punkt 1 bis 3, gekennzeichnet dadurch, daß anstelle der Vereinzelungskegel (23) und Unterstützungsrollen in ihrer Endlage abklappbare Vereinzelungszylinder angeordnet sind.
- 5. Vorrichtung nach Punkt 1 bis 4, gekennzeichnet dadurch, daß das Greifergerüst (3) in seiner Lagerung (2) nach hinten hochklappbar angeordnet ist.
Priority Applications (1)
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| DD219453A1 DD219453A1 (de) | 1985-03-06 |
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| DE3630726A1 (de) * | 1986-09-10 | 1988-03-17 | Dudweiler Untertage Masch | Einrichtung zur entnahme von stabmaterial, insbesondere unter entwirren des stabmaterials |
| JP4136127B2 (ja) * | 1998-10-30 | 2008-08-20 | 株式会社アルプスツール | 棒材取出し装置 |
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1983
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