DD219724A1 - Formteil aus holzwerkstoff oder fasrigem partikelwerkstoff und verfahren zu seiner herstellung - Google Patents

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DD219724A1
DD219724A1 DD25557083A DD25557083A DD219724A1 DD 219724 A1 DD219724 A1 DD 219724A1 DD 25557083 A DD25557083 A DD 25557083A DD 25557083 A DD25557083 A DD 25557083A DD 219724 A1 DD219724 A1 DD 219724A1
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molded
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DD25557083A
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Achim Moeller
Reinhard Goellner
Karla Lang
Ingeborg Janke
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Wissenschaftlich Techn Zentrum
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  • Dry Formation Of Fiberboard And The Like (AREA)

Abstract

Die Erfindung bezieht sich auf das Gebiet der Herstellung von Moebeln, Spielwaren und Bauelementen. Ziel und Aufgabe der Erfindung ist die material-oekonomisch guenstige Herstellung von Formteilen mit hoher Eigensteifigkeit sowie ein Verfahren zur Herstellung dieser Formteile. Ein solches steifes und festes Formteil aus Holzwerkstoff oder fasrigem Partikelwerkstoff ist erfindungsgemaess dreidimensional verformt, duennwandig und ein- oder mehrschalig, weist nur nicht lineare scharfkantige und/oder gerundete Biege- und/oder Faltkanten auf und seine Abwicklung ist eine geschlossene Flaeche ohne periphere Ausschnitte. Die Erfindung ist zur Herstellung von Moebelteilen, Kleinmoebeln, Moebelgrundkoerpern, Spielwaren und leichten Betonformteilen einsetzbar. Fig. 1

Description

Titel der Erfindung
Formteil;'aus Holzwerkstoff oder fasrigern Partikelwerkstoff und Verfahren zu seiner Herstellung
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung ist auf dem Gebiet der Möbel-,Spielwaren- und der Bauelementeindustrie anwendbar«
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Aus der DD I46 022 ist ein dreidimensionales Formteil bekannt, das verklebte V-förmige Nuten aufweist· Diesem Formteil haftet der Mangel an, daß die geklebten Bereiche der Faltkant.en mindere Festigkeit gegenüber der Festigkeit des ungeschwäch'ten1 Materials aufweisen· Nachteilig ist ferner, daß die als Ausgangsmaterial für die Herstellung des Formteils verwendeten Platten vor ihrer Verformung mechanisch bearbeitet werden müssen. Die vorzugsweise plastische Verformung der genuteten Platten führt zu inneren Spannungen, die zu einem Ausbeulen der freien, zwischen den Faltkanten liegenden Plattenrändern, insbesondere bei größeren Flächen führt, so daß eine Stützung dieser Ränder durch Leisten und dergleichen notwendig wird. Weiterhin ist die Beschichtung des Faltwerkstoffes mit einem biegefähigen Material unerläßlich. Die Faltkanten sind immer scharfkantig und Abweichungen der Faltkörpergestalt von der exakten FaItgeometrie unzulässig«
• -·. - .,.,. '. -· ά
Weiterhin iat es gemäß DD-PS 55 815 möglich, eine ebene Abwicklung dea Formkörpers mit entsprechenden keilförmigen Ausschnitten vorzupressen und diese dann im Heiß-PreBwerkzemg aufzubiegen oder eine dem Profil des Formkörpers bereits teilweise entsprechende Abwicklung zu verwenden - BE-OS 12 10.550«.
Es sind ferner dreidimensional geformte, nicht in eine ge-· schlossene, ebene Fläche abwickelbare Formteile aus nickt steigfähigen Holzpar^ikelwerkstoffen bekannt« Biese haben den Nachteil der nicht geschlossenen Fläche» Außerdem müssen für die Herstellung dieser Formteile Preßwerkzeuge eingesetzt werden, die in der Regel der Form des herzustellenden Formteils entsprechen. In solche Preßwerkzeuge ist besonders das Einbringen von Spanmaterial schwierig»'
Zur Herstellung dieser Formteile werden auch gemäß DE-OS 10 83 534 Vorpreßlinge in der Art des späteren Formkörpers angefertigt, die dann in das Preßwerkzeug eingesetzt und fertig verpreßt werden* Nachteilig ist hierbei die Mehrstufigkeit der Hero teilung des Formteiles * Das Formteil weist ©ine ungleich- · · mäßige Vliesschicht und Partikelverteilung auf«
Bs. sind ferner aus der DB-PS 68 968 dreidimensionale Formteile bekannt, die aus ebenen Vorpreßlingen zusammengelegt und ver» preßt sind« .
Werden einzelne ebene Vorpreßlinge verwendet, so ist zwar eine rationelle Vliesbildung möglich, die Produktivität der Herstellung sinkt jedoch wieder durch die vielen ]%xk handhabenden Einzelteile» Die Vielzahl von Fügestellen sind festigkeitsmäßig und fertigungsmäßig gesehen Schwachstellene Beim Aufbiegen von Teilen einer Abwicklung ergeben sich ebenfalls derartige Fügeprobleme, weiterhin verlaufen die, Biegekanten geradlinig, so daß nur kastenförmig© Formteile möglich sind*
Es wurde in der DD-PS 114 372 bereits vorgeschlagen f ein Formteil zu fertigen, das Flächenteile mit besonderer Randausbildung aufweist, die miteinander verklebt sind. ' Auch hier sind trotz rationeller Vliesbildung und Preßtechnik viele Einzelteile zu handhaben, die dazu noch mit Klebstoff zu versehen, sind«. Es ergeben sich ebenfalls Füge Probleme«. Außerdem
sind nur scharfkantige, kubische Formteile herstellbar.
Allen beschriebenen !Formteilen - mit Ausnahme des DD I46 022 ist der Nachteil gemeinsam, daß die durchgängiges fugenlos© Beschichtung des dreidimensionalen Formteiles mittels nicht tief ziehfähigen, bahnenfSrmigen Beschichtungsmateri&liens, wie Höbelfolien, Furnieren, nichtdehnbaren Geweben ua& dergleichen unmöglich ist« -
Ea sind auch dreidimensional geformte» dünnwandige Formteile . aus zementgebundenen Zellulosefasern? Glasfasern oder Asbestfasern! bekannt, die keilförmige Ausschnitte, die nach dem Biegen durch Verstreichen des Materials geschlossen 'wurden* aufweisen«
Bei diesem Formteil ist es nachteilig9 daß es mar gerade Biegekanten hat* Außerdem stellen·'die'Unterbrechungen im Faserverlauf Schwachstellen dare ! \
Auch Formteile aus glasfaserverstärkten Plasten weisen diesen Nachteil aufβ
Bekannt sind auch zweischalige Formteile $ die durch einen leichten Kern aus Papierwaben, Hartschaumstoffen und dergleichen , ausgestützt werden und deren Deckschichten aus dtlnnen Materialien, wie Hartfaserplatte, Pappe, Furnierplatte $ Sprelaoart usw. bestehen« Damit sind praktisch mir zweidimensional geformte Teile herstellbar, eine dreidimensionale Form ist wiederum nur durch Zusammensetzen von oVg. Teilen mit den bereits genannten Nachteilen möglich« Bei Verwendung von Glasfaser-Plast-Deckschichten oder Asbestzementdeckschichten, die während der "Porrnhörstellung ers^t ge>ilde.t bzw^jgöföi'mt'.werdent können dreidimensional geformte Teile mit den ebenfalls beschriebenen Nachteilen hergestellt werden«, Hinzu kommt der !Tachteil, daß der Stützkern ebenso wie die Deckschichten durch keilförmige Ausschnitte der dreidimensionalen Form angepaßt werden muß·
• ' ' ' ^ ',· ' '·'··' ' · ' · " ' Ferner sind großvolumige, leichte Teile mit zwei- und dreidimensionaler Formgebung und nicht konstanter Wanddicke? wie Bootsrümpfe, Tragflügel und Rumpfteile von Flugzeugen uswe., die anstatt eines o,ge leichten Kernes Aussteifungen mit flächigen
Abstützungen (Spanten) aus unterschiedlichen-Materialien, wie Sperrholz, faserverstärkten Materialien und'dergleichen aufweisen« Die AusStützungen verringern in diesen Fällen vielfach eine universelle Einsatzmöglichkeit dieser Formteile*
Ziel der Erfindung
Ziel der Erfindung ist es, ein Formteil zu entwickeln das materialökonomisch günstig und mit hoher Produktivität zu fertigen ist· . . ' '-,-. ..·
Darlegung des Wesens der Erfindung
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde t ein Formteil aus Holzwerkstoff oder fasrigem Partikelwerkstoff, wie ζ·Β· Faserze-.ment, Zellulosewerkstoff sowie ein Verfahren zu seiner Herstellung </orzuschlagen;!» Das Formteil soll eine hohe Bigensteifigkeit beult zen, ein- oder mehrschalig, dünnwandig und dreidimensional gestaltet seine
Diese Aufgabe wird durch ein steifes und festes formteil aus Holzwerkstoff oder fasrigem Partikelwerketoff gelöst $ das'erfindungsgemäß dreidimensional verformt, dünnwandig und ein- oder mehrschalig ist. Das Formteil weist nur nicht lineare scharfkantige und/oder gerundete Biegekanten auf» Die Abwicklung des Formteile ist eine geschlossene Fläche ohne periphere Ausschnitte· Vorzugsweise'sind die flächigen Bereiche des Formteils mindestens zweidimensional verformt«
Vorteilhaft ist es, als Ausgangsmaterial oder Ausgangsmateriailen einen Holzwerkstoff, einen fasrigen Partikelwerkstoff, einen Vorpreßling, ein verformbares Material, das sich nach dem Verformen verfestigt, ein geschichtetes Material geringer Eigensteif igkeit der*Einzelschichtenj mindestens zwei wenig steife Schichten mit leichtem Kern oder Kombination dieser Materialien zu verwenden« Es ist weiterhin vorteilhaft, ein ebenflächiges < Ausgangsmaterial zu verwenden«
Werden zwei und mehr wenig steife Schichten mit leichtem Kern verwendet, können die Abstände zwischen den Außenschichten
gleich und/oder,unterschiedlich sein,. . Es hat sich ferner als günstig erwiesen? aas Formteil vor und nach dem Verformen mit tiefziehfähigem und/oder nichttiefsiehfählgem, bahnenförmigem und ebenflächigem Material au beschichten, zu bekleben, au bespannen oder in anderer Weise zu vergehen«
Vorteilhaft ist es weiterhin,daß die Biegekanten bogenförmig ausgebildet sind·
ITach dem Verfahren zur Herstellung eines steifen und festen Normteiles aus Holzwerkstoff oder fasrigern Partikelwerkstoff wird erfindungsgemäß das Aüsgangsmaterial verpreßt oder pla-' stifiziert, simultan in drei Ebenen verformt und bis zur Verfestigung fixiert oder nur simultan in drei Ebenen verformt, verpreßt und bis zur Verfestigung fixiert oder nur simultan in drei Ebenen verformt und bis zur Verfestigung fixiert, wobei die Verfestigung durch StoffSchluß wie Kleben oder durch mechanische Mittel wie Heftklammern erfolgt»
Ausführungsbeispiele / /
Die Erfindung soll nachstehend ah sechs Ausfthrttngsbeispielen erläutert werden» Zu den zugehörigen Zeichnungen zeigens
Beispiel 1, Figur 1? eine dekorative Tür für ein Behältnismöbel
Beispiel 2, Figur 2: ein Faltwerk das als Verpackungsbehälter™
wand, Wandverkleidung oder als Dachdeckung
verwendet werden kann
\ ..-...
Beispiel 3, Figur 3J Tür für ein Behältnisraöbel Figur 7 j ein Teil einer Modelleisenbahnplatte
Beispiel 4, Figur 4t einen PolsterhockergruMkörper
Beispiel 5, Figur 5: einen Stuhlgrundkörρer
Beispiel 6, Figur 61 einen Grundkörper für ein Sesselseitenteil
Ein vorverdichtetes $ mit einem bekannten härtbaren Bindemittel versehenes ebenes Holzspanvlies einer Dicke γόη 5 ram wird gemeinsam mit zwei Bahnen Möbelfolie 2 auf Papierfeaeis in ein beheiztes, zweiteiliges Formwerkzeug eingelegt "und gepreßt* Die Nutzflächen des Formwerkzeuges haben erfindungs gemäß die Form eines Faltwerkes $ dessen Faltkanten 'konzentrisch angeordnete Kreisbögen sind und dessen dazwischenliegende FläcJaen ineinandergeschachtelte Kegel- bzw. Kegelstumpfflächen gleicher Kegelwinkel darstellen« Die FaItkanten weisen einen Außenradius von 5 mm und einen Innenradius von 2 ram auf· Sie ebene Abwicklung dieser Gesamtfläche ist eine geschlossene Fläche« Beim Pressen des Vlieses und der beigelegten Folienbahnen werden diese den Konturen des Werkzeuges entsprechend eingezogen und gebogen,/ ohne Falten zu bilden und dann auf die Bnddicke von 3 mm verdichtet« Haeh Aushärtung des Bindemittels wird das mit folie durchgängige und fugenlos beschichtete Formteil dem Preßwerkzeug entnommene Das flächenhafte Formteil weist aufgrund seiner dreidimensionalen Formung eine im Verhältnis au seiner geringen Dicke sehr hohe Eigensteifigkeit auf und kann daher ohne versteifende Rahmen als dekorative ΐίίτ für ein Behälteismb'bel verwendet werden»
Es werden 5 kreuzweise übereinanderge1egte$ mit bekannten härtbaren Bindemitteln versehene Buchenfurniere 4 einer Dicke von je 0,7 mm in einemvzweiteiligen Formwerkzeug verpreßt«Me lutzflächen des Formwerkzeuges sind erfindungsgemäß in Form eines Faltwerkes ausgebildet $ dessen Faltkanten 1 wellenförmig ver~ laufen, in ihrer Form identisch sind und jeweils in gleichen
Abständen zueinander parallelverschoben angeordnet sind«» Quer zur Wellenrichtung ist das Profil des Werkzeuges sickzackfSrmig mit konstanten Neigungswinkeln* Der Radius an den Paltkanten be° tragt 2„»„5 mm» Da die ebene Abwicklung der Werksseugflache eine geschlossene Fläche ist? entstehen beim Pressen der ursprünglich ebenen Furniere keine Falten bzwe keine Dehnungen oder
·' ·, . · ' ' . . · , . ' ·.' . ' '
Stauchungen in Flächenrichtung« Das "beim Pressen entstehende dreidimensional^flächenhafte Formteil ist» im Gegensatz zu bekannten, nur zweidimensional geformten Wellplatten aus unterschiedlichen Materialien, in allen Richtungen der Fläche sehr biegesteif und kann für Verpackungsbehälter-Wäade9 Wandverkleidungen oder auch Dachdeckungen mit relativ wenigen Unterstützungen in Längs- und Querrichtung verwendet werden»
Beispiel 3/~ Figur J3 und 7
Es wird ein ünverdichtetes Holzfaservlies 5 der Dicke von 20 ram, das mit ein^m härtbaren Bindemittel versehen ist, in einem zweiteiligen, beheizten Formwerkzeug zu einem Formteil verpraßt« Das Formwerkzeug weist erfindungsgemäß im lÖLttelbereich die Form eines einfachen Faltwerkes mit gekrümmter !Faltkante 1 und einem Kantenradius von 40 mm auf» Drei Ränder des Formwerkzeuges laufen in eine Ebene aus* Damit weicht die Wer ksseugf lache von der Regel ab, daß ihre ebene Abwicklung eine geschlossene Fläche darstellt. Beim Pressen wird1 das Vlies gebogen sowie parallel dazu der Regelabweichung entsprechend gedehnt.bzw· gestaucht (tiefgezogen). Das Maß für diese Regelabweichung ist auf die begrenzte Tiefziehfähigkeit des Vlieses abgestiuamt«, Das auf eine Dicke von 2,5 mm verdichtete und fertig gepreßte Formteil wird ebenfalls als dekorative, eigensteife Tür für Behältnisraöbel verwendet, wobei die ebenflächigen Ränder den Anschluß ah gerade Ränder des Möbelkorpusses ermöglichen (Figur 3)* Die Oberflächenvergütung erfolgt durch Lackieren· ,
Statt der geometrisch definierten Faltwerkform kann das Formteil auch, falls dies aus dekorativen Gründen gewünscht wird, eine geometrisch regellose Knitterstruktur mit Verzweigungen aufweisen, wobei der.Grad der Abweichung der Fläche von der ebenen Abwicklung derselbe wie beim vorangegangenen Beispiel ist (Figur 7)· \
Beispiel 4 - Figur 4
Im vierten Ausführungsbeispiel wird eine bekannte, nachformbare Holzfaserplatte 7, die als ebene, mit 0,8 mra dickem Furnier 6 beschichtete und forrageschnittene rechteckige Platte vorliegt und bereits die Bnddicke von 4 mm aufweist, in bekannter Weise durch Erwärmung plastifiziert und um einen hölzernen Kern herumgebogen,, Die Nutzflächen des Kernes haben erfin&ungsgemäß die Form eines gro ßvolumi gen 9 dreidimensionalen Faltwerkes mit Hixiterschneidungen und mit bogenförmigen Faltkanten 1? deren Radius 30 mm beträgt* Die flächigen Bereiche sind zweidimensional ver» .formt· Zum Erreichen der Formtreue wird die erwärmte Holzfaserplatte T mittels hölzerner Gegenformen zumindest teilweise an den Kern gedrückt? bis das Bindemittel durch Erstarren verfe- . stigt ist«. Danach werden die Gegenformen entfernt» Der Kern zwecks Überwindung der Hinterschneidung geteilt und das fertige Formteil entnommene Das Formteil wird anschließend mit einer .Weich-Schaumstoffplatte von 40 ram Dicke an seinen Außenflächen umklebt und danach mit Möbelbezugsstoff überzogen f der an den Innenrändern des Formteiles angenagelt wird» Schaumstoffplatte und Möbelbezugsstoff müssen, ebenflächig aufgelegt $ jeweils eine durchgehende Fläche bilden und die rechteckigen Konturen der noch nicht gebogenen Faserplatte aufweisen«. Somit entfallen komplizierte Formatschnitte j Zusammensetzarbeiten für geformte Schaumstoffteile sowie -Näharbeiten für den Bezugsstoff» Das fertige, bezogene Formteil kann als Polsterhocker, oder als Baugruppe für- einen Sessel verwendet werden. Vorteilhaft ist die körperfreundliche, konkav gewölbte Sitzfläch© $ die hohe Eigensteifigkeit des Formteiles aufgrund der dreidimensionalen Formgebung und der insgesamt ballige, griffige Charakter des Möbels oder Möbelteiles bei Verwendung nur rechteckiger? ebener Ausgangsmaterial ie η *
Bs "beschreibt die Verarbeitung eines 6 mm dicken zementgeb.ündenen Faserwerkstoffes 8, vorzugsweise Zellulosezement«, Das Paservsementvlies, das nach seiner Bildung nicht verdichtet werden soll, wird von einem Bandtablett aus um ein Holzformwerkseug
gelegt, das die Konturen eines Stuhles erkennen läßt. Die Flächen des Werkzeuges sind erfindungsgemäß in der Art des beschriebenen Faltwerkes analog Ausführungsbeispiel 4 ausgeführt» Nach ~ der Aushärtung des Paserzementes, die bekanntermaßen durch Dampf~ einwirküng^beschleunigt werden kann, wird ein stuhlförmiges Formteil entnommen» Dieses Formteil weist neben den geschwungenen Faltkanten 1 konvexe 9 und konkave 10 Flächenwölbungen auf, die den funktioneilen Anforderungen gut angepaßt werden können, obwohl das Ausgangsmaterial wiederum nur geradkantig zugeschnitten sein muß» . i ' . -
Weiterhin ist auch hier im Vergleich zur geringen Dicke des For,mteiles hohe Steifigkeit und Belastbarkeit vorhanden*
Beispiel 6 - Fip^ir 6 . : · / '
Ey werden zwei rechteckig zugeschnittene Pappkartonbahnen 11 einer Dicke von 1',5 mm annähernd deckungsgleich mit je einem erfindungsgemäßen bogenförmigen Falz 1 versehen, ^jeweils einseitig mit einem Klebstoff bestrichen und anschließend zusammen mit einem bekannten, 40 mm hohen Papierwabenkern 12 geschichtet. Danach w^.rd der Verband entlang der bogenförmigen Falze abgeknickt b«w. abgebogen, so daß ein dreidimensionales Faltwerk entsteht» Dieses Biegen erfolgt in einem zweiteiligen Formwerkzeug, dessen Flächen die gewünschte Faltwerkform aufweisen und eine konstante Dicke des Formlinge ermöglichen. Nach erfolgter Biegung, die im wesentlichen auf der elastischen Verformung der Kartonbahnen und des Papierwabenkernes 12 beruht, übt das Werkzeug bis zur Aushärtung des Klebstoffes einen Druck auf die zu verklebenden Teile aus» Zur Beschleunigung der Klebstoffaushärtung 'kann das Formwerkzeug beheizt sein. Wird ein verfestigter Rand am Formling benötigt, so können neben dem Papierwabenkern in bekannter Weise Holzleisten mit eingelegt und eingeklebt werden.
Das /.fertige Formteil weist eine Stützkernbauteilen eigene hohe Steifigkeit auf. Bei geradkantig abgewinkelten Stutzkernbauteilen ist diene Stelle der Richtungsänderung eine Schwachstelle, die-bei geringen Biegebelastungen aufgrund von Sekundärspannungen zum Abreißen oder Zusamrnenquetschen des Papierwabenkernes führt.
Das erfindungsgernäi3e Formteil weist diesen Nachteil nicht auf, da die Biegespannungen aufgrund der dreidimensionalen Formgebung hauptsächlich über die Pappdeckschichten weitergeleitet werden und nur zu einem geringen Teil den Kern belastende Se~ kundärspannungen hervorrufen»
Das Formteil j das im Gegensatz zu geradkantig abgewinkelten Teilen eine interessante Formgebung aufweist? wird als Seitenteil eines Sessels verwendet« Es wird hierzu analog dem vierten Ausführungsbeispiel mit Weichschäumstoff und Mofoelfeezugsstoff überzogen 9 wobei' sich hier dieselben Vorteile ergeben« Werden randverstärkende Leisten benötigt, so können an 4 Händern vorteilhaft herzustellende gerade Leisten verwendet werden? und nur an 2 Rändern sind gekrümmt zugeschnittene Leisten erforderlich«, . · ' .' . :

Claims (4)

  1. Srfindungsanspruqh > ' . ..
    1. Steifes mad festes Formteil aus Holzwerkstoff oder fasrigem
    Partikelwerkstoff, gekennzeichnet dadurch, daß es dreidimensional verformt, dünnwandig und ein- oder mehrschalig ist, daß es nur nicht lineare scharfkantige und/oder gerundete Biegekanten und/oder Faltkanten (1) aufweist und daß seine Abwicklung eine geschlossene Fläche ohne periphere Ausschnitte ist." ' ..· ;. ' · .' ... -' . : .-.
  2. 2. Formteil nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß seine flächigen Bereiche mindestens zweidimensional verformt sind.
  3. 3. Formteil nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß als Ausgangsmaterial oder Ausgangsmaterialien ein Holzwerkstoff, ein fasriger Partikelwerkstoff, ein Vorpreßling, ein verform-
    j baren Material, das sich nach dem Verformen verfestigt, ein .geschichtetes Material geringer Eigensteifigkeit der Einzelachichten, miadestens zwei wenig steife Schichten mit einem leichten Kern oder Kombinationen dieser Materialien verwendet wird/werden» s
    4· Formteil nach Punkt 1 und 3» gekennzeichnet dadurch, daß bei Verwendung von zwei und mehr wenig steifen Schichten mit leichtem Kern die Abstände zwischen den Außenschichten gleich und/oder unterschiedlich sind»
    ',:. Formteil nach Punkt 1 bis'4> gekennzeichnet dadurch, daß das Formteil mit tiefziehfähigem und/oder nicht tiefziehfähigem, ..bahnenförmigem tmd ebenflächigem Material (2; 6) beschichtet, beklebt, bespannt oder in anderer Weise versehen ist«.
    6i Formteil nach Punkt 1 bis 5s gekennzeichnet dadurch, daß die Biegekanten und/oder Faltkariten (1) bogenförmig sind· ';
    Verfahren zur Herstellung eines Normteiles aus Holzwerkstoff oder fasrigem Partikelwerkstoff, gekennzeichnet dadurch, daß je nach der Art des verwendeten Ausgangsmaterials dieses verpreßt $ plastifiziert j simultan in drei Ebenen verformt und' bis zur Verfestigung fixiert wird oder simultan in drei Ebenen yerformt$ verpreßt und bis zur Verfestigung fixiert wird oder, simultan in drei Ebenen verforrat und bis zur Verfestigung fixiert wird» wobei die Verfestigung durch Stoffschluß wie Kleben oder durch mechanische Mittel wie Heftklammern erfolgt»
  4. 8. Verfahren zur Herstellung eines Formteiles nach Punkt 7? gekennzeichnet dadurch, daß ein ebenflächiges Ausgangsmaterial
    verwendet wird« ·
    Hierzu 3 Seiten Zeichnungen
DD25557083A 1983-10-11 1983-10-11 Formteil aus holzwerkstoff oder fasrigem partikelwerkstoff und verfahren zu seiner herstellung DD219724A1 (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US5501912A (en) * 1991-09-20 1996-03-26 Sergenius; Jan G. Strip material

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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US5501912A (en) * 1991-09-20 1996-03-26 Sergenius; Jan G. Strip material

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