DD219756A1 - Verfahren zur waermebehandlung von beton - Google Patents

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DD219756A1 DD25766083A DD25766083A DD219756A1 DD 219756 A1 DD219756 A1 DD 219756A1 DD 25766083 A DD25766083 A DD 25766083A DD 25766083 A DD25766083 A DD 25766083A DD 219756 A1 DD219756 A1 DD 219756A1
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DD25766083A
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Bertold Borries
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Bauakademie Ddr
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Abstract

Verfahren zur Waermebehandlung von Beton, insbesondere in der Vorfertigungsindustrie bei der Herstellung von Betonelementen. Es soll ein energiesparendes Waermebehandlungsverfahren zur Beschleunigung der Festigkeitsentwicklung erarbeitet werden, wobei ein Energiezyklus zu finden ist, mit dem die exotherme Reaktionswaerme des Zements zielgerichtet fuer die Waermebehandlung der Betonelemente genutzt wird. Der Frischbeton wird durch freiwerdende Energie von Latentwaermespeichern mit Speichertemperaturen zwischen 30 C und 50 C auf die Behandlungstemperatur aufgeheizt. Mit Einsetzen der Hydratation wird bekannterweise die Hydrationswaerme zur Waermebehandlung mit ausgenutzt. Das Betonelement bleibt so lange mit dem Latentwaermespeicher in Beruehrung, bis die Betontemperatur unter die Speichertemperatur absinkt.

Description

a) Titel der Erfindung
Verfahren zur Wärmebehandlung von Beton
b) Anwendungsgebiet der Erfindung _
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Wärmebehandlung von Beton, insbesondere in der Vorfertigungaindusttie bei
\ . ' ' · . . ' .
der Herstellung von Betoneletnenten
c) Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Es sind Verfahren zur Wärmebehandlung von Beton- und Eiaenbetonerzeugni-aaen bekannt, wo die Sonnenenergie der Energiespender ist, diese Energie von wärraespeiohernden Materialien aufgenommen wird und für den Wärinebehandlungaprozeß in der Betonindustrie optimal verwendet wird. \ Für den Wärmespeicher werden Materialien verwendet, die eine hohe Wärmespeicherfähigkeit besitzen und die Energie bei Bedarf schnell wieder abgeben, aber selbst keine Wärmespender sind* Diese Materialien befinden eich beispielsweise unmittelbar in den Formenwandungen oder unter dein Formboden·
Das Betonelement verbleibt so lange in der Form, bis die gewünschte Festigkeit erreicht ist (SU-US-Wr. 998 437)· In denv SU-US-Nr. 968 017· wird die Sonnenenergie von einem , Speichermaterial aufgenommen, über ein Umlaufsystem zu
. einem weiteren wärmespeichernden Material, unmittelbar in der Warmbehändlungszone, gebracht. Reicht diese Wärme-? menge nicht aus, so wird zusätzliche Energie, beispielsweise Wasserdampf, dem System zugegeben. , .
ei) Ziel der Erfindung
' Zur Schnellerhärtung von Beton, insbesondere von Betonelementen in der Vorfertigung, ist ein energieaparendea Wärmebehandlungsverfahren zur Beschleunigung der Festigkeit aentwicklung zu entwickeln.
e) Wesen der Erfindung i , . .
Es ist ein Verfahren mit einer Energieform f.Ur den Wärmebehandlungsprozeß zu finden, mit dem die exotherme Reaktionswärme des Zements zielgerichtet für die Wärmebehandlung der Betonelemente genutzt wird· Erfindungsgemäö wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß dem Frischbetonelement die zur Aufheizung erforderliche Energie aus einem Latentwärmespeicher zugeführt wird, wobei die günstigsten Speichertemperaturen zwischen 30 und 50° C liegen. Mit dem Einsetzen der Zementhydratation wird bekannterweise die Hydrai#tionswärme zur Wärmebehandlung mit ausgenutzt. Sie trägt zur Temperaturerhöhung des Betons bei. Mit Überschreiten der Temperatur des Latentwärmespeichers infolge der Hydratationswärme setzt ein Wärmefluß aus dem Betonelement in den Latentwärmespeicher ein.
f) Ausführungsbeispiel ; . .
Figur 1 zeigt eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens.
Der Frischbeton wird in eine Kippform eingebracht, wenn der Latentwärmespeicher die maximale Energie gespeichert hat. Als Latentwärmespeicher dient beispielsweise ölhaltiges Paraffin, dessen Schmelzpunkt bei ca· 50° C liegt. Die Menge des ölhaltigen Paraffins ist auf die zu erwärmende Betonelementemasse abgestimmt. Die gespeicherte Energie des Latentwärmespeichers wird auf das kalte Betonelement6übertragen» Die Aufheiztemperatur des BetonelementaG erhöht sich mit dem Einsetzen der Zementhydratation· Die Temperatur steigt über die Speichertemperatur* Durch das Temperaturgefälle zum Latentwärmespeicher fließt die freiwerdende Wärme jetzt in seine Richtung und steht für den folgenden Zyklus zur Verfügung.
Um die Hydrajtetionswärme des Zements beim Erhärtungsprozeß ( am optimalsten nutzen zu können, muß'ein Latentwärmespeicher mit einem Schmelzpunkt bei 30° C beispielsweise Polyglycol zur Anwendung kommen. In ,diesem Pail 1st eine längere Erhärtungszeit erforderlich als bei Einsatz von Latentwärmespeichern mit einem Schmelzpunkt um 50° C. Reicht die Energiemenge zur Aufheizung für den Brhärtungsprozeß nicht aus, kann .äußere Energie, z.B. Dampf, zugeführt werden. Mit Anwendung dieser Verfahrenaschritte werden mindestens 25- 30 % der bei der traditionellen Wärmebehandlung erforderlichen Energie durch die Nutzung der Oydratationswärme eingespart.
Die Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens besteht aus einer Kippform. Der Hohlraum 1 eines Formenbodens 2, der ursprUnglich für daa Einblasen von Dampf zur Yferrabehandlung ' -ausgelegt war, wi,rd mit einem wärmespeichernden Medium 3, ölhaltiges Paraffin, gefüllt. Zur Gewährleistung einer effektiven Wärmeausnutzung ist eine gute Wärmeisolierung 4 der gesamten Form vorgesehen. Zur Zuführung der noch erforderlichen äußeren Energie sind Rohrleitungen 5 vorgesehen, die den Latentwärmespeicher durchziehen.
Für die Kontrolle des Behandlungsregimes sowie im speziellen Fall des Erreichens der Speichertemperatur durch das Beton-( element 6 während des Abkühlens ist ein Temperaturfühler 7 angeordnet.

Claims (1)

  1. Erfindungsanspruch
    Verfahren zur Wärmebehandlung von Beton, insbesondere in der Vorfertigung, dadurch gekennzeichnet, daß der Frischbeton durch freiwerdende Energie von Latentwärmeapeichern mit Speichertemperaturen zwischen 30° C und 50° C auf die Behandlungsteniperatur aufgeheizt wird, mit Einsetzen der Hydratation die Hydrationswärme bekannterweise zur Wärmebehandlung mit ausgenutzt wird und das Betonelement so lange mit dem Latentwärmespeicher in Berührung bleibt, bis die Beton.tempera.tur unter die Speichertemperatur absinkt·
DD25766083A 1983-12-08 1983-12-08 Verfahren zur waermebehandlung von beton DD219756A1 (de)

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Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE202016006341U1 (de) 2016-10-08 2016-11-02 IfL Ingenieurbüro für Leichtbau GmbH & Co. KG Einrichtung zur Betonfertigteilherstellung mit einer Batterieform zur Aufnahme von Frischbeton zur Ausbildung der Betonfertigteile
DE102016012233A1 (de) 2016-10-08 2018-04-12 IfL Ingenieurbüro für Leichtbau GmbH & Co. KG Einrichtung und Verfahren zur Betonfertigteilherstellung mit einer Batterieform zur Aufnahme von Frischbeton zur Ausbildung der Betonfertigteile
DE102022101978A1 (de) 2022-01-28 2023-08-03 Robert Thomas Metall- Und Elektrowerke Gmbh & Co. Kg Betonform

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