DD219944A1 - Verfahren zur nutzung von obststeinen als sekundaerrohstoff - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung betrifft die Nutzung von Obststeinbestandteilen als Sekundaerrohstoff sowie das Verfahren zur Gewinnung der Bestandteile. Ziel und Aufgabe der Erfindung ist es, Samenkerne und Steinschalen-Granulat in solcher Qualitaet zu erzeugen, dass den Einsatzanforderungen verschiedener Bedarfstraeger entsprochen wird. Erfindungsgemaess wird das dadurch geloest, in dem Obststeine mittels Reinigung, Konservierung und Lagerung in ihrer Qualitaet erhalten bleiben, angebrochen, hydraulisch oder mechanisch in ihre Bestandteile zerlegt werden, die Samenkerne nach Zwischenkonservierung zu Persipanmasse aufbereitet werden und der Schalenanteil trocken zu einem vegetabilen Strahlmittel granuliert wird.
Description
-A-
',Titel, der Erfindung Verfahren zur Nutzung von Obststeinen als Sekundärrohstoff
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Gewinnung von Samenkernen und Herstellung von Steinschalen-Granulat aus Obststeinen
Das Verfahren bezieht sich auf die physikalisch-chemische ,
Aufbereitung der Obststeine und physikalische Trennung
. ' ·'.) ..
der Bestandteile,
Einsatzbereiche für Samenkerne sind Einrichtungen der Süß- und Backwarenindustrie, besonders solche der Persipanmas.se produzierenden Betriebe.
Obststeinschalen-'Granulat kommt als yegetabiles Strahlmittel in allen Bereichen zur Anwendung, wo metallische und andere nichtmetallische Strahlmittel ausgeschlossen sind. *
Insbesondere Anwendungsgebiete sind Instandsetzungsbetriebe für Kraft- und Schienenfahrzeuge, Landmaschinen und Plugkörper sowie Hersteller mikroelektronischer Bauelemente. ' ' ' . '
In der Sowjetunion wurde in den 6Oiger Jahren erkannt, daß sich Obststeinschalen-Granulat für Strahlzwecke eignet.
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Obststeinschalen sind dort ein Hebenprodukt bei der Gewinnung von oamenkernen, die insbesondere zur Erzeugung von Obstkernölen genutzt werden. Sie finden Verwendung in der Pharmakologie» Parfümerie, Kosmetik, Lebensmittel- , Industrie und- Technik (GOLDENBERG, Konservnaja i . , ovoscesüsil 'naja prom», Moskva, 23 (1968) 11). Die Trennung der Bestandteile erfolgt nur auf hydraulischem Wege,: so daß eine anschließende Trocknung der Schalen vor dem Granulieren erforderlich wird (SUCHGALTER, Maszlοzirovaja prom. 31 (1965) 5). Verfahren zur Herstellung von Strahlmitteln aus Walnuß-, Aprikosen- und Mandelschalen werden in verschiedenen Ländern (wie DDfl, USA) praktiziert (HOROWITZ, Oberflächenbehandlung 'mittels Strahlmittel, 1976).
Ziel der Erfindung ,,
Das Ziel der Erfindung besteht darinj für die in der obst- und gemüseverarbeitenden Industrie anfallenden bisher ungenutzten Obststeine verfahrenstechnische Lösungen zur Erfassung, Reinigung, Konservierung, Brechen und Trennen zu finden, um die Bestandteile Obststeinschale und Samenkern in verschiedenen Anwendungsgebieten einzusetzen und insbesondere damit Importrohstoffe zu substituieren. - . ~
Darlegung des Wesens der Erfindung
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zu entwickeln, bei dem die im industriellen Verarbeitungsprozeß anfallenden Obststeine unter Beachtung lebensmittelhygienischer Anforderungen erfaßt und aufbereitet werden, um den Einsatzanforderungen an die Samenkerne zu entsprechen.
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, indem Obst steine, die bei der Herstellung von Fruchtmark mittels
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Pässiereinrich-fcüngen sowie Fruchtpulpe und entsteintem Obst für Steril- und Gefrierkonserven mittels Entsteinmaschinen anfallen, so aufbereitet werden, daß die Samenkerne für Süß- und BackwarenerZeugnisse Verwendung finden und die Schalen in verschiedenen Zweigen der Volkswirtschaft, insbesondere granuliert als vegetabiles Strahlmittel, eingesetzt werden können*
Das wird erreicht, indem die Obststeine sofort nach dem Anfall gereinigt oder/und einem lebensmittelchemischen oder/Und thermischen Konservierungsprozeß unterzogen werden. Der.·Konservierungen.und; Zwischenlagerungsprozeß ist so zu gestaltenj daß die Verwendung^quälitat der Samenkerne und der Steinschalen erhalten bleibt« Die konservierten Obststeine werden mittels Mahleinrichtungen, vorzugsweise Walzenmühlen, angebrochen, so daß die Samenkerne in ihrer ursprünglichen Form weitgehend erhalten bleiben.
Das Steinschalen-Samenkerngemisch wird trocken mechanisch oder hydraulisch unter Ausnutzung der unterschiedlichen Dichten getrennt» Zum Beispiel kann bei hydraulischen Trennverfahren anstelle Wassers eine Salzlösung verwendet werden. Der Trennprozeß soll dabei so geführt werden, daß möglichst wenige Steinschalen in die Samenfraktion gelangen.
Die Haltbarkeit der Samenkerne wird vorzugsweise durch chemische oder thermische Konservierung gewährleistet. Das Entfernen des Samenhäutchens kann wahlweise vor oder nach dem Konservierungsprozeß durch Schälverfahren erfolgen.
Die so gewonnenen Saraenkerne eignen sich zur Herstellung von Massen, insbesondere Persipanmassen· Die getrockneten Steinschalen werden in Mahleinrich'-tungen, vorzugsweise HammermUhXen, granuliert und in speziellen Fraktioniereinrichtüngen klassifiziert. Die Korngrößenzusammensetzung des Granulats wird vom Einsatzzweck bestimmt
Der beim Granulierprozeß anfallende Schalenstaub ist so-
wohl verfütterbar, in der organischen Düngestoffproduktion einsetzbar, unter bestimmten sicherheitsteehnischen Voraussetzungen zur Wärmeenergiegewinnung als auch für Füllungen verschiedener Art anwendbar.
Die Erfindung soll an einem Beispiel näher erläutert werden:
1000 kg aus Entstein- bzw. Passiermaschinen stammende Kirschsteine werden sofort nach dem Entfernen aus den Früchten in einer Trommelwaschmaschine von größeren Fruchtfleischbeimengungen befreit. Nach der schonenden Trocknung in Trommeltrocknern verbleiben 600 kg trockene Obststeine. Die Abtrennung noch vorhandener Verunreinigungen erfolgt durch eine Kombination von Getreidereinigungsanlagen, vorzugsweise Aspirateure, Trieure, Schal- und Bürstenmaschinen.
Die verbleibenden 570 kg gereinigtön Steine werden auf Riffelwalzenmühlen angebrochen. Die regelbare Spaltweite wird so gewählt, daß mindestens 90 % der Steine angebrochen aber nicht zerquetscht werden. Das trockene Samenkern-Steinschalengemisch wird durch Einsatz eines antrieblosen,Wendeltrieurs, dessen Wirkung auf dem Schwerkraftprinzip beruht, in seine Bestandteile getrennt. Dazu sind in der Regel mehrere Durchlaufe erforderlich. Durch den nachfolgenden Einsatz einer Grießputzmaschine oder Trommelsichters kann die Wirksamkeit noch erhöht werden.
Die abgetrennten 90 kg Samenkerne werden mit 1,5 mg Sorbin- oder Benzoesäure pro kg bis zur Weiterverarbeitung chemisch konserviert.
Aus den separierten 460 kg Steinschalen wird mittels Hammermühlen 290 kg Granulat in einer Korngröße von 1 -2 mm hergestellt.
Claims (5)
- Erfindungsanspxuch1. Verfahren zur Nutzung von Obststeinen als Sekundärrohstoff dadurch gekennzeichnet, daß die aus Obststeinen gewonnenen Steinbestandteile Samenkerne in Lebensmitteln und die Steinschalen in verschiedenen Industriezweigen, vorzugsweise als Strahlmittel, zum Einsatz kommen.
- 2. Verfahren zur Nutzung der Bestandteile nach Punkt 1» dadurch gekennzeichnet, daß frische Obststeine durch Reinigen und/oder Konservieren so aufbereitet werden, daß die Verwendungsqualität der'Samenkerne und Steinschalen erhalten bleibt,
- 3. Verfahren nach Punkt 1. und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die konservierten Ob3tsteine angebrochen, hydraulisch oder mechanisch in Steinschalen, und Samenkerne getrennt werden.
- 4. Verfahren nach Punkt 1., 2. und 3· dadurch gekennzeichnet, daß die Samenkerne vom Samenhäutchen befreit und wahlweise zwischenkonserviert werden.
- 5. Verfahren nach Punkt 1., 2., 3. und4. dadurch gekennzeichnet, daß die beim Granulierprozeß anfallenden Stäube genutzt werden, vorzugsweise für Putter- und energetische Zwecke.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DD25524083A DD219944A1 (de) | 1983-09-30 | 1983-09-30 | Verfahren zur nutzung von obststeinen als sekundaerrohstoff |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DD25524083A DD219944A1 (de) | 1983-09-30 | 1983-09-30 | Verfahren zur nutzung von obststeinen als sekundaerrohstoff |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DD219944A1 true DD219944A1 (de) | 1985-03-20 |
Family
ID=5550748
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DD25524083A DD219944A1 (de) | 1983-09-30 | 1983-09-30 | Verfahren zur nutzung von obststeinen als sekundaerrohstoff |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DD (1) | DD219944A1 (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO2000047370A1 (en) * | 1999-02-12 | 2000-08-17 | Michigan Biotechnology Institute | Method for stripping paint using hard shell pits |
| DE102011113157A1 (de) * | 2011-06-22 | 2012-12-27 | Doncasters Precision Castings-Bochum Gmbh | Verfahren und Vorrichtung zur Behandlung eines gerichtet erstarrten oder einkristallinen Gussteils |
| DE112020004733B4 (de) | 2019-10-03 | 2023-02-02 | Fill Gesellschaft M.B.H. | Oberflächenbehandlungsverfahren |
-
1983
- 1983-09-30 DD DD25524083A patent/DD219944A1/de not_active IP Right Cessation
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO2000047370A1 (en) * | 1999-02-12 | 2000-08-17 | Michigan Biotechnology Institute | Method for stripping paint using hard shell pits |
| DE102011113157A1 (de) * | 2011-06-22 | 2012-12-27 | Doncasters Precision Castings-Bochum Gmbh | Verfahren und Vorrichtung zur Behandlung eines gerichtet erstarrten oder einkristallinen Gussteils |
| DE112020004733B4 (de) | 2019-10-03 | 2023-02-02 | Fill Gesellschaft M.B.H. | Oberflächenbehandlungsverfahren |
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