DD220031A1 - Entmonomerisierungsverfahren fuer syntheselatices - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Entmonomerisierung von Syntheselatices, insbesondere Butadien-Styren-Copolymerlatices. Ziel der Erfindung ist es, die den bekannten technischen Loesungen zur Entmonomerisierung hinsichtlich Produktqualitaet, Energieoekonomie sowie unbeherrschbarer oder nur mit grossem Aufwand beherrschbarer Schaumprobleme, starker Feststoffausscheidungen und somit Produktionsausfaellen bzw. Produktionseinschraenkungen zu vermeiden. Die Aufgabe besteht in der Entwicklung eines der Zielstellung entsprechenden Verfahrens und wird geloest, indem der unter Reaktionsdruck und -temperatur stehende Syntheselatex kontinuierlich in die erste von mindestens zwei Entmonomerisierungsstufen, in der ein Druck im Bereich von 10 bis 50 % des Reaktionsdruckes herrscht, unter moeglichst intensiver Schaumentwicklung und damit beschleunigter Monomeraustreibung entspannt und mit einer Verweilzeit zwischen 5 und 60 s ohne Abtrennung der Monomeren vom Syntheselatex durch diese Entmonomerisierungsstufe gefuehrt wird und anschliessend die Entspannung und Trennung des Monomeren-Syntheselatex-Gemisches in der zweiten unter geringerem Druck stehenden Entmonomerisierungsstufe mit einem maximalen Druckverlust von 50 kPa durchgefuehrt und der Latex dort und ggf. auch weiter in bekannter Weise behandelt wird, wobei die in der ersten Entmonomerisierungsstufe ausgetretenen Monomeren als Treibmittel zwischen beiden Stufen fungieren. Als moegliche Anwendungsgebiete kommen die Entfernung und Rueckgewinnung von Monomeren und anderen fluechtigen Bestandteilen aus Syntheselatices in Frage.
Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Entmonomerisierung von Syntheselatices insbesondere Butadien-Styren-Copolymerlatices,
Es ist bekannt, daß die Entfernung von Restmonomeren aus allgemein wäßrigen Polymerdispersionen zum Zweck der Verbesserung der Produktqualität und aus Gründen der Materialökonomie sowie des Gesundheits- und Arbeitsschutzes erfolgen muß. Daher wurden in der Vergangenheit verschiedene Verfahrensprinzipien zur Entfernung von Restmonomeren vorgeschlagen.
So ist allgemein bekannt, daß durch Behandlung — Erhitzen und/oder Begasen — der Polymerdispersion mit Wasserdampf oder anderen inerten Schleppmitteln die Restmonomeren ausgetrieben werden können. Häufig wird in einem Beruhigungsraum durch Schwerkrafteinwirkung eine Trennung von Dampf bzw. inertgas, nunmehr Monomere enthaltend, und Polymerdispersion herbeigeführt.
(DD-PS 84085; DE-OS 2435704; DE-OS 2717996)
Auch die Anwendung von Rührbehältern unterschiedlicher Verschaltung ist bekannt. (DE-OS 2429776; DE-OS 2520591) Nachteilig bei der Anwendung eines Rührkessels ist das breite Verweilzeitspektrum für die einzelnen zu entmonomerisierenden Polymerpartikel. Einige Partikel verlassen den Rührkessel vor einer ausreichenden Entmonomerisierung — andere dagegen verbleiben zu lange im Rührkessel und unterliegen einer Veränderung durch vorwiegend thermische Einflüsse, die zu einer Verschlechterung der Produktqualität beitragen.
Ganze Rührkesselkaskaden haben den Nachteil des erhöhten technischen Aufwandes und der daraus resultierenden erhöhten Störanfälligkeit. Ebenfalls bekannt ist die Entmonomerisierung in Kolonnenapparaten. Ihnen werden oft große Behälter vorgeschaltet um insbesondere bei Polymerdispersionen mit hohem leichtsiedendem Monomeranteil deren größten Teil möglichst energiearm unter Ausnutzung des Dampfdruckes der Monomeren von der Polymerdispersion abzutrennen. Da dieser Prozeß mit einer intensiven Schaumentwicklung einhergeht, werden entweder sehr große. Behälter eingesetzt oder Antischaummittel in das Produkt eingebracht. Beides erhöht den Aufwand und senkt somit die Effektivität dieses Verfahrens.
Die Raum-Zeit-Belastung liegt bei diesen-Verfahren in der Regel höher als 1,5m3h/m3 bei gleichzeitiger Anwendung von Anti schaummitteln.
Zur Entmonomerisierung von Polymerdispersionen sind weiterhin Zerstäubungs- und Verdüsungseinrichtungen bekannt (DD-PS 84085). Neben hohen Feststoffausscheidungen auf Grund großer Scherkräfte haben auch diese Verfahren bei der Abtrennung der Monomeren bzw. des monomerbeladenen Dampfes oder Inertgases von der Polymerdispersion mit Schaumproblemen zu kämpfen. Häufig sind dann zusätzliche Apparate (DD-PS 122644; DD-PS 122483), mechanische, chemische oder physikalische Verfahren zur Schaumminderung oder-zerstörung notwendig. Die nicht beherrschten Schaumprobleme ziehen oft einschneidende Einschränkungen in der Produktionskapazität nach sich.
Ziel der Erfindung ist es, Syntheselatices zu entmonomerisieren, ohne daß die den bekannten technischen Lösungen zur Entmonomerisierung anhaftenden Nachteile hinsichtlich Produktqualität sowie unbeherrschbare oder nur mit großem Aufwand beherrschbare Schaumprobleme, starke Feststoffausscheidungen und somit Produktionsausfälle bzw. Produktionseinschränkungen auftreten.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Entmonomerisierungsverfahren für Syntheselatices, insbesondere Butadien-Styren-Copolymerlatices, zu entwickeln, mit dem es möglich wird, die vorher erwähnten Nachteile zu vermeiden. Erfindungsgemäß wird die Aufgabe durch ein mindest zweistufiges Verfahren gelöst, wobei der unter Reaktionsdruck und Reaktionstemperatur stehende Syntheselatex kontinuierlich in die erste der beiden Entmonomerisierungsstufen, in der ein Druck im Bereich von 10 bis 50% des Reaktionsdruckes herrscht, unter möglichst intensiver Schaumentwicklung und damit beschleunigter Monomeraustreibung entspannt und mit einer Verweilzeit zwischen 5 und 60s ohne Abtrennung der Monomeren vom Syntheselatex durch diese Entmonomerisierungsstufe geführt wird und anschließend die Entspannung und Trennung des Monomeren-Syntheselatex-Gemisches in der zweiten unter geringerem Druck stehenden Entmonomerisierungsstufe mit einem maximalen Druckverlust von 5OkPa durchgeführt und der Latex dort und ggf. auch weiter in bekannter Weise behandelt wird, wobei die in der ersten Entmonomerisierungsstufe ausgetretenen Monomeren als Treibmittel zwischen beiden Stufen fungieren.
Ein Butadien-Styren-Copolymerlatex mit einem Feststoffgehalt von 21 Ma.-% wurde unmittelbar nach Abstoppung des Polymerisationsprozesses nach einem Umsatz von 70,5% der Entmonomerisierung zur Butadienabtrennung zugeführt. Die Temperatur des Latex betrug 12°C und der Druck im Reaktor vor der Entspannung 40OkPa. Der Enddruck nach der Entspannung des Latex in der ersten Entmonomerisierungsstufe wurde auf 15OkPa eingestellt. In dieser Stufe verweilte das Monqmer-Latex-Gemisch45sund wurde anschließend in die zweite Entmonomerisierungsstufe gefunrt,. deren Raum-Zeit-Verhältnis 1,35 (m3h/ m3) betrug, d. h. sie konnte kleiner sein als Entmonomerisierungsstufen bekannter Verfahren, die zusätzlich mit Antischaummittel arbeiten. Die zweite Entmonomerisierungsstufe stand unter einem Druck von 11OkPa. In ihr traten nun ohne Anwendung von Antischaummittel keine Schaumprobleme mehr auf. Da auch kein Dampf zur Behandlung des Latex zum Einsatz kam, traten auch Ausscheidungen in vorher gekanntem Ausmaß nicht mehr auf. Zur Entfernung des Styrens wurde der Latex wie bekannt wetterbehandelt.
Claims (1)
- -1- 254 955 ОErfindungsanspruch:Verfahren zur Abtrennung von Restmonomeren aus Syntheselatices — insbesondere Butadien-Styren-Copolymerlatices, durch Entspannung und anschließende Behandlung nach bekanntem Verfahren, dadurch gekennzeichnet, daß der unter Reaktionsdruck und -temperatur stehende Syntheselatex durch die erste von mindestens zwei Entmonomerisierungsstufen, in der ein Druck im Bereich von 10 bis 50% des Reaktionsdruckes herrscht, mit einer Verweilzeit zwischen 5 und 60s ohne Abtrennung der ausgasenden Monomeren vom Syntheselatex geführt wird, wobei die Monomeren gemeinsam mit dem Syntheselatex aus der I.Entmonomerisierungsstufe in die nachfolgende Stufe geführt werden und der Enddruck der ersten Entmonomerisierungsstufe maximal 5OkPa über dem Druck der nachfolgenden zweiten Entmonomerisierungsstufe, in dem der Syntheselatex nach bekanntem Verfahren weiterbehandelt wird, Hegt.
Priority Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DD25495583A DD220031A1 (de) | 1983-09-20 | 1983-09-20 | Entmonomerisierungsverfahren fuer syntheselatices |
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| DD220031A1 true DD220031A1 (de) | 1985-03-20 |
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| DD (1) | DD220031A1 (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US4149530A (en) * | 1977-06-07 | 1979-04-17 | Gow Quinn W | Electric massager |
| DE19516362A1 (de) * | 1995-05-04 | 1996-11-07 | Buna Sow Leuna Olefinverb Gmbh | Verfahren zur Entmonomerisierung von Syntheselatices |
| DE19517696A1 (de) * | 1995-05-13 | 1996-11-14 | Buna Sow Leuna Olefinverb Gmbh | Verfahren zur Entfernung von Monomeren aus einem Butadien-Styrol-Copolymerisat |
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- 1983-09-20 DD DD25495583A patent/DD220031A1/de not_active IP Right Cessation
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| DE19517696A1 (de) * | 1995-05-13 | 1996-11-14 | Buna Sow Leuna Olefinverb Gmbh | Verfahren zur Entfernung von Monomeren aus einem Butadien-Styrol-Copolymerisat |
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