DD220061A1 - Verfahren zur herstellung eines naehwirk-vliesstoffes mit zusaetzlich verfestigter oberflaeche - Google Patents

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DD220061A1
DD220061A1 DD25830983A DD25830983A DD220061A1 DD 220061 A1 DD220061 A1 DD 220061A1 DD 25830983 A DD25830983 A DD 25830983A DD 25830983 A DD25830983 A DD 25830983A DD 220061 A1 DD220061 A1 DD 220061A1
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DD
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nonwoven fabric
nonwoven
needle
naehwirk
fibers
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Application number
DD25830983A
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Inventor
Peter Boettcher
Manfred Hunger
Roland Pfeffer
Hans-Joachim Koenig
Original Assignee
Fi F Textiltechnologie
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Abstract

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung eines Naehwirk-Vliesstoffes mit zusaetzlich verfestigter Oberflaeche. Ziel und Aufgabe der Erfindung ist es, Naehwirk-Vliesstoffe mit stabiler Oberflaeche herzustellen, indem die die Oberflaechenbestaendigkeit negativ beeinflussenden freien oder abstehenden Fasern durch einen einfachen mechanischen Bearbeitungsprozess fest in das Vlies- oder Vliesfaden-Naehgewirke eingebunden werden. Erfindungsgemaess werden die freien oder abstehenden Fasern durch einen Vernadelungsprozess in das Innere des Naehwirk-Vliesstoffes eingebunden. Die Vernadelung kann ein- oder beidseitig durchgefuehrt werden. Dabei wird die Einstichtiefe auf die Dicke des Vliesstoffes und die Stichdichte auf die Faseranzahl im Naehwirkvliesstoff abgestimmt.

Description

Titel der Erfindung . ' . ' ',
Verfahren zur Herstellung eines Nähwirk-Vliesstoffes mit zusätzlich verfestigter Oberfläche . . \
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft die Herstellung von Vlies-Nähgewirken oder Vlies-Faden-Nähgewirken, die an der Nähgevvirkeoberfläche keine oder sehr wenig freie oder abstehende Faserteile aufweisen. Diese Nähwirk-Vliesstoffe sind für technische odör Haushaltartikel, wie Staub-, Reinigungs-, Spül-, Putztüpher u. ä. -geeignet. . .
Charakteristik' der bekannten technischen Lösungen
Es ist bekannt, die Oberflächeneinbindung freier Fasern oder abstehender Fasern und damit die Oberflächenbestähdigkeit von Nähwirk-Vliesstoffen durch chemische"Verfestigurig, durch, erhöhte Gberflächenabdeckung iiiit Näh- oder Musterfäden bzw. durch oberflächliches Entfernen dieser Fasern durch Scheren, Rauhen, -Bürsten- zu verbessern.
. ι ' · .' '-
Dabei werden zusätzliche Materialien in bzw, auf das Nähgewirke gebracht bzw. Fasermaterial als Abfall entfernt.
Verfahrenstechnisch gibt es verschiedene Varianten, die bei Gestricken'', Gewirken oder Geweben aus polyfilen Chemieseiden eine mechanische Nachbehandlung durch einstechende, mit Wi-. derhaken versehene Fiiznadeln vorsehen, um durch Zerreißen
von Elementar.f aden und/oder Herausarbeiten von Eleme'htarfadenstückevn aus der Warenoberfläche eine Veränderung, des Oberflächenbildes in Richtung eines garnähnlichen Aussehens zu bewirken. Dabei finden Einstichtiefen von IO - 20 mm Anwendung, (OD-PS 153 502, DE-OS 2 522 871)
Gemäß DO-PS 158 259 wird textlien Flächengebilden wie Geweben, «Virkgeweben, Fadenlagen-Nähgewirken o, ä,, die vollständig oder teilweise aus Chemieseiden bestehen, durch Einwirken von Nadeln ein faserartiges Aussehen verliehen,
Nach der CSSR-Patentschrift 137 866 wird ein Faservlies zum Zwecke der Festigkeitserhöhung und der diskontinuierlichen Weiterverarbeitung vorgenadelt und anschließend mit Nähfäden zum Vlies-Faden-Nähgewirke übernäht#
in der USA-Patentschrift 3 395 065 wird ein b.eidseitiges , Nachnadeln eines Vlies-Faden-Nähgewirkes mit Stichtiefen über 10 mm zum Zwecke der Erhöhung der Zugfestigkeit und Verringerung der Dehnbarkeit beschrieben, wobei Fasern von einer Oberfläche durch -das Nähgewirke hindurch auf die andere Seite durchgezogen und. auf der anderen Seite .aus der Oberfläche herausgearbeitet werden, '.
Ziel der Erfindung _
Die Erfindung hat das Ziel, einen Nähwirk-Vliesstoff mit stabiler Oberfläche· ohne freie . oder aus dera^Vlies, heraus ragende Fasern herzustellen, , ' .
Darlegung des '.-Vesens der Erfindung . '.
Es ist Aufgabe der Erfindung, bei Nähwirk-Viissstoffen,'die die Oberflachenbeständigkeit,negativ beeinflussenden freien oder abstehenden Fasern durch einen einfachen, mechanischen ' Be.arbeitungsprozeS fest, in das Vlies- oder Vlies-Faden-Nähgewi rk'e einzubinden, ' - '
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß die Oberfläche des Nähvvirk-Vliesstof fes, z. B. eines Vlies- oder Vlies-Faden-Nähgewirkes, zusätzlich verfestigt wird, indem die auf der Oberfläche des Nähwirk-Vliesstoffes befindlichen freien oder abstehenden Fasern durch einen Vernadelungsprozeß in das Innere· des Nähwirk-Vliesstoffes, eingebunden werden.
Das Vlies- oder Vlies-Faden-Nähgewirke wird über eine Nadelmaschine geführt und mittels Filznadeln so durchstochen, daß die auf der den Nadeln .zugewandten Oberflächenseite befindlichen freien oder abstehenden Fasern von den ersten beiden Widerhaken jeder Nadel erfaßt und bis in das innere Fasergefüge des Nähwirk-Vliesstoffes mitgezogen und dort angeordnet werden. Dieser Vernadelungsprozeß kann von einer Seite oder auch beidseitig durchgeführt werden, so daß ein Flächenge'oilde mit ein- oder beidseitig verfestigter Oberfläche hergestellt werden kann. Der Vernadelungsprozeß wird mit feinen , Nadeln durchgeführt. Der Feinheitsbereich, der Nadel ,ausgedrückt durch die Stärke der Klinge als beim Durchstechen wirksamer Teil der Nadel, liegt zwischen 0,4013 und 0>5080 ram. Der Abstand der Widerhaken auf der Nadel beträgt 0,8 - 1,2 mm.'
Eines der wichtigsten Kriterien des erfindungsgemäßen Verfahrens ist die Stichtiefe der Nadeln , um die Fasern der Oberfläche bzw. Oberflächen im Inneren des Nähwirkvlies- : stoffes zu verankern, ohne sie auf der jeweils gegenüberliegenden' Seite wieder frei oder abs tehend ,hindur'chzudrücken. Es wird mit einer einstellbaren Stichtiefe gearbeitetV bei der der erste. Widerhaken einer Nadel bei deren Durchstich mit einem Abstand von 1 bis 2 mal der Dicke des Nähwirk-Vliesstof fes aus der Unterseite des Nähwirk-Vliesstoffes herausragt.
.Erfindungsgemäß wird mit einer Stichdichte gearbeitet, die auf die Faseranzahl im Nä'hwirk-Vliesstoff abgestimmt istl4 Das
. . ρ
Verhältnis von Anzahl Nadeleinstiche/cm Oberfläche zur Anzahl Fasern/cm Nähwirk-Vliesstoff liegt bei 1:10.
Der so behandelte Nähwirk-Vliesstoff zeigt eine durch entsprechende textilphysikalische Prüfungen belegbare bessere Oberflächenbeständigkeit, wie Abfaserneigung, Scheuerfestigkeit, Pillbeständigkeit unter weitgehender Beibehaltung von Konstruktionsparametern des Nähwirk-Vliesstoffes , wie Flächenmasse^, Dicke, Zugfestigkeit und ^-dehnung,'
Aus füh rungs be is ρ ie 1 - · -" '
Die Erfindung soll anhand eines nachfolgenden Ausführungsbeispi-eles naher erläutert »werden, ohne damit die Allgemeingültigkeit einzuschränken.
Ein Vlies-Nähgewirke aus 70% VI-F und 3.0% PE-F mit eine,r
' 2 ' ' '
F^ächenmasse von .200 g/m "-und einer [ mit folgenden Bedingungen vernadelt :
F^ächenmasse von .200 g/m "und einer picke von 1,6 mm wurde
Nadelart 15 χ 18 χ 38 χ -3 C3 2 3Ξ . ' , '
Stärke der Klinge 0,5080 mm .
Abstand Nadelspitzen - 1, Widerhaken: 3 rr,m '. Abstand von Widerhaken zu Widerhaken : Ι.,Όδ mm.
Damit ergibt sich bei einer Nähwirk-Vliasstoffdicke von . 1,6 mra, einem Herausragen des 1. Widerhakens λ aus der iMähwirk-Vliess.toff Unterseite von 1,5 mal der. Nähwirk-Vliess tof fdicke , das sind 2,4 mm, und einer Spitzenlänge von 3 ram eine einstellbare Stichtiefe von 5,4 mm.
Bei einer mittleren Faserlänge.von' 60 mm und einer mittleren Faser.feinheit von 0,40 tex ergibt sich nach der, Beziehung
m_ . 10 r
.^F," Tt , lf . ρ , -.: .'
Ap = Anzahl Fasern je' cai Vliesstoff
1 2 ' '
Ui5 = Flächenmasse des Vliesstoffes in g/m ·
Tt = Faserfeinheit in "ex · ..
L,- = Faserlänge in cm D= Dicke'des Vliesstoff as
3 ' ' eine theoretische Faseranzahl je cm Vlies-Nähgewirke von 5200, somit ergibt sich eine optimale Stichdichte beim Vernadeln von 520 Stich/cm .

Claims (5)

  1. Erfindungsanspruch
    1. Verfahren zur Herstellung eines Nahwirk-Vliesstoffes mit zusätzlich verfestigter Oberflache, gekennzeichnet dadurch, daß auf der Oberfläche des Nähwirk-Vliesstoffes befindliche freie oder abstehende Fasern durch einen Vernadelungsprozeß in das Innere des".Nähwirk-Vliesstoffes eingebunden werden. ,.' ;' - .
    . . ' . ' ι , ' - '
  2. 2. Verfahren nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß der
    Vernadelungsprozeß ein- oder beidseitig durchgeführt - wird. '. ' '" ..-." -· ..
    Ί . - ·'
  3. 3. Verfahren .nach Punkt I, gekennzeichnet dadurch, daß der
    Vernadelungsprozeß mit Nadeln mit einer Klingenstärke . zwischen 0,4013 bis 0,5080 mm (Feinheitsbereich von. 38 , 42) und einem Widerhakenabstand auf der Nadel von 0,8 1,2 mm durchgeführt wird. ' '.'
  4. 4. Verfahren nach Punkt 1,. gekennzeichnet dadurch/ daß der Vernadelungsprozeß mit einer Stichtiefe der Nadel erfolgt, bei der der erste Widerhaken beim Durchstich ,in einem Abstand von 1 bis 2 mal der Dicke des Nähwirk-Vliesstoffes aus der Unterseite des Nahwirk-Vliesstoffes herausragt.
  5. 5. Verfahren nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß der -
    Vernadelungsprozeß mit einer Stichdichte im Verhältnis
    ' ' 2 ' - 3
    Nadeleinstiche/cm Oberfläche zur Anzahl casern/cm . Näi
    wirk-Vliesstoff von 1:10 durchgeführt.wird. .
DD25830983A 1983-12-21 1983-12-21 Verfahren zur herstellung eines naehwirk-vliesstoffes mit zusaetzlich verfestigter oberflaeche DD220061A1 (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE10339434B3 (de) * 2003-08-27 2005-07-07 Techtex Gmbh Vliesstoffe Druckelastischer Polfaservliesstoff und Verfahren zu seiner Herstellung

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