DD220081A1 - Einrichtung zum vorspannen staehlerner tragwerke - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung betrifft das Vorspannen staehlerner Tragkonstruktionen, insbesondere aus einzelnen Baugruppen zusammengesetzter Arbeitsbuehnen von Geruestbruecken. Sie hat das Ziel, die Tragfaehigkeit der Tragkonstruktion zu erhoehen und damit zu einer Senkung des Material- und Arbeitszeitaufwandes beizutragen. Es bestand die Aufgabe, das Vorspannen zerlegbarer Arbeitsbuehnen auf einfache Weise und mit wenigen montagefaehigen Baugruppen zu ermoeglichen. Die Aufgabe wird durch eine Einrichtung geloest, die aus zwei raeumlichen Unterspannelementen und einem zwischen diesen angeordneten Spannglied besteht. Die raeumlichen Spannelemente bestehen aus einer stabilen Dreieckscheibe, an deren unterem Eckpunkt zwei schraeg nach oben und aussen verlaufende Zugstaebe befestigt sind, deren Enden mittels Anschlussplatten mit den Untergurten der Arbeitsbuehne verbunden sind. Die schraeg nach oben verlaufenden Staebe der Dreieckscheibe liegen an den Untergurten der Arbeitsbuehne an. Damit wird ein raeumliches Sprengwerk geschaffen, mit dem vorhandene Arbeitsbuehnen an beliebiger Stelle unterspannt und vorgespannt werden koennen. Fig. 3
Description
Titel der Erfindung
Einrichtung zum Vorspannen stählerner Tragwerke
Anwendungsgebiet der Erfindung "
Die Erfindung betrifft.das Vorspannen von stählernen Tragkonstruktionen. Sie ist zweckmäßig bei Gerüstbrücken anwendbar, deren Arbeitsbühnen aus vormontiert en Bau- ' gruppen zusammengesetzt werden. .
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Bekannt sind Arbeitsgerüste, die aus zwei im Abstand.
voneinander stehenden Gerüsttürmen und einer auf den Gerüsttürmen aufgelagerten oder zwischen diesen höhenverstellbar angeordneten Arbeitsbühne bestehen. Zum Zwecke einer zeitsparenden Montage sind sowohl die Gerüsttürme als auch die Arbeitsbühnen aus vorgefertigten Baugruppen zusammengesetzt, die aiii Einsatzort miteinander ver- : schraubt werden. Die Baugruppen der Arbeitsbühne werden dabei aus jeweils zwei parallel liegenden Rohrfachwerk-· trägern gebildet, die mit Querstäben untereinander.ver-
: bunden sind. An den Enden der Vier Rohrgurte sind „mit
•20 Bohrungen versehene Kopfplatten angeschweißt, die zum · Verschrauben der Baugruppen untereinander dienen·.
1 um j ^ λ λ
-../Solche Arbeitsgerüste, die auch als Gerüstbrücken bezeichnet werden, sind gegenüber üblichen Flächengerüsten sehr •wirtschaftlich, da sie sowohl einen geringen Stahleinsatz als auch kurze Montagezeiten ermöglichen. Die Arbeitsbüh-
. 5 nen können j,edoch nur in begrenzten Längen und mit begrenzter Tragfähigkeit eingesetzt werden.· Sollen größere Spannweiten oder höhere Belastungen ermöglicht werden, so. : müßten die Stabe des Tragwerkes stärker dimensioniert werden, was nicht nur zu einem unwirtschaftlich hohen . Stahl- einsatz, sondern auch zu einer erschwerten Handhabung führen bzw, eine Handmontage überhaupt unmöglich machen würde.
Es ist auch bekannt,'die Tragfähigkeit von Stahltragwerken durch Vorspannen zu erhöhen. · . ' . : . Eine Möglichkeit des Einbringens von Vorspannkräften Bietet das sogenannte Sprengwerk. Hierbei werden an.den Un-. tergurten des zu unterspannenden Trägers ein oder zwei <
· ' Pfosten symmetrisch angeordnet, wobei die Spannglieder von dem einen Ende des zu unterspannenden Trägers über die .
: unteren Endpunkte der Pfosten zum anderen Ende des Trägers verlaufen. Der polygonale Verlauf der Zugglieder erfordert Jedoch einen hohen Genauigkeitsgrad bei' der Herstellung der besonders auszubildenden Umlenkpunkte, was auch zu einem erhöhten Arbeitsaufwand führt. Es wurde deshalb bereits vorgeschlagen, die, ;Spannglieder nur zwischen den Pfosten anzuordnen und*die "Enden der Träger durch Spann-'bänder mit den Pfosten zu verbinden. Bei.Baukonstruktionen, die -wie.die Arbeitsbühnen von Gerüstbrücken —· aus zwei parallelen. Hauptträgern bestehen, müßte jeder Träger .einzeln vorgespannt und hierzu mit einem'Sprengwerk versehen werden,. Das erfordert einesteils eine hohe Präzi-. sion .beim Einbringen der Vorspannkräfte in.die beiden Träger und-erhöht andererseits die Anzahl der zum Einsatz kommenden Einzelteile in unerwünschter Weise. Pur den Einsatz im Gerüstbau unter den Bedingungen einer sich ständig wiederholenden Montage und Demontage sind dies wesentliche Nachteile. ,' ..
Ziel der, Erfindung ;
Durch die Erfindung.soll· die Tragfähigkeit der :Arbeits-, bühnen von Gerüst brücken erhöht und' damit der Arbeit s--. .zeit- und Materialaufwand im Gerüstbau gesenkt sowie eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen bei Passaden- und Dacharbeiten erzielt werden. . .
' ' Darlegung des Wesens der Erfindung
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine.Lösung zu finden, die das Vorspannen zerlegbarer Arbeitsbühnen auf einfache Weise gestattet, w(obei die Vorspannkonstruktion aus wenigen Baugruppen bestehen und eine: schnelle Montage und Demontage-ermöglichen soll. .
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß an den .Untergurten der Arbeitsbühne zwei räumliche Ünter-Spannelemente lösbar angeordnet und durch -ein Spannglied . miteinander verbunden sind. Jedes räumliche· Unterspannelement besteht' dabei aus einer stabilen mit der Spitze ' . nach unten zeigenden Drereckschelbe, die,aus Stäben gebildet ist. Die schräg nach oben verlaufenden Stäbe der v.
Dreieckscheibe liegen an den Untergurten der Arbeitsbühne an, während von dem unteren Eckpunkt der.Dreieckscheibe zwei Zugstäbe schräg nach oben und außen verlaufen, die über Anschlußplatten oder dgl. mit den'Untergurten der Arbeitsbühne verbunden sind. An den Enden der schrägen' Stäbe der Dreieckscheibe können Druckplatten angeordnetwerden. · ' . . ' ' '.'..' Zur Erleichterung der Montage ist es, zweckmäßig, die Dreieckscheibe mit Klemmvorrichtungen zu·-versehen. . . ·
An der Dreieckscheibe ist weiterhin- eine Spanngliedhalterung zur Befestigung des ..Spanngliedes angeordnet, die zweckmäßig aus einem Rohrstück besteht. Zwischen den Stäben der Dreieckscheibe und den Zugstäben sind-Aussteifungen angeordnet, die dem räumlichen Unterspannelement
/. '. , .' '·.' . . ν- 4 - . ·. : ' '': \' · ... -
: · eine zusätzliche Stabilität., geben.; ';' ..· ! · Das. Spannglied kann, sowohl aus einzelnen, als auch aus mehreren parallelen Einzelstäben oder. Drähten, bestehen.
Ausführungsbeispiel - .
Die Erfindung wird an nachstehendem Ausführungsbeispiel näher erläutert., In der Zeichnung zeigen '
·, Pig. 1 die Ansicht einer Arbeitsbühne mit erfindungsgemäßer Vorspanneinrichtung ν . ' '·.·..
/Pig. X2 den Schnitt A-A ''.nach. Pig. 1,. ' V .
1.0 Pig. 3 ein. räumliches Unterspannelement in perspektivi- . 'Scher Darstellung« * ,. ,
Die Arbeitsbühne 1 der Gerüstbrücke ist mittels zweier räumlicher Unterspannelemente. 2 und eines' zwischen den · · -Unterspannelementen2 angeordneten Spanngliedes 3 vörge— ; spannt. ,Das Spannglied 3 ist. im Beispiel als Rundstahl'- " stab ausgebildet.. Es' können hierzu auch Spannseile' verwen-. ,det werden. Die U'nte.rspannelemente 2 bestehen aus einer in .sich stabilen Dreieckscheibe,. die aus den Rphrstäbe'n 4, 5, 6 gebildet wird sowie zwei mit den unteren Eckpunkten der Dreiecks.che.i'oen· Verbundenen' und schräg nach oben und . außen verlauf enden Zugstäben 7,, 8. Zwischen den',Rohrs ta- ben 5, β und den Zugstäben '7,, 8 sind Aussteifungen 9.» 10 angeordnet', die dem .Unterspannelement 2 zusätzliche Stabilität verleihen. Die Verbindung'1'zwischen den Röhrstäben 5, 6 und den Zugstäben J, 3 erfolgt "durch die Znotenble- '
ehe 51·, 6* , die .durch eine. als Rohr ausgebildete Spann- \ gliedhalte rung'11 untereinander verbunden' sind·. Die Sp-ann-. gliedhslterung 11- dient gleichzeitig zur Aufnahme und Ver-'. ankerung des Spanngliedes -^. An den oberen Enden' der' Rohrstäbe- 5,· .6 befindet sich jeweils eine., Druckplatte T2, 13j. ' an deren Verlängerung eine Klemmvorrichtung 14, 15 ange- ., Ordnet ist. Die freien Enden der Zugstäbe 7, 8 sind mit .; Anschlußplatten 7Τ,;8' versehen. Tn den Anschlußplatten 7'., 8' befinden sich Bohrungen, die mit denen der an-den
unteren Rohr gurt en 16 der Arbeitsbühne: 1 befindlichen Kopfplatten 17 übereinstimmen.
Die '-räumlichen Unterspannelemente 2 gestatten es, die aus zwei miteinander verbundenen Rohrfachwerkträgern.bestehenden und aus vorgefertigten Baugruppen1;: aus ammenge setz te Arbeitsbühne T mit einer Vorspannung zu versehen. Dazu .sind lediglich die Anschlußplatten 7', 81 mit den Kopf-' plätten 17 der Arbeitsbühne zu: verschrauben und die an den Verlängerungen der Druckplatten 12, 13 befindlichen Klemmvorrichtungen 14r 15. an die unteren Rohrgurte 16 anzuschließen. Die Druckplatten 12, 13 befinden sich dabei genau, unterhalb eines unteren Knotens des Rohrfachwerkes . der Arbeitsbühne 1
äodann wird das Spannglied 3 durch die Spanngliedhalte-j rung 11 der an beiden Seiten der Arbeitsbühne 1 .befindlichen Unterspannelemente. 2 hindurchgeführt und:in üblicher Weise 'befestigt und gespannt. Die Vorspannkräfte werden über.,die' Zugstäbe 7, 8 und die Anschlußplatten 7';, β1 in die.'.Rohr.gur.te Ί6 der .Arbeitsbühne Ί eingeleitete Die Übertragung der wirksamen Druckkräfte erfolgt über die Rohrstäbe 5.,, 6 der Dreieckscheibe und die zugehörigen Druckplatten 12, 13. Die Klemmvorrichtungen 14, 15 übertragen keine. Kräfte; sie dienen nur zur Erleichterung der Montage. ·' '. ' . '. · ' ' ·
Durch die räumlichen Unterspannelemente wird ein räumli- .
.- ches Sprengwerk geschaffen, das einfach montier-,und de- . montierbar ist und an beliebiger Steile des vorzuspannenden Tragwerkes angeordnet.werden kann.- . .. '. " ( Besonders'vorteilhaft kann die Erfindung bei Gerüstbrükken eingesetzt werden, deren Arbeitsbühnen aus,vorgefertigten Baugruppen .zusammengesetzt,'.sind. ,Sie ermöglicht es, · die Arbeitsbühnen vorzuspannen, ohne daß dazu die vorhandenen Gerüstelemente verändert werfen müssen. Aus den vorhandenen-'Elementen, können daher je nach Erfordernis Arbeitsbühnen mit oder ohne Vorspannung ausgeführt werden.
Durch ,die Anordnung- der..'Vorspanneinrichtung· wird es 'möglich, Gerüst.brücken oder ähnliche Tragwerke höher zu belasten oder mit größeren Spannweiten auszuführen, was .· . sich .'neben einer Erweiterung der Einsatzmöglichkeiten insbesondere' in einer wesentlichen Einsparung von Material- und Herstellungsaufwand auswirkt. , ',.. ·.
Claims (7)
- P a , t e η t a η s p. r ü c h e..!··" Einrichtung zum Vorspannen . stählerner Tragwerke , vor*· zugsweise für Arbeitsbühnen von .Gerüstbrücken,, gekennzeichnet durch zwei lösbar an den Untergurten (16) der .- Arbeitsbühne (1). angeordnete und durch ein Spannglied (3) miteinander verbundene räumlicheUnterspannelemente (2),. wobei Jedes räumliche Unterspannelement (2) aus einer in sich stabilen, aus Stäben (4; 5; 6) 'gebildeten, mit der Spitze nach unten zeigenden Dreieck-10' scheibe besteht, deren schräg nach oben verlaufendenStäbe (5; .6) an den Untergurten (16) anliegen und von . deren unterem Eckpunkt zwei Zugstäbe (7; 8) schräge . nach oben und außen verlaufen, die mittels Anschluß.-platten (71; Ql) oder dgl. mit den Untergurten (16) -15 der Arbeitsbühne (Ί) verbunden sind. ' ·
- 2. Einrichtung zum Vorspannen nach Punkt 1,, dadurch gekennzeichnet, daß ah den Enden der schräg nach oben : verlaufenden Stäbe (5; β) der Dreieckscheibe Druckplatten (12; 13) angeordnet sind. . .
- 3· Einrichtung zum Vorspannen nach Punkt 1 und 2, dadurch . gekennzeichnet,, daß an den Druckplatten (12; 13) Klemmvorrichtungen (14; 15) zum Anschließen der Dreieckscheibe an die Untergurte (16) angeordnet sind.
- 4· Einrichtung zum Vorspannen nach ,Punkt 1 und 2, dadurch ... gekennzeichnet; daß die aus den Stäben. (4; 5; 6.) gebildete Dreieckscheibe mit einer Spanngliedhaiterung . (11) versehen ist♦ . .
- 5. Einrichtung zum Vorspannen-nach Punkt 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Spanngliedhaiterung (11) aus . einem am unteren Eckpunkt der Dreieckscheibe angeschweißten Rohrstück besteht. />; - .
- 6... Einrichtung zum ,Vorspannen nach Punkt 1 > dadurch gekennzeichnet, daß zwischen den Zugstäben (7; 8) und den schräg nach oben verlaufenden Stäben (5; 6) der Drei-,eckscheibe Aussteifungen (9; 10) angeordnet sind.'
- 7. Einrichtung zum Vorspannen nach"Punkt 1, dadurch .gekennzeichnet, daß das Spannglied (3): aus mehreren parallel liegenden Einzels.£äben oder Seilen besteht.Hierzu 2 Seiten Zeichnungen
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Family Applications (1)
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