DD220143A1 - Folienverbund als bedeckungsmaterial fuer radartarnnetze - Google Patents

Folienverbund als bedeckungsmaterial fuer radartarnnetze

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DD220143A1
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hemoglobin
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Abstract

Das Anwendungsgebiet der Erfindung ist die Laboratoriumsdiagnostik im Bereich des Gesundheitswesens. Ziel ist ein Teststreifen zum Nachweis von Blut im Urin. Der Teststreifen besteht aus einem Traegermaterial, das mit einem sauren Pufferungsmittel, einem Chromogen, einem organischen Hydroperoxid und einem Aktivator der Peroxydaseaktivitaet des Haemoglobins impraegniert ist. Der Teststreifen ist durch eine hohe Empfindlichkeit gekennzeichnet. Es wird eine Konzentration von etwa 15 Nanoval Haemoglobin/l angezeigt. Mit dem Urin von gesunden Probanden werden keine falsch-positiven Ergebnisse erhalten.

Description

Testatreifen zum nachweis von Hämoglobin Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft Teststreifen zum Nachweis'von Blut und Hämoglobin in biologischen Materialien. Die Teststreifen werden in der Laboratoriumsdiagnostik in der Medizin ange- : wendet. . '
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen .
Die Ausscheidung geringer Mengen Blut mit dem Urin stellt oft ein Jrühsymptom von gut- oder bösartigen Erkrankungen des liierenparenchyms oder der ableitenden Harnwege dar, Ursachen können Entzündungen, Tumoren oder eine Urolithiasis sein. Weiterhin kann Hämoglobin auch bei hämolytischen Erkrankungen unterschiedlicher Genese im Urin auftreten. Myoglobin läßt sich nach einem Myokardinfarkt je nach Größe des- infar-v zierten Gebietes ebenfalls im Urin nachweisen.
Der Nachweis einer Mikrohämaturie erfolgte in der Vergangenheit durch die mikroskopische Untersuchung des Urinsedimentes. In den .letzten Jahren haben Schnelltests, die auf dem Nachweis der peroxydatisehen Aktivität des Hämoglobins beruhen, für die Diagnose einer Hämoglobinurie bzw. einer Erythrozyturie zunehmend Bedeutung erlangt. Die Reagentien sind in einen festen saugfähigen Träger'eingearbeitet. Hämoglobin und seine Abbauprodukte, die als prosthetische Gruppe Eisenpro top or phyr in U enthalten, reagieren mit einem organischen Peroxid und oxydieren eine FarbstoffVorstufe in einer komplexen Reaktion zu einer gefärbten Verbindung.
Die Empfindlichkeit des Blutnachweises im Urin auf der Grundläge der Peroxy'daseaktiVität des Hämoglobins -ist jedoch nicht ausreichend. Deshalb wird versucht, die Peroxydaseaktivität ' durch Aktivatoren wie z, B. Chinolin-, Vinylpyridin-, Thiazol-' oder Imidazolderivate zu erhöhen. Die Ergebnisse sind -teil-.weise widersprechend und genügen nicht immer den praktischen Anforderungen, um beispielsweise 5 - 10;Erythrozyten/mm oder die entsprechende Hämoglobinmenge eindeutig nachweisen zu können. . , . .
Ziel der Erfindung ....
Ziel der Erfindung ist ein Schnelltest, der eine für diagnostische Zwecke in.der Medizin ausreichende ETachweisempfindlichl keit hat. '.'-.'. ' " ' .; ' . · -
Darlegung des Wesens der Erfindung , "··'.
Aufgabe der Erfindung ist es, einen Teststreifen zu schaffen,' der durch Zusatz von geeigneten Aktivatoren der Perozydase-. .aktivität die Nachweisempfindlichkeit für Blut oder Hämoglobin
in biologischen Materialien erhöht.- . ·
Die. Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß der.Im-.prägnierlösung allosterische Effektoren des Hämoglobins in einer Konzentration von 5 bis 50 Millimol/1 zugesetzt werden. Allosterische Effektoren sind organische Phosphate,. die die Affinität des Hämoglobins zu Sauerstoff verringern. Die dadurch bedingte Dissoziation des Sauerstoffs vom Oxyhämoglobin bewirkt eine bessere SauerstoffVersorgung des Gewebes.
Überraschenderweise wurde, gefunden, daß diese Verbindungen die Peroxydaseaktivität des Hämoglobins steigern können. Allosterische Effektoren wie z. Bv Inositolhexaphosphat oder ; 2,3-Diphosphoglycerat werden von der zentralen Kavität des tetränieren Hämoglobins gebunden. Durch die'Röntgenstrukturanalyse wurde nachgewiesen, daß die Bindungsorte für 2,3-Diphosphoglycerat Vaün 1, Histidin 2, Lysin 82 und Histidin 143 der Beta-Ketten'sind. Für Inositolhezaphosphat wurden die gleichen Bindungsorte identifiziert. Zusätzlich besteht eine Wasserstoffbrücke zu Asparagin 139 der Beta-
- 3 -
Kette. Durch die Bindung dieser Effektoren wird eine Konforciationsänderung des Hämoglobinmoleküls induziert. Das ist offenbar die Ursache für die Steigerung der Peroxydaseaktivitat. '
Sin Vorteil bei der Anwendung dieser Effektoren liegt darin, daß sie einen anderen.Wirkungsmechanismus als die bisher, beschriebenen Aktivatoren wie z. B. Chino'lin- und Thiazolderivate haben. Diese reagieren mit dem Eisehprotoporphyrin
Bei der Herstellung des Teststreifens wird ein saugfähiger Träger, beispielsweise Chromatographiepapier, zunächst mit 'einer gepufferten Imprägnierlösung, die ein Chromogen und einen allosterischen Effektor enthält, behandelt. Als Ghromogen wird vorzugsweise das wasserlösliche o-Tol.idinhydro- . chlorid verwendet, das bei der zweiten Imprägnierung mit einem organischen Lösungsmittel nicht wieder herausgewaschen wird. Von Vorteil ist weiterhin, daß das Hydrochlorid im Gegensatz zur freien Base eine wesentlich höhere Stabilität aufweist. Der pH-Y/ert des Puffers muß so gewählt werden, daß sich das o-Tolidinhydrochlorid vollständig auflöst (pH unterhalb 4,0), Die sich nach Zugabe des allosterischen Effektors ausbildende Suspension wird durch Zusatz von Polyvinylpyrrolidon oder gegebenenfalls Tensiden, wie z. B. iJatriumdodecylsulfat, stabilisiert. \ .
!lach dem Trocknen des imprägnierten Trägers erfolgt die zweite Tränkung mit einem organischen Hydroperoxid, beispielsweise Tetralinhydroperoxid, das in einem organischen Lösungsmittel aufgelöst wurde. Das zweifach imprägnierte Papier wird erneut getrocknet und ist nach Aufkleben auf eine Kunststoffolie und Zuschneiden auf das gewünschte Teststreifenformat für den Blutnachweis gebrauchsfähig.
Der erfindungsgemäße Teststreifen zeichnet sich durch eine hohe Empfindlichkeit beim Nachweis von Hämoglobin im Urin aus. Die -praktische Empfindlichkeit liegt bei etwa 15 Iianoval Hämoglobin/l.
Ausführungsbeispiel ' ' ." > > .
1. Lösung 1, "bestehend aus '
o-Tolidinhydrochlorid / . , 250 mg
Dihatriumdihydrogenethylen- , f · . diamintetraacetat-2-hydrat . 75 mg
Polyvinylpyrrolidon- ι .'.. - 2000 mg Na-Inositolhexaphosphat (neutral) . 500 mg ".. Sörensen-Citrat-Puffer pH 3,6 '·. auf 100 ml
wird ; · ·. auf einen pH-Wert von 3,6 eingestellt. Hach Zugabe des allos.terischen Effektors entsteht eine feinverteilte Suspension, die durch einen 2 %igen. Zusatz . von Polyvinylpyrrolidon stabilisiert wird.
In diese Lösung· v/ird entsprechend zugeschnittenes Chromatographiepapier gelegt und nach dem Herausnehmen und Abtropfen bei 40 - 60 0C im Trockenschrank getrocknet.· ν -'Anschließend wird dieses Papier mit Lösung 2, bestehend .
aus' . ' : ' : . ; ...'-. ' ' .. ; " ·.' "
Tetralinhydroperoxid ' . " 1640 mg
Sthylacetat ·. · . auf TOO ml
getränkt. Das zweifach imprägnierte Papier wird bei temperatur getrocknet,. . . .
Das, imprägnierte Papier ist schwach gelblich gefärbt. Es ; wird in Streifen von 0,5 cm Breite geschnitten und auf eine Kunststoffolle. geklebt. Diese wird in Streifen von' 0,5 cm Breite geschnitten, so daß eine Reaktionszone von 0,5 χ 0,'5 cm entsteht. .''..-, .
Zur Prüfung des Urins auf Hämoglobin, wird der Teststreifen einige Sekunden/in die üntersuchungslösung getaucht und der nicht aufgesaugte Urin durch Abstreifen der seitlichen Kante am Gefäßrand entfernt. Die Reaktion wird nach 30 Sekunden abgelesen. Eine blau-grüne Farbe tritt.bei Anwesenheit von etwa. 15 lianoval Hämoglobin/l, auf. Höhere Konzentrationen bewirken eine intensivere !färbung. ..
Der Streifen wird., hergestellt wie unter Beispiel 1 beschrieben, jedoch werden der Lösung 1 anstelle von 500 mg Inositolhexaphosphat 500 mg 2,3-Diphosphoglycerat zugesetzt. Die sich ebenfalls ausbildende Suspension wird durch 0,25 % Hatriumdodecylsulfat stabilisiert. Der Teststreifen hat gleiche Eigenschaften wie unter Beispiel 1 beschrieben.

Claims (2)

Erfindungsanspruch
1,Teststreifen zum Nachweis von Blut oder Hämoglobin im ..'.. Urin, dessen ; Reaktionszone ein saures Pufferungsmittel ., im pH-Bereich von 2,5 bis 6,0, o-Tolidinhydrochlorid, . Polyvinylpyrrolidon oder gegebenenfalls Itfatriumdodecylsulfat, Dinatriumdihydrogenetiiylendiamintetraacetat-2-hydrat und Tetralinhydroperoxid enthält, gekennzeichnet dadurch, daß als Aktivator für die Peroxydaseaktivität des Hämoglobins allosterische Effektoren auf der Basis organischer Phosphate in einer Konzentration von 5 bis 50 Millimol/1 verwendet werden. ' - '
2. Teststreifen,nac^i Punkt 1 gekennzeichnet dadurch, daß die allosterischen Effektoren organische' Phosphate wie Ino- , si.tolhexaphosphat, Inositolpentaphosphat, 2,3-Diphosphoglycerat oder Adenosintriphosphat sind. ' ·

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