DD220299B1 - Flexible flaechengebilde aus aluminiumsilikatischen fasern und verfahren zu ihrer herstellung - Google Patents

Flexible flaechengebilde aus aluminiumsilikatischen fasern und verfahren zu ihrer herstellung

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DD220299B1
DD220299B1 DD25746583A DD25746583A DD220299B1 DD 220299 B1 DD220299 B1 DD 220299B1 DD 25746583 A DD25746583 A DD 25746583A DD 25746583 A DD25746583 A DD 25746583A DD 220299 B1 DD220299 B1 DD 220299B1
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aluminum silicon
flexible fluid
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DD25746583A
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Regine Ruppelt
Bernd Toeppler
Thomas Prehl
Sabine Patsch
Original Assignee
Zim Metallurgieofenbau Meissen
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Description

Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von flexiblen Flächengebilden aus aluminiumsilikatischen Fasern, die zur Wärmedämmung in energieintensiven Arbeitsmitteln—vorzugsweise an gekrümmten Flächen—sowie für die Herstellung von vorgefertigten Elementen anwendbar sind.
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Die bekannten technischen Lösungen sind dadurch gekennzeichnet, daß zur Herstellung von Erzeugnissen aus aluminiumsilikatischen Fasern nach einem Naßverfahren unterschiedliche Sindemittel zum Einsatz kommen. Es wurden kolloidale Kieselsäure (USA-Patent 3077413), kolloidale Kieselsäure und Stärke (USA-Patent 3224927, Brit. Patent 1506152), kolloidale Kieselsäure und Phenolresine (Ind. Heat. 47 [198Oj 5, S. 40; 42), Polyvinylacetat, Ton und Natriumalkylsilikonat (SU-Patent 666158), Kaolin, Karbamidharz, Natriumsaiz der Zellulose und Glykolsäure, siliziumorganische Polymere (SU-Patent 510458) und Mischungen aus Harzen und siliziumorganischen Verbindungen (USA-Patent 4294879) bekannt. Die unter Verwendung dieser Bindemittel hergestellten Flächengebilde aus aluminiumsilikatischen Fasern sind durch eine hohe Steifigkeit und fehlende Elastizität bereits im Anlieferungszustand und steigende Festigkeit bei Temperaturbelastung gekennzeichnet. Dadurch ist es nicht möglich, diese Flächengebilde zur Wärmedämmung an gekrümmten Flächen unmittelbar, ohne zusätzliche Aufwendungen zur Herstellung von Plattenstreifen, die eine Zustellung der gekrümmten Fläche ermöglichen würde, einzusetzen bzw. sogenannte Tapezierelemente und andere vorgefertigte Bauteile herzustellen, bei denen eine Vorspannung zur Kompensation aer Schwindung durch Kompression der Flächengebilde senkrecht zu den Vorzugslagen der Fasern im Flächengebilde notwendig ist.
Die Verwendung organischer Bindemittel, speziell von Harzen, macht die Anwendung organischer Lösungsmittel bzw. Haftvermittler notwendig, was eine Verkomplizierung des technologischen Prozesses zur Herstellung der Flächengebilde durch hohe Anforderungen an den Arbeits-, Gesundheits- und Brandschutz bedingt.
Ziel der Erfindung
Das Ziel der Erfindung ist es, im Gegensatz zu den bisher bekannten steifen Flächengebilden, Flächengebilde aus aluminiumsilikatischen Fasern nach einer Naßtechnologie herzustellen, die nach der Trocknung flexibel und biegsam bleiben und bei thermischer Belastung im Einsatzfall durch Oberflächeneffekte der Fasern ihre Endfestigkeit erreichen, was von den Anwendern des Materials gewünscht wird und wodurch vorzugsweise bei der Herstellung von vorgefertigten Bauteilen eine Vorspannung zur Schwindungskompensation möglich ist bzw. die Wärmedämmung vorzugsweise gekrümmter Flächen in energieintensiven Arbeitsmitteln ermöglicht wird.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Die Aufgabe der Erfindung ist es, aus aluminiumsilikatischen Fasern ein Formteil, vorzugsweise im Flächengebildejierzustellen, das sich durch hohe Flxibilität und Biegsamkeit vor Temperaturbelastung auszeichnet und im Bereich von 7000C bis 14000C, insbesondere im Bereich zwischen 1000°C und 13000C die Festigkeit erreicht oder überschreitet, die die bisher bekannten Flächengebilde charakterisiert, wobei die Wärmeleitfähigkeit des Materials nicht beeinträchtigt wird.
Bisher bekannte Lösungen sind durch den Einsatz von Sindemitteln charakterisiert, die zu steifen, festen und spröden Flächengebilden führen und keine Zustellung von gekrümmten Flächen mit Wärmedämmstoffen und nur ungenügende Vorspannung senkrecht zu den Vorzugslagen der Fasern in den Flächengebilden zulassen.
Beim Einsatz von siliziumorganischen Bindemitteln und Harzen ist eine Verkomplizierung des technologischen Prozesses durch den Einsatz organischer Lösungsmittel unumgänglich. Im Gegensatz zu diesen bekannten Lösungen wird die Aufgabe erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß aus Wasser, Kautschuklatexemulsion, Fällmitteln und aluminiumsilikatischen Fasern eine Suspension hergestellt wird, wobei eine flexible organische Schicht auf die Faseroberfläche aufgebracht wird.
Diese Oberflächenschicht bewirkt das Verkleben des Fasermaterials unter Beibehaltung der Elastizität und Biegsamkeit im Anlieferungszustand und während des Zersetzungsprozesses о es Bindemittels bei thermischer Belastung die Bildung von Zwischenprodukten, die zu einer Aktivierung der Oberfläche als Voraussetzung einer Verfestigung der Fasern untereinander führen und somit eine ausreichende Endfestigkeit gewährleisten. Eine wesentliche Festigkeitszunahme ist ab Temperaturen von 7000C gewährleistet.
Außerdem unterscheidet sich der Herstellungsprozeß der erfindungsgemäßen Flächengebilde durch die Anzahl der einzusetzenden Rohstoffkomponenten. Bekannt ist die Anwendung von bis zu 5 verschiedenartigen Rohstoffkomponenten, erfindungsgemäß kommen 3 verschiedene Rohstoffe zum Einsatz. Bedingt durch die Verwendung organischer Bindemittel
kommen organische Lösungsmittel und Haftvermittler zum Einsatz, was zu einem hohen Kompliziertheitsgrad des Produktionsprozesses führt und hohe Anforderungen an den Gesundheits-, Arbeits- und Brandschutz stellt, was bei Anwendung der erfindungsgemäßen Lösung nicht gefordert ist.
Ein weiterer Vorteil des erfindungsgemäßen Verfahrens liegt darin, daß an sich bekannte technologiebestimmende Apparaturen Anwendung finden können.
Das Verfahren zur Herstellung von Flächengebilden aus aluminiumsilikatischen Fasern wird wie folgt beschrieben:
In einem geeigneten Mischaggregat, vorzugsweise einem Turbolöser wird aus Wasser und Fasern eine Suspension mit einem Feststoffgehalt von 0,75% bis 10%, vorzugsweise 2% hergestellt, der, bezogen auf die Fasereinwaage 5-25%, vorzugsweise 15% Kautschuklatexemulsion und 5-50%, vorzugsweise 25% Elektrolytlösung (vorzugsweise 5-10%ige Alaunlösung) zugesetzt werden. Die Mischzeit für die erfindungsgemäße Suspension beträgt 2-10, vorzugsweise 6 Minuten. Anschließend erfolgt das Entwässern der Suspension mittels geeigneter bekannter Absaugvorrichtungen, vorzugsweise einem Saugkasten mit Einzelblattbildung. Das fertige Flächengebilde mit einer Restfeuchte von 30 bis 80%, vorzugsweise 60%, wird bei 60-2000C, vorzugsweise 80-110°C, getrocknet.
Das erfindungsgemäße Flächengebilde kann nunmehr ohne weitere technologische Stufen zu vorgefertigten Bauteilen durch Schneiden, Bohren und Sägen verarbeitet sowie unmittelbar zur Wärmedämmung an gekrümmten Flächen eingesetzt werden.
Für bestimmte Anwendungsfälle, die eine Flexibilität vor Temperaturbelastung und eine erhöhte Festigkeit bei Temperaturbelastung über 7000C erfordern, ist es möglich, der Suspension bezogen auf die Fasereinwaage 1,5-15% vorzugsweise 3% Kieselsäurehydrosol zuzusetzen.
Die erfindungsgemäß erhaltenen Flächengebilde zeichnen sich im Gegensatz zu bisher bekannten Materialien durch Flexibilität, Elastizität und Biegsamkeit im Anlieferungszustand und hohe Festigkeit ab 7000C im Einsatzzustand aus, was von den Anwendern des Materials gewünscht wird.
Ausführungsbeispiele Beispiel 1
Die erfindungsgemäße Suspension wird aus 2001 Wasser
0,61 Butadienstyrolhochpolymerisatemulsion 1,0110%ige Alaunlösung
4000g Fasern
hergestellt, 6 Minuten gemischt und nach der Einzelblattbildung wird das Flächengebilde bei 80-100cC getrocknet.
Beispiel 2
Die erfindungsgemäße Suspension wird aus 200I Wasser
1,01 Butadienstyrolhochpolymerisatemulsion 2,Ol 10%ige Alaunlösung
0,31 Kieselsäurehydrosol mit 30% Feststoffgehalt 8000 g Fasern
hergestellt, 6 Minuten gemischt und nach der Einzelblattbildung wird das Flächengebilde bei 80-1000C getrocknet.
Beispiel 3
Die erfindungsgemäße Suspension wird aus 200I Wasser
0,31 8utadienstyrolhochpolymerisatemulsion 0,5110%ige Alaunlösung
3000 g Fasern
hergestellt, 6 Minuten gemischt und nach der Einzelblattbildung wird das Flächengebilde bei 80-100°C getrocknet.

Claims (2)

1. Verfahren zur Herstellung eines flexiblen Flächengebildes aus Aluminiumsilikatfasern, Kautschuklatexemulsion als Bindemittel und einem Fällmittel nach der Naßtechnologie, gekennzeichnet dadurch, daß einer wäßrigen Fasersuspension Kautschuklatexemulsion mit einem Feststoffgehalt von 20 bis 80%, vorzugsweise 40 bis 60%, geeignete Elektrolytlösungen, vorzugsweise Alaunlösungen, untergemischt werden und das bei der Entwässerung der Suspension gebildete Flächengebilde anschließend getrocknet wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, gekennzeichnet dadurch, daß der Suspension bezogen auf die Fasereinwaage 1,5% bis 15% Kieselsäurehydrosol zugegeben werden.
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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE102007062125A1 (de) * 2007-12-21 2009-06-25 B.T. Innovation Gmbh Funktionsbauelement und Verfahren zu dessen Herstellung

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE102007062125A1 (de) * 2007-12-21 2009-06-25 B.T. Innovation Gmbh Funktionsbauelement und Verfahren zu dessen Herstellung
DE102007062125B4 (de) 2007-12-21 2013-01-10 B.T. Innovation Gmbh Funktionsbauelement und Verfahren zu dessen Herstellung

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