DD220623B1 - Verfahren zum entfernen gehaerteter kopierschichten von metalloberflaechen - Google Patents
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Description
Nach der Patentschrift DD 154782 ist ein Verfahren bekannt, in dem die Stahloberflache in 2 Stufen elektrolytisch gereinigt wird, wobei in der 1 Stufe ein Elektrolyt auf Schwefelsaurebasis benutzt wird In Abstimmung mit den Arbeitsbedingungen und der Zusammensetzung des Elektrolyten werden kurze Arbeitszeiten erreicht Dem Elektrolyten werden Tensidkombinationen zur Ausbildung einer funktionellen Schaumdecke zur Verringerung von Warme- und Elektrolytverlusten zugesetzt Anschließend erfolgt ein Spulvorgang und die Behandlung im Schwefelsaureelektrolyten zur Beseitigung von Schmutzresten und Anlauf schichten und gleichzeitiger Aktivierung des Metalls Die Gegenstande werden wechselweise anodisch und katodisch geschaltet, wobei sie zuletzt anodisch polarisiert sind und anschließend nach einem Spulvorgang galvanisiert werden Die Anwendung des Verfahrens bei der Entschichtung von Metalloberflachen mit geharteten Kopierschichten hat den Nachteil, daß der Aufwand unokonomisch und nur bei kontinuierlichen Verfahren einsetzbar ist Eine Vorratshaltung von aktivierten Tragermetallen zur spateren Weiterverarbeitung ist nicht möglich, da sie wieder passiv werden Weiterhin ist nach der Patentschrift DD 84547 ein Verfahren bekannt, bei dem ein cyanidfreier alkalischer Elektrolyt zum Entrosten, Beizen und Entfetten von Stahloberflachen verwendet wird, bei dem sich der Elektrolyt aus Glucose, Natriumhydroxid, alkalibestandigem Tensid und Beschleuniger zusammensetzt Die Elektrolyse erfolgt bei Stromdichten von 10-15A/üm2 und bei einer Temperatur von 3(5^50°C Der Nachteil dieses Verfahrens besteht dann, daß es fur die Entschichtung von Metalloberflachen mit geharteten Kopierschichten zu aufwendig ist und keine optimalen Prozeßparameter enthalt Em weiterer Nachteil ist, daß das als Beschleuniger eingesetzte Natriumnitnd sich fur das spatere Beschichten als störend auswirken kann
Ziel der Erfindung ist, ein Verfahren zum Entfernen gehärteter Kopierschichten von Metalloberflachen zu entwickeln, das gegenüber dem Stand der Technik eine wesentlich vereinfachte Zusammensetzung des Elektrolyten beinhaltet und damit einen geringen technischen und technologischen Aufwand besitzt
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zum Entfernen gehärteter Kopierschichten von Metallflachen zu entwickeln, das gegenüber dem Stand der Technik eine wesentlich vereinfachte Zusammensetzung des Elektrolyten beinhaltet und damit einen geringen technischen und technologischen Aufwand besitzt Erfindungsgemaß wird die Aufgabe dadurch gelost, daß die Kopierschicht durch ein an sich bekanntes Tauchverfahren in 5-9%iger alkalischer Losung stromdurchlassig gemacht wird und anschließend mittels anodischer Stromstoße von 5 bis 30 Sekunden und einem Tastverhältnis bis 1 3 entfernt wird Die Verfahrensschntte nach dieser erfinderischen Losung sind, daß die Metalloberflache mit der entwickelten mit Dichromaten sensibilisierten und anschließend geharteten Polyvinylalkohol-Kopierschicht ι η ei ne5-9%ige Alkali lauge getaucht wird Die Verweilzelt betragt je nach Kopierschichtdicke bis zu 30 min, bis zur Erreichung der höchsten Leitfähigkeit Anschließend wird die Metalloberflache mit anodischen Stromstoßen von 5-30Sek einem Tastverhältnis bis 1 3 beaufschlagt und danach erfolgt eine Spulung mit deionisiertem Wasser Ziel der Erfindung ist, die im Stand der Technik aufgetretenen Mangel in der Weise zu beseitigen, daß der technologische, materialmaßige und technische Aufwand fur das Entfernen von Verunreinigungen und Überzügen auf Metalloberflachen wesentlich verringert wird und gleichzeitig mit dem Verfahren eine Entschichtung von Metalloberflachen mit geharteten PVA-Kopierschichten vornehmen zu können Durch das erfinderische Verfahren zum Entfernen gehärteter Kopierschichten von Metalloberflachen wird dieser Mangel beseitigt
Der Elektrolyt besteht aus einem maximal zwei Komponenten, die sich leicht dosieren und überwachen lassen, des weiteren entfallen fur nachfolgende Verfahrensschritte störende Ionen Weiterhin erfolgt das Entschichten metalloberflachenschonend bei minimalstem Metallabtrag, so daß eine hohe Lebensdauer und Wiederverwendbarkeit des Tragermetalls gewährleistet ist
Die Erfindung wird nachstehend anhand eines Ausführungsbeispieles dargestellt:
In einem geeigneten Behälter sollen Matrixkörper für die Galvanoformung von der entwickelten mit Dichromatensensibilisierten und anschließend gehärteten PVA-Kopierschicht gereinigt und für spätere Verwendung gelagert bzw. einer sofortigen Wiederverwendung zugeführt werden.
Zur Durchführung des Verfahrens sind folgende Schritte anzuwenden:
1. Zusammensetzung Elektrolyt: vorzugsweise 90 g/l NaOH
mindestens 0,4 ml/l Tepon
bei bekannter Temperatur
2. Tauchzeit 30 min, abhängig von zu entfernender Kopierschichtdicke
3. Entschichten: anodische Stromstöße bis 15 Sek.
Tastverhältnis 1:3 Zeitdauer5min
4. Spülen: mitDeionat
| g/i | — Gramm pro Liter |
| ml/l | — Milliliter pro Liter |
| A/dm2 | — Ampere pro Quadratdezimeter |
| K | — Grad Kelvin |
| 0C | — Grad Celsius |
| Sek. | — Sekunden |
| min | — Minuten |
| % | — Prozent |
| NaOH | — Natriumhydroxid |
PVA-Kopierschicht— Polyvinylalkohol-Kopierschicht
Claims (1)
- ErfindungsanspruchVerfahren zum Entfernen gehärteter Kopierschichten von Metalloberflachen, dadurch gekennzeichnet, daß die Kopierschicht durch ein an sich bekanntes Tauchverfahren in 5-9%iger alkalischer Losung stromdurchlassig gemacht wird und anschließend mittels anodischer Stromstoße von 5 bis 30 Sekunden und einem Tastverhältnis bis 1 3 entfernt wirdAnwendungsgebiet der ErfindungDie Erfindung betrifft ein Verfahren zum Entfernen gehärteter Kopierschichten von Metalloberflachen Sie gewahrleistet eine Wiederverwendbarkeit des Tragermetalls in der Polygrafie und vorzugsweise in der Galvanoformung
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DD25749783A DD220623B1 (de) | 1983-12-05 | 1983-12-05 | Verfahren zum entfernen gehaerteter kopierschichten von metalloberflaechen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DD25749783A DD220623B1 (de) | 1983-12-05 | 1983-12-05 | Verfahren zum entfernen gehaerteter kopierschichten von metalloberflaechen |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DD220623A1 DD220623A1 (de) | 1985-04-03 |
| DD220623B1 true DD220623B1 (de) | 1987-07-01 |
Family
ID=5552574
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DD25749783A DD220623B1 (de) | 1983-12-05 | 1983-12-05 | Verfahren zum entfernen gehaerteter kopierschichten von metalloberflaechen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DD (1) | DD220623B1 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0337342A1 (de) * | 1988-04-13 | 1989-10-18 | Siemens Aktiengesellschaft | Verfahren zum Entschichten von Photolack |
-
1983
- 1983-12-05 DD DD25749783A patent/DD220623B1/de not_active IP Right Cessation
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|---|---|---|---|---|
| EP0337342A1 (de) * | 1988-04-13 | 1989-10-18 | Siemens Aktiengesellschaft | Verfahren zum Entschichten von Photolack |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DD220623A1 (de) | 1985-04-03 |
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