DD221978A1 - Verfahren und vorrichtung zum mechanischen beladen von regalen, insbesondere rauchwagen - Google Patents
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Abstract
Durch Anwendung des Verfahrens und Vorrichtung zum mechanischen Beladen von Regalen, insbesondere Rauchwaren, entfällt der manuelle Beladeprozess. Mittels Einsatz eines vertikalen Kreisförderers werden die mit Wurst- oder Fleischwaren bestückten Stäbe i n die entsprechenden Ebenen des Rauchwagens gefördert. Anschließend erfolgt die Positionierung im Rauchwagen und das Ablegen der Stäbe in die Aufnahmeprofile. Das Verfahren und die dazu gehörige Vorrichtung können in allen Produktionsbereichen angewendet werden, in denen eine Beladung von Regalen mit auf Stäben hängendem Stückgut erfolgt.
Description
Verfahren und Vorrichtung zum mechanischen Beladen von Regalen, insbesondere Rauchwägen
Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung, die den Beladeprozeß von Rauchwagen mit auf Stäben aufgefädelten Wurst-ynd Fleischwaren mechanisiert. '
Das erfindungsgemäße Verfahren und die dazugehörige Vorrichtung sind mit besonders gutem Effekt in fischverarbeitenden Betrieben einsetzbar.
Es sind keine mechanischen Verfahren und Vorrichtungen zur Beladung von Rauchwagen mit Stäben (Rauchspießen)
bekannt. .
Die Beladung erfolgt manuell, indem die Stäbe von einer Arbeitskraft in die Aufnahmeprofile des Rauchwagens etagenweise
eingehängt werden. '
Diese Tätigkeit wird in Betrieben der Fleischverarbeitung in der Regel von weiblichen Arbeitskräften ausgeführt und stellt eine erhebliche körperliche Belastung dar, da das Gewicht der belegten Stäbe bei ca. 12kg liegt.
Entsprechend gesetzlicher Bestimmungen (ASAO 5) ist das Anheben von Lasten im Dauerzustand für weibliche Arbeitskräfte begrenzt. Hieraus folgt, daß die Räucherstäbe nicht voll belegt werden konnten und somit eine volle Belegung des Rauchwagens nicht gegeben ist.
Bedingt durch die nur ca. 70%ige Belegung der Rauchwagen wird in den Klimarauchkammern und den Reiferäumen eine äquivalente Kapazitätseinschränkung verursacht, die zu einer Senkung des Durchsatzes in diesen Bereichen und zur Erhöhung
der spezifischen Energiekosten pro t Fertigerzeugnis führt. '
Es 1st Ziel der Erfindung, ein Verfahren und eine Vorrichtung zum mechanischen Beladen von Rauchwagen aufzuzeigen, die gegenüber der bisher angewendeten manuellen Verfahrensweise schwere körperliche Arbeit beseitigt und eine optimale Belegung von Rauchwagen gewährleistet.
Mit der vollen Belegung der Rauchwagen werden Klimarauch-und Reifeeinrichtungen voll ausgelastet, der Produktionsdurchsatz erhöht sich, wodurch letztlich eine Reduzierung der spezifischen Energiekosten pro t Fertigerzeugnis erzielt wird. Gleichzeitig wird eine Arbeitskraft freigesetzt, so daß gegenüber der herkömmlichen Verfahrensweise ein hoher Nutzeffekt erzielt wird.
Darlegung des Wesens der Erfindung '
Mit Anwendung des vorgeschlagenen Verfahrens und der dazugehörigen Vorrichtung entfällt der manuelle Beladevorgang. Die Erfindung hat die Mechanisierung des Produktionshilfsprozesses „Beladen des Rauchwagens" zur Folge und gliedert sich in drei Verfahrensschritte:
— Zuführung der Stäbe zu den Aufnahmearmen
— Transport der Stäbe in den Rauchwagen
— etagenweise Belegung der Aüfnahmeprofile des Rauchwagens ' :
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß eine Arbeitskraft ohne Anheben den mit Wurst- oder Fleischwaren bestückten Stab in einen Beladeelevator einlegt.
Der Beladeelevator transportiert den Stab auf die festgelegte Position der Aufnahmearme einer Beschickungseinheit. Die Beladung erfolgt kontinuierlich. .-'
-2- 260 363 8
Durch eine Hub-Schubeinheit in den Aufnahmearmen erfolgt der Weitertransport des Stabes bis zur Endposition in der entsprechenden Etage des Rauchwagens.
Nach erfolgter Positionierung einer Etage innerhalb des Rauchwagens erfolgt das automatische Absenken der Aufnahmearme zur Ablage des Stabes in die Aufnahmeprofile des Rauchwagens.
Die Absenkung der Aufnahmearme erfqlgt solange, bis die nächstliegertde Beladeetage im Rauchwagen bzw. die untere Endlage erreicht ist.
Damit ist der automatische Beladevorgang abgeschlossen.
Durch die konstruktive Gestaltung des Beladeelevators und der Au'fnahmearme sowie der Übergabestellen zwischen Beladeelevator und Aufnahmearmen und der steuerungsseitigsn Verkettung beider Baueinheiten ist ein kontinuierlicher Beladeprozeß gesichert, der auch nicht bei Übergang von einer Rauchwagenetage zur anderen unterbrochen wird.
Durch Modifizierung der Steuerung kann das Verfahren auch weitergeführt werden, wenn der Rauchwagen belegt ist und durch einen leeren Rauchwager. ausgetauscht wird, in diesem Zeitraum kann eine Rauchwagenetage vorgestapelt werden auf die Aufnahmearme der Beschickungseinheit, so daß auch beim Austausch des Rauchwagen der Beladeprozeß nicht unterbrochen werden muß.
In Abhängigkeit von dem technologischen Anforderungen an unterschiedliche Sortimente ermöglicht das erfindungsgemäße Verfahren und die dazu gehörige Vorrichtung eine variable Beladung des Rauchwagens innerhalb einer Etage sowie in den Etagen selbst. Durch die Mechanisierung des Beladeprozesses für Rauchwagen wurde eine wichtige Voraussetzung für die Automatisierung und Leistungserhöhung der Wurst-und Fleischwarenherstellung geschaffen.
Ausführungsbeispiel
Zur weiteren Erläuterung der Erfindung dient als Ausführungsbeispiel die Beladung eines Rauchwagens mit Rohwurst einschließlich beigefügter drei Zeichnungen.
Räuchwagen sind fahrbare Regale (4), in denen Rohwursterzeugnisse an Stäben (5) hängend, transportiert werden und die einzelnen Prozeßstufen bis zum Versand hin durchlaufen. Unterschiedliche Röhwursterzeugnisse werden in verschiedenen
Beladeordnurigen in den Rauchwägen (4) eingehängt. Λ
Die Vorrichtung zum Beladen der Rauchwagen (4) besteht aus folgenden Baugruppen:
— Beladeelevatör (1) ' ,
— Beschickungseinheit(2) > -
— Hubeinheit (3) ' Die gefüllten und verschlossenen Rohwürste werden an einer in den Verschluß eingeklippten Schlaufe auf Stäbe (5) (Rauchspieße) aufgefädelt. Da durch die Vorrichtung das manuelle Beladen der Rauchwagen (4) mechanisiert wird, kann der Stab (5) maximal belegt werden. Nach Auffädeln der Würste auf den Stab (5) wird derselbe ohne Anheben in die Aufnahmen (6) des Beladeelevators (1) eingelegt. Der Beladeelevator (1) ist mit zwei umlaufenden Transportketten (7) ausgestattet, die mit Aufnähmen (6) für die Stäbe (5) versehen sind. Die freien Enden der Stäbe (5) werden in die jeweils in einer horizontalen Ebene befindlichen Aufnahmen (6) beider Transportketten (7) eingelegt. Der Transport der Stäbe (5) erfolgt durch den Beladeelevator (1) nach der Umlenkung von der steigenden in die fallende Bewegungsrichtung bis zum Erreichen der Beschickungseinheit (2). Dadurch, daß die Aufnahmearme (8) der Beschickungseinheit (2) zwischen den Transportketten (7) liegen, wird der Stab (5) in den fallenden Bewegungsablauf des Beladeelevators (1) selbständig von den Aufnahmearmen (8) der Beschickungseinheit (2) übernommen. In den Aufnahmearmen (8) der Beschickungseinheit (2) sind Transportschienen (9) (10) angebracht, die durch eine koordinierte Hub-Schubbewegung den vom Beladeelevator (1) übernommenen Stab (5) auf den profilierten Aufnahmearmen (8) weitertransportieren.
Auf diese Weise erfolgt die Umlenkung der Bewegungsrichtung der Stäbe (5) aus der vertikalen Ebene im Beladeelevator (1) in die horizontale Ebene in die Beschickungseinheit (2). Die Transportschienen (9) (10) der Aufnahmearme (8) laufen synchron, jede Transportschiene (9) (10) hat einen separaten Antrieb, sowohl die Hub- als auch die Schubbewegung werden durch Pneumatikzylinder (17) (18) erzeugt. (Einzelheit Z, Ansicht Y) Durch steuerungsseitige Verknüpfung dieser Zylinder (17) (18) wird der parallele Tränsport der Stäbe (5) auf den Auf nahmearmen (8) der Beschickungseinheit (2) durchgeführt. In Abhängigkeit von dem Beladeprogramm der Rauchwagen (4) erfolgt die genaue Positionierung der Stäbe (5) auf den Aufnahmearmen (8) der Bescnickuhgseinheit (2) auf den in der gleichen Weise, wie die Stäbe (5) im Rauchwagen (4) abzulegen sind. Ist die Beschickungseinheit (2) voll belegt mit der Stabzahl für eine Rauchwagenebene, senkt die Hubeinheit (3) die Beschickungseinheit (2) ab. Beim Absenken der Beschickungseinheit (2) werden die Stäbe (5) in die Aufnahmen (15) des Rauchwagens (4) abgelegt. Die Hubeinheit (3) bringt die Beschickungseinheit (2) in die Beladeposition für die nächst tieferliegende Beladeebene des Rauchwagens (4). Dieser Ablauf wiederholt sich so lange, bis alle Ebenen des Rauchwagens (4) beladen sind. Nach Entnahme des beladenen Rauchwagens (4) fährt die Hubeinheit (3) in die obere Beladeebene, die Beschickungseinheit (2) beginnt wieder mit der Übernahme der Stäbe (5) bis die Anzahl der Stäbe (5) für eine Beladeebene auf den Aufnahmearmen (8) vorgelagert ist. Ist bis zu diesem Zeitpunkt kein ieerer Rauchwagen (4) in die Arretierung (16) eingeschoben, wird der Beladevorgang unterbrochen. Nach Einschieben eines leeren Rauchwagens (4) in die Arretierung (16) läuft der gesamte Beladeprozeß, wie vorstehend beschrieben, automatisch von neuem ab, beginnend mit dem Absenken der voll belegten Beschickungseinheit (2) für die obere Beladeebene des Rauchwagens (4). * .
Mit der Anwendung des vorgeschlagenen Verfahrens und der dazugehörigen Vorrichtung entstehen folgende Vorteile: r-Einsparung einer Arbeitskraft, da das manuelle Beladen des Rauchwagens entfällt
— Verbesserung des Gesundheits-, Arbeits- und Brandschutzes, sowie der Arbeits- und Lebensbedingungen
rr- Erhöhung der kapazitiven Auslastung der Rauchwagen, sowie der Räucheranlägen und Reiferäume verbunden mit der
Senkung des spezifischen Energieverbrauches pro t Fertigerzeugnis — erweiterte Anwendbarkeit bei der Beladung von Regalen, bei denen das Beladegut hängend in einer oder mehreren definierten Ebenen in einer oder mehreren Positionen in die horizontale Ebene gefördert und abgelegt Werden soll.
Claims (3)
1. Verfahren und Vorrichtung zum mechanischen Beladen von Regalen (4), insbesondere Rauchwagen, in die das Beladegut an Stäben (5) hängend in festgelegten Beladeordnungen einzubringen ist, gekennzeichnet dadurch, daß ein kontinuierlich laufender vertikaler Beladeelevator (1), der in gleichmäßigen Abständen mit Aufnahmen (6) für die Stäbe (5) versehen ist, dieselben mit Hilfe umlaufender f ransportketten (7) bis zur Übergabe auf die Aufnahmearme (8) der Beschickungseinheit (2) fördert, welche die Stäbe (5) übernimmt und in horizontaler Ebene durch taktende Bewegungen in der für das Regal (4) festgelegten Beschickungsordnung pro Beschickungsebene vorstapelt und durch Absenken der Beschickungseinheit (2) mittels Hubeinheit (3) die Stäbe (5) in der jeweiligen Beladeebene des Regals (4) ablegt, wonach sich der gleiche Vorgang für die nächste tieferliegende Ebene des Regais (4) ohne Unterbrechung des Beschickungsvorganges wiederholt.
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Erfindungsansprüche:
2. Verfahren und Vorrichtung nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß eine automatische Beschickungseinheit (2) über zwei Aufnahmearme (8),.in denen je einefür den Hub (9) und einefür den Schub (10) pneumatisch betätigteTransportschienen synchron zueinander laufen, mit Beladegut bestückte Stäbe (5) vom Beladeelevator (1) übernehmen und rechtwinklig zur Fördereinrichtung taktweise weitertransportiert, bis der zuerst aufgenommene. Stab (5) die Endlage auf den Aufnahmearmen (8) erreicht, wobei durch entsprechende Modifizierung der Steuerung unterschiedliche Beschickungsordnungen (Stababstände) realisiert werden können.
3. Verfahren und Vorrichtung nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß eine automatisch arbeitende Hubeinheit (3), die aus zwei Hubmasten (11) mit Hubspindeln (12) besteht, welche durch Winkelgetriebe (13) und Kardanwelle (14) synchron laufen, die Beschickungseinheit (2), beginnend von der höchsten Beschickungsebene des Regals (4), nach voller Belegung der Aufnahmearme (8) in der jeweiligen Beschickungsebene soweit absenkt, daß die mit Beladegut bestückten Stabe; (5) in die Aufnahmen (15) des Regals (4) abgelegt werden, danach die nächste tiefere Beschickungsebene anfährt, so daß nach !positionierung in allen Beschickungsebenen des Regals (4) dasselbe vollständig beladen ist und nach Entnahme des gefüllten beladenen Regals (4) die Beschickungseinheit (2) in die Ausgangsposition (höchste Beschickungsebene des Regals (4) zurückfährt, so daß der Beladevorgang erneut beginnen kann.
Hierzu 3 Seiten Zeichnungen
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| EP1625793A1 (de) | 2004-08-12 | 2006-02-15 | Christof Stimpfl | Verfahren und Vorrichtung zum Be- und/oder Entladen einen Speichers |
| CH703003A1 (de) * | 2010-04-30 | 2011-10-31 | Tipper Tie Alpina Gmbh | Stabzufuhreinrichtung an einer Aufhängevorrichtung für wurstförmige Verpackung. |
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1984
- 1984-02-28 DD DD26036384A patent/DD221978B1/de not_active IP Right Cessation
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