DD222106A1 - Laengenmesseinrichtung - Google Patents
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Abstract
Laengenmesseinrichtung betreffend translatorische und gekapselte Laengenmesssysteme und deren Befestigung in Mess- und Werkzeugmaschinen. Ziel der Erfindung ist die Erhoehung der Messgenauigkeit durch eine eindeutige Lagezuordnung des Massstabes zur Kapsel durch Vermeidung von Zwangskraeften zwischen Massstab und Kapsel sowie zwischen Kapsel und Maschinengrundbett. Die Laengenmesseinrichtung besteht aufeinanderfolgend aus einer Abtasteinrichtung, einem Massstab, einer elastischen Schicht, einer Kapsel, einem Befestigungselement und einem Maschinengrundbett sowie aus einer im Maschinengrundbett befindlichen und mit der Abtasteinrichtung verbundenen Verstelleinrichtung, wobei erfindungsgemaess der Massstab mit der Kapsel an einer Stelle direkt kraft- oder formschluessig verbunden ist und fluchtend zu dieser Befestigungsstelle die Befestigung der Kapsel mit dem Maschinengrundbett sowie die Befestigung der Verstelleinrichtung mit dem Maschinengrundbett angeordnet ist. Figur
Description
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft translatorische und gekapselte Längenmeßsysteme und deren Befestigung in Meß- und Werkzeugmaschinen.
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
In DE-OS 2349944 ist eine gekapselte Längenmeßeinrichtung beschrieben, bei der eine Meßteilung starr mit einem biegesteifen Hohlkörper verbunden ist. Bei unterschiedlicher Längenausdehnung von Meßteilung und Hohlkörper treten bei dieser Lösung jedoch Zwangskräfte auf, die einen Meßfehler hervorrufen.
Darüber hinaus sind Lösungen bekannt, die kleine Relativbewegungen zwischen Maßstab und Kapsel zur Vermeidung von Zwangskräften ermöglichen. In DD-AP 121832 wird das durch einen elastischen Kitt zwischen Maßstabund Hohlkörper, wobei Maßstab und Hohlkörpersich nicht berühren, und in „Meßtechnische Informationen der Fa.Dr.Heidenhein 3/80" durch Federelemente realisiert. ·
Diese Lösungen haben den Nachteil, daß der Maßstab beim Auftreten νοιί Zwangskräften zur Kapsel nicht eindeutig lagefixiert ist und sich Undefiniert zur Kapsel verschieben kann. Beim Auftreten von „thermischen" oder mechanischen Zwangskräften zwischen der Kapsel und dem Maßstab während des Meß- und Positioniervorgangs führt diese unbestimmte Relativbewegung zwischen Maßstab und Kapsel zu Meß- bzw. Positionierfehlern und erhöht die Meßunsicherheit des Meßsystems. Weiterhin ist aus DE-OS 1548871 eine starre Befestigung der langgestreckten Kapsel am Maschinengrundkörper bekannt. Nachteil dieser Befestigungsart ist, daß sowohl bei der Montage als auch während des Meß- bzw. Positioniervorgangs Zwangskräfte in der Kapsel auftreten, die auch auf den befestigten Maßstab einwirken und die Meß- bzw. Positionierunsicherheit erhöhen.
Ziel der Erfindung ist die Erhöhung der Meßgenauigkeit durch Vermeidung von Zwangskräften und durch Verringerung von Fehleranteilen infolge von Längen- und Lageänderung durch Temperaturänderung während des Meß- oder Positioniervorganges. .
Darlegung des Wesens der Erfindung7
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Längenmeßeinrichtung zu schaffen, die mit einfachen Mitteln eine eindeutige Lägezuordnung des Maßstabes zur Kapsel durch Vermeidung von Zwangskräften zwischen Maßstab und Kapsel sowie zwischen Kapsel und Maschinengrundbett gewährleistet und darüber hinaus Längen- und Lageänderung durch Temperaturänderungen und/oder mechanischen Zwangskräften während des Meß- bzw. Positioniervorganges verringert.
Die Aufgabe löst eine Längenmeßeinrichtung mit einer an einem Maschinengrundbett durch ein Befestigungselement angeordneten Kapsel, einem in der Kapsel befindlichen Maßstab und einer dem Maßstab vorgelagerten Abtasteinrichtung, wobei die Abtasteinrichtung mit einer im Maschinengrundbett befindlichen Verstelleinrichtung verbunden und relativ zum Maßstab verschiebbar ist, und mit einer zwischen Maßstab und Kapsel vorgesehenen elastischen Schicht erfindungsgemäß dadurch, daß der Maßstab an einer Stelle mit der Kapsel durch direkten kraft- oder formschluß verbunden ist und die Befestigungsstelle der Kapsel als auch der Verstelleinrichtung senkrecht zur Verstellrichtung fluchtend zur direkten kraft- oder formschlüssigen Verbindungdes Maßstabes mit der Kapsel angeordnet ist.
Es ist vorteilhaft, wenn sich die kraft- oder formschlüssig^ Verbindung des Maßstabes mit der Kapseln einem Ende der Längenmeßeinrichtung befindet.
Die erfindungsgemäße Längenmeßeinrichtung gewährt eine feste Lagezuordnung der Deformationsanteile von Maßstab, Kapsel, Maschinengrundbett und Verstelleinrichtung ohne daß sich diese untereinander beeinflussen, d.h. geringe Längenänderungen der Kapsel beeinflussen nicht den Maßstab und dessen Lage zum Festpunkt des Maschinengrundbettes, so daß die Kapsel gleichzeitig als thermische Abschirmung zum Maßstab wirkt und kurzzeitige Temperaturschwankungen
während des Meß- bzw. Positioniefvorganges weitestgehend unwirksam bleiben. :
Weiterhin beeinflussen mechanische und thermische Deformationsanteile des Maschinengrundbettes nicht den Maßstab und dessen Lagezuordnung zum Festpunkt des Maschinengrundbettes bleibt trotz axialer Grundbettdeformationen erhalten.
Die Erfindung wird anhand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels näher erläutert. Die Längenmeßeinrichtung nach der Erfindung besteht aus einem Maschinengrundbett 1, mit dem durch ein Befestigungselement 2 eine Kapsel 3 verbunden ist. In der Kapsel 3 ist ein Maßstab 4 angeordnet und dem Maßstab 4 ist eine Abtasteinrichtung 5 vorgelagert. Die Abtasteinrichtung 5 ist mit einer im Maschinengrundbett 1 befindlichen Verstelleinrichtung 6 verbunden und ist relativ zum Maßstab ^verschiebbar. Zwischen Maßstab 4 und Kapsel 3 ist eine elastische Schicht 7 vorgesehen. Der Maßstab 4 ist mit der Kapsel 3 an einer Befestigungssteile 8 an einem Ende'der Längenmeßeinrichtung fest verbunden. Die Befestigungsstelle 9 der Verstelleinrichtung 6 und die Befestigung 10 der Kapsel 3 sind senkrecht zur
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Verstellrichtung fluchtend zur Befestigungsstelle 8 angeordnet. Am gegenüberliegenden Ende der Längenmeßeinrichtung ist zwischen Kapsel 3 und Maschinengrundbett 1 ein Deformationsglied 11 vorgesehen und die Verstelleinrichtung 6 am Maschinengrundbett 1 federnd befestigt.
Die feste Verbindungsstelle 8 zwischen Maßstab 4 und Kapsel 3 bewirkt, daß sich der Maßstab 4 von diesem Festpunkt 8 relativ zur Kapsel 3 ohne nennenswerte Zwangskräfte geringfügig verschieben kann. Diese Verbindung'8 kann durch direkten kraft- oder formschlüssigen Kontakt aber auch über Zwischenelemente erfolgen. Die Relativbewegung zwischen Maßstab 4 und Kapsel 3 wird durch eine elastische Klebschicht 7 realisiert, aber auch eine Realisierung über Federelemente ist möglich. Die elastische Klebschicht gewährt darüber hinaus einen Ausgleich von Ebenheitsabweichungen zwischen Kapsel 3 und der Auflegefläche des Maßstabes 4.
Durch die fluchtend zur Befestigungsstellen 8 angeordnete Befestigungsstelle 10 ist eine geringfügige Verschiebung der Kapsel 3 zum Maschinengrundbett 1 in axialer Richtung ohne nennenswerte Zwangskräfte möglich. Diese in axialer Richtung gering verschiebbare Befestigung ist durph ein spezielles Deformationselement aber auch über Blassfederelemente möglich. Die fluchtend zur Befestigungsstelle 8 angeordnete Befestigungsstelle 9 gewährt, daß sich bei Übereinstimmung des Ausdehnungskoeffizienten der Verstelleinrichtung 6 und des Maßstabes 4 die Fehleranteile durch gleiche Temperaturdriften während des Meß-und Positioniervorganges kompensieren.
Claims (2)
- -2- 254 335 2Erfindungsansprüche:1. Längenmeßeinrichtung mit einer* an einem Maschinengrundbett durch ein Befestigungselement angeordneten Kapsel, einem in der Kapsel befindlichen Maßstab und einer dem Maßstab vorgelagerten Abtasteinrichtung, wobei die Abtasteinrichtung mit einer im Maschinengrundbett befindlichen Verstelleinrichtung verbunden und relativ zum Maßstab verschiebbar ist, und mit einer zwischen Maßstab und Kapsel vorgesehenen elastischen Schicht, gekennzeichnet dadurch, daß der Maßstab an einer Stelle mit der Kapsel durch direkten kraft- oder formschluß verbunden ist und die Befestigungsstelle sowohl der Kapsel als auch der Verstelleinrichtung senkrecht zur Verstellrichtung fluchtend zur direkten kraft- oder formschlüssigen Verbindung des Maßstabes mit der Kapsel angeordnet ist.
- 2. Längenmeßeinrichtung nach Punkt 1, dadurch gekennzeichnet, daß sich die kraft- oder formschlüssige Verbindung des Maßstabes mit der Kapsel an einem Ende der Längenmeßeinrichtung befindet.Hierzu 1 Seite Zeichnung
Priority Applications (2)
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| DE19843420734 DE3420734A1 (de) | 1983-08-30 | 1984-06-04 | Laengenmesseinrichtung |
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
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Publications (1)
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| DD222106A1 true DD222106A1 (de) | 1985-05-08 |
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ID=5550054
Family Applications (1)
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Country Status (2)
| Country | Link |
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| DE (1) | DE3420734A1 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| DE4113856A1 (de) * | 1990-05-18 | 1991-11-21 | Jenoptik Jena Gmbh | Verfahren und anordnung zum kalibrieren eines digitalen laengenmesssystems |
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1983
- 1983-08-30 DD DD25433583A patent/DD222106A1/de not_active IP Right Cessation
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1984
- 1984-06-04 DE DE19843420734 patent/DE3420734A1/de not_active Withdrawn
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE4113856A1 (de) * | 1990-05-18 | 1991-11-21 | Jenoptik Jena Gmbh | Verfahren und anordnung zum kalibrieren eines digitalen laengenmesssystems |
| DE4113856C3 (de) * | 1990-05-18 | 2000-02-10 | Zeiss Carl Jena Gmbh | Verfahren und Anordnung zum Kalibrieren eines digitalen Längenmeßsystems an einer Maschine |
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| DE3420734A1 (de) | 1985-03-07 |
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