DD222807A1 - Pressschweissverfahren - Google Patents

Pressschweissverfahren Download PDF

Info

Publication number
DD222807A1
DD222807A1 DD26168584A DD26168584A DD222807A1 DD 222807 A1 DD222807 A1 DD 222807A1 DD 26168584 A DD26168584 A DD 26168584A DD 26168584 A DD26168584 A DD 26168584A DD 222807 A1 DD222807 A1 DD 222807A1
Authority
DD
German Democratic Republic
Prior art keywords
cold
arc
drawn
welding
drawn steel
Prior art date
Application number
DD26168584A
Other languages
English (en)
Inventor
Joern Burmeister
Hans-Juergen Posselt
Egon Schlebeck
Heinz Winterstein
Original Assignee
Zi F Schweisstechnik D Ddr
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Zi F Schweisstechnik D Ddr filed Critical Zi F Schweisstechnik D Ddr
Priority to DD26168584A priority Critical patent/DD222807A1/de
Publication of DD222807A1 publication Critical patent/DD222807A1/de

Links

Landscapes

  • Arc Welding In General (AREA)

Abstract

Die Erfindung betrifft ein Pressschweissverfahren, um insbesondere kaltgezogene vom Ziehprozess verunreinigte Stahlrohre auch mit anderen geformten Fuegeteilen mittels magnetisch bewegtem Lichtbogen fuegen zu koennen. Der Forderung, einer hohen Lichtbogenstabilitaet und damit einer hoeheren Reproduzierbarkeit der Nahtqualitaet nachzukommen, muss ein stoerungsfreier Erwaermungsprozess garantiert werden. Erfindungsgemaess wird die jeweilige Rohrkante des kaltgezogenen Stahlrohres vor dem eigentlichen Schweissprozess mittels eines Waermezyklus auf mindestens 200 C vorbehandelt. Figur

Description

Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft ein Preßschweißverfahren, um insbesondere kaltgezogene vom Ziehprozeß verunreinigte Stahlrohre mittels magnetisch bewegtem Lichtbogen fügen zu können.
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen . ·
Allgemein ist bekannt, Rohre mit dem magnetisch bewegten Lichtbogen (MBL-Verfahren) zu verschweißen. Dazu werden die Rohre in Spannbacken eingespannt, von denen eine gegen die andere beweglich angeordnet ist. Die zu verschweißenden Teile (Fügeteile) werden durch einen Luftspalt getrennt eingespannt. Magnetspulen, die um die Rohre gelegt sind, erzeugen durch gleichnamige Pole ein Magnetfeld im Luftspalt, das vorwiegend radial nach außen gerichtet ist. Ein Lichtbogen, der zwischen den Fügeteilen gezündet wird, wird durch dieses Magnetfeld in Rotation versetzt, erwärmt die Fügeteilkanten. Durch einen Stauchschlag wird die Verbindung hergestellt. Bekannt ist weiterhin, daß die Stabilität des Vorganges wesentlich von der Lichtbogenstabilität abhängig ist. Die Lichtbogenstabilität hängt von der Nahtvörbereitung, der Spaltbreite, die Stromstärke des Lichtbogens, der Magnetfeldverteilung und von der Oberflächenbeschaffenheit der Fügeteile ab. Es ist bekannt, durch geeignete Magnetfeld- und Stromprogramme die Lichtbogenstabilität zu verbessern. Weiterhin wurde vorgeschlagen, zur Verbesserung der Bogenstabilität mit vorwiegend anodischem Feld zu arbeiten und auch durch Anbringen leicht ionisierbarer Stoffe den Lichtbogen stabiler zu machen. Zur Qualitätssicherung der Schweißnaht spielt weiterhin die Oberflächenbehandlung der Fügeteile eine entscheidende Rolle. Für Schweißverbindungen mit höherwertigen Qualitätsforderungen, wie u.a. bei Wärmetauscherrohren, gehören die mechanischen und chemischen Oberflächenbehandlungen zu den notwendigen technologischen Forderungen. ·
Nachteilig wirkt sich bei allen angegebenen Verfahrensweisen die Neigung zum Lichtbogenabriß bei kaltbezogenen Rohren aus. Trotz Anwendung der bekannten Verfahrensweisen kann nicht verhindert werden, daß die Bogenstabilität und damit die Reproduzierbarkeit der Qualität beim Verschweißen kaltgezogener Rohre schlecht ist. Es sind sogar Rohroberflächen darunter, die das MBL-Schweißen völlig verhindern. Untersuchungen haben gezeigt, daß die Ursache für die Lichtbogenstabilitäten, fest anhaftende, zum Teil in den mikroskopisch feinen Riefen festsitzende und durch das Kaltziehen überdeckte Rückstände vom Ziehprozeß sind. Die Einschlüsse sind in der Regel metallografisch aufbereitet und nur unter Mikroskop erkennbar.
Ziel der Erfindung
Es ist das Ziel der Erfindung, ein Preßschweißverfahren zu entwickeln, um kaltgezogene Stahlrohre, insbesondere mit dem hochproduktiven MBL-Verfahren, mit hoher Lichtbogenstabilität und damit großer Reproduzierbarkeit der Nahtqualität schweißen zu können.
Wesen der Erfindung
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, kaltgezogenen und damit durch den Ziehprozeß verunreinigten Stahlrohren auch mit anders geformten Fügeteilen während des Preßschweißverfahrens, insbesondere des Verfahrens mit magnetisch bewegtem Lichtbogen, einen störungsfreien Erwärmungsprozeß zu garantieren.
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß eine jeweilige Rohrkante des kaltgezogenen Stahlrohres vor dem eigentlichen Schweißprozeß mittels eines Wärmezyklus auf mindestens 200°C vorbehandelt wird.
Ausführongsheispiel
Nachfolgend soll die Erfindung an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert werden. Die dazugehörige Figur zeigt ein thermisch behandeltes und für das MBL-Schwejßverfahren vorbereitetes kaltgezogenes Stahlrohr. Durch einen gesteuerten Einsatz einer geeigneten und bekannten Wärmequelle 3, wie z.B. ein Gasbrenner oder ein Gasringbrenner oder ein MBL-H-Kopf, wird der Rohrkantenbereich 4 des kaltgezogenen Stahlrohres 1 derart partiell thermisch behandelt, daß die dort eingeschlossenen Ziehrückstände 2 herausgebrannt werden. Dies wird erreicht, wenn der Rohrkantenbereich 4 wenige Sekunden auf mindestens 200°C und über eine Entfernung von der Rohrkante von mindestens einmal der Rohrwanddicke erwärmt wird. Die Zeitdauer der thermischen Behandlung ist abhängig von der Art und Lage der eingeschlossenen Ziehrückstände 2 im kaltgezogenen Stahlrohr 1, dessen Rohrquerschnitt vom Schweißregimes des MBL-Verfahrens sowie der eingesetzten Wärmequelle. Die partielle thermische Behandlung kann je nach den betrieblichen Bedingungen außerhalb oder auch innerhalb der MBL-Schweißtechnik erfolgen. Mit dieser erfindungsgemäßen Lösung ist es möglich, ein kaltgezogenes Stahlrohr mit Fügeteile ariderer beliebiger Formen zu fügen. Vorteil der Erfindung ist, daß beim Vorwärmen der kaltgezogenen Stahlrohrkariten ab 200cC die den magnetisch bewegten Lichtbogen beeinflussenden Ziehmittel soweit zersetzt werden, daß der Lichtbogenlauf nicht mehr nachteilig beeinträchtigt wird.

Claims (1)

  1. -2-261 685
    Erfindungsanspruch:
    Preßschweißverfahren mit mindestens einem durch einen Ziehprozeß verunreinigten kaltgezogenen Stahlrohr als Fügeteil und insbesondere zum Schweißen mit magnetisch bewegtem Lichtbogen, gekennzeichnet dadurch, daß eine jeweilige Rohrkante des kaltgezogenen Stahlrohres vor dem eigentlichen Schweißprozeß mittels eines Wärmezyklus auf mindestens 2000C vorbehandelt wird.
    Hierzu 1 Seite Zeichnung
DD26168584A 1984-04-05 1984-04-05 Pressschweissverfahren DD222807A1 (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DD26168584A DD222807A1 (de) 1984-04-05 1984-04-05 Pressschweissverfahren

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DD26168584A DD222807A1 (de) 1984-04-05 1984-04-05 Pressschweissverfahren

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DD222807A1 true DD222807A1 (de) 1985-05-29

Family

ID=5555957

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DD26168584A DD222807A1 (de) 1984-04-05 1984-04-05 Pressschweissverfahren

Country Status (1)

Country Link
DD (1) DD222807A1 (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
WO2019154925A1 (de) Verfahren und vorrichtung zum einbringen eines fügeelements
CH671355A5 (de)
DE3703485C2 (de) Vorrichtung zum Verschweißen von miteinander ausgerichteten Rohren
DE69513019T2 (de) Verfahren und vorrichtung zum schweissen von dünnen blechen
DE60014889T2 (de) Verfahren und vorrichtung zum verschweissen von länglichen elementen
DE4333283A1 (de) Schweißverfahren
DD222807A1 (de) Pressschweissverfahren
DE2262415B2 (de)
DE10149957B4 (de) Verfahren zur Herstellung von Spannbacken
EP2130635B1 (de) Magnetarc-Schweissverfahren für Werkstücke mit offenen Querschnitten
DE3630625C2 (de)
DE10204474B4 (de) Spannvorrichtung und Verfahren zum Laserstrahlschweißen beschichteter Bleche
DE2250130A1 (de) Verfahren und vorrichtung zum verbinden von kunststoffteilen durch schweissen
DE1301692B (de) Metallische, innengekuehlte Schweissnahtunterlage
DE3604830A1 (de) Verfahren zum befestigen eines rohres an der wand und elektrode zur durchfuehrung dieses verfahrens
DD284428A5 (de) Verfahren und vorrichtung zur herstellung einer unloesbaren verbindung eines flaechigen, duennwandigen metallteiles mit rohren
AT410416B (de) Vorrichtung und verfahren zum plasma-schweissen von türen und klappen
DE3701196C2 (de)
DE1527299A1 (de) Hammerschweissverfahren
DE2648007C3 (de) Verfahren zum Diffusionsschweißen von metallischen Werkstücken und Verwendung des Verfahrens
DE885290C (de) Punkt- und Nahtschweissverfahren
DE3904838A1 (de) Rohrverbindung, insbesondere fuer kunststoffrohre und -schlaeuche oder dergleichen sowie verfahren und vorrichtung zu ihrer herstellung
DE1638373B2 (de) Verfahren zur herstellung von kaefigwicklungen fuer induktions motoren
DE9101713U1 (de) Vorrichtung zum Umbördeln von Kunststoffrohren
DE2805545A1 (de) Verfahren und vorrichtung zum druckverschweissen eines oder mehrerer rohre mit einer platte in einem arbeitsgang

Legal Events

Date Code Title Description
ENJ Ceased due to non-payment of renewal fee