DD222866A1 - Foerdersystem fuer polygraphische produkte mit eingebauter weiche - Google Patents

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Werner Stiefel
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Polygraph Leipzig
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Abstract

Die Erfindung betrifft ein Foerdersystem fuer polygraphische Produkte, die relativ wenig biegeelastisch sind, z. B. Falzbogen. Broschueren und Buchblocks, in dem eine Weiche enthalten ist, durch welche die Produkte in einem von zwei nachgeordneten Foerdersystemen weitergeleitet werden, um fehlerhaft zusammengetragene Produkte auszusondern. Dazu ist ein Foerdersystem fuer wenig biegeelastische Produkte zu schaffen, das ohne Unterbrechung des Antriebes arbeitet. Die Loesung der Aufgabe besteht darin, dass Umlenkrollen fuer innere Triebmittel auf exzentrisch zueinander versetzten Lagerungen angeordnet sind und sich im Winkel b schwenkbaren Ablenkern auf einem gemeinsamen Weichentraeger, vorzugsweise auf einer Welle, befinden. Fig. 1

Description

Titel der Erfindung
Fördersystem für polygraphische Produkte mit eingebauter Weiche
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft ein Fördersystem für polygraphische Produkte, die relativ wenig biegeelastisch sind, wie z. B. Falzbogen, Broschüren und Buchblocks, in dem eine Weiche enthalten ist, durch welche die Produkte in einem von zwei nachgeordneten Fördersystemen weitergeleitet werden. Die wahlweise Weiterförderung erfolgt insbesondere zur Aussonderung fehlerhaft zusammengetragener polygraphischer Produkte, z. B in Sammelheftmaschinen«
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Bei einer gemäß der DD-PS 32 095 bekannten Vorrichtung erfolgt die Aussonderung von unvollständigen Broschüren mittels eines drehbar gelagerten Förderdornes und einem auf dessen Umfang wirkenden Triebmittel. Die ausgesonderten Broschüren werden dabei in einen Sammelkasten abgeworfen. Der Nachteil dieser
Vorrichtung besteht darin, daß für weiterentwicklungsbedingt vorhandene hohe Taktzahlen die Funktion nicht mehr gewährleistet wird. Die in der DE-AS 22 29 286 beschriebene Bestätigungseinrichtung für eine am !Gabelungspunkt des Transportweges flacher Werkstucke angeordnete Weiche wird durch mehrere Kuryenscheiben in Verbindung mit einer Zugfeder gesteuert« Diese Art der Betätigung einer Weiche ist ebenfalls nur für relativ niedrige Taktzahlen geeignet, da sich bei hohen Drehzahlen die Kurvenrolle von der Kurvenscheibe abhebt. Außerdem tritt bei einer solchen Konstruktion ein hoher Verschleiß auf« Bei weiteren Lösungen mit mechanisch verstellbaren Weichen sind zur Sicherung eines zwangsläufigen Transportes vor und nach der Weiche Triebmittel paarweise angeordnet. Bei diesen Lösungen ist jedoch zur Einordnung der Weiche und Freihaltung der AvsLeitstelle eine begrenzte, zunächst einseitige Unterbrechung des Triebes erforderlich. Die Dauer der Triebunterbrechung leitet sich im Wesentlichen aus dem Auftreff- und Ablenkwinkel «K/und dem Durchmesser der Umlenkrollen des der Weiche nachgeordneten zweiten Fördersystems ab. Der Winkel«C ist abhängig von der Biegesteifigkeit der zu verarbeitenden Produkte« Für die Weiterleitung kurzer wenig biegelastischer Produkte sind alle diese Lösungen nicht geeignet.
Ziel der Erfindung
Das Ziel der Erfindung besteht darin, ein Fördersystem für wenig biegeelastische polygraphische Produkte zu schaffen, das ohne Unterbrechung des Antriebes arbeitet.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Es besteht die Aufgabe, die Verstellung der Weiche gemeinsam mit einer konstruktiveinfachen Regelung der nachfolgenden Fördersysteme, ohne Unterbrechung des Hauptantriebes, vorzusehen,
. :.. ·. .. -
mit der auch die Verarbeitung relativ kleiner polygraphischer Produkte möglich ist.
Die Lösung der Aufgabe besteht darin, daß Umlenkrollen für innere Triebmittel auf exzentrisch zueinander versetzten Lagerungen angeordnet sind und sich mit im Winkel B schwenkbaren Ablenkern auf einem gemeinsamen Weichenträger, vorzugsweise auf einer Welle, befinden. Die Steuerung der Weiche erfolgt über herkömmliche nicht dargestellte Mittel, wobei die Betätigung konstruktiv einfach durch Verdrehen des Weichenträgers erfolgt. Auf dem Weichenträger sind sowohl die Weiche wie auch die Lagerungen für die Umlenkrollen der jeweils inneren Triebmittel der beiden nachfolgenden Fördereinrichtungen fest angeordnet. Die Drehung der Umlenkrollen erfolgt dabei gegenläufig, um die eingeklemmt zu fördernden Buchblöcke sowohl in Normalrichtung wie auch in der Ablenkerrichtung zum Aussondern weiter befördern zu können. Die Länge L bedingt eine Anordnung der Fördermittel in einem geringen Abstand voneinander um auch im Bereich der Weiche eine Zwangsführung zur Weiterbeförderung der Buchblöcke zu gewährleisten. Durch die erfindungsgemäße Anordnung der Umlenkrollen für die Triebmittel sowie der Weiche mit ihren Ablenkern werden die bekannten Nachteile bzw. Begrenzungen für die mögliche Taktzahl vermieden.
AusführungsbeispieI
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Gegenstandes der Erfindung dargestellt. Es zeigen:
Fig. 1: eine Seitenansicht des Fördersystems mit feststehendem Weichenträger (z. B, feststehender Welle)
Fig. 2: eine Seitenansicht des Fördersystems mit verdrehbarem Weichenträger (z. B. Verdrehung der Welle um ihre Achse)
Fig. 3: eine Draufsicht auf den Weichenträger gemäß Fig. 1 Fig. 4: eine Seitenansicht gemäß Fig. 3
' · , ' - 4 -
Auf einem feststehendem Weichenträger 1 sind Ablenker 2 und Umlenkrollen 3; 4 gelagert. Dabei sind die Ablenker 2 im Winkel ß schwenkbar vorgesehen und die Umlenkrollen 3; 4 jeweils durch Elementenerweiterung der Lagerungen um das Maß "e" exzentrisch zur Mitte des Weichenträgers 1 versetzt angeordnet* Über die Umlenkrollen 3; 4 laufen innere Triebmittel 6; 7 einer jeweils nachgeordneten Fördereinrichtung, deren äußere Triebmittel durch die Elemente 5; 8 gebildet werdene Die Triebmittel 5 bis 8 sind beispielsweise als Förderbänder ausgebildet und die inneren Triebmittel 6; 7 sind bei arbeitender Maschine vorzugsweise beide in Betrieb« Die Ablenker 2 haben überwiegend eine Stellung;, die den Lauf aus der Zuführeinrichtung 9 kommender Produkte IO über die Umlenkrollen 3 in die aus den Triebmitteln 5; 6 gebildete Fördereinrichtung leiten, von wo aus sie der Endfertigung zugeführt werden. Wenn ein Produkt 10 in das zweite Fördersystem eingeleitet werden soll und sich der Weiche nähert, erfolgt eine Umschaltung der Stellung der Ablenker 2 durch den Schalthebel Ii und die Nocken 12 um den Betrag des Winkels ß„ Das Produkt läuft dann über die Umlenkrollen 4 in die aus den Triebmitteln 7; 8 gebildete zweite Fördereinrichtung, aus der die fehlerhafte Broschüre 13 ausgeworfen und somit zunächst aus dem weiteren Produktionsprozeß ausgegliedert wird und nach Korrektur der Zuführeinrichtung 9 wieder zugeleitet werden kann« In einem weiteren Ausführungsbeispiel ist der Ablenker 2 mit den Lagerungen 14; 15 der Umlenkrollen 3; 4 auf dem Weichenträger 1 befestigt» Hierbei erfolgt die Umschaltung der Ablenker 2 von der Ablenkerstellung, die das Produkt 10 der Weiterverarbeitung über die Triebmittel 5; 6 zuleitet, auf die Ablenkerstellung, die das fehlerhafte Produkt 13 in die aus den Triebmitteln 7; 8 gebildete aussortierende Fördereinrichtung leitet, durch eine Drehung des Weichenträgers 1 um den Winkel ß. Die entsprechenden bekannten Steuer- und Antriebselemente sind nicht mit dargestellt. Durch die exzentrisch versetzte Anordnung der Lagerungen 14; 15 für die Umlenkrollen 3; 4 auf dem Weichenträger 1 wird erreicht,
daß die trieblose Förderstrecke L zwischen der Zuführeinrichtung 9 und den aus den Triebmitteln 5; 6 bzw,, 7; 8 gebildeten Fördereinrichtungen, auf ein bisher nicht mögliches Minimum reduziert werden konnte. Da die trieblose Förderstrecke L bestimmend für das kleinstmöglich zu verarbeitende Format der Produkte 10 ist, wird hier^mit die Voraussetzung geschaffen, daß kleinere Formate als bisher verarbeitet werden können. Die äußeren Triebmittel 5;' 8 sind im Bereich der Zuführeinrichtung 9 auf Umlenkrollen 16; 17 so gelagert, daß die äußeren Triebmittel 5; 8 im Winkel Ψ zu der Förderrichtung der jeweils aus den Triebmitteln 5; 6 bzw. 7; 8 gebildeten Fördereinrichtungen wirken. Damit wird erreicht, daß die Produkte 10 nach Oberwindung der trieblosen Förderstrecke L, immer im Zwangslauf in die jeweils zugeschaltete Fördereinrichtung 5; 6 oder 7; 8 einlaufen,

Claims (6)

Patentansprüche
1„ Fördersystem für polygraphische Produkte, die relativ wenig biegeelästisch sind, wie Z9 Bt, Falzbogen, Broschüren und Buchblocks, in dem eine integrierte Weiche enthalten ist, die zur wahlweisen Weiterförderung der Produkte in jeweils eines von zwei nachgeordneten Fördersystemen, insbesondere zur Aussonderung fehlerhaft zusammengetragener polygraphischer Produkte, dadurch gekennzeichnet, daß Umlenkrollen (3; 4) für innere Triebmittel (6; 7) auf exzentrisch zueinander versetzten Lagerungen (14; 15) angeordnet sind und sich mit im Winkelnß schwenkbaren Ablenkern (2)'auf einem gemeinsamen Weichentrager (1) befinden.
2. Fördersystem nach Punkt 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Drehrichtung der Umlenkrollen (3; 4) gegenläufig vorgesehen ist und je nach der Stellung der Ablenker (2) eines der inneren Triebmittel (6; 7) über die Umlenkrollen (3) bzw, (4) mit dem zugehörigen äußeren Triebmittel (5) oder (8) im Eingriff befindlich vorgesehen ist und jeweils ein zwangsläufiges Fördersystem bildet.
3„ Fördersystem nach Punkt 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Ablenker (2) im Winkel ß drehbar und die Lagerungen (14; 15), der Umlenkrollen (3; 4) fest auf dem feststehenden Weichenträger (1) angeordnet sind und in die Ablenker (2) Schalthebel (H) über Nocken (12) eingreifen»
4. Fördersystem nach Punkt 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Ablenker (2) mit den Lagerungen (14; 15) der Umlenkrollen (3; 4) auf dem Weichenträger (1) befestigt sind und der Weichenträger (1), durch nicht dargestellte Steuer- und Antriebselemente im Winkel ß drehbar ausgebildet ist.
5. Fördersystem nach Punkt 1 und 2,,dadurch gekennzeichnet, daß die exzentrische Anordnung der Lagerungen (14; 15) für die Umlenkrollen (3; 4) auf dem Weichenträger (1) durch Elementenerweiterung vorgesehen ist, und die Exzentrizität der Anordnung der Lagerung (14) zu der Lagerung (15) zueinander einen Winkel bis zu 180 bilden.
6. Fördersystem nach Punkt 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die äußeren Triebmittel (5; 8) im Bereich der Zuführeinrichtung (9) auf Umlenkrollen (IB; 17) so gelagert sind, daß di'e Triebrichtung der aus den Triebmitteln (5; 6) bzw# (7; 8) gebildeten Fördereinrichtungen um den Winkel jr abgelenkt ausgebildet ist.
Hierzu 3 Seiten Zeichnungen '
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