DD223065A1 - Vorrichtung mit einem verschlusskoerper zum verschliessen von adern - Google Patents
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Abstract
Die Vorrichtung mit einem Verschlusskoerper zum Verschliessen von Adern, bestehend aus einem spitzenpraeparierten Herz- oder Angiographie-Katheter, einem Schubelement (Pusher) und einem Verschlusskoerper, besteht aus einem Kerndraht, an dessen vorderem Ende der Verschlusskoerper aufgeschoben und abloesbar befestigt ist. Der Kerndraht ist im Innern des Schubelementes bewegbar gefuehrt und mit dem aufgeschobenen Verschlusskoerper und dem Schubelement derart ueber die Kathetermuendung hinaus weiter in die Ader einfuehrbar, dass der Verschlusskoerper auf dem Kerndraht verbleibt und durch diesen auch ausserhalb des Katheters gefuehrt ist. Durch Festhalten des Kerndrahtes und weiteres Verschieben des Schubelements ist der Verschlusskoerper vom Kerndraht abstreifbar. Er kann auch durch Zurueckziehen des Kerndrahtes in das Schubelement vor dem Ende des Schubelementes freigegeben werden. Der Verschlusskoerper ist als laengliches Element ausgefuehrt, das auf seiner gesamten Laenge und ueber seinen gesamten Umfange mit einem textilen Fasermaterial versehen ist. Er weist an seinem hinteren Ende einen huelsenfoermigen Teil auf, in den der Kerndraht derartig einfuehrbar ist, dass eine einwandfreie Fuehrung des Verschlusskoerpers auch ausserhalb des Katheters moeglich, der Verschlusskoerper aber mit Hilfe des Verschubelementes vom Kerndraht einwandfrei abloesbar ist. Der Verschlusskoerper enthaelt zumindest in einem Teil ein roentgenstrahlenabsorbierendes Material Fig. 2
Description
Anwendungsgebiet der Erfindung -
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung mit einem Verschlußkörper zum Verschließen von Adern und ein Verfahren zur Herstellung. Derartige Vorrichtungen finden als Herz- oder Angiographiekatheter mit denen ein Verschiußkörper, z.B. eine Okklusionsspirale in Arterien und Venen eingeführt wird Verwendung, um diese zu verschließen.
Zur Gefäßokkiusion im Rahmen interventioneiler Radiologie sind bisher folgende Verfahren bekannt, die mittels eines Katheters ausgeführt werden:
— Einspülung oder Einschub von Kunststoffpartikeln "
— Injektion von Flüssigkeiten
— Applikation aufblasbarer und abstoßbarer Ballons
— Applikation von kurzen metallischen Zylindern oder Spieralen mit adhärenter Baumwolle oder Kunststoffaser.
Die letztgenannte Spiralokklusion wird in Form einerfrei vorgeführten Spirale mit einem Außendurchmesser der Primärwicklung von 0,5 oder 0,7 mm durchgeführt, wobei der Vorschub durch den Katheter mittels eines handelsüblichen Führungsdrahtes
von ca. 0,9γπγτ} Außendurchmesser erfolgt. Diese Methode erfordert den Einsatz spezieller Katheter, die keine Seitenlöcher . aufweisen dürfen. Die Okkluderspirale gerät unmittelbar an der Katheterspitze außer Kontrolle und rollt sich auf. Ein weiterer Nachteil der bekannten Gkklusionsvorrichtungen besteht in der Gefahr, daß sich die Okklusionsspirale an den Krümmungsstellen des Katheters wegen der dort auftretenden starken Reibung verklemmt. In solchen Fällen muß der Katheter
extrahiert werden. — : : —
Eine zusätzliche große Gefahr der bekannten Vorrichtungen besteht darin, daß sich Spiralteile an der Katheterspitze verklemmen, so daß sie durch den pusher nicht mehr vollständig ausgestoßen werden können. Gelingt das Ausstoßen z.B. durch manuelle Flüssigkeitsinjektion ebenfalls nicht, bleibt als einzige Möglichkeit zur Verhinderung einer unerwünschten Embolisierung nur die unverzügliche Extraktion des Katheters. Dabei besteht wiederum die Gefahr, daß die Spirale an einer Gefäßkrümmung, einer Lennenunregelmäßigkeit oder beim Übertritt vom Gefäß in das subkutane Gewebe den Katheter verläßt und Komplikationen bewirkt. - . ,
Diese Gefahr wird noch erhöht, wenn der Verschlußkörper an den Enden Verdickungen aufweist, wie es in der DD-PS 158084 beschrieben ist.
Ziel der Erfindung ist es, die Risiken, die für die Patienten bei den bekannten Verfahren auftreten, zu verringern. Darlegung des Wesens der Erfindung
Aufgabe der Erfindung ist es, eine Vorrichtung und ein Verfahren zu ihrer Herstellung zu schaffen, die es ,gestattet, den Verschlußkörper ohne Komplikationen auch durch Katheter geringen Durchmessers üblicher Art, u.a. mit präparierter Spitze einzuführen und ihn gegebenenfalls über die Katheteröffnung hinaus kontrolliert weiterzuführen und in einer zu wählenden Distanz vor der Katheteröffnung abzusetzen. Eine weitere Aufgabe der Erfindung ist es, einen geeigneten zur Vorrichtung gehörenden Verschlußkörper (Gkkluder) zu schaffen.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch eine Vorrichtung mit einem Verschlußkörper zum Verschließen von Adern gelöst, bestehend aus einem spitzenpräparierten Herz- oder Angiographie-Katheter, einem Schubelement (Pusher) und einem Verschlußkörper, bei der ein Kerndraht vorgesehen ist, an dessen vorderem Ende der Verschlußkörper aufgeschoben und ablösbar befestigt ist. Der Kerndraht ist im Innern des Schubelementes bewegbar geführt und mit dem aufgeschobenen Verschlußkörper und dem Schubelement derart über die Kathetermündung hinaus weiter in die Ader einfuhrbar, daß der Verschlußkörper auf dem Kerndraht verbleibt und durch diesen auch außerhalb des Katheters geführt ist. Durch Festhalten des Kerndrahtes und weiteres Vorschieben des Schubelements wird der Verschlußkörper vom Kerndraht an der vorgesehenen Stelle abgestoßen. Das kann auch durch Zurückziehen des Kerndrahtes vom Verschlußkörper vor dem Ende des Schubelementes geschehen. Der Verschlußkörper ist als längliches Element ausgeführt, das auf seiner gesamten Länge und über seinen gesamten Umfange mit einem textlien Fasermaterial versehen ist und weist zumindest an seinem hinteren Ende einen hülsenförmigen Teil auf, in dem der Kerndraht derartig einführbar ist, daß eine einwandfreie Führung des Verschlußkörpers auch außerhalb des Katheters möglich ist, der Verschlußkörper aber mit Hilfe des Vorschubelementes vom, Kerndraht einwandfrei ablösbar ist. Der Verschlußkörper enthält zumindest in einem Teil ein röntgenstrahlenabsorbierendes Material. . '
Der Verschlußkörper kann aus zwei miteinander verdrillten Drähten bestehen, zwischen denen textiles Fasermaterial über, den gesamten Umfang und die gesamte Länge im wesentlichen rechtwinklig zur Achse eingeklemmt ist, wobei am hinteren Ende der Drähte ein hülssnförmiges Element angeordnet ist, in das der Kerndraht einführbar ist.
Dabei kann das textile Fasermaterial zum Teil aus steiferen, zum Teil aus weicheren bis extrem weichen Fasern bestehen. Der Verschlußkörper kann auch aus Plastmaterial bestehen, einen länglichenGrundkörper aufweisen, der über seinem gesamten Umfang und seine gesamte Länge mit fadenartigen Ansätzen versehen ist und an seinem hinteren Ende ein hülsenförrniges Element oder eine Bohrung enthält, in die der Kerndraht einführbar ist. Dabei ist es zweckmäßig, wenn im Plastmaterial röntgenstrahleriabsorbierendes Material enthalten ist.
Die fadenartigen Ansätze können zum Teil steifer und zum Teil weicher bis extrem weich sein. .^
Es ist von Vorteil, wenn der Verschlußkörper aus einem weichen biegsamen Plastmaterial besteht und an seinem vorderen Ende derart präpariert ist, daß er beim weiteren Einschieben über den Katheter hinaus Gefäßkrümmungen folgen kann. Der Verschlußkörper enthält vorteilhaft ein längliches metallisches röntgenstrahlenabsorbierendes Element in seinem länglichen Grundkörper. . ,
Das metallische röntgenstrahlenabsorbierende Element kann eine biegsame Wendel sein, es kann aber auch ein metallisches hülsenförmiges Element am Ende des Verschlußkörpers,sein, oder durch'Metallpartikel im länglichen Grundkörper gebildet werden, im ersteren Falle kann das hülsenförmige Element eine Metallwendel sein, im zweiten Fall können außer Metallpartikeln die röntgenstrahlenabsorbierenden Materialien im Plastmaterial gelöste oder eingemischte bzw.. emulgierte Substanzen sein. \ .
: Das Vorschubelement enthält an seinem vorderen Ende ein hülsenförmiges Teil, das eine vordere glatte Fläche aufweist, die . eine Bohrung enthält, durch die der Kerndraht austritt. Dies verhindert ein Verhaken des Verschlußkörpers mit dem Vorschubelement und sichert ein exaktes Absetzen des Verschlußkörpers.
Die/Vorrichtung mit einem Verschlußkörper zum Verschließen von Adern, die im wesentlichen aus einem spitzenpräparierten Herz- oder Angiographie-Katheter, einem Schubelement und einem Verschlußkörper besteht, wird hergestellt, in dem in das Innere des wendeiförmigen Schubelementes ein vor- und rückwärtsbewegbarer Kerndraht eingeschoben wird, und nach dem Durchschieben am vorderen Ende des Kerndrahtes außerhalb des Schubeiementesein Verschlußkörper derart ablösbar befestigt wird, daß er mit Hilfe des Kerndrahtes und des Schubelementes durch den Katheter hindurch und außerhalb desselben in der Ader weitergeführt und an einer bestimmten Steile der Adern abgelöst werden kann. Der zur Vorrichtung gehörige Verschlußkörper wird hergestellt, indem zwischen zwei parallele Drähte textiles Fasermaterial eingeklemmt wird, die Drähte mit dem eingeklemmten Fasermaterial verdrillt werden, am hinteren Ende ein hülsenförmiges Element befestigt wird und die verdrillten Drähte am vorderen Ende derart präpariert werden, daß sie keine Verletzung der Adern beim Einschieben verursachen. .·'.,· -
Die erfindungsgemäße Vorrichtung weist die folgenden Vorteile auf:
— es können übliche spitzenpräparierte dünne Gefäßkatheter verwendet werden, wie sie für selektive Gefäßdarstellung verwendet werden, wobei auch snitzennahe Seitenlöcher nicht stören:
— der Verschlußkörper wird bis zu seinem Abstreifen absolut sicher geführt;
— der Verschlußkörper kann auch über das Ende des Katheters hinaus sicher geführt und entfernt von der Spitze des Untersuchungskatheters abgesetzt werden.
— es ist möglich, super selektiv Gefäße mittleren Kalibers (Segmentarterien der Niere und Leber, Subsegmentarterien der Lunge u.a.) zu embolisieren. Dies ist bei der perkutanen transvasalen Embolisation umschriebener av-Fisteln sehr wertvoll, weil auf diese Art nichtpathologisch veränderte Pareuchymbezirke geschont werden. ·,
— die erfindungsgemäße Vorrichtung gestattet auch die Verwendung herkömmlicher Okkluder-Spiralen, wenn diese in der erforderlichen.Größenordnung hergestellt werden. Voraussetzung ist, daß sie bis zum vorderen Ende einen offenen Hohlraum aufweisen, an die Vorrichtung angepaßt und auf den Kerndraht aufschiebbar sind. Sie können dann gemäß der vorliegenden Erfindung völlig gefahrlos durch den Katheter geführt und auch außerhalb desselben abgesetzt werden.
Die Erfindung soll nachfolgend anhand von Ausführungsbeispielen näher erläutert werden. Jn den zugehörigen Zeichnungen
zeigen: ,
Fig. 1: die erfindungsgemäße Vorrichtung im Gefäß in einer Stellung in der sich der Verschlußkörper innerhalb des Katheters
befindet; Fig. 2: die Vorrichtung in einer Stellung in der sich der Verschlußkörper mit dem Führungsdraht und dem Schubelement außerhalb des Katheters im Gefäß befindet;
Fig.3: einen Verschlußkörper der Vorrichtung aus verdrillten Drähten mit Gewebefasern; Fig. 4: einen Verschlußkörper der Vorrichtung aus einem Plastmaterial Fig. 5: die Vorrichtung mit einem bekannten Wendel-Okkluder im Innern des Katheders., Die erfindungsgemäße Vorrichtung wird durch einen normalen Herz- oder Angiographie-Katheter, der sich bereits im zu behandelnden Gefäßsystem befindet, eingeschoben.
Wenn es möglich ist, wird der Kathetertiis unmittelbar an die zu okkludierende Stelle eingeführt und der Verschlußkörper (Okkluder) .dort abgesetzt. ,
In Fig. 1 ist die erfindungsgemäße Vorrichtung in einer Stellung dargestellt, in der sich der Verschlußkörper 1 noch im Innern des in das Gefäß 2 eingeführten Katheters 3 befindet. Der Verschlußkörper 1 weist an seinem hinteren Ende einen hülsenförmigen Teil 4 auf, in den der Kerndraht 5 eingeführt ist. Dieser ist hin- und herbew'egbär in einem Schubeleimönt (Pusher) 6 angeordnet. Dieses Schubelement weist im wesentlichen den gleichen äußeren Durchmesser auf> wie der Gruridkörper 7 des Verschlußelementes 1. .
Die Herstellung der Vorrichtung und ihre Anwendung erfolgen derart, daß in den inneren Hohlraum des wendeiförmigen Schubelementes 6 der Kerndraht 5 ein- und durch ersteres hindurchgeschoben wird, bis auf sein auf der Gegenseite herausgetretenes Ende der Verschlußkörper 1 mit seinem hülsenförmigen Teil 4 aufgesteckt werden kann. Die derart zusammengebaute Vorrichtung wird zur besseren Handhabung in eine Introduktionshülse eingeführt. Mit Hilfe dieser Introduktionshülse wird die Vorrichtung in den in das zu verschließende Gefäßsystem bereits eingeführten Katheter 3 eingeschoben. Die aus dem Verschlußkörper 1, dem Kerndraht 5 und dem Schubelement 6 bestehende Vorrichtung wird insgesamt, also alle drei Elemente gemeinsam, durch den Katheter 2 hindurchgeschoben.
Durch den Kerndraht 5 und das Schubelement 6 ist eine einwandfreie Führung im Katheter 2 gewährleistet. Durch den geringen Durchmesser des Kerndrahtes 5 und den wendeiförmigen Aufbau des Schubeiementes 6 ist die Vorrichtung sehr flexibel und kann auch verhältnismäßig engen Krümmungen des Katheters 2 folgen, ohne sich zu verhaken.
In Fig.2 ist eine Stellung gezeigt, in der die Vorrichtung mit dem Verschiußkörper 1, der mit seinem hüisenförmigeri Teii 4 auf dem Kerndraht 5 steckt und dem Schubelement 6 den Katheter 2 verlassen hat. Jetzt kann durch Zurückziehen des Kerndrahtes 5 durch das Schubelement 6 der Kerndraht 5 aus dem hülsenförmigen Teil 4 des Verschlußkörpers 1 herausgezogen werden, wodurch der Verschlußkörper 1 freigegeben wird. Dies erfolgt an der dafür vorgesehenen Stelle, entweder unmittelbar vor der Spitze des Katheters 3 oder in einer größeren Entfernung von derselben. Mit Hilfe der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist es also möglich, den Verschlußkörper 1 sicher in Gefäße 2 einzuführen, die wegen ihres geringen Lumens dem Katheter 3 nicht mehr zugänglich sind. Es ist auch außerhalb des Katheters 3 ein sicheres Führen des Verschlußkörpers 1 und ein sicheres Absetzen desselben möglich. Das Absetzen des Verschlußkörpers 1 kann, wie schon erwähnt, durch Zurückziehen des Kerndrahtes 5 durch das Schubelement 6 erfolgen oder durch festhalten des Kerndrahtes 5 und Vorschieben des Schubelementes 6, bis der Verschlußkörper 1 von dem in seinem hüisenförmigen Teil 4 steckenden Führungsdraht 5 herabgeschoben ist. In beiden Fällen erfolgt eine einwandfreie komplikationslose Trennung des Verschlußkörpers 1 von den anderen Elementen der Vorrichtung.
In Figur 3 ist eine Ausführüngsform eines Verschlußkörpers 1 der erfindungsgemäßen Vorrichtung dargestellt, dessen Grundkörper"7 aus zwei miteinander verdrillten Drähten besteht, zwischen denen textiles Fasermaterial 8 über die gesamte Länge und den gesamten Umfang verteilt im wesentlichen rechtwinkelig zur Achse eingeklemmt ist. Am hinteren Ende der Drähte ist ein hülsenförmiges Element 4 angeordnet, in das der Kerndraht 5 eingeschoben wird. Das textile Fasermaterial 8 kann zum Teil aus steiferen zum Teii aus weniger steifem bis extrem weichen Fasern bestehen. Als Material^können alle körperverträglichen Fasermaterialien verwendet werden.
Die Fig.4 zeigt einen Verschlußkörper 1 aus einem Plastematerial, dereinen Grundkörper 7 in runder länglicher Form aufweist. Dieser Grundkörper 7 ist über seine gesamte Länge und seinen gesamten Umfang mit fadenähnlichen Ansätzen 9 versehen. Auch dieser Grundkörper 7 weist an seinem hinteren Ende ein hülsenförmiges Element 4 auf, in das der Kerndraht 5 eingeschoben wird. Auch hier können die fadenartigen Ansätze 9 zum Teil steifer, zum Teil weicher bis extrem weich sein. Der Grundkörper 7 dieser Ausführung kann auch eine sich von hinten bis kurz vor das vordere Ende erstreckende Bohrung zum Einführen des Kerndrahtes 5 aufweisen. Dann kann die hintere Hülse entfallen und der Kerndraht 5 dient auch gleichzeitig als röntgenstrahlenabsorbierendes Mittel. Wird der Kerndraht 5 nicht in den Verschlußkörper 1 eingeschoben, muß dieser mit einem röntgenstrahlenabsorbiereriden Mittel versehen werden. Dazu kann im Grundkörper 7 des Verschlußkörpers 1 ein längliches metallisches röntgenstrahlenabsorbierendes Element eingeschlossen sein.
Dieses wird dann zweckmäßig als Drahtwendel ausgeführt, weil auch der Verschlußkörper 1 als Grundkörper 7 vorzugsweise ein weiches Material enthalten sollte, das biegsam ist, um den Gefäßkrümmungen folgen zu können. In den Hohlraum der . Wendel kann dann der Kerndraht 5 eingeschoben werden. In einer derart weichen Ausführung des Verschlußkörpers 1 kann dieser, wenn er mit einer entsprechend präparierten Spitze versehen ist, den Krümmungen auch dünnlumiger Gefäße folgen;, ohne ein wesentliches Risiko einer Traumatisierung darzustellen. Das röntgenstrahlenabsorbierende Mittel kann auch als ein am hinteren Ende des Grundkörpers angeordneter hülsenförmigerTeil aus einem geeigneten Material ausgeführt sein, das eine geeignete Form z.B. Wendelform haben kann, um ebenfalls biegsam zu sein. Es ist auch möglich in das Material des Plaste-Grundkörpers 7 des Verschlußkörpers 1 ein röntgenstrahlenabsorbierendes als eingemischte, gelöste oder emulgierte -Substanzen einzubringen. ·
Abgesehen davon, daß der zur erfindungsgemäßen Vorrichtung gehörende Verschlußkcrper 1 in der Mehrzahl der Varianten an seinem hinteren Ende glatt ausgeführt ist, kann das Vorschubelement an seiner vorderen Seite mit einer glatten Fläche versehen werden, die eine Bohrung enthält, durch die der Kerndraht austritt. Das hat den Vorteil, daß dann auch herkömmliche wendeiförmige Okkluder verwendet werden können, die auf den Kerndraht aufgeschoben werden, ohne daß die Gefahr besteht, daß sich die Drahtwendel am Schubelement verhaken kann. Eine derartige Möglichkeit ist in Fig. 5 dargestellt, wo sich die Okklusionswendel 10 bekannter Ausführung noch im Katheter befindet. Wenn diese in geeigneter Form an die erfindungsgemäße Vorrichtung angepaßt ist, kann auch sie über die Spitze des Katheters hinaus sicher weitergeführt und in einiger Entfernung von der Spitze des Katheters sicher abgesetzt werden.
Claims (14)
- Erfindungsansprüche: . · .1. Vorrichtung mit einem Verschlußkörper zum Verschließen von Adern, bestehend aus einem spitzenpräparierten Herzoder Angiographie-Katheter, einem Schubelement (Pusher) und einem Verschlußkörper, gekennzeichnet dadurch, daß ein Kerndraht vorgesehen ist, an dessen vorderem Ende der Verschlußkörper aufgeschoben und ablösbar befestigt ist, daß der Kerndraht im Innern des Schubelementes bewegbar geführt ist und mit dem aufgeschobenen Verschlußkörper und dem Schubelement derart über die Kathetermündung hinaus weiter in die Ader einführbar ist, daß der Verschlußkörper auf dem Kerndraht verbleibt und durch diesen auch außerhalb des Katheters geführt ist, daß durch Festhalten des Kerndrahtes und weiteres Vorschieben des Schubelements der Verschlußkörper vom Kerndraht abstreifbar ist und/oder durch Zurückziehen des Kerndrahtes der Verschlußkörper vor dem Ende des Schubelementes freigebbar ist, wobei der Verschlußkörper als längliches Element ausgeführt ist, das auf seiner gesamten Länge und über seinen gesamten Umfange mit einem textlien Fasermaterial versehen ist, das an seinem hinteren Ende einen hülsenförmigen Teil aufweist, in den der Kerndraht derartig einführbar ist, daß eine einwandfreie Führung des Verschlußkörpers auch außerhalb des Katheters möglich, der Verschlußkörper aber mit Hilfe des Verschubelementes vom Kerndraht einwandfrei ablösbar ist, und der Verschlußkörper zumindest in einem Teil ein röntgenstrahlenabsorbierendes Material enthält.
- 2. Vorrichtung nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß der Verschlußkörper aus zwei miteinander verdrillten Drähten besteht, zwischen denen textiles Fasermaterial über den gesamten Umfang und die gesamte Länge im wesentlichen/ rechtwinklig zur Achse eingeklemmt ist und daß am hinteren Ende der Drähte ein hülsenförmiges Element angeordnet ist, in das der Kerndraht eir^führbar ist.
- 3. Vorrichtung nach Punkt 1 und 2, gekennzeichnet dadurch, daß das textile Fasermaterial zum Teil aus steiferen, zum Teil aus weicheren bis extrem weichen Fasern besteht.
- 4. Vorrichtung nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß der Verschlußkörper aus Plastmaterial besteht, einen länglichen Grundkörper aufweist, der über seinem gesamten Umfang und seine gesamte Länge mit fadenartigen Ansätzen versehen ist und an seinem hinteren Ende ein hülsenförmiges Element oder eine Bohrung enthält, in die der Kerndraht einführbar ist und daß im Plastmaterial röntgenstrahlenabsorbierendes Material enthalten ist.
- 5. Vorrichtung nach Punkt 4, gekennzeichnet dadurch, daß die fadenartigen Ansätze zum Teil steifer und zum Teil weicher bis extrem weich sind. '
- 6. Vorrichtung nach Punkt 4, gekennzeichnet dadurch, daß der Verschlußkörper aus einem weichen biegsamen Plastmaterial besteht und an seinem vorderen Ende derart präpariert ist, daß er beim Einschieben Gefäßkrümmungen folgen kann.
- 7. Vorrichtung nach Punkt 4, gekennzeichnet dadurch, daß der Verschlußkörper ein längliches metallisches röntgenstrahlenabsorbierendes Element in seinem länglichen Grundkörper enthält.
- 8. Vorrichtung nach Punkt?, gekennzeichnet dadurch, daß das metallische röntgenstrahlenabsorbierende Element eine biegsame Wendel ist.
- 9. Vorrichtung nach Punkt 7, gekennzeichnet dadurch, daß das metallische röntgenstrahlenabsorbierende Element ein metallisches hülsenförmiges Element am Ende des Verschiußeiementes und/oder Metallpartikel im länglichen Grundkörper sind. '
- 10. Vorrichtung nach Punkt 9, gekennzeichnet dadurch, daß das hüisenförmige Element eine Metallwende! ist.
- 11. Vorrichtung nach Punkt 4, gekennzeichnet dadurch, daß die röntgenstrahlenabsorbierenden Materialien im Plastmaterial gelöste oder eingemischte bzw. erhulgierte Substanzen sind.
- 12. Vorrichtung nach Punkt 1 bis 11, gekennzeichnet dadurch, daß das Vorschubelement an seinem vorderen Ende ein hülsenförmiges Teil enthält, das eine vordere glatte Fläche aufweist, die eine Bohrung enthält, durch die der Kerndraht austritt.
- 13. Verfahren zum Herstellen einer Vorrichtung mit einem Verschlußkörper zum Verschließen von Adern, die gemäß Punkt im wesentlichen aus einem spitzenpräparierten Herz- oder Angiographie-Katheter, einem Schubelement und einem Verschlußkörper besteht, gekennzeichnet dadurch, daß durch das Innere des wendeiförmigen Schubelementes ein vor- und rückwärtsbewegbarer Kerndraht geschoben wird, daß nach dem Durchschieben an dessen vorderem Ende außerhalb des Schubelementes ein Verschlußkörper derart ablösbar befestigt wird, daß er mit Hilfe des Kerndrahtes und des Schubelementes durch den Katheder hindurch und außerhalb desselben in der Ader weitergeführt und an einer bestimmten Stelle der Ader abgelöst werden kann.
- 14. Verfahren nach Punkt 13, gekennzeichnet dadurch, daß zum Herstellen des Verschlußkörpers zwischen zwei parallele Drähte textiles Fasermaterial eingeklemmt wird, daß die Drähte mit dem eingeklemmten Fasermaterial verdrillt werden, daß am hinteren Ende ein hülsenförmiges Element befestigt wird und daß die verdrillten Drähte am vorderen Ende derart präpariert werden, daß sie keine Verletzung der Adern beim Einschieben verursachen.Hierzu 2 Seiten Zeichnung
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| DD (1) | DD223065A1 (de) |
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE4104702A1 (de) * | 1991-02-15 | 1992-08-20 | Malte Neuss | Implantate fuer organwege in spiralform |
| EP0904737A1 (de) * | 1997-09-02 | 1999-03-31 | Sitek, Inc. | Aus Silizium in Mikrotechnologie hergestellte Verschlussvorrichtung |
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1983
- 1983-12-21 DD DD25826483A patent/DD223065A1/de not_active IP Right Cessation
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