DD223099A1 - Verfahren und einrichtung zum spannen grossflaechiger werkstuecke - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Einrichtung zum Spannen grossflaechiger Werkstuecke beispielsweise Seitenwaende in Druckmaschinen auf Maschinentischen von Werkzeugmaschinen, Bearbeitungszentren oder Fliessstrassen sowie Paletten, die Bohrungen fuer die Lagerung von rotationssymmetrischen Teilen aufweisen und an denen Bohrarbeiten und die Bearbeitung von Flaechen notwendig sind. Die Aufgabe, Schaffung eines Verfahrens und einer Einrichtung zum Spannen grossflaechiger Werkstuecke, die gewaehrleisten, dass die Werkstuecke in der Einbaulage keine Richtungsfehler aufweisen, wird dadurch geloest, dass die Anlagen am Spannwinkel plan geschlichtet werden, die Seitenwand mit der Grundstueckanschlussflaeche auf eine auf dem Maschinentisch liegende Auflage gestellt wird, danach gegen drei Anlagen gedrueckt und gegen die Anlagen fest gespannt wird, Werkstueckantaster vom Spannwinkel gegen die Seitenwand bewegt und bei Kontakt mit der Seitenwand fest verriegelt und die Seitenwand gegen die Werkstueckantaster gespannt wird und dass danach weitere Werkstueckantaster vom Spannwinkel gegen die Seitenwand gefahren und verriegelt werden.
Description
YEB Kombinat Polygraph "Werner Lainberz" Leipzig
7050 Leipzig
Leipzig, den 13·Ο3.1984
Titel
Yerfahren und Einrichtung zum Spannen großflächiger Werkstücke
Anwendungsgebiet
Die Erfindung betrifft ein Yerfahren und eine Einrichtung zum Spannen großflächiger Werkstücke beispielsweise Seitenwänden in Druckmaschinen auf Maschinentischen von Werkzeugmaschinen, Bearbeitungszentren oder !Fließstraßen sowie Paletten, die Bohrungen für die Lagerung von rotationssymmetrischen Teilen aufweisen und an denen Bohrarbeiten und die Bearbeitung von Flächen notwendig sind. '
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Es ist bekannt, derartige Seitenwände plan auf dem.Maschinentisch .aufzulegen, manuell auszurichten, zu spannen und in Reihenfolge in den erförderlichen Arbeitsstufen und Arbeitsgängen (Hobeln, Fräsen, Bohren u.a.) zu bearbeiten.
nachteilig an dieser Technologie ist, daß die Iuunktionsboh- . rungen und die Anschlußflächen durch die horizontale Bearbeitungslage in der vertikalen Sinbaulage erhebliche Sichtungsfehler aufweisen,' so daß Lagereinpaßarbeiten erforderlich sind, wenn die Funktion gewährleistet werden soll.
Durch die DD-PS 85 907 ist weiterhin bekannt, Werkstücke, die aus νerzugsempfindlichem metallischem Material bestehen und beim Bearbeiten z. B. Präsen innere Spannungen freisetzen,: für die Bearbeitung in Dreipunktlager 'zu spannen und durch Unterstützelemente zu unterstützen. Nach jedem Bearbeitungsgang wird das Werkstück entspannt und die Unterstützelemente zurückgefahren· Das Werkstück kann sich nunmehr entsprechend der wirksamen Qefügespannüngen entspannen und verwerfen, wodurch sich das ,.Werkst of f gefüge des Werkstückes in einem stabilen Spannungszustand'hineinrichtet«
7or Beginn des nächstfolgenden Bearbeitungsprozesses werden die verstellbaren Unterstützungselemente der Aufspannvorrichtung selbsttätig'wirkend an die Auflagefläche des Werkstückes herangefahren und verriegelt und die Spannkraft der Aufspannvorrichtung von neuem ebenfalls selbsttätig angelegt· Die Weiter-' bearbeitung des Werkstückes erfolgt sodann in dieser korrigierten Aufspannlage, so daß beim späteren Bearbeiten der ,ursprünglich -als Auflagefläche benutzten Körperseite des Werkstückes dasselbe auf einer vorher bereits fertigbearbeiteten unverwundenen Körperfläche aufgenommen ist und ein,hoher Genauigkeitsgrad bei der Bearbeitung erreicht wird. ' '·
nachteilig an diesem Spannverfahren ist, daß die Bearbeitung des Werkstückes ein hohes Aufmaß erfordert, was materialmäßig nicht vertretbar ist. Bei Werkstücken mit komplizierten Konturen ist dieses Spannverfahren nicht anwendbar, da nicht mit Sicherheit bestimmt herden kann, von welchen Seitenflächen, in Abhängigkeit von der Verwerfung, welches Maß heruntergearbeitet werden muß, so daß nach der Bearbeitung das Werkstück ;zwar keine Verwerfungen' mehr aufweist, von der funktion jedoch unbrauchbar ist·
Außerdem ist dieses Spannverfahren nur bei liegender Bearbeitung des Werkstückes möglich, bzw. wirkt bei stehender. Bearbeitung in Abhängigkeit von dem Winkelfehler der vertikalen und irorizontalen Flächen zueinander ein Kippmoment, so daß zur Gewährleistung der Kippsicherheit ein zusätzlicher Material- und Kostenaufwand entsteht· '
Zweck der Erfindung .
Es ist Zweck der Erfindung, ein Verfahren und eine Einrichtung zum Spannen großflächiger Werkstücke zu schaffen, die eine qualitätsgerechte Bearbeitung des Werkstückes ermöglicht.
Aufgabe der Erfindung
Aufgabe der Erfindung ist die Schaffung eines Verfahrens und einer Einrichtung zum Spannen großflächiger Werkstücke, die gewährleisten, daß die Werkstücke in der Einbauläge keine Eichtungsfehler aufweisen.
Wesen der Erfindung .
Srfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß die Anlagen am Spannwinkel plan geschlichtet werden, die Seitenwand mit der Grundstückanschlußfläche auf eine auf dem Maschinentisch liegende Auflage gestellt wird, danach gegen die drei Anlagen gedruckt und gegen die Anlagen fest gespannt wird, Werkstückantaster vom Spannwinkel' gegen die Seitenwand bewegt und bei Kontakt mit der Seitenwand fest verriegelt und die Seitenwand gegen die Werkstückantaster gespannt wird und daß danach weitere Werkstückantaster vom Spannwinkel gegen die Seitenwand gefanren und verriegelt
weiden und daß drei in Dreiecklage zueinander angeordnete Anlagen mit Festspanner und vom Spannwinkel auf die Seitenwand weisende Werkstücktaster mit wahlweise zugeordnetem lest- ·. spanner vorgesehen sind und daß auf dem Maschinentisch im Bereich des Spannwinkels eine Auflage angeordnet ist. ,.
Das erfindungsgemäße. Verfahren hat den Vorteil, daß die Seitenwand in linbaulage in der Druckmaschine, in den Punktionsflächen und Bohrungen keine Bichtungsfehler aufweist. Die stehende Bearbeitung und das Spannverfahren der Seitenwand gewährleist-en, daß Ausknickungen, die ansonsten auftreten könnten, bei der Spanabnahme beseitigt werden. Das Stellender Seitenwand mit der Grundstückanschlußfläche auf die Auf lage gleicht der Lage der Seitenwand in der Druckmaschine,; so daß bereits während der Bearbeitung auf der Werkzeugmaschine Verhältnisse geschaffen werden, wie sie in Funktionslage auftreten. - , ' .
Die Art und die einzelnen Verfahrensstufen der Werkstückspannung gewährleisten, daß die Seitenwand verzugsarm gespannt wird.;' \ ' ; - ' , ' '. , .: ": Da die Seitenwand gegen drei feste Punkte (Anlage) gespannt wird, ist stets eine plane Auflage der Rahmen- oder Vollseite an die Anlagen gewährleistet. Das\erforderliche Aufmaß ist gering^ .. : . . . ' ; -
Eine Mehrseitenbearbeitung aller funktionsbestimmenden Flächen und Bohrungen in einer Aufspannung ist möglich.
Ausführungsbeispiel .'.,.· "
Anhand eines Ausführungsbeispieles soll nachfolgend die Erfindung näher erläutert werden. ' ' \ . ' '
In den Zeichnungen zeigen'
Fig. 1: Sine perspektivische Ansicht einer Seitenwand
Fig. 2: Seitenansicht einer aufgespannten Seitenwand (ohne Pestspanner)
Fig. 3i' Drauf sieht auf die aufgespannte Seitenwand mit deia. Spann- und Stützmitteln
Die in Fig. 1 dargestellte Seitenwand 1 weist eine Rahmen- und eine Vollseite 2; 3 auf, wobei in die Vollseite 3 die / Bohrungen 4 für die Lagerung rotationssymmetrischer Teile angeordnet sind. Die Stirnseiten 5» die Farbwerkswandanschlußflache 6 und die Grundstücksanschlußfläche 7 bilden weitere äußere Konturen der Seitenwand 1 .
Fig. 2 zeigt die Anordnung der Seitenwand 1 für die Bearbeitung auf einer Werkzeugmaschine· Die Seitenwand 1 ist für die Bearbeitung in Einbaulage aufgespannt* An Fig-. 2 .sind ersichtlich, der Spannwinkel 8, der Maschinentisch 9» die Auflage 1Q im Bereich des Spannwinkels 8, auf der die Seitenwand 1 steht sowie die Anlagen 11, deren Zuordnung zur Seitenwand 1 Fig. 3 zeigt.
Gemäß Fig. 3 sind drei Anlagen 11 in Dreiecklage zueinander am Spannwinkel 11 mit zugeordneten Festspannern 12 befestigt. Weiterhin sind am Spannwinkel 8 Werkstückantaster 13 mit FestSpannern 12 sowie weiteren Werkstückantastern 13 ohne Festspanner 12 angeordnet.
Die Festspanner 12 sind verschieb- und verdrehbar und die Werkstückant aster 13 verschiebbar gelagert. In der Bearbeitungslage der Seitenwand 1 sind beide verriegelbar* Festspanner und Werkstückantaster 13 werden hydraulisch angetrieben und automatisch betätigt. Der konstruktive Aufbau von Werkstückantaster 13 und Festspanner 12 ist bekannt und nicht Gegenstand der Erfindung
Das Verfahren zum Bearbeiten der Seitenwand 1 lauf t',wie folgt ab. ' · .
Der Spannwinkel 8 wird fest auf den Maschinentisch 9 montiert, die drei Anlagen 11 am Spannwinkel 8 befestigt und plan geschlichtet, so daß diese in der vertikalen Sbene zueinander fluchten. '
Die vorbearbeitete Seitenwand 1 wird nunmehr stehend, d. h. in Sinbaulage mit der Grundstückanschlußfläche 7 auf die auf
dem Maschinentisch 9 liegende Auflage 10 aufgestellt und gegen die drei Anlagen 1:1 mittels Pestspanner 12 gespannte Somit liegt die Seitenwand 1 mit" der Rahmen- bzw» Vollseite 2; 3 fest.gegen den Spannwinkel 8. Hunmehr werden die Werkstückantaster ,13 gegen die Seitenwand 1 gefahren, geklemmt und die Seitenwand 1 weiter mittels Pestspanner 12 gegen die Werkstückantaster }3 geklemmt, ohne daß die Seitenwand 1 verspannt wird. Zur Aufnahme des,Werkzeugdrucks auf die Seitenwand /1"werden nunmehr weitere Werkstückantaster 13 gegen die Seitenwand 1 gefahren und bei Anlage an die Seitenwand 1 geklemmt* Diesem Werkstückantaster 13 sind keine Festspanner zugeordnet/ Diese Werkstückantaster 1,3 dienen 'ausschließlich zur Abstützung der Seitenwand 1. , . .-..· •
Damit ist die Seitenwand 1 verzugsfrei gespannt und kann bearbeitet werden.
Zur Aufnahme der Pestspanner 12 sind in der Seitenwand 1 Ausnehmungeh 14 eingearbeitet in die .die Pestspanner 12 zwecks Spannung der Seitenwand 1 eingeschwenkt werdenβ
Claims (2)
- Erfindungsanspruch1· Verfahren und Einrichtung zum Spannen großflächiger Werkstücke beispielsweise Seitenwände in druckmaschinen auf dem Maschinentisch einer Werkzeugmaschine, Bearbeitungszentren oder Fließstraßen sowie Paletten zwecks spanender Bearbeitung, gekennzeichnet dadurch, daß die Anlagen (11) am Spannwinkel (8) plan geschlichtet werden, die Seitenwand (1) mit der Grundstückanschlußfläche (7) auf eine auf dem'Maschinentisch (9) liegende Auflage (10) gestellt wird,, danach gegen drei Anlagen (11) gedrückt und gegen C die Anlagen (11) fest gespannt wird, Werkstückantaster (13) vom Spannwinkel (8) gegen die Seitenwand (1) bewegt und bei Eontakt mit der Seitenwand (1) fest verriegelt und die Seitenwand (1) gegen die Werkstückantaster (13) gespannt wird und d aß danach weit ere Werkstückant ast er (13) ν om Spanntinkel (8) gegen die Seitenwand (1) gefahren und verriegelt werden. . .
- 2. Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Punkt 1, wobei an einem Spannwinkel fest Anlagen angeordnet sind, gekennzeichnet dadurch, daß drei in Dreiecklage zueinander angeordnete Anlagen (11) mit Pestspanner (12) und vom - v..'. Spannwinkel (.8) auf die Seitenwand (1) weisende Werkstückw antaster (13) mit wahlweise zugeordnetem Festspanner (12) vorgesehen sind und daß auf dem Maschinentisch (9) im Bereich des Spannwinkels (8) eine Auflage (10) angeordnet . '/ : .ist. · ; '·."':HierziL^-Seiten Zeichnungen
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|---|---|---|---|
| DD26094784A DD223099B1 (de) | 1984-03-16 | 1984-03-16 | Einrichtung zum spannen grossflaechiger bauteile |
| CS851403A CS140385A1 (en) | 1984-03-16 | 1985-02-27 | Method and device for large contour flat parts fastening |
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| DD223099B1 DD223099B1 (de) | 1987-02-18 |
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Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US3805496A (en) * | 1970-02-02 | 1974-04-23 | Westinghouse Electric Corp | Formed vane elements for liquid-vapor separators |
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1984
- 1984-03-16 DD DD26094784A patent/DD223099B1/de not_active IP Right Cessation
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1985
- 1985-02-27 CS CS851403A patent/CS140385A1/cs unknown
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
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Also Published As
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