DD223435A1 - Schmelzgut zur herstellung von mineralfasern - Google Patents

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DD223435A1
DD223435A1 DD26274884A DD26274884A DD223435A1 DD 223435 A1 DD223435 A1 DD 223435A1 DD 26274884 A DD26274884 A DD 26274884A DD 26274884 A DD26274884 A DD 26274884A DD 223435 A1 DD223435 A1 DD 223435A1
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DD
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melt
mineral fibers
production
mass
diabase
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DD26274884A
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Inventor
Harald Kuehnert
Erich Homilius
Gottfried Bretschneider
Dietmar Geiler
Klaus Fischer
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Bergbau U Huettenkombinat Albe
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Abstract

Die Erfindung betrifft ein Schmelzgut zur Herstellung mineralischer Fasern aus schmelzfluessigem Gestein. Ziel der Erfindung ist es, den Aufwand und den Energieverbrauch bei der Herstellung von Mineralfasern zu senken und ein Schmelzgut einzusetzen, das eine hohe Faserausbeute bei guter Faserqualitaet gewaehrleistet. Es wurde gefunden, dass das Schmelzgut aus 75 bis 45 Masse-% Basalt und 25 bis 55 Masse-% Diabas, beides in stueckiger Form, besteht. Dem Schmelzgut kann bis zu 10 % Hochofenschlacke oder Kalkstein zugesetzt werden.

Description

Schmelzgut zur Herstellung von Mineralfasern
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft ein Schmelzgut zur Herstellung mineralischer Fasern aus schmelzflüssigem Gestein.
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Es ist allgemein bekannt, zur Herstellung von Mineralfasern Gesteine wie Basalt, Dolomit, Kalkstein oder Huttenschlakken einzusetzen. Basalte sind jedoch für das Schmelzen im Kupolofen oder Elektroofen nicht gut geeignet. Sie erweichen bei relativ niedriger Schmelztemperatur, sind aber bei weiterer Temperatursteigerung über ein großes Temperaturintervall recht zähflüssig. Dadurch ist ein kontinuierlicher Schmelzprozeß und ein gleichmäßiges Ausfließen der Schmelze ausdem Schmelzaggregat nicht gewährleistet. Durch das Zusetzen von basischen Zuschlagstoffen wie Kalkstein oder Dolomit oder geschäumte Hochofenschlacke zum Basalt wird zwar ein gleichmäßiger Schmelzfluß erreicht, gleichzeitig aber auch ein kurzes Erweichungsintervall. Das wirkt sich bei der nachfolgenden Zerfaserung sowohl auf die Faserqualität als auch auf die Faserausbeute nachteilig aus.
Desweiteren ist bekannt, zur Herstellung von Mineralfasern Diabase oder Diabastuffe in Schotterstücken von 40 bis. .60 mm Größe als Schmelzgut einzusetzen.
ρ °o "o 0OO
ο - ο
ο ο
60 bis 40 VoI C/ • /0
25 bis 35 VoI 0/ • /0
bis 10 VoI Γ/ •~ /Q
bis 1 VoI 0/ • /0
bis 5 VoI _C/
Spu ren
Dabei mu3 jedoch folgende Zusammensetzung eingehalten werden:
Pl-agioklas
Pyroxen bzw. Ghlorit Titanmineral
Quarz über 0,05 mm Körnung Quarz unter 0,05 mm Körnung Calcit .
(DD-WP 77284).
Eine solche spezielle mineralogische Zusammensetzung erfordert Aufwand und Genauigkeit, da Diabas nicht konstant in dieser Zusammensetzung vorliegt und abgebaut werden kann. Der Einsatz von Diabas erfolgt im Herdofen. Das hat den Nachteil,'daß eine hohe Schmelztemperatur erforderlich ist und die erzielbaren Schmelzleistungen gering sind. Für eine kontinuierlich arbeitende Mineralfaserproduktionslinie ist aber ein Schmelzaggregat mit einer mindestens um das 5-fache höheren spezifischen Leistung als bei einem Herdofen erforderlich.
Weiterhin ist bekannt, zur Herstellung anorganischer Fasern Tonschiefer mit weiteren Roh- und/oder Industrieanfallstoffen, wie Basalt, Dolomit, Diabas, Phonolith, Hüttenschlacken und/ oder Steinkohlenverbrennungsrückstände einzusetzen. Dabei müssen die Bestandteile in einem solchen Verhältnis zerkleinert und gemischt werden, daß die Mischung 40 bis 65 % SiO«, 10 bis 25 % Al O, sowie 20 bis 40 % Flußmittel, wie CaO, MgO, FeO, Fe O1 TiO2, l<20 und Na„0 enthält. Die Mischungsbestandteile werden feinkörnig oder staubförmig eingesetzt, getrennt oder gemeinsam zerkleinert und nach erfolgter Homogenisierung vor ihrem Einsatz in das Schmelzaggregat mittels Granulier- oder Brikettiertechnik stückig gemacht (DD-WP 200567)
. Dieses Schmelzgut hat eine derart komplizierte Zusammensetzung , so daß eine unökonomische mehrstufige Vorbereitung des
Einsatzgutes erforderlich ist, um die mit negativen Eigenschaften behafteten, schlecht schmelzbaren Anfallstoffe in eine schmelzbare Zusammensetzung zu bringen. Nachteilig· is-t außerdem, daß für die Zerfaserung eine Schmelztemperatur von 1620° bis 18500K und damit ein zu hoher Energieaufwand für die Herstellung von Mineralfasern erforderlich wird.
Ziel der Erfindung
Ziel der Erfindung ist es, den Aufwand und den Energieverbrauch zur Herstellung von Mineralfasern zu senken und ein Schmelzgut einzusetzen, das eine hohe Faserausbeute bei guter Faserqualität gewährleistet.
Wesen der Erfindung
Es wurde gefunden, daß das Schmelzgut aus 75 bis 45 Masse-% Basalt und 25 bis 55 Hasse-JjDiabas, beides in stückiger Form, besteht. Dem Schmelzgut kann bis zu 10 % Hochofenschlacke oder Kalkstein zugesetzt werden.
Ausführungsbeispiel
Die Erfindung wird anhand eines Ausführungsbeispieles näher erläutert.
60 Masse-% Basalt in der Körnung von 60 bis 120 mm und 35 Mas se-/o Diabas der gleichen Körnung und 5 Masse-^j geschäumte Hochofenschlacke werden im Kupolofen geschmolzen Die Schmelze wird bei einer Temperatur von 1250 C aus der Schmelzaggregat ausgetragen und zerfasert.
. Das erfindungsgemäße Schmelzgut ist einfach und ohne Aufwand zusammengesetzt und erfordert keine spezielle chemische oder mineralogische Zusammensetzung. Vorarbeiten zum Homogenisieren oder Stückigmachen der Bestandteile vor ihrem Einsatz in das Schmelzaggregat sind nicht erforderlich. Das Schmelzgut kann vorteilhafterweise in einem energiesparenden Kupolofen eingesetzt werden. Es gewährleistet einen kontinuierlichen Schmelzprozeß mit einer dünnflüssigen Schmelze, die gleichmäßig ausgetragen wird und eine hohe Faserausbeute bei gleichbleibend guter Faserqualität gewährleistet.

Claims (2)

  1. Erfindungsanspruch:
    1. Schmelzgut zur Herstellung von Mineralfasern aus schmelzflüssigem Gestein, dadurch gekennzeichnet, daß es aus 75 bis 45 Masse-% Basalt und .25 bis 55 Masse-^ Diabas besteht «
  2. 2. Schmelzgut nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daS es bis zu IO % Kalkstein oder Hochofenschlacke enthält.
DD26274884A 1984-05-07 1984-05-07 Schmelzgut zur herstellung von mineralfasern DD223435A1 (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
WO2012083334A2 (de) 2010-12-22 2012-06-28 Asamer Basaltic Fibers Gmbh Rohmaterial zur herstellung von basaltfasern

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
WO2012083334A2 (de) 2010-12-22 2012-06-28 Asamer Basaltic Fibers Gmbh Rohmaterial zur herstellung von basaltfasern
US9073780B2 (en) 2010-12-22 2015-07-07 Asa.Tec Gmbh Raw material for producing basalt fibers

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