DD223681A1 - Kettenhaltevorrichtung, insbesondere fuer grosse lasten - Google Patents

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DD223681A1
DD223681A1 DD26302184A DD26302184A DD223681A1 DD 223681 A1 DD223681 A1 DD 223681A1 DD 26302184 A DD26302184 A DD 26302184A DD 26302184 A DD26302184 A DD 26302184A DD 223681 A1 DD223681 A1 DD 223681A1
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DD26302184A
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Thomas Krueger
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Neptun Schiffswerft Veb
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Abstract

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Halten einer Kette, insbesondere einer Ankerkette fuer grosse Lasten und kommt vorzugsweise beim Hebevorgang schwerer Ankersteine fuer Festmacherbojen zum Einsatz. Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, eine Kettenhaltevorrichtung fuer hohe Belastungen in einfacher, robuster Bauart zu schaffen, die eine zuverlaessige Verbindung und guenstige Kraftuebertragung zwischen Ankerkette und dem Schiffskoerper gewaehrleistet und fuer verschiedene Kettengroessen einsetzbar ist. Erfindungsgemaess ist in einer mit der Schiffsdeckkonstruktion verbundenen Fuehrung ein Gleitkoerper angeordnet, der kettenseitig mit zwei gemeinsam mit dem Gleitkoerper in der gleichen Fuehrung vertikal gegen die Ankerkette verfahrbaren Haltekloetzen verbunden ist, die in Haltestellung formschluessig an einem horizontalliegenden Kettenglied anliegen. Fig. 1

Description

Kettenhaltevorrichtung, insbesondere für große Lasten
Anwendungsgebiet der Erfindung ' , '
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Halten einer Kette, insbesondere einer Ankerkette für große Lasten. Entsprechende'Belastungen treten z.B. bein .Hebevorgang von schweren'Ankersteinen für Festmacherbojen auf. Von einem Hebeschiff aus wird die Ankerkette mittels einer Kettenwinde straff geholt und durch die Haltevorrichtung festgesetzt. Die Zweckmäßigkeit der Anwendung ist vorzugsweise dann gegeben, wenn die zum Losreißen des Ankersteines von Grund erforderlichen Kräfte durch Vertrimmen des Schiffes aufgebracht werden.
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Es sind bereits Kettenstopper zum Halten schwerer Ankerketten bekannt, bei denen -ieweils ein horizontalliegendes. Kettenglied durch beidseitig der Kette angeordnete und schwenkbar gelagerte Stopperbacken gehalten v;ir&.
Eine spezielle auf Hebeschiffen eingesetzte und in Längsrichtung des Schiffes hydraulisch verschiebbare Kettenstopperanlage besteht aus zwei·symmetrisch zur Schiffsmitle ,-liegenden Arbeitszylinder^, die durch einen Führungsschlitten miteinander verbunden sind. Die Ketten-
haltevorrichtung in Form von zwei querschiffs in die Kette einklappbaren, mittels hydraulischer Arbeitszylinder betätigter Stahlriegel ist auf dem Führungsschlitten angeordnet und in Längsrichtung auf einer " Gleitbahn verfahrbar. .
Die in Schiffslängsrichtung angeordneten Kolbenstangen sind über .Stützböcke fest mit dem. Schiffskörper verbunden. Diese'-Verbindung ist als Sollbruchstelle ausgebildet und soll den Kettenstopper bei Überlastung vor Beschädigung schützen. Nachteilig bei den bekannten Kettenstoppern 1st die ungünstige Kraftaufnahme und -übertragung, die durch relativ kleine Angriffspunkte, wie drehbar gelagerte Stopperbacken, Stahlriegel, Bolzen und dgl., ungünstige HebelVerhältnisse zwischen Ketteneinlage und Schiffskörper sowie der seitlich in die Kette eingreifenden ,.Hai te elemente bedingt ist. .-Weiterhin ist der , Platzbedarf der auf, dem Deck des Schiffes installierten Bauteile .sehr groß. Dazu kommt eine Kettenführungseinrichtung, die zu zusätzlichen Yerschleißeinrichtungen auch an der Kette
führt. „Als .störanfällig muß auch die Verschiebb.arkeit' des Kettenstoppers in Schiffslängsrichtung eingeschätzt werden.
Eine Anordnung zum Pestlegen eines Zugelements, die in einem ι in der Deckskonstruktion vorgesehenen Schacht bis unter das Hiveau der Deckoberfläche versenkbar ist, wird in der
DE OS 3I22I3O beschrieben. Die wesentlichen Herkmäle_ sind eine in einem zylindrischen Schacht über zwei Kolbenstangen
verfahrbare Sperreinrichtung, die zwei Backen besitzt, die ..durch'·Einziehen- bzw. Ausfahren einer weiteren'Kolbenstange geschlossen bzw. auseinanderbewegt werden-, um. das zwischen, den Backen befindliche Zugelement festzulegen· bsw. freizu-
.geben,,wobei die Achse des Gehäuses vorzugsweise-vertikal orientiert ist. -
' Die konstruktive Ausbildung, insbesondere der Sperrvorrichtung, ist.-,jedoch nicht geeignet, die extrem hohen Belastungen aufzunehmen, die z.B. beim Halten oder Losreißen' schwerer Ankerketten für Festmacherbojen auftreten.
Ziel der Erfindung
Das Ziel der Erfindung besteht darin, die Sicherheit beim Heben, Halten und Absenken von schweren Ankerketten auf" Schiffen zu erhöhen, die Anforderung des Einsatzes, auf See zu erfüllen und darüber hinaus den Herstellungsaufwand und den Platzbedarf zu verringern..
... ; Darlegung des Wesens der Erfindung ,
<.,,. Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Kettenhalte vorrichtung für hohe Belastungen zu schaffen, die eine sichere Verbindung und eine günstige Kraftübertragung zwischen Ankerkette und den Bauteilen des Schiffes ge- ·' währleistet, eine einfache und robuste Bauart aufweist und für verschiedene' Kettengrößen einsetzbar ist.
Erfindungsgeinäß wird diese Aufgabe durch eine Vorrichtung gelöst, die aus einer mit der Schilfsdeckskonstruktion verbundenen unterhalb der Deckoberfläche angeordneten vertikal orientierten Führung, einem in der Führung ver- : schiebbar en 'Gleitkörper und zwei symmetrisch zur Kette auf diesem Gleitkörper angeordneter. Halteklötzen b.esteht, wobei die mit dem Gleitkörper verbundenen Halteklötze gemeinsam mit dem Gleitkörper gegen die Kette verfahrbar sind und von der gleichen Führung aufgenommen werden. Die rlalteklötze sind- mit der Kettengliedform angepaßten Aussparungen versehen, an denen ein horizontal.liegendes Kettenglied in Haltes'tellung zur Anlage kommt. Zusätzlich. zu ihrer Fahruns sind die Halteklötze formschlüssig sesen Verdrehung um die vertikale Achse im Bereich ihrer Verbindung mit dein Gleitkörper gesichert. Auf der Oberseite der Halteklötze ist jeweils eine Führungsnase angeordnet, um·
die' vertikale Ausrichtung des hochkantstehenden Ketten-' . srliedes zu unterstützen.
Um die Vorrichtung verschiedenen Kettengrößen anzupassen, sind die Halteklötze austauschbar und über ein lösbares Verbindungselement mit dem Gleitkörper verbunden.
Die kompakte Bauweise unter Vermeidung schwenkbarer Elemente, Bolzen und dgl. garantiert e~ine günstige Kraftaufnahme und -Übertragung großer Lasten auf den schiffbaulichen Verband. Durch die konstruktive Einordnung innerhalb der, Deckskonstruktion und unterhalb der Deckober-, fläche wird der ,.Forderung eines freien Decks Rechnung getragen. , -'-.
Ausführungsbeispiel
Die Erfindung; -wird -nachstehend an einem in der Zeichnungdargestellten Ausführungsbeispiel näher erläutert. Es zeigen:
Pig.l eine Seitenansicht
halbseitig im Schnitt in Haltestellung
Pig.2 eine Draufsicht.nach Pig,2
.Entsprechend der auf Mitte -Schiff in Schiffslängsrichtung in- einem Kanal parallel zum Deck geführten und von der Kettenwinde straff geholten Kette ist rechtwinklig aur Deckoberfläche eine mit dem Schiffsdeck 9 verbundene Führung 1 angeordnet, die in Form eines,"Schachtes, .mit rechteckigem- Querschnitt ausgebildet ist und die nicht über die Deckoberfläche hinausragt. Innerhalb dieser Führung ist ein· .vertikal- verschiebbarer Gleitkörper 2 -angeordnet,-der durch 'einen-"hydraulischen Arbeitszylinder.. 4 betätigt wird. Von dem Gleitkörper 2 aufgenommen werden zvi ei -symmetrisch, zur Kette'liegende Halteklot-za 33 die gemeinsam mit dem Gleitkörper 2 in der Führung 1 gleiten und von unten gegen die Kette verfahren v/erden. Die Ankerkette, wird von den Halteklötzen .3 durch die einem horizon-
talliegenden Kettenglied angepaßten Aussparungen 5 formschlüssig aufgenommen, so daß die Kräfte von der Ankerkette durch die Halteklötze 3 über die Führung 1 und dem Fundament 10 auf den Schiffskörper übertragen werden. ' . Die Halteklötze 3 sind mit dem Gleitkörper 2 über jeweils ein Verbindungselement 7 verbunden. Gegen Verdrehung um die vertikale Achse sind die Halteklötze 3 durch die Führung 1 und zusätzlich durch einen formschlüssigen Eingriff mit dem Gleitkörper 2 gesichert. Zu diesem Zweck ist der'.Gleitkörper 2 mit einer nutartigen Vertiefung 3 . und der Halteklotz 3 mit einer entsprechenden Gegenform ausgebildet. - . '
Um die vertikale Ausrichtung des im Bereich der Halte-; klotze. 3 hochkant stehenden Kettengliedes zu unterstützen, befinden sich auf den Halteklötzen 3 je eine höckerföriaige Führunganase 6. Eine einfache Sicherung gegen Herausheben der Kette 'läßt sich im Bedarfsfall in diesem Bereich anordnen, ist jedoch im Ausführungsbeispiel nicht vorgesehen. Zum Halten der Ankerkette wird der Gleitkörper 2 mit den Halteklötzen 3 soweit gegen die Kette verfahren, daß sich die Halteklötze 3 zwischen zwei horizontalliegenden Kettengliedern einstellen. Dabei kommen die Aussparungen 5 von unten gegen ein horizontalliegendes Kettenglied zur Anlage. Die vollständige Anlage auch in Belastungsrichtung wird durch kurzes Zurückverfahren (Fieren) der Ankerkette erreicht. . - '
Sin Aufholen der Ankerkette wird durch leichtes Hieven-, eingeleitet. Die entlasteten Halteklötse 3 v/erdenizusammenmit dem Gleitkörper 2 mittels des.Arbeitszylinder^ 4 nach unten verfahren, so daß die Ankerkette frei beweglich ist.
Bei Umstellung der Kettenhaltevorrichtung auf eine-andere Kettengröße können die Halteklötse 3 ausgetauscht,werden, Zu diesem Zvjeck werden Halteklötse mit der entsprechenden Kettengröße angepaßtön Aussparungen bereitgestellt. Zu~i Auswechseln ^ird das Verbindungselement 7 seiest,

Claims (5)

Srfindungsansprucb ·
1. Kettenha^tevorrichtung, insbesondere für größe Lasten, bei der ein borizontalliegendes Kettenglied durch Halteelemente festgelegt wird, die mit vertikal verfahr-? . baren Führungselementen in Wirkungsverbindung stehen, die vorzugsweise unterhalb der Deckoberfläche eines Schiffes angeordnet sind, dadurch gekennzeichnet, daß • in einer über ein Fundament (10). und dem Schiffsdeck
(9) fest mit dein Schiffskörper verbundenen Führung (1) ' ; ein Gleitkörper, (2) angeordnet ist, der kettenseitig
mit zwei, symmetrisch zur Kette liegenden gemeinsam mit -dem Gleitkörper (2) in der.gleichen Führung (1) vertikal
gegen die Ankerkette verfahrbaren Halteklötzen (3) ver- - bund.en ist, die mit formschlüssig einem 'horizOntalü-e-· genden Kettenglied angepaßten Aussparungen (5) versehen . sind, -.-., '
2.... ^Ke.ttenbaltevbrr.ichtung nach -Pkt. 1, ^dadurch gekennzeich-. ' net,..daß, die Führung (1) in Form eines.im Querschnitt recht-eckigen Schachtes ausgebildet äst.
3· Xettenhaltevorrichtung nach Pkt.1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß .die Halteklötze (3) mit dem Glei.t-,körper über ein lösbares Verbindungselement (7) und einen formschlüssigen- Singriff verbunden sind. ^ >
4. K'ettenhaitevorrichtung nach Pkt.l bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß auf der Oberseite .der Halteklötae (3) je eine. Führungs/nase. (β) angeordnet ist.
5. Kettenhaltevorrichtung nach Pjt.l bis 3> dadurch ge-" kennzeichnet,- daß die Halteklötze (3) auswechselbar
sind. 7 . .". .' - ' .
- Hierzu 1 Blatt Zeichnung - '
DD26302184A 1984-05-15 1984-05-15 Kettenhaltevorrichtung, insbesondere fuer grosse lasten DD223681A1 (de)

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