DD224182A3 - Verfahren zur waermebehandlung von arbeitswalzen - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung bezieht sich auf die Waermebehandlung von Arbeitswalzen aus legiertem Werkzeugstahl zur Herstellung von Hohlprofilen aus Metall, in deren Umfang ein gleichmaessiges oder ein ungleichmaessiges Kaliberprofil eingearbeitet ist. Ziel der Erfindung ist die Erhoehung der Standzeit der Arbeitswalzen und damit die Verringerung der Werkzeugkosten. Aufgabe der Erfindung ist es, die Abschreckwirkung im Bereich der eingearbeiteten Kaliberform zu intensivieren. Die austenitisierte Arbeitswalze wird in horizontaler Lage im Bereich der Kaliberform mit einem Wassernebel mit erhoehtem Druck kurzzeitig beaufschlagt, wodurch die anhaftende Zunderschicht oder Salzkruste entfernt wird. In horizontaler Lage im Oelabschreckbad befindlich wird die Arbeitswalze im Bereich der Kaliberform zusaetzlich mit einzelnen Oelstroemen mit erhoehtem Druck, die annaehernd tangential auf die Oberflaeche der Kaliberform gerichtet sind, beaufschlagt.
Description
Verfahren zur Wärmebehandlung von Arbeitswalzen
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft die Wärmebehandlung von Arbeitswalzen, die zur Herstellung von Hohlprofilen aus Metall, insbesondere von Stahlrohren ,verwendet werden» Diese Arbeitswalzen sind scheibenförmige Walzen aus legiertem Werkzeugstahl, in deren Umfang ein gleichmaßiges oder ein ungleichmäßiges Ealiberprofil eingearbeitet ist·
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen 5 Aus der praktischen Anwendung ist bereits bekannt, Arbeitswalzen aus legiertem Werkzeugstahl einer Wärmebehandlung zu unterziehen« Dazu wird die Arbeitswalze in einem Warmebehandlungsof en oder in einem Salzbad auf Austenitisierungstemperatur erwärmt« Each erfolgter. Austenitisierung wird die Arbeitswalze abgeschreckt« Das Abschrecken geschieht mit temperiertem Harteol, wozu die Arbeitswalze in horizontaler Lage in ein.entsprechendes Härteölbad eingebracht wird«"
Bach der erforderlichen Haltezeit im Abschreckmittel erfolgt die weitere Anlaßbehandlung, in einem Luftumwälz-ofen bzw» durch Luftabkühlung· Die Festlegung der einzelnen Temperaturen und Haltezeiten erfolgt in Abhängigkeit von der Stahlmarke und der geometrischen Form der Arbeitswalze«
Die Nachteile dieser grundlegenden Methode bestehen darin, daß eine konturengetreue und gleichmäßige Einhartetiefe über den gesamten Umfang der Arbeitswalze im Bereich der eingearbeiteten Kaliberform nicht erreichbar ist» Insgesamt gesehen ist die Härte der Oberfläche der Kaliberform geringer als die der übrigen Oberfläche der Arbeitswalze» Diese beiden Erscheinungen rufen eine ungleichmäßige Yeiv.
teilung von Spannungen innerhalb der Arbeitswalze hervor. Als Folge ergibt sich eine ungenügende Standzeit der. Arbeitswalzen, was zu erhöhten Selbstkosten bei der Rohrbzw. Hohlprofilherstellung durch Walzen führt.
Ziel der Erfindung ist es, durch Erhöhung der Standzeit der Arbeitswalzen die Werkzeugkosten und damit die Selbstkosten bei der Herstellung von Sohren oder anderen Hohlprofilen durch Walzen zu verringern*
wird
lach dem Austenitisieren der Arbeitswalze bleibt beim Absenken in horizontaler Lage, in das Abschreckbad eine Zunderschicht oder Salzkruste; in der eingearbeiteten Kaliberform haften» Der Zugang des Abschreckmittels wird an dieser Stelle erschwert, und es tritt,eine isolierende
Wirkung ein* Außerdem stellt die eingearbeitete Kaliberform bei horizontaler Lage einen Eaum dar, in welchem daa Abschreckmittel nicht oder nicht ausreichend umgewälzt wird, auch dann nicht, wenn in "bekannter Art durch Preßlufteintrag am Boden des Abschreckbehälters das Abschreckbad in Wallung gebracht wird,
./-Ν Aufgabe der Erfindung ist es, durch gleichmäßige Abkühlung der gesamten Arbeitswalzenoberfläche eine konturengetreue, gleichmäßige Einhärtetiefe und eine gleichmäßige Spannungsverteilung herbeizuführen«
Merjnnale^der^Erfindung
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelost, daß eine
1£ in einem Wärmeofen oder einem Salzbad austenitisierte Arbeitswalze in horizontaler Lage im Bereich der. eingearbeiteten Ealiberform mit einem Wassernebel mit erhöhtem Druck abgesprüht wird* Das Absprühen erfolgt so.kurzzeitig," daß keinerlei Abschreckwirkung auftritt* Durch dieses Absprühen wird erreicht, daß die bereits erwähnte Zunderschicht oder Salzkruste von der Oberfläche der Ealiberform entfernt wird« Dadurch wird der direkte Eontakt des Abschreckmittels mit der Oberfläche der Kaliberform ermöglicht* Beim nächsten Yerfahrensschritt, dem Ab™ schrecken, wird die Arbeitswalze in horizontaler Lage in ein temperiertes ölabschreckbad eingebracht« Zusätzlich wird die Oberfläche der Ealiberform mit einzelnen temperierten ölströmen mit erhöhtem Druck beaufschlagt* Die ölströme werden mittels eines speziellen Düsensystems erzeugt und treffen annähernd tangential auf die Oberfläche der Ealiberform auf"» Dabei sind die einzelnen Ölströme gleichmäßig über den Umfang der Arbeitswalze verteilt, so .daß die Ealiberform gleichmäßig und intensiv mit dem Abschreckmittel ausgespült wird* ITach dem Abschrecken er- folgt die weitere Anlaßbehandlung in einem Luftumwälz-
ofen oder in Form einer einfachen Luftabkühlung· .
Die so behandelte Arbeitswalze weist in der Zaliberform eine konturenge treue und gleichmäßige Einharte tiefe, eine mindestens gleich große Härte wie im übrigen Bereich der Arbeitswalze und eine gleichmäßige Spannungsverteilung auf« Die Standzeit der so behandelten Arbeitswalze ist deutlich verbessert·
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10; ' . ' , . .-." ; Ausftihrungsbei spiel . ,
Als Arbeitswalze sqll ein Ringkaliber aus legiertem Werkzeugstahl für ein Pilgerschrittwalzwerk zur Herstellung von Stahlrohren im'Abmessungsbereich von 50 mm bis 110 mm Außendurchmesser unter Anwendung des erfindungsgemäßen Verfahrens warmebehandelt werden· Dazu wird das Ringkaliber in horizontaler Lage in einem Salzbad austenitisiert» Dann wird es mittels eines Düsensystems im Bereich der eingearbeiteten Kaliberform kurzzeitig, das heißt für 2 bis 8 Sekunden, mit einem Wassernebel mit erhöhtem Druck beaufschlagt* Dadurch wird die im Bereich der Kaliberform anhaftende Salzkruste zum Abplatzen gebracht, wodurch wiederum der Zugang des Abschreckmittels zur Oberfläche ^ der Kaliberform erleichtert wird* Eine Abschreckwirkung wird mit dem Wassernebel nicht erreicht und auch nicht bezweckt· Bach dem Entfernen der Salzkruste wird das Hingkaliber in horizontaler lage in ein temperiertes 0*1-abschreckbad gebracht· Sofort nach der Positionierung des Ringkalibers wird dieses mittels eines speziellen, im Ab« schreckbad horizontal angeordneten Düsensystems im Bereich
der Saliberform zusätzlich mit einzelnen temperierten 01- strömen mit erhöhtem Druck beaufschlagt» Die ölströme sind , annähernd tangential auf die Oberfläche der Kaliberform gerichtet, und sie sind gleichmäßig über den Umfang des Ringkalibers verteilt· Die Kaliberform wird dadurch gleich-
mäßig mit dem Abschreckmittel ausgespült, und die Ab-. Schreckwirkung ist dadurch, und durch das vorherige Entfernen der Salzkruste an der gesamten Oberfläche der Ealiberform mindestens genau so groß wie an der übrigen Oberfläche des Ringkalibers» Hach Ablauf der festgelegten Abschreckzeit wird das Ringkaliber an der Luft abgekühlt»
Claims (1)
- ErfindungsanspruchVerfahren zur Wärmebehandlung von Arbeitswalzen aus legiertem Werkzeugstahl, wobei die Arbeitswalze zur Entfernung d«r Zunderschicht bzw. Salzkruste kurzzeitig mit einem Wasserstrahl erhöhten Druckes beaufschlagt wird und im ölabschreckbad mittels temperierten ölstronen erhöhten Druckes beaufschlagt wird, ' gekennzeichnet dadurch, daß diese Behandlung nur im Bereich der eingearbeiteten Kaliberform durchgeführt wird, während der übrige Restkörper der Arbeitswalze einer normalen Härtung durch Austenitisierung und anschließendes Abschrekken in öl unterzogen wird.
Priority Applications (3)
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Applications Claiming Priority (1)
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1983
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Also Published As
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