DD224244B1 - Vorrichtung zur durchlauftrocknung von fluessigkeitsschichten auf strangfoermigem gut - Google Patents

Vorrichtung zur durchlauftrocknung von fluessigkeitsschichten auf strangfoermigem gut Download PDF

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Joerg Eickemeyer
Harri Weinhold
Dieter Rauschenbach
Heinz-Ruediger Vogel
Bernhard Kurze
Heinz Wellert
Rainer Schuessler
Peter Franke
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Akad Wissenschaften Ddr
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Description

Hierzu 2 Seiten Zeichnungen
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung bezieht sich auf das Gebiet der Metallurgie und ist beim Trocknen von Schmiermittelschichten, die auf zum Ziehen vorgesehenem metallischem Umformgut aufgebracht sind, anwendbar, insbesondere von solchen Schmiermittelschichten, die einen festen oder halbfesten Schmierstoff in einem organischen Losungsmittel enthalten Umformgut können dabei Drahte, Stangen, Rohre, Profile und ähnliches sein, die fur das Ziehen unter hydrodynamischen Schmierbedingungen beschichtet wurden
Charakteristik der bekannten technischen Losungen
Es sind bereits ein Verfahren und eine Vorrichtung zum schnellen Trocknen von Schmiermittelschichten bekannt, die auf zur Kaltumformung vorgesehenem metallischem Umformgut aufgebracht sind, insbesondere von Schmiermittelschichten, die aus einem organischen Losungsmittel und dann eingebrachtem festen oder halbfestem Schmierstoff bestehen Hierbei wird das beschichtete Umformgut durch einen Trockenkanal transportiert, durch den Raumluft, die im Kanal auch erwärmt werden kann, mit innerhalb des Trockenkanals gewollt erzeugter Turbulenz und/oder Druckanderungen längs des Kanals gesaugt oder geblasen wird (WP 147 208) Ein Mangel dieser Vorrichtung besteht darm, daß fur eine ausreichende Trocknung eine relativ große Luftmenge erwärmt und durchgesetzt werden muß Daraus ergibt sich ein hoher Aufwand fur den Luftdurchsatz und das Erwarmen der Luft sowie fur die Ruckgewinnungsanlage bei losungsmittelhaltiger Abluft Außerdem ist infolge der Turbulenz bzw Druckanderungen eine gleichmaßige Trocknung der Schmiermittelschichten nicht immer gewährleistet, was Qualitätsminderungen an den Schichten zur Folge haben kann bzw гиг restlosen Trocknung erst außerhalb der Vorrichtung und damit zur erhöhten Umweltbelastung fuhrt
Ziel der Erfindung
Das Ziel der Erfindung besteht in der Schaffung von Voraussetzungen fur eine Senkung des technologischen Aufwandes, fur eine Qualitätssicherung und fur eine Verringerung der Umweltbelastung durch Losungsmitteldampfe
Darlegung des Wesens der Erfindung
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zu entwickeln, bei der mit einer geringen Menge Trocknungsluft eine sichere Trocknung von Schmiermittelschichten möglich ist und eine separate Anlage zur Lösungsmittelrückgewinnung vermieden wird
Diese Aufgabe ist mit einer Vorrichtung, bestehend aus einem von dem zu beschichtenden Gut zu durchlaufenden Trockenkanal, der in Längsrichtung mit Trocknungsluft beschickt wird erfindungsgemaß dadurch gelost, daß der Trockenkanal unter Bildung eines Zwischenraumes koaxial in einem Luftleitrohr angeordnet ist und über den Umfang und die Lange verteilt Absaugoffnungen aufweist, wobei das Luftleitrohr zum Einblasen bzw Absaugen der Trocknungsluft mit Offnungen bzw Stutzen versehen und zur Kühlung bzw Erwärmung durch einen Raum umschlossen ist
Nach zweckmäßigen Ausgestaltungen der Erfindung kann der Querschnitt der einzelnen Absaugoffnungen des Trockenkanals unterschiedlich groß bemessen sein oder der Trockenkanal kann mit Mitteln гит Variieren der durch die Absaugoffnungen stromenden Gasmenge ausgestattet sein beispielsweise mit an den Absaugoffnungen angeordneten einstellbaren Klappen Der Luftzuführung fur den Trockenkanal kann eine Lufterwarmungseinrichtung vorgeordnet sein Vorteilhafterweise kann der Stutzen fur das Absaugen der Trocknungsluft zur Bildung eines geschlossenen Luftkreislaufes mit der genannten Lufterwarmungseinrichtung verbunden sein, wobei vor dieser im Luftkreislauf erforderlichenfalls ein Kondensationsbehalter fur Losungsmitteldampfe eingeordnet sein kann
Zweckmäßig ist es wenn der Eingang des Trockenkanals unmittelbar mit dem Ausgang eines Beschichtungskastens verbunden ist Fur den Fall des Einblasens von Trocknungsluft in den Trockenkanal ist es zu dessen Abdichtung zweckmäßig, wenn die Einlauf und die Auslaufoffnung fur das Gut mit dichtend wirkenden Ziehsteinen ausgestattet sind Im Bedarfsfall können mehrere Trockenkanale hintereinander angeordnet sein
Bei der erfindungsgemaßen Vorrichtung wird die mit Losungsmittel angereicherte Trocknungsluft über die gesamte Lange des Trockenkanals durch die Absaugoffnungen infolge der in Luftleitrohr stromenden Luft abgesaugt Dadurch wird die Losungsmittelkonzentration über die gesamte Lange des Gutes niedrig gehalten und ein hoher Trocknungseffekt bei relativ geringem Durchsatz an Trocknungsluft, die nicht unbedingt erwärmt sein muß, erreicht Auf Grund des vorgesehenen geschlossenen Kreislaufs fur die Luftführung kann bei Anwendung eines gekühlten Luftleitrohres eine separate Anlage zur Lösungsmittelrückgewinnung entfallen, bzw tritt keine Umweltbelastung durch Losungsmitteldampfe ein
Ausfuhrungsbeispiel
Die Erfindung ist nachstehend an einem Ausfuhrungsbeispiel naher erläutert In der zugehörigen Zeichnung zeigen
Fig 1 die Pnnzipdarstellung einer Vorrichtung zum Beschichten und Trocknen von Draht Fig 2 den Längsschnitt durch eine Trockenvorrichtung gemäß Fig 1
Bei der in Fig 1 dargestellten Vorrichtung sind auf einem Gestell 1 ein Beschichtungskasten 2 und drei Trockenvorrichtungen 3, 4, 5 angeordnet durch die ein mit einem Schmiermittel zu beschichtender Draht 6 hindurchgezogen wird Vor dem Beschichtungskasten 2 und nach der dritten Trockenvorrichtung 5 ist jeweils eine Führungsrolle 7 8 angeordnet Im Beschichtungskasfen 2 wird der Draht 6 mit einem flussigen Schmiermittel, welches aus einem organischen Losungsmittel und einem darin enthaltenen Festschmierstoff besteht und aus einem Vorratsbehälter 9 mittels einer Tauchpumpe 10 eingespeist wird allseitig umspult Überschüssiges Schmiermittel fließt über eine Rohrleitung 11 in den Vorratsbehälter 9 zurück Zur Regulierung der im Beschichtungskasten 2 anstehenden Flussigkeitsmenge befindet sich in der Vorlaufleitung 12 ein Ventil 13 und zweigt eine zum Vorratsbehälter 9 geführte Kurzschlußleitung 14 ab Im Beschichtungskasten 2 befinden sich in der Zeichnung nicht dargestellte Abstreifer zum Entfernen von überschüssigem Schmiermittel von der Drahtoberflache
Die dem Beschichtungskasten 2 nachgeordneten Trockenvorrichtungen 3 4, 5 weisen den aus Fig 2 ersichtlichen und nachstehend erläuterten Aufbau auf In einem Luftleitrohr 15 ist koaxial unter Bildung eines Zwischenraumes ein Trockenkanal 16 fur den Durchlauf des Drahtes 6 angeordnet Über einen Stutzen 17 und Offnungen 18, 19 wird in den Zwischenraum und in den Trockenkanal 16 erwärmte Trocknungsluft eingesaugt Der Gesamtquerschnitt der Offnungen 18 ist im Verhältnis zum Querschnitt der Öffnung 19 so bemessen daß die Trocknungsluft im Zwischenraum mit einer größeren Geschwindigkeit als im Trockenkanal 16 strömt, wodurch das im Trockenkanal 16 entstehende Trocknungslutt'Losungsmittel Gemisch über Off nungen 20 die sich in der Wandung des Trockenkanals 16 befinden abgesaugt wird Auf diese Weise wird das Gemisch im Trockenkanal 16 über die gesamte Lange abgemagert und eine rasche Trocknung bewirkt Die Trocknungsluft wird über einen Stutzen 21 aus dem Zwischenraum abgesaugt Das Luftleitrohr 15 ist doppelwandig ausgeführt, wobei im Raum 22 zwischen den Wandungen Wasser strömt Die ersten beiden Trockenvomchtungen 3, 4 werden im Verhältnis zur dritten Trockenvorrichtung 5 in unterschiedlicher Art und Weise betrieben indem der Raum 22 der ersten und der zweiten Trockenvorrichtung 3, 4 warmes Wasser und dem Raum 22 der dritten Trockenvorrichtung 5 kaltes Wasser zugeführt wird Die Zu und Abfuhrung des Wassers erfolgt über Einlaufstutzen 23 und Auslaufstutzen 24 In der dritten Trockenvorrichtung 5 kondensieren infolge der Kaltwasserzufuhrung die Losungsmitteldampfe im Luftleitrohr 15 Das Kondensat wird über einen Stutzen 25 und eine Leitung 26 in einen Kondensationsbehalter 27 (Fig 1) abgeführt Bei den ersten beiden Trockenvorrichtungen 3, 4 tritt infolge der Warmwasserzufuhrung eine Kondensation nicht ein so daß hier der Stutzen 25 entfallt oder verschlossen werden kann Die in diesen Trockenvorrichtungen 3, 4 mit Losungsmitteldampfen angereicherte Trocknungsluft und die abgekühlte Trocknungsluft aus der dritten Trockenvorrichtung 5 wird von einem Radialventilator 28 (Fig 1) über eine Sammelleitung 29 abgesaugt und in den Kondensationsbehalter 27 gedruckt Hier schlagt sich an den relativ kühlen Wanden das Losungsmittel nieder Der Kondensationsbehalter 27 ist über eine Überströmleitung 30 mit einem Wärmeaustauscher 31 zum Wiedererwarmen der Trocknungsluft verbunden Von dort wird die warme Trocknungsluft über Leitungen 32, 33 den Trockenvorrichtungen 3, 4 5 zugeführt, so daß ein geschlossener Luftkreislauf vorliegt Das warme Wasser wird den ersten beiden Trockenvomchtungen 3, 4 aus dem Wärmetauscher 31 mittels einer Tauchpumpe 34 über eine Leitung 35 zugeführt Dabei ist der Auslaufstutzen 24 der ersten Trockenvorrichtung 3 mit dem Einlaufstutzen 23 der zweiten Trockenvorrichtung 4 über eine Leitung 36 verbunden Der Wasserrucklauf in den Wärmetauscher 31 erfolgt über eine an den Auslaufstutzen 24 der zweiten Trockenvorrichtung 4 angeschlossene Leitung 37

Claims (8)

1. Vorrichtung zur Durchlauftrocknung von Flüssigkeitsschichten auf strangförmigem Gut, bestehend aus einem von dem Gut zu durchlaufenden Trockenkanal, der in Längsrichtung mit Trocknungsluft beschickt wird, dadurch gekennzeichnet, daß der Trockenkanal (16) unter Bildung eines Zwischenraumes koaxial in einem Luftleitrohr (15) angeordnet ist und über den Umfang und die Länge verteilte Absaugöffnungen (20) aufweist, wobei das Luftleitrohr (15) zum Einblasen bzw. Absaugen der Trocknungsluft mit Öffnungen (18) bzw. Stutzen (21) versehen und zur Kühlung bzw. Erwärmung durch einen Raum (22) umschlossen ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Querschnitt der Absaugöffnungen (20) des Trockenkanals (16) unterschiedlich groß bemessen ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Trockenkanal (16) mit Mitteln zum Variieren der durch die Absaugöffnungen (20) strömenden Gasmenge ausgestattet ist, beispielsweise mit an den Absaugöffnungen (20) angeordneten einstellbaren Klappen.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Luftzuführung für den Trockenkanal (16) eine Lufterwärmungseinrichtung (31) vorgeordnet ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 1 und 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Stutzen (21) für das Absaugen der Trocknungsluft zur Bildung eines geschlossenen Luftkreislaufs mit der Lufterwärmungseinrichtung (31) verbunden ist, wobei vor dieser im Luftkreislauf erforderlichenfalls ein Kondensationsbehälter (27) für Lösungsmitteldämpfe eingeordnet ist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Eingang des Trockenkanals (16) unmittelbar mit dem Ausgang eines Beschichtungskastens (2) verbunden ist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß im Falle des Einblasens von Trocknungsluft in den Trockenkanal (16) die Einlauf- und die Auslauföffnung für das Gut (6) mit dichtend wirkenden Ziehsteinen ausgestattet sind.
8. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß mehrere Trockenkanäle (16) hintereinander angeordnet sind.
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