DD224331A1 - Verfahren zur brikettierung von feinkoks - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Brikettierung von Feinkoks, das in Kohleveredlungsbetrieben zur Erzeugung von festen vor allem fuer Heizzwecke geeigneten Presslingen aus Feinkoksen Anwendung finden kann. Ziel der Erfindung ist es, einen festen, wetterbestaendigen, stueckigen Brennstoff auf der Basis von Feinkoks mit im Vergleich zum traditionellen Heizkoks vergleichbar hohen Gebrauchseigenschaften auf oekonomisch vorteilhafte Weise herzustellen. Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein oekonomisch vorteilhaftes Verfahren zur Brikettierung von Feinkoks zu entwickeln. Erfindungsgemaess wird die Aufgabe dadurch geloest, dass der auf eine Koernung 1 mm, und einem Feuchtegehalt von 5% aufbereitete Feinkoks zunaechst mit 13-17% Sulfitablauge bezogen auf den Feinkoks vermischt wird, wobei etwa ein Drittel des durch die Sulfitablauge eingebrachten Wassers verdunsten muss, anschliessend bei einer Temperatur von 60-80C 18-22% Trockenbraunkohle bezogen auf den Feinkoks mit einer Koernung 0,2 mm und einem Feuchtegehalt von 18-22% zugemischt werden und das Brikettiergutgemisch mit einer Temperatur von 60-80C und einem Pressdruck 120 MPa zu Briketts verpresst wird.
Description
Verfahren zur Brikettierung von Feinkoks
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Brikettierung von Feinkoks, daß in Kohleveredlungsbetrieben zur Erzeugung von festen, vor allen? für Heizzwecke geeigneten Preßlingen aus Feinkoks, beispielsweise Schwelkoks, Anwendung finden kann.
Die Brikettierung von Feinkoks ist nur bei 3inderaittelzusatz möglich. Für die Verpressung von Feinkoks finden vorrangig flüssige Bindemittel mit hoher Klebkraft in Form von hochsiedenden bituminösen Produkten der Teerund Erdölverarbeitung oder Sulfitablauge Verwendung. Der Bindemittelbedarf beträgt bei der Verpressung von Braunkohlenfeinkoks im Durchschnitt 20 bis 25 %. Bei der Verpressung von Feinkoks mit etwa 20 - 25 % Sulfitablauge besitzen die Preßlinge bekanntlich keine Wetterbeständigkeit (Rammler, E. und H.-J. v. Alberti: Technologie und Chemie der Sraunkohlenverwertung, Leipzig,
VEB Deutscher Verlag für GrundstoffIndustrie, 1962). Eine befriedigende Wetterbeständigkeit wird erst durch eine technologisch aufwendige thermische Nachbehandlung der Feinkokspreßlinge bei Temperaturen von etwa 250 0C erreicht.
Bestrebungen, die Wetterbeständigkeit der mit Sulfitablauge erzeugten Kokspreßlinge durch Zusatz von Löschkalk, Eiweißverbindungen, anorganischen Salzen, Leimen, bituminösen Emulsionen u.a.m. zum Brikettiergutgemisch zu erhöhen, haben bekanntlich ohne zusätzliche thermische Nachbehandlung der Preßlinge nicht zu d.em erhofften Ergebnis geführt (Melms, F. und K. Schwenzon: Verwertung der Sulfitablauge, 7. Kapitel!Sulfitablauge als Bindemittel für die Brikettierung, Leipzig, VEB Deutscher Verlag für Grundstoffindustrie, 1977). Außerdem wird durch die genannten Zusätze der Verfahrensaufwand erhöht. Weitere Nachteile sind die Erhöhung des Aschegehaltes des Brennstoffes und/oder der Korrosion in den Erzeugungs- und Verbrennungsanlagen sowie die durch die thermische Zersetzung der Salze verursachte verstärkte Umweltbelastung bei der Verbrennung. Es ist weiterhin bekannt, daß Braunkohlenkoks hoher Feinheit bei einer Gemischbrikettierung mit Trockenbraunkohle fest in den Braunkohlenbrikettverband eingebunden werden kann (DD-PS 104 997) . Trotz eines hohen Aufwandes für die Vorbehandlung des Brikettiergutgemisches darf der maximal zulässige Anteil des Feinkokses 40 % nicht überschreiten, wenn die Mindestfestigkeit der Koks/Kohle-Briketts eingehalten werden soll. Dia Verbrennungseigenschaften dieser Koks/Kohle-Briketts werden deshalb dominierend durch die Braunkohlenbrikettsubstanz bestimmt, so daß nach diesem Verfahren kein dem traditionellen Heizkoks gleichwertig'er Brennstoff entsteht.
Ziel der Erfindung ist es, einen festen, wetterbeständigen, stückigen Brennstoff auf der Basis von Feinkoks mit im Vergleich zum traditionellen Heizkoks vergleichbar hohen Gebrauchseigenschaften auf ökonomisch vorteilhafte Weise herzustellen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein ökonomisch vorteilhaftes Verfahren zur Brikettierung von Feinkoks zu einem festen, wetterbeständigen Brennstoff· mit im Vergleich zum traditionellen Heizkoks vergleichbar hohen Gebrauchseigenschaften zu entwickeln. Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß der auf eine Körnung == 1mm, vorzugsweise ~ 0,5mm und einen Feuchtegehalt von ^ 5 % aufbereitete Feinkoks zunächst mit 13 bis 17 % Sulfitablauge bezogen auf den Feinkoks vermischt wird, wobei etwa ein Drittel des durch die Sulfitablauge eingebrachten Wassers verdunstet, und anschließend bei einer Temperatur von 60 bis 80 °C 18 - 22 % Trockenbraunkohle bezogen auf den Feinkoks mit einer Körnung #0,2mm und einem Feuchtegehalt von 18 - 22 % zugemischt werden. Es findet handelsübliche Sulfitablauge mit einem Trockenstoffgehalt von etwa 55 % Anwendung. Die feinkörnige Trockenbraunkohle wird durch Zerkleinerung von auf bekannte Weise getrockneter Braunkohle oder vorzugsweise durch Zerkleinerung von durch Heißdampf trocknung bzw. Schnelltrocknung getrockneter Rohbraunkohle oder Kohleschlämmen erzeugt
Das Brikettiergutgemisch wird mit einer Temperatur von
60 - 800C und einem Preßdruck von 2_ 120 MPa, vorzugsweise 140 - 150 MPa, zu Briketts verpreßt. Die Verpressung wird beispielsweise mit Forramuldenwalzenpressen oder mit Formkanalstempelpressen durchgeführt. Der Vorteil des erfindungsgemäßen Verfahrens besteht darin, daß ohne zusätzliche thermische Nachbehandlung Briketts mit einer hohen «Vitterungsbeständigkeit aus Feinkoks erzeugt werden können, die in den Festigkeits- und Verbrennungseigenschaften dem traditionellen Heizkoks gleichzusetzen sind. Dies ist insofern überraschend, da Sulfitablauge auf Grund ihrer hydrophilen Eigenschaften für sich allein angewendet ohne thermische-Nachbehandlung der Formkörper zu Forrakörpern mit schlechter Wasserbeständigkeit führt. Es war nicht zu erwarten, daß durch den kombinierten Einsatz von Sulfitablauge und Trockenbraunkohle als Bindemittel Formkörper auf der Basis von Feinkoks ohne thermische Behandlung der Formkörper mit den geforderten Eigenschaften herstellbar sind.
Sraunkohlenschwelkoks mit einem Feuchtegehalt von 3,8 % wird auf eine Körnung ;=: 0,5mm zerkleinert und mit 15 % Sulfitablauge vermischt, wobei etwa ein Drittel des durch die Sulfitablauge.eingebrachten Wassers verdunstet. Danach werden 20 % Trockenbraunkohle bezogen auf den 3raunkohlenschwelkoks mit einem Feuchtegehalt von 20,5 % und einer Körnung *~ 0,2mm zugegeben und bei 70 C intensiv vermischt. Durch Verpressen des 3rikettiergutgemisches mit einer Temperatur von 65 0C und einem Preßdruck von 140 MPa mit einer Formmuldenwalzenpresse entstehen sehr feste Briketts mit einer Abriebfestigkeit von 92 %. Die Briketts zeichnen sich in Bezug auf ihr Lagerungs- und Verbrennungsverhalten durch sehr hohe Gebrauchseigenschaften aus.
Claims (2)
- Erfindunqsanspruch1. Verfahren zur Brikettierung von Feinkoks, wobei ein Bindemittel angewendet wird, gekennzeichnet dadurch, daß der auf eine Körnung ^T lmm, vorzugsweise ir 0,5mm, und einem Feuchtegehalt von ^ 5 % aufbereitete Feinkoks zunächst mit 13 - 17 % Sulfitablauge bezogen auf den Feinkoks vermischt wird, wobei etwa ein Drittel des durch die Sulfitablauge eingebrachten Wassers verdunsten muß, anschließend bei einer Temperatur von 60 - 80 0C 18 - 22 % Trockenbraunkohle bezogen auf den Feinkoks mit einer Körnungφ 0,2mra und einem Feuchtegehalt von 18 - 22 % züge-? mischt werden und das Srikettiergutgemisch mit einer Temperatur von 60 - 80 0C und einem Preßdruck von<2? 120 MPa, vorzugsweise 140 - .150 MPa, zu Briketts verpreßt .vi.^d.
- 2. Verfahren nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, ,daß die feinkörnige Trockenbraunkohle durch Zerkleinerung von auf bekannte Weise getrockneter Braunkohle oder vorzugsweise durch Zerkleinerung von durch Heißdampftrocknung bzw. Schnelltrocknung getrockneter Rohbraunkohle oder Kohleschlämmen erzeugt worden ist.
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| WO1999001583A1 (de) * | 1997-07-04 | 1999-01-14 | Voest-Alpine Industrieanlagenbau Gmbh | Verfahren zur verwertung von feinkohle in einem einschmelzvergaser |
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| CN1074047C (zh) * | 1997-07-04 | 2001-10-31 | 奥地利钢铁联合企业阿尔帕工业设备制造公司 | 在熔融气化炉内生产液态金属的方法和设备 |
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