DD224555A1 - Verfahren zum schrumpffolienverpacken von glasrohren oder glasstaeben - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung betrifft eine effektive, wenig kostenaufwendige Verpackungsmethode, die platzsparend an, den ueblichen Glasrohr- bzw. Glasstabherstellungs- und Sammelvorrichtungen nachgeordneten, Verpackungseinrichtungen angewendet werden kann und die zu formstabilen, stapelbaren Verpackungseinheiten fuehrt. Die Aufgabe der Erfindung, die in der Anpassung der allgemein bekannten Schrumpffolienverpackungsmethode an bekannte Verpackungsvorrichtungen fuer Glasrohre und Glasstaebe besteht, wird erfindungsgemaess dadurch geloest, dass die auf gleiche Laenge geschnittenen Glasrohre/Glasstaebe, die in rechteckige Faecher eines Packtisches abgelegt werden, an beiden Enden des Paketes, die aus den Stirnseiten der Packtischfaecher herausragen, mit einer vorgefertigten bzw. konfektionierten, rechteckigen Folienhuelle aus plastischem Material ueberzogen werden und dass diese aufgeschobenen Folienhuellen im gleichen Packfach mit an sich bekannten Schrumpfaggregaten geschrumpft werden. Fuer bestimmte Anwendungszwecke ist es vorteilhaft, dass die Glasrohr-/Glasstabenden vor dem Aufschieben der vorgefertigten Schrumpffolienhuellen zusaetzlich ganz oder teilweise mit weiteren Stabilisierungsmitteln umgeben werden. Die gefertigten Glasrohr-/Glasstabpakete werden entweder direkt auf Paletten gestapelt und mit weiteren Schrumpffolienumhuellung fixiert oder zusaetzlich in Transportbehaelter eingelegt und deren Palettenstapelung nochmals umschrumpft.
Description
Verfahren zum Schrumpffolienveroacken von Glasrohren oder Glasstäben
Die Erfindung betrifft eine effektive, wenig kostenaufwendige' Verpackungsmethode, die platzsparend an üblichen den Glasrohrbzw, Glasstabhersreilungs- und Samraalvorrichtungen nachgeordneten Verpackungseinrichtungen angewendet werden kann und die zu formstabilen, stabelbaren Verpackungseinheiten führt.
Die Herstellung formstabilar, stapelbarer Verpackungseinheiten von zerbrechlichen Gütern ist über verschiedene Methoden bekannt, Die übliche Methode des Verpackens in Schachteln, Kartons oder Kisten zeigt für Rohre oder Stäbe aus Glas den Nachhall des erhöhten Aufwandes an Verpackungsmaterial und der ungenügenden Fixierung zu einem festen rechteckigen Paket, so daß beim Transport Beschädigungen und Verunreinigungen in Form von Abrieb des Verpackungsmaterials nicht ausgeschlossen sind.
3ei einer neueren ,-usführungsforrn (OD-VlP 155 413) , bei cer Rohre oder Stäbe zu cuacerf örmiaer. Gebilden vorgeformt und anschließend
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mit aus rechteckigen Verpackungsmaterialzuschnitten bestehenden .Kappen umhüllt und unverschiebbar verbunden werden, erhöht sich nachteiligerweise der Arbeitsaufwand beim Verpacken, und diese gibt einen nur ungenügenden Schutz gegen Verschmutzung des Rohrinneren aufgrund von Abriebserscheinungen des Verpackungsmaterials.
In der DD-AP 135 887 ist die fachgemäße Anwendung der bekannten Schrumpffolienverpackung auf Rohre und Stäbe aus sprödem Material beschrieben, wobei die allgemein bekannten Wirkungen einer Schrumpffolie bezüglich der Fixierung des Paketes in vorgegebener dichtester Packung und Schutz des Paketes vor äußeren Verunreinigungen über ein kontinuierliches Verfahren bevorzugt zur Herstellung rechteckiger Gebinde erreicht werden. Das in Fig. 1 a der AP 135 887 angegebene Verfahren zur Herstellung dieser Gebinde erfordert platz- und kostenaufwendige Nachrüsteeinrichtungen, die an bisherige Produktionsanlagen kaum anzuschließen sind und deshalb Neuinvestitionen von Herstellungs- und Verpackungslinien verlangen.
Das Ziel der Erfindung besteht darin, ein effektives und platzsparendes Schrumpffolienverpackungsverfahren für Glasrohre bzw. Glasstäbe auszubilden, das an vorhandene Anlagen mit dazugehörigen Verpackungsvorrichtungen angewendet werden kann und das zu rechteckigen, formstabilen und damit stabelbaren Verpackungseinheiten führt*
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, das aligemeine, lang bekannte Schrumpffolienverpackungsverfahren mit geringstem Aufwand an bekannte Verpackungsvorrichtungen für Glasrohre bzw.. Glasstäbe anzupassen.
Die Aufgabe wird dadurch gelöst, daß in bekannter Technologie die Glasrohre bzw. Glasstäbe auf gleiche Länge abgeschnitten werden, wobei die Enden gegebenfalls abgeschmolzen werden, daß diese dann über einen Transporteur in eine Sammelvorrichtung gelangen, worauf sie lagenweise oder einzeln manuell oder mit einem Heber abgenommen und auf einem Packtisch, der aus waagerechten, parallel angeordneten in der Grundfläche verstellbaren und an beiden Stirnseiten offenen, rechteckigen Fächern besteht, in die Fächer abgelegt werden, wobei erfindungsgemäß die an den beiden Stirnseiten der Packtischfächer herausragenden Enden des eingelegten Glasrohr-/bzw. Glasstabpaketes jeweils eine vorgefertigte bzw. konfektionierte, rechteckige Folienhülle aus plastischem Material aufgeschoben wird und diese Folienhüllen im gleichen Packfach mit an sich bekannten Schrumpfaggregaten geschrumpft werden,
Für bestimmte Anwendungsgebiet ist es vorteilhaft, daß die'Glasrohrbzw« Glasstabenden oder die längsseitigen Endbereiche vor dem Aufschieben der vorgefertigten Schrumpffolienhüllen ganz oder teilweise mit weiteren Stabilisierungsmitteln umgeben werden.
Zum Erreichen der notwendigen Stabilität der Pakete, die von den Dimensionen des zu verpackenden Gutes beeinflußt wird, kann die Stärke der verwendeten plastischen Folie entsprechend variiert werde?
Die Vorfertigung der Folienhüllen erfolgt entweder dadurch, oa& rechteckige Folienabschnitte von einem Folienband abgeschnitten und diese in der Mitte einmal umgeschlagen werden, wobei anschließend die beiden seitlichen Nähte verschweißt werden, so daß rechteckige Folienhüllen entstehen, oder durch Konfektionierung in eine rechteckig dimensionierte Hüllenforn, die den Dimensionen des zu umhüllenden Paketes entspricht.
Das Schrumpfen der Folienhüllen auf den Glasrohr-/Glasstabenden erfolgt z.B. mit einer handelsüblichen Handschrumpfpistole oder mit über die Paketenden aufschiebbaren VVärmehauben, die verschiebbar auf das jeweils zu verpackende Paket in den Packtischfächern ausgerichtet werden können.
Die gefertigten Schrumpffolienpakete der Glasrohre bzw. Glasstäbe werden entweder direkt auf Paletten gestapelt und in herkömmlicher Weise mit einer weiteren Schrumpffolienumhüllung um die Paletteneinheit fixiert oder bei bestimmten Transporterfordernissen in zusätzliche Transportbehälter eingelegt, wobei dann diese Transportbehälter auf Paletten gestapelt und durch Schrumpffolie oder ähnliche Fixierungsmittel, wie z.B. Spannbänder, fixiert,werden.
Die Erfindung zeigt den Vorteil, daß der bisher zum Einpacken von Glasrohren bzw. Glasstäben in Kartons benutze Packtisch ohne Umrüstung zum Herstellen von Schrumpffolienpaketen verwendet werden kann, so daß besonders für diskontinuierliche Verpackungsverfahren zwecks Anwendung des Schrumpffolienverpackungsverfahrens zusätzliche Investitionen einschließlich zusätzliche platzerfordernde N'euaufbauten von Anlagen entfallen.
Glasrohre werden nach dem Abtrennen vom Rohrziehstrang (Dannerrohrziehverfahren) und anschließendem beiderseitigen Verschmelzen der Ränder üher einen Transporteur in eine am Transporteurende angebrachten Sammelvorrichtung transportiert und dort auf Güte kontrolliert. Dann werden sie lagenweise manuell in die Packfächer eines Packtisches eingelegt, so daß sie übereinandergestapelt jeweils auf Lücke liegen und ein rechteckiges Paket mit naturgemäß dichtester Packung ergeben. Der Packtisch besteht aus mehreren waagerechten, parallel angeordneten, in der Grundfläche verstellbaren, rechteckigen Fächern mit dem Vorzugsmaß von 200 mm Breite. Diese Fächer haben eine Länge von ca. 700 mm, so daß die Glasrohre mit den genormten Längen von 1 400 und 1 500 mm Länge beiderseits aus diesen Fächern herausragen und damit die Rohrenden freiliegen. Die einzelnen Rohrpakete haben Gewichte von ca» 10 bis 12 kg. An einem Ende des Packtisches ist ein anklappbarer Anschlag angebracht, womit die Glasrohre auf eine einheitliche Packlänge fixiert werden.
Nach dem Herstellen des Pohrpaketes wird der Anschlag nach unten geklappt und die beiden Enden des Rohrpaketes liegen auf einer Länge von ca. 400 mm frei.
Eine Folie aus Polyäthylen wird quadratisch geschnitten, in der Mitte zusammengelegt und die beiden Seitennähte verschweißt. Diese vorgefertigte Folienhülle (ca. 370 χ 380 mm ) wird per Hand über die beiden freiliegenden Enden der Rohrpakete geschoben und an gleicher Stelle anschließend mit einer handelsüblichen Handschrumpfpistole geschrumpft.
Die durch das Schrumpfen der Folienhülle stabilisierten Rohrpakete werden manuell auf Holzflachpaletten gestapelt. Mittels einer Breitschrumpffolienhaube wird nach üblichen Schrumpfverfahren eine stabile Ladeeinheit gebildet.
Claims (2)
1. Verfahren zum Schrumpffolienverpacken von Glasrohren oder. Glasstäben, bei dem die Glasrohre bzw. Glasstäbe auf gleiche Länge abgeschnitten werden, wobei die Enden gegebenfalls abgeschmolzen werden, und über einen Transporteur in eine Sammelvorrichtung gelangen, worauf sie lagenweise oder einzeln manuell oder mit einem Heber abgenommen und auf einem Packtisch, der aus waagerechten, parallel angeordneten, in der Grundfläche verstellbaren und an beiden Stirnseiten offenen, rechteckigen Fächern besteht, in diese Fächer abgelegt werden, dadurch gekennzeichnet, daß an die an beiden Stirnseiten der Packtischfächer herausragenden Enden des eingelegten Glasrohr- bzw» Glasstabpaketes jeweils eine vorgefertigte bzw« konfektionierte, rechteckige Folienhülle aus plastischem Material aufgeschoben wird und daß diese aufgeschobenen Folienhüllen im gleichen feckfach mit an sich bekannten Schrumpfaggregaten geschrumpft werden,
2* Verfahren zum Schrumpffolienverpacken von Glasrohren oder Glasstäben nach Punkt 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Glasrohrbzw, Glasstabenden oder deren längsseitige Endbereiche zusätzlich vor dem Aufschieben der vorgefertigten Schrumpffolienhüllen ganz oder teilweise mit weiteren Stabilisierungsmitteln umgeben werden.
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Cited By (4)
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|---|---|---|---|---|
| EP3666679A1 (de) | 2018-12-14 | 2020-06-17 | Schott Ag | Glaskörperlage, glaskörperbündel sowie herstellungsverfahren einer glaskörperlage |
| EP3666680A1 (de) | 2018-12-14 | 2020-06-17 | Schott Ag | Glaskörperlage, glaskörperbündel sowie packverfahren |
| EP3875395A1 (de) | 2020-03-02 | 2021-09-08 | Schott Ag | Bündel aus röhren- und/oder stabförmigen glasartikeln, verfahren zu seiner herstellung sowie zum auspacken des bündels |
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1984
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Cited By (10)
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| EP3666680A1 (de) | 2018-12-14 | 2020-06-17 | Schott Ag | Glaskörperlage, glaskörperbündel sowie packverfahren |
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| CN111319882A (zh) * | 2018-12-14 | 2020-06-23 | 肖特股份有限公司 | 玻璃物品层、玻璃物品束以及玻璃物品层的制造方法 |
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| EP3875395A1 (de) | 2020-03-02 | 2021-09-08 | Schott Ag | Bündel aus röhren- und/oder stabförmigen glasartikeln, verfahren zu seiner herstellung sowie zum auspacken des bündels |
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