DD224629A1 - Verfahren und vorrichtung zur herstellung von zierschleifen - Google Patents

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DD224629A1
DD224629A1 DD26382584A DD26382584A DD224629A1 DD 224629 A1 DD224629 A1 DD 224629A1 DD 26382584 A DD26382584 A DD 26382584A DD 26382584 A DD26382584 A DD 26382584A DD 224629 A1 DD224629 A1 DD 224629A1
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DD
German Democratic Republic
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loop
drawstring
stitches
needle
band
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Application number
DD26382584A
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English (en)
Inventor
Karlheinz Theyerl
Hans Dommer
Frank Teucher
Original Assignee
Obererzgebirgische Posamenten
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Abstract

Die Anwendung der Erfindung ist moeglich auf Haekelgalonmaschinen und anderen Kettenwirkmaschinen zur Herstellung von Zierschleifen. Das Schleifenband wird gegenlegig zum Zugfaden in einem Fransenmaschenstaebchen abgebunden und somit Schleifenteile tragende Maschen hergestellt, die nach dem Zerschneiden zu Schleifentuffs verarbeitet werden.

Description

Hierzu 1 Seite Zeichnungen
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Fertigung von Zierschleifen auf Kettenwirkmaschinen, insbesondere Häkelgalonmaschinen. Die Zierschleifen werden anschließend von Hand zu Schleifentuffs verbunden. Diese Schleifentuffs finden u. a. Verwendung bei der Verzierung von Geschenkpackungen aller Art.
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Bekannt ist die Herstellung von Schleifentuffs, wo alle Arbeitsgänge, wie das Legen und Verbinden (Vernähen, Verknoten) der Schleifenteile, von Hand erfolgen.
Da dieses Zusammenfügen der Schleifenteile viel Aufwand erfordert, wurde bekannt, die einzelnen Teile der Schleife mittels Metallklammer zu einem Schleifentuff zu verbinden (DE 269311). Des weiteren ist bekannt Zierschleifen vorzufertigen, indem über einen mehrere Finger tragenden Schaltstern Schlingenbogen gebildet werden, und an den Kreuzungsstellen durch eine Heftvorrichtung zu verfestigen (DD 80281).
Diese bekannten Verfahren binden viel Arbeitskräfte, sind unproduktiv und kompliziert in ihrer Arbeitsweise und somit teuer in der Herstellung von Schleifentuffs.
Ziel der Erfindung
Es ist deshalb Ziel der Erfindung, Zierschleifen auf Häkelgalonmaschinen rationell herzustellen, die im Anschluß mit wenig Aufwand von Hand zu Schleifentuffs zusammengebunden werden und somit in der Anwendung der Erfindung Arbeitskräfte freigesetzt werden können.
Wesen der Erfindung
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren und die dazugehörige Vorrichtung zur maschinellen Fertigung von Zierschleifen zu entwickeln.
Gelöst wird diese Aufgabe durch nachfolgende Verfahrensweise.
Ein Schleifenband oder anderes flexibles Band wird durch einen der flachen Form des Bandes entsprechenden Fadenführer der Wirkstelle zugeführt und hier in jeder Masche eines geschlossenen Fransenmaschenstäbchens abgebunden, in der Art, daß sich eine Wendestelle unmittelbar, mindestens eine Nadelteilung, neben der Wirkstelle befindet.
Zur Bildung der einzelnen Schleifenteile wird das Band an der der Wirkstelle entfernteren Wendesteile des Breithaltefadenführers zum Schleifenbogen geformt und mittels steuerbarem Kraller gehalten, so daß mindestens ein Schieifenschenkel jeweils in eine Masche eingebunden wird. Je nach der gewünschten Länge der Schleifenteile wird der Kralier zur Wendestelle oder von ihr weggesetzt.
Dem Band gegenlegig wird ein Zugfaden, vorzugsweise ein Draht, als sogenannter Stehschuß in wechselnden Richtungen zwischen Nadel- und Platinenmasche im Fransenmaschenstäbchen abgebunden. Mehrere diese Schleifenteile und Zugfaden enthaltenen Maschen werden unmittelbar nacheinander hergestellt. Je nach der Größe des gewünschten Schleifentuffs wird die Anzahl der genannten Maschen gefertigt.
Zwischen je zwei aufeinanderfolgenden Gruppen von Maschen mit Schleifenteilen und Zugfaden werden mehrere Maschen ohne Schleifenteile und Zugfaden gebildet, die später getrennt werden.
Der einstellbare Abstand dieser Gruppen untereinander entscheidet über die Länge des Bindebandes der im Anschluß nach der Trennung der schleifenfreien Maschen von Hand gefertigten Schleifentuffs.
Im Bereich der schleifenfreien Maschen werden das Band und der Zugfaden parallel zum Fransenmaschenstäbchen ohne Bindung mitgeführt.
Um ein Auftrennen der Maschen nach dem Schneiden zu vermeiden, bestehen diese vorzugsweise aus elastischem Material.
Das Fransenmaschenstäbchen wird unmittelbar vor und nach einer Gruppe von Maschen mit Schleifenteilen zerschnitten, wohingegen das Band und der Zugfaden mittig zwischen zwei Gruppen von Maschen mit Schleifenteilen zerschnitten werden.
Nach dem Trennen werden mitteis Zugfaden die Zierschleife tragenden Maschen zu einem Schleifentuff verbunden.
-2- 263 825 4
Die Vorrichtung zur Durchführung dieses Verfahrens ist eine Kettenwirkmaschine, insbesondere Häkelgalonmaschine mit einem jeder Wirknadel zugeordneten Kettenfadenführer, einem dazu gegenversetzbaren Breithaltefadenführer, einem Halteblock, einem Krallerbiech und einem steuerbaren Kraller.
Zur Herstellung von gewirkten Zierschleifen aus Schleifenband, gegengelegtem Zugfaden und Fransenmaschenstäbchen sind in Nadelaustriebsrichtung der Wirknadel eine Lochnadel für den Kettfaden und zwei gegenverschiebbare Schußfadenführer zugeordnet, wobei der eine Schußfadenführer in wechselnder Richtung den Zugfaden der Wirknadel unterlegt und ihn somit als sogenannten Stehschuß zwischen Nadeimasche und Platinenmasche des Fransenmaschenstäbchens einbindet. Der andere Schußfadenführer, ausgebildet als Breithalter, horizontal zur Nadelebene angeordnet, unterlegt parallel zur Nadelebene das Schleifenband von der Wirkstelle bis in den Wirkungsbereich des steuerbaren Krallers, wo das Schleifenband bis zu seiner Einbindung in das Fransenmaschenstäbchen gehalten wird. Hat der Breithalter seine Wendestelle unmittelbar neben der Nadel erreicht, wird diese in Einschlußsteilung gebracht und das sich zwischen der Nadel und der Wendesteile befindliche Halteblech, welches in Nadelebene vertikal zum Nadelbett angeordnet ist, schiebt das Schleifenband unter die Nadel an das Nadelbett und garantiert somit ein einwandfreies Einlegen des Schleifenbandes zwischen Nadeimasche und Platinenmasche des Fransenmaschenstäbchens. Nachdem das Schleifenband in der Masche eingebunden ist, geht der Kraller außer Arbeitsstellung und mittels Krallerblech, welches die Schleifenteile während des Abbindens in die Maschen in Schußrichtung hält, wird das fertige Schleifenteil nach unten abgestreift.
Die Schußfadenführersteuerung erfolgt über eine bekannte Stiftjacquardsteuerung, welche im Bereich der schleifenfreien Maschen außer Arbeitsstellung gebracht wird.
Ausführungsbeispiel
Die Erfindung soll nachstehend an einem Beispiel näher erläutert werden. In den Zeichnungen zeigen:
Fig. 1: eine schematische Darstellung des Fadenverlaufes der gewirkten Zierschleife; Fig.2: eineschematische Darstellung der Zuordnung des Krallers, des Krallerbleches und des Haltebleches zu den Bewegungsbahnen der Schußfäden;
Fig.3: einen Schnitt in Nadelebene bei in Arbeitsstellung des Haltebleches.
Die gewirkte Zierschleife 1 besteht aus zu mehreren Schleifenteilen 2 geformtem Schleifenband 3, dem Schleifenbogen 4 und Schleifenschenkel 5 und einem dazu gegengelegtem Zugfaden 6, welche durch ein Fransenmaschenstäbchen 7 abgebunden werden. Jeder dieser Gruppe Schleifenteile und Zügfaden tragenden Maschen 72 folgen mehrere Maschen 73 aus dem elastischen Material ohne Schleifenteile und Zugfaden.
Eine derartige Zierschleife 1 wird durch Trennen des Fransenmaschenstäbchens 7 an den Punkten 71 und durch Zerschneiden des Schleifenbandes 31 und des Zugfadens 61 mittig zwischen zwei Gruppen von Schleifenteilen 2 tragenden Maschenstäbchen 72 zu fertigenden Schleifentuffs weiter verarbeitet.
Die Häkelgalonmaschine zur Hersteilung dieser Zierschleifen besitzt den Schußfadenführer 8 und den Breithaltefadenführer 9 mit den Wendestellen 9', 9", die der Nadel 10 zugeordnet sind. Der Wendestelle 9' ist in bekannter Arbeitsweise der Kraller 11 und der Wendestelle 9" das Halteblech 12 in Nadelebene vertikal zum Nadelbett 14 zugeordnet. Zwischen der Nadel 10 und dem Kraller 11 ist das Krailerblech 13 angeordnet.

Claims (2)

Erfindungsansprüche: ,
1. Verfahren zur Herstellung von Zierschleifen auf Kettenwirkmaschinen, insbesondere Häkelgalonmaschine, gekennzeichnet dadurch,
— daß das Schleifenband (3) an der der Wirkstelle entfernteren Wendestelle 0') zu den Schleifenbogen (4) geformt und mittels steuerbarem Kraller (11) gehalten wird;
— daß mindestens einer dieser Schleifenschenkel (5) des Schleifenbogens (4) in jeweils eine dieser Maschen (72) aus dem elastischen Material eingebunden wird;
— daß mehrere dieser Schleifenschenkel enthaltenen Maschen (72) unmittelbar nacheinander hergestellt werden; '
— daß in jeder dieser Maschen (72) der Zugfaden (6) gegenlegig in wechselnden Richtungen zum Schleifenband (3) als Stehschuß mit eingebunden wird;
— daß im Bereich der Maschen (73) das Schleifenband (3) und der Zugfaden (6) ohne Bindung mitgeführt werden;
— daß zwischen je zwei aufeinanderfolgenden Gruppen von Maschen (72) mehrere Maschen (73) ohne Schleifenteile und Zugfaden aus dem elastischen Material gebildet werden;
— daß die letztgenannten Maschen (73) unmittelbar vor und nach einer Gruppe der Maschen (72) getrennt werden und
— daß der Zugfaden (6) und das Schleifenband (3) mittig (31; 61) zwischen je zwei Gruppen von Maschen (72) getrennt werden.
2. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß bei an sich bekannten Kettenwirkmaschinen, insbesondere Häkelgalonmaschinen, zwischen der Nadel (10) und der Wendestelle 0") des Breithaltefadenführers (9) für das Schleifenband (3) in Nadelebene vertikal zum Nadelbett (14) ein Halteblech (12) angeordnet ist.
DD26382584A 1984-06-06 1984-06-06 Verfahren und vorrichtung zur herstellung von zierschleifen DD224629A1 (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE102004024916B3 (de) * 2004-05-19 2005-11-17 Fraunhofer-Gesellschaft zur Förderung der angewandten Forschung e.V. Verfahren und Vorrichtung zum automatisierten Einschnüren von Objekten

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE102004024916B3 (de) * 2004-05-19 2005-11-17 Fraunhofer-Gesellschaft zur Förderung der angewandten Forschung e.V. Verfahren und Vorrichtung zum automatisierten Einschnüren von Objekten

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