DD224838A1 - Scheiben-fadenbremse - Google Patents
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Abstract
Scheiben-Fadenbremse zur Anwendung in Textilbetrieben zum Abziehen von aufgespulten Faeden mit definierter Fadenspannung mit dem Ziel, einen moeglichst weiten Titerbereich mit einem Bremsscheibenpaar zu erfassen. Dabei war die Aufgabe zu loesen, eine von der Fadendicke und der Bremsstellermasse unabhaengige, gleichbleibende Friktion bei gleichzeitiger Unterdrueckung niederfrequenter Flatterfrequenzen zu erreichen. Die Aufgabe wurde erfindungsgemaess geloest durch einen auf den Fadenumlenkstift aufgeschobenen Stopper, der gekennzeichnet ist durch einen flachen Klemmring, dessen Innendurchmesser wenig groesser als der Aussendurchmesser des Umlenkstiftes ist und an dem an diametralen Punkten in Ringebene verlaufend zwei parallele Arme, die zum oberen Bremsteller hin um etwa 100C abgewinkelt und mit Stuetzfuessen versehen, angeordnet sind. Die Anwendung ist besonders vorteilhaft einsetzbar an Schaergattern.
Description
Titel der· Erfindung Scheiben-Fadenbreäse
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung ist zur Anwendung bei Herstellern synthetischer Fäden oder nachverarbeitenden Textilbetrieben vorgesehen, die insbesondere feinere Titer axt definierter Fade nzugkraft von Spulen abziehen.
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Bekannte Scheiben-Fadenbreaiaeη bestehen ±33 allgemeinen aus zwei tellerförmigen Scheiben, die gemeinsam und spiegelbildlich auf einen Stift als Fade auslenkung aufgesteckt sind und aeist durch Friktion des zwischen den Scheiben laufenden Fadens zeitweilig mitgedreht werden. 3ei.be-' stiniinten Fadentypen, vor alles texturierten Fäden, können sich Drehzahlen der oberen Teller von 6O min"" bis 30 min"" aufschaukeln. Hierbei liegen die sit Hilfe der Scheiben-•nassen eingestellten Bremskräfte weit außerhalb der Toleranz und bei Schnellstos des ziehenden Maschinenteils
27.^198^*181075
(Schärbaum, Te-Xturiermaschine und anderes) zieht die auf Grund der Massenträgheit naohdrehende obere Scheibe wei- ·. ter von der Spule ab« Dabei schiebt sich der Faden aus dem Sinlegeschiitz. Bei erneuten Anfahren ergeben sich Fadenbruch^ durch schnelle Straffungen des lose hängenden oder sogar aus dem Einlegeschlitz gefallenen Fadenteils. Beginnt der obere 'Teller sogar während des Drehe ns zu schlingern, werden die Fadenzugverhältnisse noch unübersichtlicher·
Das Schlingern oder Plattern wird nur wenig eingedämmt durch eine zweite Fadenusnlenkung mit Scheibenbremsen, wie im W? 125802 dargestellt. Weit günstiger, erscheint die Beruhigung der Schlingerbewegung durch das Anordnen von Dauermagneten in der Wähe des Scheibenrandes mindestens einer Bremsscheibe gemäß WP 157407.
Letztere Lösung zeigt dann Nachteile, wenn in kurzen Abständen Titerumstellungen erforderlich sind. Jede Umstellung bedeutet ein Auswechseln zumindest der oberen Scheibe gegen eine solche sit anderer Masse. Die Aufwendungen des Bedienungspersonals für den WechselVorgang an mehr als 1000 Stellen, an Schärgattern mit sehr als 2500 Stellen, sind erheblich. Außerdem muß ein Vorrat an Ausweohselacheiben unterschiedlicher Masse vorhanden und eingelagert sein.
Ziel der Erfindung
Die Erfindung zielt auf einen verlustfreien Fadenabzug mit Hilfe von Scheiben-Fadenbreaiseη hin alt der Maßgabe, die letztere mit einfachen Mitteln in weitem Titerbereich einsetzbar, zu gestalten und damit Soheibenaiaterial eiazu-
- 3 Darlegung des Weseas der Erfindung
Der Erfindung liegt die Aufgabe augrunde, eine gleichbleibende, von der Pad end icke weitgehend unabhängige Friktion in Verbindung ait der Unterdrückung niederfrequenter, unterhalb von 50 Ha liegender Platterfrequenzen zu realisieren.
Die Aufgabe wurde erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß auf den oberen Bremsteller ein Stopper lose aufliegt, der dadurch gekennzeichnet ist, daß an seinem auf den vertikalen Fadenumlenkstift geschobenen Klemmring, dessen Innendurchmesser um das 1,15-bis 1,35-fache größer als der Durchmesser des Fadenumlenkstiftes ist, an diametralen Punkten des Klemmringes, in. seiner Ebene verlaufend, zwei parallele, zum oberen Bremsteller hin abgewinkelte und auf ihm abge·^ stützte Arme axt gerundeten Stützfüßen angeordnet sind. Der Stopper kann sowohl au3 mehreren Sinzeltitern, beispielsweise eines geschlossenen Drahtring oder einer Blechscheibe mit angeschweißten, abgewinkelte')! Armen oder auch aus einea gewickelten Drahtstück hergestellt sein, dessen Dicke zwischen 0,6 313 bis 1,2 mm liegt« .Eine automatisierte Fertigung ist hier möglich als Hinweis auf die ökonomischen Vorteile.
Für das Betreiben der Scheiben-Fadenbremse wird der Stopper, dessen Masse genauso wie die der Scheibe mit großer Toleranz auf den Anfang eines Fadentyp-Bereiches abgestimmt ist, über den vertikal stehenden ümlenkstift geschoben. 3r stützt sich mit den beiden Armenden auf dem ebenen Teil des Plattentellers ab, während der Kiemsring am keramischen Fadenumlenkstift bis zur Selbsthemmung herabrutscht. Obwohl sich der Bremsteller infolge der Reibkräfte des laufenden Fadens zur Verhinderung des Ansatzes von Schmutzmoräne η noch drehen kann, ist sein zeit —
v/eiliges Anheben, oder sogar störendes Flattern vollständig unterbunden, da der Stopper nur ein geringfügiges, auf der Elastizität des Stoppers beruhendes Anheben zuläßt. Auch bei einem leichten Vibrieren, das durch die hohe Abzug3geschwindigkeit insbesonders texturiert er Fäden hervorgerufen wird, liegt der mitschwingende Stopper ait kaum merklicher Vertikalbewegung auf dem unstetig langsam drehenden Bremsteller und hält ihn quasi in vertikaler Ruhelage. Damit ist dauernd ein gleichmäßiger Reibwideratand des Fadens zwischen den BremsteHern gewährleistet und bei Schnellstop des abziehenden Maschinenteils ein Nach- und Überlaufen des Fadens unterbunden« Der besondere Vorteil liegt in der Einfachheit des Stoppers und, in Verbindung mit den unkomplizierten Bremstellern, der unerwartet hohen Wirksamkeit,
Ausführung3beispiel
Die Erfindung soll anhand eines Ausführungsbei3pieis näher erläutert werden« Dabei zeigt
Fig, 1 - einen Längsschnitt in der Drehachsenebene Fig. 2 - eine Drauf sieht
In das Bodenblech 1 ist der keramische Fadenumlenkstift 2, auf dem ein unterer und oberer Bremsteller 3, 4 sitzt, eingelassen. Der untere Bremsteller 3 ruht auf einem Gleitstück 5. Zwischen beiden Bremstellern 35 4 umläuft der Faden β den Fadenumlenkstift 2 unter einem Winkel von 100°. Auf den Fadenumlenk3tift 2 ist der Stopper 7 in der Art aufgeschoben, daß 3eine Stützfiiße 7b im Bereich de3
_ 5 —
spitzen Winkels zwischen Zu- and Ablauf des Fadens S aufliegen, AIa Folge der Maaseverteilung 121 Klesiinring '/c fällt er· bis zum Anliegen zweier gegenüberliegender Klemaring-Innenseiten an dein Fadenumlenk3tift 2.
Mit der Bewegung des Fadena 6 beginnt ein unregelmäßiges, langsames Mitnehmen der Breasteller 3, 4 und ein nooii langsameres Mitschleppen des Stoppers 7, wenn die geringere Reibung seiner Stützfüße 7b auf dea oberen Brasnsteller 3 noch größer ist al3 die Klemmwirkung des KIe a ar ing es 7c am Padenujnlenkatift 2. Dieser Zustand tritt nur kurzzeitig ein, wenn sich beispielsweise Schwingungen im Gesamtsystem überlagern und den Stopper 7 für Bruchteile einer Sekunde anheben. In einer.Lage des Stoppers 7, die seiner in Pig. I dargestellten ua 180° versetzt entspricht, kann es zu relativ höheren Schwingung3aaiplituden dea Brenistelle'rs 3 durch das größere Kippooment komisen. Dadurch wird der Stopper 7 zu einer Anzahl Ua cha chwi ng ung en veranlaßt, die eine Verringerung der Kleamkraft as Padenuailenkstift 2 zur Folge haben und gleichzeitig ein Mitdrehen der Stützfüße 7b bewirken. Daa ist offensichtlich der ,Grund dafür, daß sich die Stütsfüße 7b vornehmlich ias Bereich dea in Fig. 2 dargestellten Fadenualenkwinke!-Bereichea befindet. Der Verschleiß der Stopper 7 an 300 Verauchsstellen im Verlauf eines halben Jahres war iai wesentlichen von der Materia !pressung Bremateller/Stopper abhängig. Die Auswertung und Hochrechnung läßt bei üblicher Materiaipressung eine Standzeit der Stopper von 4,5 bis δ Monaten, die der oberen firemateller von 11 bis 13 Monaten zu.«
Claims (1)
- -Q-2rf ind uns sa nspruch1. Scheibenfadenbreaise mit loser oberer und unterer Bremsscheibe auf einem gemeinsamen. Fadenumlenkstift nit aufgesetztem Stopper, dadurch gekennzeichnet, daß der Stopper (7) ein flacher Kleamring (?g) ist, dessen Innendurchmesser um das 1,15- bis 1,35-fache größer als der Durchmesser des Fadenumlenkstiftes (2) an dem an diametralen Punkten in seiner Ringebene "verlaufend zwei parallele, zum oberen Bremsteller (4) hin um 100° bis 130° abgewinkelte und auf ihm abgestützte Arme (7a) ait gerundeten. Stiitzfüßen (7b) angeordnet 3ind.- Hierzu 1 Blatt
Priority Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DD26454784A DD224838B1 (de) | 1984-06-27 | 1984-06-27 | Scheiben-fadenbremse |
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| DD26454784A DD224838B1 (de) | 1984-06-27 | 1984-06-27 | Scheiben-fadenbremse |
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| DD224838A1 true DD224838A1 (de) | 1985-07-17 |
| DD224838B1 DD224838B1 (de) | 1987-08-26 |
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1984
- 1984-06-27 DD DD26454784A patent/DD224838B1/de not_active IP Right Cessation
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DD224838B1 (de) | 1987-08-26 |
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