DD224860A1 - Verfahren zum verlaengern der gebrauchsdauer von klebstoffen - Google Patents

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DD224860A1
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DD26303584A
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Klaus Ruhsland
Klaus Kornett
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Zentralinstitut Schweiss
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Abstract

Insbesondere kalthaertende Reaktionsklebstoffe verbessern und rationalisieren ihren Einsatz in allen Industriezweigen. Um den Aufwand fuer Dosier-, Misch- und Reinigungsarbeiten herabzusetzen, die Klebstoffverluste zu verringern, die Qualitaet der Klebverbindungen zu stabilisieren und den Fertigungsverlauf zu rationalisieren, ist es Aufgabe der Erfindung, ohne das Mischungsverhaeltnis der Klebstoffkomponenten zu aendern und ohne Einfluss auf die Haertezeit zu nehmen, beliebige Klebstoffansaetze zu ermoeglichen. Erfindungsgemaess erfolgt der Klebstoffauftrag bereits waehrend, insbesondere jedoch nach Ueberschreiten der Gebrauchsdauer des Klebstoffansatzes auf vorgewaermte Fuegeteile. Vorzugsweise weisen die Fuegeteile eine Temperatur zwischen 50 bis 250C auf. Durch diese Verfahrensweise wird erreicht, dass auch eine Klebstoffmischung, deren Gelzustand bereits ueberschritten ist, nach dem Klebstoffauftrag kurzzeitig eine derartige Viskositaetserniedrigung erfaehrt, die eine einwandfreie Benetzung der Fuegeteiloberflaeche als Voraussetzung zur Ausbildung einer optimalen Adhaesion gewaehrleistet.

Description

J» S*l
Verfahren zum Verlängern der Gebrauchsdauer von Klebstoffen
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Verlängern der Gebrauchsdauer von Klebstoffen, insbesondere von kalthärtenden Reaktionsklebstoffen, mit dem Ziel, ihren Einsatz in allen Industriezweigen zu verbessern und zu rationalisieren.
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Es ist bekannt, daß insbesondere kalthärtende Reaktionsklebstoffe nach dem Mischen der Harz- und Härterkomponente nur noch eine kurze Verarbeitungsspanne, die sogenannte Gebrauchsdauer, von im allgemeinen 30 bis 60 min aufweisen Hinzu kommt, daß diese Gebrauchsdauer in nicht exakt erfaßbarer Weise von der Temperatur und Ansatzmenge der Klebstoffmischung abhängt. Daraus resultieren bei ihrer Anwendung eine Reihe technologischer Probleme und Mängel
OO
wie z.B. ständig wiederkehrender Neuansatz des Klebstoffes, relativ hohe Klebstoffverluste, erhöhter Reinigungsaufwand der Dosier-, Misch- und Auftragsgeräte, Gefahr von Fehlklebungen am Ende der Gebrauchsdauer bzw. nach deren Überschreitung. Zum Verlängern der Gebrauchsdauer derartiger Klebstoffe sind aus der Fachliteratur mehrere Möglichkeiten bekannt, die aber alle mit beträchtlichen Nachteilen verbunden sind. Bei polymerisierenden Klebstoffen, wie z.B. ungesättigten Polyestern, kann durch Variation des Mischungsverhältnisses der Komponenten die Gebrauchsdauer in gewissen Grenzen beeinflußt werden. Ihre Verlängerung hat jedoch zwangsläufig auch eine Erhöhung der Härtezeit zur Folge.
Bei Polyadditionsklebstofι en, wie z.B. Epoxidharzen, ist dagegen das Mischungsverhältnis aus stöchiometrischen Gründen vorgegeben und exakt einzuhalten, so daß hier zur Verlängerung der Gebrauchsdauer die Verwendung kleinerer Klebstoffansätze bzw. ein Unterkühlen der Klßbstoffmischung auf 5 bis 1O0C empfohlen wird. Ersteres bedeutet jedoch einen erhöhten Aufwand für Dosier-, Misch- und Reinigungsarbeiten und letzteres ist bei zahlreichen Klebstoffsystemen, deren Härterkomponente feuchtigkeitsempfindlich ist, nicht unproblematisch, da sich auf einer unterkühlten Klebstoffmischung bei der Verarbeitung verstärkt Feuchtigkeit niederschlägt, was eine Qualitätsminderung der Klebverbindungen zur Folge hat.
Ziel der Erfindung
Es"ist Ziel der Erfindung, ein Verfahren zum Verlängern der Gebrauchsdauer von Klebstoffen, insbesondere von kalthärtenden Reaktionskiebstofι en zu entwickeln, daß dazu beiträgt, den Aufwand für Dosier-, Misch- und Reinigungsarbeiten herabzusetzen, die Klebstoffverluste zu ·
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verringern sowie die Qualität der· Klebverbindungen zu stabilisieren und den Fertigungsablauf zu rationalisieren.
Wesen der Erfindung
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zum Verlängern der G-ebrauchsdauer von insbesondere kalthärtenden Reaktionsklebstoffen zu entwickeln, daß ohne Änderung des Mischungsverhältnisses der Klebstoffkomponenten und damit ohne Einfluß auf die Härtezeit ist, beliebige Klebstoffansätze ermöglicht und ein Unterkühlen der Klebstoff mischung nicht unbedingt erforderlich macht.
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß der Klebstoffauftrag bereits während, insbesondere jedoch nach Überschreiten der Gebrauchsdauer des Klebstoffansatzes auf vorgewärmte Fügeteile erfolgt, vorzugsweise bei Fügeteiltemperaturen zwischen' 50 und 2500C. Durch diese Verfahrensweise wird erreicht, daß auch eine Klebstoffmischung, deren Gelzustand bereits überschritten ist, nach,dem Klebstoffauftrag kurzzeitig eine derartige Viskositätserniedrigung erfährt, die eine einwandfreie Benetzung der Fügeteiloberfläche als Voraussetzung zur Ausbildung einer optimalen Adhäsion gewährleistet.
Ausführungsbeispiel
Die Erfindung soll nachstehend an einem'Ausiührungsbeispiel näher erläutert werden.
Die Versuche wurden mit-einem Epoxidharz und einem aromatischen Aminoamid als Härter sowie Fügeteilen in Form von Zugscherproben nach TGl 14910/02 aus AlMg3F26 (entfettet und gebeizt) durchgeführt. Für dieses relativ reaktionsträge Klebstoffsystem wird vom Hersteller eine Gebrauchsdauer eines 100 g - Ansatzes bei 2O0C von 90 bis 110 min
angegeben. Bei den durchgeführten Klebversuchen mußte jedoch bei einer Normalhärtung des Klebstoffs (24 h bei RT + 2 h bei 900C) festgestellt werden, daß die Zugscherfestigkeit der Klebverbindungen bei 2O0C bereits nach einer Gebrauchsdauer von 30 min um etwa'15 % und nach 60 min um etwa 45 % gegenüber dem Ausgangswert abfällt. Hochwertige Klebverbindungen sind also auch bei diesem Klebstoff nur in den ersten 30 bis 45 min nach dem Mischen der Komponenten erreichbar. Bei Anwendung des erfindungsgemäßen Verfahrens, wobei der Klebstoffauftrag auf auf 950C vorgewärmte Proben vorgenommen wurde, war bis zu einer Grebrau.chsd.auer dieses Klebstoffs von 4 h bei 2O0C kein Festigkeitsabfall der, Klebverbindungen zu verzeichnen. Bei einer Unterkühlung des 1 00 g - Klebstoffansatzes in bekannter Weise auf etwa 50C. konnte die Gebrauchsdauer beim Klebstoffauftrag auf vorgewärmte Fügeteile sogar auf 8 h ausgedehnt werden. Sine Schädigung des Klebstoffs durch die Unterkühlung und die damit verbundene erhöhte Feuchtigkeitsaufnahme aus der Luft bei der Verarbeitung tritt hierbei ebenfalls nicht ein. da das aufgenommene Wasser durch den Klebstoffauftrag auf vorgewärmte Fügeteile wieder' abgedampft wird. Es' ist damit bei dem gewählten Klebstoff system und bei Anwendung des erfindungsgemäßen Verfahrens möglich, den Klebstoffvorrat für eine ganze Tagesproduktion in einem-Arbeitsgang anzusetzen.

Claims (1)

  1. 263 03
    Erfindungsanspruch
    Verfahren zum Verlängern der Gebrauchsdauer von Klebstoffen, insbesondere von kalthärtenden Reaktionsklebstoffen, bei gleichzeitiger Qualitätssteigerung der Klebverbindungen . gekennzeichnet dadurch, daß der Klebstoffauftrag bereits während, insbesondere jedoch nach Überschreiten der Gebrauchsdauer des Klebstoffansatzes auf vorgewärmte Fügeteile erfolgt, vorzugsweise bei Fügeteiltemperaturen zwischen 50 und 25O0C.
DD26303584A 1984-05-15 1984-05-15 Verfahren zum verlaengern der gebrauchsdauer von klebstoffen DD224860A1 (de)

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