DD225313A3 - Verfahren zur herstellung von teppichfaser-titermischungen aus zellulose-regeneratfasern - Google Patents
Verfahren zur herstellung von teppichfaser-titermischungen aus zellulose-regeneratfasern Download PDFInfo
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Abstract
DIE HERSTELLUNG VON TITERMISCHUNGEN STARK UNTERSCHIEDLICHER FEINHEITEN VON VISKOSEREGENERATFASERN -TT- TYP IM BEREICH 1,0 BIS 4,0 TEX BEREITS WAEHREND DES SPINNPROZESSES MIT EINEM FAELLBADSYSTEM GLEICHER ZUSAMMENSETZUNG INNERHALB EINER ODER GETRENNT AUF MEHREREN SPINNMASCHINEN IM EINBADVERFAHREN MIT ANSCHLIESSENDER VERMISCHUNG UNMITTELBAR NACH DEM SCHNEIDPROZESS IM AUFSCHWEMMFELD DER NACHBEHANDLUNG, FUEHRT GEGENUEBER DER HERKOEMMLICHEN EINZELVERARBEITUNG ODER MISCHUNG DER EINZELNEN SORTIMENTE VOR DER ERSTEN VERARBEITUNGSSTUFE DER TEXTILINDUSTRIE ZU EINER DEUTLICHEN STEIGERUNG DER ARBEITSPRODUKTIVITAET. SOWOHL BEI DER GARNHERSTELLUNG ALS AUCH BEI DER PRODUKTION VON TEXTILEN FLAECHENGEBILDEN WERDEN MATERIAL, ENERGIE, UMLAUFMITTEL UND ARBEITSZEIT EINGESPART. DAS SPINNVERFAHREN ERFORTDERT KEINE ZUSAETZLICHEN AUSRUESTUNGEN ODER INVESTITIONEN. EINE AENDERUNG DER TECHNOLOGIE IN DEN VON DER ERFINDUNG NICHT BETROFFENEN PROZESSSTUFEN IST NICHT ERFORDERLICH.
Description
Die Gleichmäßigkeit der Garne und ihre Verarbeitungseigenschaften werden verbessert. Es entsteht im Zusammenhang mit einer Veränderung der Spinn- und Zwirndrehungen und/oder durch Veränderung der Ausspinnfeinheit der Garne ein voluminöses, bauschiges Garn, das eine gute Flächendeckung gewährleistet. Durch den Einsatz derTitermischungen verringert sich der Aufwand für Lagerhaltung, Transport und Umschlag. Der Anteil spinngefärbter Fasern kann erhöht und damit die unökonomische Flockefärbung eingeschränkt werden.
1. Spinnviskosefolgender Zusammensetzung: Zellulosekonzentration (α) 9,7 bis 10,1% NaOH-Konzentration 5,80 bis 6,45% Alkaliverhäitnis(AV) 0,60 bis 0,64 CS2A* 22,0 bis 25,0% Reife 95 bis 105 EZ30 wird auf Einbadspinnmaschinen mit 24 Spinnstellen pro Maschine mittels Tantalspinndüsen (86 mm Durchmesser) zu einer Titermischung im Verhältnis 50%1,0texund , 50%2,0tex versponnen.
1. Spinnmaschine:
1,0 tex 12 Spinndüsen 6.000 Loch,
0,13 mm Lochdurchmesser 2,0tex 12 Spinndüsen 3.000 Loch, 0,19 mm Lochdurchmesser
2. Spinnmaschine: analoge Bestückung wie 1. Abzugsgeschwindigkeit 50 m/min.
Die Mischung erfolgt während des Erspinnens und liegt bereits im Paserverband des Spinnkabels vor dem Schneidprozeß vor.
Schnittlänge: 100 mm Spinnbadzusammensetzung: H2SO4-Konzentration: 120 bis 130 g/l
Na2SO4-Konzentration: 330 bis 350 g/l ZnSO4-Konzenträtion: 4 bis 7 g/l
Temperatur 480C
Die Weiterverarbeitung erfolgt vorzugsweise zu Ringspinngarnen N M 2,5 bis 4,5 für die Herstellung von textlien Verpackungsmitteln und Schlafdecken.
2. Spinnviskose analog Beispiel 1 wird auf Einbadspinnmaschinen mit 24 Spinnstellen pro Maschine mitteis Tantalspinndüsen (86 mm Durchmesser) zu einerTitermischung im Verhältnis:
44% 1,3 tex und 56% 3,0 tex versponnen.
1. Spinnmaschine:
1,3tex 18 Spinndüsen 6.000 Loch 0,13 mm Lochdurchmesser
2. Spinnmaschine:
3,0 tex 24 Spinndüsen 2.400 Loch 0,20 mm Lochdurchmesser
Abzugsgeschwindigkeit: 50 m/min.
Die Mischung erfolgt im Aufschwemmfeld der Nachbehandlung unmittelbar nach dem Schneidprozeß. Schnittlänge: 100mm Spinnbadzusammensetzung: H2S04-Konzentration: 135 bis 140 g/I
Na2SO4-Konzentration: 330 bis 350 g/l ZnS04-Konzentration: 4 bis7 g/I
Temperatur: 48 °C
Die Weiterverarbeitung erfolgt zu Teppichgarnen vorzugsweise Nm 1,5/2 und zu Viskosefaserteppichen als Finalprodukt.
3. Spinnviskose analog Beispiel 1 wird auf Einbadspinnmaschinen mit 24 Spinnstellen pro Maschine mittelsTantalspinndüsen (06mm Durchmesser) zu einerTitermischung im Verhältnis:
50% 1,4 tex und 50% 2,4 tex versponnen
3.1.
1. Spinnmaschine:
1,4tex 24Spinndüsen 4000 Loch, 0,15 mm Lochdurchmesser
2. Spinnmaschine:
2,4 tex 24 Spinndüsen 2400 Loch, 0,20 mm Lochdurchmesser Abzugsgeschwindigkeit: 50 m/min. Die Mischung erfolgt nach Variante 3.1. im Aufschwemmfeld der Nachbehandlung unmittelbar nach dem Schneidprozeß.
1. Spinnmaschine:
1,4tex 12 Spinndüsen 4000 Loch,
0,15 mm Lochdurchmesser 2,4 tex 12 Spinndüsen 2400 Loch, 0,20 mm Lochdurchmesser
2. Spinnmaschine:
Bestückung analog 1. Spinnmaschine Abzugsgeschwindigkeit: 50 m/min.
Die Mischung erfolgt nach Variante 3.2. bereits während des Erspinnens und liegt im Faserverband des Spinnkabels jeder einzelnen Spinnmaschine vor.
Spinnbadzusammensetzung für Variante 3.1. und 3.2. H2SO4-Konzentration: 140 bis 150 g/l
Na2S04-Konzentration: 330 bis 350 g/I ZnS04-Konzentration: 4 bis 7 g/I
Temperatur 48 0C
Die Weiterverarbeitung erfolgt vorzugsweise zu Zelljutegrob-und-feingarnen Nm 0,6 bis 4,5 für textile Verpackungsmittel und Säcke.
In Betracht gezogene Druckschriften: DE-AS 1256836 (29 a, 6/06)
Claims (2)
- Erfindungsansprüche:1. Verfahren zur Herstellung von Teppichfaser-Titermischungen im Feinheitsbereich 1,0-4,0 tex aus Zellulose-Regeneratfasern durch Verspinnen von Viskose bekannter Zusammensetzung unter Einsatz von Düsen unterschiedlicher Lochzahl, dadurch gekennzeichnet, daß man die Einzelkomponenten innerhalb einer Spinnmaschine mit einem Fällbadsystem einheitlicher Zusammensetzung im Einbadverfahren erspinnt und zu einem Spinnkabel zusammenführt.
- 2. Verfahren zur Herstellung von Teppichfaser-Titermischungen nach Punkt 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Komponenten getrennt auf verschiedenen Spinnmaschinen mit einem Fällbadsystem gleicher Zusammensetzung ersponnen werden und die Mischung unmittelbar nach dem Schneidprozeß im Aufschwemmfeid der Fasernachbehandlung erfolgt.Anwendungsgebiete der Erfindung ;Die Erfindung bezieht sich auf die Herstellung von aus verschiedenen Titern bestehende Fasermischungen aus regenerierter Zellulose nach dem Viskoseverfahren im Einbadverfahren und deren Weiterverarbeitung zu Garnen und textlien Flächengebilden.Charakteristik der bekannten technischen LösungenZur Erzeugung textiler Flächengebilde werden aus Stapelfasern entweder Garne hergestellt und verwebt oder die Zwischenstufe Garn wird umgangen und die Fasern werden durch andere Flächenbildungsverfahren, z. B. Vliestechnologie, zu textlien Flächengebilden verarbeitet. Im Falle der Verarbeitung von Zellulose-Regeneratfasern — hier Viskosefaser — erfolgt der Einsatz entweder als Einzeltiter oder es werden mehrere Sortimente, die sich durch die Fadenstärke (Titer) unterscheiden, vor der ersten Stufe der textlien Weiterverarbeitung in einem gewünschten Mengenverhältnis gemischt. So werden z. B. für die Erzeugung textiler Fußbodenbeläge aus Viskosefasern mehrere Titer im Bereich 1,0 bis 4,0 tex von Hand vor der ersten Stufe der Garnherstellung vermischt. Die Einzeltiter der Mischkomponenten liegen meist weit auseinander, zum Beispiel:1,5 tex und 3,0 tex ,2,25 tex und 4,0 tex1,0 tex, 2,0 tex und 3,0 texDer Nachteil dieser Verfahrensweise liegt in dem hohen Arbeitsaufwand, der inhomogenen Mischung, der stark schwankenden Anteile der Mischkomponenten, der notwendigen Bildung von Lagerbeständen zahlreicher Viskosefasersortimente, besonders bei der Verarbeitung spinngefärbter Teppichfasern und den daraus resultierenden negativen Auswirkungen auf Arbeitsproduktivität, Garnqualität und Höhe des Materialeinsatzes. Aus diesem Grunde war man vielfach bestrebt, die Erzeugung derartiger Titermischungen bereits in der Stufe der Faserherstellung durchzuführen und damit der Textilindustrie bereits eine homogene Titermischung zur Verfügung zu stellen.Diesem Bedürfnis trägt ein bekanntes Verfahren (DE-AS 1256836 29a, 6/06) Rechnung, wonach Fäden oder Fasern verschiedener Titer durch Verspinnen von Viskose unter Verwendung von Düsen verschiedener Lochzahlen hergestellt werden.Das in der DE-AS 1256836 beschriebene Verfahren verwendet für alle Komponenten der herzustellenden Titermischung ein und dasselbe Spinnbad und trägt dem Erfordernis der ausreichenden Regenerierung der Einzeltiter dadurch Rechnung, daß in allen Fällen ein Sekundärbad benötigt wird. Diese Verfahrensweise ist mit einem hohen apparativen, Bedien- und Energieaufwand verbunden.Ziel der ErfindungDas Ziel der Erfindung besteht darin, die vorwiegend manuelle Mischung der Viskosefaser-Einzeltiter in der ersten Verarbeitungsstufe durch eine zwangsweise, einstellbare und reproduzierbare Mischung bereits in der Stufe der Faserherstellung im Einbadverfahren zu ersetzen und damit die Nachteile der derzeit praktizierten Verfahrensweise und des bekannten Verfahrens zu beseitigen.Darlegung des Wesens der ErfindungDer Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, das an sich bekannte Herstellungsverfahren für Fasern durch Regenerierung der in der Spinnlösung (Viskose) enthaltenen Zellulose so zu gestalten, daß mit ihm die gleichzeitige Erzeugung von unterschiedlichen Titem im Bereich von 1,0 bis 4,0 tex im Einbadverfahren und ihre homogene Vermischung zu einem Fasergemisch in jeder gewünschten Zusammensetzung reproduzierbar möglich ist.Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch geiöst, daß Düsenauswahl und Spinnbadzusammensetzung so erfolgen, daß bei gleichen Viskosefördermengen und konstanten Abzugsgeschwindigkeiten mit einem Spinnbadsystem innerhalb einer Spinnmaschine Viskosefasern verschiedener Titer mit guter Qualität und hohen Verarbeitungseigenschaften entstehen, ohne ein nachgeschaltetes Sekundär- oder Zersetzungsbad zu benötigen.Düsenauswahl und Fällbadzusammensetzung erfolgen so, daß im Einbadverfahren sowohl eine vollständige Zersetzung des stärksten Titers als auch ausreichend milde Fällbedingungen für den schwächsten Titer und das gewünschte Mischungsverhältnis der Einzeltiter gewährleistet werden. Die Mischung der Einzeltiter liegt in dem beschriebenen Falle in dem die Spinnmaschine verlassenden Faserverband des Spinnkabels vor.Erfindungsgemäß sind die Titermischungen auch dadurch zu erzeugen, daß die Spinnviskose in mehreren voneinander getrennten Spinnmaschinen mit einem Fällbad gleicher Zusammensetzung zu Fäden unterschiedlicher Einzeltiter versponnen wird und die Mischung unmittelbar nach dem Schneidprozeß innerhalb der Aufschwemmfelder der Nachbehandlungsmaschinen erfolgt. Eine Variation des Mischungsverhältnisses der Einzeltiter kann in diesem Falle neben der Veränderung der Spinnstellenzahl auch durch Veränderung der Abzugsgeschwindigkeiten der einzelnen Spinnmaschinen herbeigeführt werden.Die Weiterverarbeitung der so erzeugten Mischungen von Viskosefaserteppichtypen in gelappter, ungelappter, mattierter, unmattierter, glänzender, spinngefärbter, weißer oder rohweißer Ausführung im Titerbereich 1,0 bis 4,0 tex zu Garnen, Geweben oder anderen textlien Flächengebilden führt zu erheblichen ökonomischen Effekten, besonders bei der Herstellung textiler Fußbodenbeläge gegenüber der Verarbeitung von Einzeltitern oder deren Mischung unmittelbar vor der ersten Verarbeitungsstufe der Textilindustrie. Infolge der Homogenität der nach dem erfindungsgemäßen Verfahren hergestellten Titermischung, verbunden mit einem gleichbleibenden, ständig reproduzierbaren Mischungsverhältnis, kann die Ausbeute bei der Garnherstellung verbessert und der Materialeinsatz pro Quadratmeter Finalprodukt ohne Qualitätsbeeinträchtigung desselben bis zu 10% gesenkt werden.
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