DD225630A1 - Vorrichtung zur strahlschichtbehandlung - Google Patents
Vorrichtung zur strahlschichtbehandlung Download PDFInfo
- Publication number
- DD225630A1 DD225630A1 DD26385484A DD26385484A DD225630A1 DD 225630 A1 DD225630 A1 DD 225630A1 DD 26385484 A DD26385484 A DD 26385484A DD 26385484 A DD26385484 A DD 26385484A DD 225630 A1 DD225630 A1 DD 225630A1
- Authority
- DD
- German Democratic Republic
- Prior art keywords
- rotor
- knife
- conical
- chamber
- elements
- Prior art date
Links
- 238000011282 treatment Methods 0.000 title claims abstract description 13
- 238000005243 fluidization Methods 0.000 claims abstract description 34
- 239000000126 substance Substances 0.000 claims abstract description 25
- 239000007788 liquid Substances 0.000 claims abstract description 7
- 239000003795 chemical substances by application Substances 0.000 claims description 17
- 238000001035 drying Methods 0.000 claims description 14
- 238000009826 distribution Methods 0.000 claims description 9
- 235000011837 pasties Nutrition 0.000 claims description 8
- 230000001914 calming effect Effects 0.000 claims description 3
- 235000013305 food Nutrition 0.000 claims description 2
- 239000000049 pigment Substances 0.000 claims description 2
- 239000003518 caustics Substances 0.000 abstract 1
- 230000009972 noncorrosive effect Effects 0.000 abstract 1
- 239000000463 material Substances 0.000 description 6
- 239000000047 product Substances 0.000 description 6
- 239000000243 solution Substances 0.000 description 5
- 239000002245 particle Substances 0.000 description 4
- 239000008187 granular material Substances 0.000 description 3
- 238000000034 method Methods 0.000 description 3
- 230000008569 process Effects 0.000 description 3
- 239000000853 adhesive Substances 0.000 description 2
- 230000001070 adhesive effect Effects 0.000 description 2
- 230000008901 benefit Effects 0.000 description 2
- 238000005422 blasting Methods 0.000 description 2
- 230000000694 effects Effects 0.000 description 2
- 239000011344 liquid material Substances 0.000 description 2
- 238000007790 scraping Methods 0.000 description 2
- 239000007787 solid Substances 0.000 description 2
- 230000009471 action Effects 0.000 description 1
- 238000005054 agglomeration Methods 0.000 description 1
- 230000002776 aggregation Effects 0.000 description 1
- 230000015572 biosynthetic process Effects 0.000 description 1
- 239000006185 dispersion Substances 0.000 description 1
- 239000000428 dust Substances 0.000 description 1
- 239000004744 fabric Substances 0.000 description 1
- 230000002349 favourable effect Effects 0.000 description 1
- 239000012530 fluid Substances 0.000 description 1
- 230000003179 granulation Effects 0.000 description 1
- 238000005469 granulation Methods 0.000 description 1
- 238000002347 injection Methods 0.000 description 1
- 239000007924 injection Substances 0.000 description 1
- 239000012263 liquid product Substances 0.000 description 1
- 239000000155 melt Substances 0.000 description 1
- 239000013618 particulate matter Substances 0.000 description 1
- 238000002203 pretreatment Methods 0.000 description 1
- 230000009467 reduction Effects 0.000 description 1
- 238000005507 spraying Methods 0.000 description 1
- 239000007858 starting material Substances 0.000 description 1
- 239000000725 suspension Substances 0.000 description 1
- 230000003685 thermal hair damage Effects 0.000 description 1
- 238000009827 uniform distribution Methods 0.000 description 1
- 238000011144 upstream manufacturing Methods 0.000 description 1
Landscapes
- Devices And Processes Conducted In The Presence Of Fluids And Solid Particles (AREA)
- Drying Of Solid Materials (AREA)
Abstract
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Strahlschichtbehandlung pastenfoermiger bis fluessiger Stoffe nach dem Fluidisierungsprinzip. Ziel ist es, den Anwendungsbereich bekannter Vorrichtungen zu erweitern sowie den apparativen und energetischen Aufwand zu senken. Hierbei sollen koernige und nichtkoernige Stoffe in einer Vorrichtung behandelt werden koennen, ohne dass sie anbacken oder Agglomerate bilden. Erfindungsgemaess ist in der Fluidisierungskammer der Vorrichtung ein zentraler, umlaufender, hohlkegelfoermiger Rotor angeordnet, in dessen unterem Rand ein oder mehrere radiale Oeffnungen vorgesehen sind. Zwischen seiner Grundflaeche und der Innenwandung der Vorrichtung ist ein ringfoermiger Spalt ausgebildet. Unterhalb des Rotors ist eine Blende mit einem in den Hohlkegel hineinragenden ringfoermigen Leitblech angeordnet. Messerartige Abstreifbleche, die wiederum messerartige Elemente tragen, sind an der Innenwandung bzw. ueber Befestigungselemente am Rotor angeordnet und verlaufen in geringem, etwa gleichfoermigem Abstand zum Mantel des Rotors bzw. zur Innenwandung der konischen Fluidisierungskammer. Die Abstreifbleche sind gegenueber der Drehrichtung des Rotors gleich- oder gegensinnig ausgelenkt. Fig. 1
Description
Titel der Erfindung
Vorrichtung zur Strahl Schichtbehandlung
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Strahlschichtbehandlung insbesondere pastenförmiger bis flüssiger Stoffe nach dem Fluidisierungsprinzip, die beispielsweise zur Trocknung von Farbpigmenten und anderen Erzeugnissen der chemischen, der pharmazeutischen oder der Lebensmittelindustrie eingesetzt wird und im wesentlichen aus einer Gasverteilerkammer, einer sich daran anschließenden, nach oben konisch erweiternden Fluidisierungskammer sowie einer mit mindestens einem Gasaustrittsstutzen und mindestens einer Produktzufuhr— Öffnung versehenen Beruhigungskammer besteht und bei der das Fluidisierungsmittel durch eine spaltforinige Öffnung aus der Gasverteilerkammer in die Fluidisierungskammer eintritt.
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Pastenförmige oder in Form von Suspensionen. Lösungen oder Schmelzen vorliegende flüssige Produkte werden bisher entweder in mehreren technologischen Stufen, von denen die letzte eine Strahl Schichttrocknung sein kann, getrocknet oder mit Hilfe besonderer Einrichtungen in definiert dispergierter Form, z. B. mit Hilfe von Düsen, in den Strahlschichtapparat eingebracht und dann innerhalb einer Verfahrensstufe getrocknet .
Die Trocknung in mehreren Stufen ist zur Vorbereitung des Ausgangsproduktes für die letzte Trocknungsstufe in dem Strahl-
O. υ Ü w I i O ί * 1 ίΟϋου
Schichtapparat erforderlich, da das pneumatische und energetische Regime der bekannten Strahl Schichtapparate nur zur Trocknung solcher Ausgangsprodukte ausgelegt ist, die ein Mindestmaß an Körnigkeit aufweisen. Ziel der der Strahlschichttrocknung vorgelagerten Stufen ist es somit, dieses Mindestmaß an Körnigkeit zu gewährleisten. Das erfordert einen verhältnismäßig hohen apparativen und energetischen Aufwand.
Das Einbringen des Ausgangsproduktes duch Versprühen oder Zerstäuben erfordert ebenfalls zusätzliche Einrichtungen. Solche Dispergiereinrichtungen sind sehr störanfällig·und führen deshalb oft zu Havarien.
Ferner sind Strahl Schichtapparate bekannt, in denen bereits zur Verklebung neigende Stoffe getrocknet werden. Derartige Strahlschichtapparate weisen gegenüber den o. g., nach dem Fluidisierungsprinzip arbeitenden Apparaten zusätzliche Einrichtungen auf, um ein Verklumpen oder Anbacken der eingebrachten teigigen Stoffe an den Apparatewandungen bzw. den Einbauten zu verhindern. So sind z. B. zur Trocknung von thermolabilen, zum Anbacken neigenden Produkten Strahlschichtapparate bekannt, bei denen das Fluidisierungsmittel durch eine perforierte konische Wand in die zu trocknende Schicht eintritt. Zur Vermeidung einer thermischen Schädigung jener Teilchen des Produktes, die an den Apparatewandungen anliegen oder sich in deren Nähe befinden bzw. jener, die unmittelbar auf der Gasdurchtrittswand aufliegen, werden die Wandungen des Apparates sowie die Arme eines Rührers, die auf der perforierten konischen Wand gleiten, gekühlt. Der Rührer hat die Aufgabe, anbackende Teilchen von der perforierten Wand abzustreifen (DD-WP F 26 B/250 993; DD-WP F 26 B/250 994). Da das Fluidisierungsmittel durch eine perforierte Wand, also auf einer verhältnismäßig großen Fläche in den Trocknungsraum eintritt, ist der Impuls des Fluidisierungsmittels auf die zu trocknenden Teilchen so gering, daß sich nur eine schwache Strahl schicht ausbilden kann. Diese technischen Lösungen wurden hauptsächlich zur Trocknung von solchen Stoffen entwickelt, die zwar zur
Verklebung neigen, jedoch noch das oben bereits erwähnte Mindestmaß an Körnigkeit besitzen und deren Körner möglichst eine einheitliche Gemometrie aufweisen. Sollen pastenförmige bis flüssige Stoffe, die keinerlei Körnigkeit bzw. Gestalt im Ausgangszustand besitzen, auch weitaus mehr zur Verklebung bzw. Verklumpung neigen, als es bei den o. g. Stoffen der Fall ist, in derartigen Strahl Schichtapparaten getrocknet werden, reicht die pneumatische Wirkung der Strahlschicht nicht mehr aus. Es entstehen Fest stoffverklebungen, die sich nur schwer bzw. gar nicht mehr lösen. Außerdem begünstigen die Rührer, die das Gut von der perforierten Wand abstreifen, in Abhängigkeit von den Stoffeigenschaften deren Verklumpung. Dabei werden die von den Abstreifern gelösten, anfangs kleineren Klumpen ständig von denselben vor sich hergeschoben und wachsen durch Anlagerungen und Zusammenballungen so sehr an, daß es bis zum Zusammenbruch des Strahlschichtregimes kommen kann.
Ein stärkeres pneumatisches Regime herrscht in'solchen Apparaten vor, bei denen der Gasdurchtritt für das Fluidisierungsmittel spaltförmig ausgebildet ist und deren Strahlkammer geneigte, sich nach oben erweiternde Seitenwände aufweist (DD-PS 150 328; DD-WP F 26 B/ 250 992).
Pastenförmige bis flüssige Stoffe lassen sich in diesen Apparaten nicht trocknen, da der spaltförmige Fluidisierungsstrom nur einen Teil der Stoffe fluidisieren kann, während insbesondere die an den geneigten Seitenwänden befindlichen Teile der Stoffe kaum eine Bewegung erfahren und deshalb anbacken bzw. verklumpen. Haben sich genügend große Zusammenballungen gebildet, behindern sie den Durchtritt des Fluidisierungsmittels oder führen zum Zusammenbruch des Strahlschichtregimes .
Ziel der Erfindung
Ziel der Erfindung ist es, eine Vorrichtung zur Strahl— Schichtbehandlung insbesondere pastenförmiger bis flüssiger Stoffe nach dem Fluidisierungsprinzip zu schaffen, deren Anwendungsbereich wesentlich erweitert ist, so daß die zu
behandelnden Stoffe ohne Einschränkungen hinsichtlich ihrer Beschaffenheit mit geringstem energetischen und apparativen Aufwand verarbeitet werden können.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die bekannten Vorrichtungen zur Strahl Schichtbehandlung derart zu verändern, daß eine Verklumpung sowie ein Anbacken auch bei der Behandlung nichtkörniger Stoffe zuverlässig zu jedem Zeitpunkt des Prozesses verhindert wird, ohne daß die Stoffe in der Strahlschichtbehandlung vorangehenden Stufen vorbehandelt oder über spezielle Dispergiereinrichtungen in die Vorrichtung eingebracht werden müssen.
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß in der Fluidisierungskammer ein kegelförmiger Rotor angeordnet ist und daß sich seine Grundfläche etwa im Bereich des engsten Querschnittes der Fluidisierungskammer der Vorrichtung befindet. Der kegelförmige Rotor ist auf einer in der Achse der Vorrichtung drehbaren Welle fest angeordnet. Der Durchmesser seiner Grundfläche ist nur wenig kleiner als der Durchmesser der Vorrichtung in diesem Bereich, so daß sich in der Ebene der Grundfläche des kegelförmigen Rotors ein ringförmiger Spalt zwischen Rotor und der Innenwandung der Vorrichtung ausbildet. An seiner Unterseite ist der kegelförmige Rotor mit einer Aussparung versehen, so daß er in diesem Bereich hohl ausgebildet ist. An dem auf diese Weise entstandenen Rand des hohlkegelartigen Bereiches des Rotors ist mindestens eine von der Aussparung in radialer Richtung nach außen weisende Öffnung vorgesehen. Zur Gleichverteilung des Fluidisierungsmittels ist kurz unterhalb des ringförmigen Spaltes eine mit ihrem Außendurchmesser dichtend an der Innenwandung der Vorrichtung anliegende Blende angeordnet, deren Öffnung gleich oder kleiner als die projizierte Grundfläche des kegelförmigen Rotors ist. Auf dieser Blende ist ein in die Aussparung des kegelförmigen Rotors hineinragendes Leitblech aufgesetzt, wobei sich dessen Oberkante unterhalb der Oberkante der Öffnung bzw. Öffnungen des Rotors befindet. Direkt oder indirekt an der Innenwandung
der Vorrichtung sind etwa im Bereich der Grundfläche des kegelförmigen Rotors ein oder mehrere messerartige Abstreif— bleche befestigt, die in geringem Abstand etwa parallel zum Hantel des kegelförmigen Rotors bis kurz unterhalb der Spitze des Rotors verlaufen. Ferner verlaufen ein oder mehrere messerartige Abstreifbleche in geringem Abstand etwa parallel zur Innenv/andung der Fluidi sierungskammer und sind über ein oder mehrere Befestigungselemente an dem kegelförmigen Rotor befestigt. Die an der Innenwandung der Vorrichtung befestigten und somit feststehenden Abstreifbleche tragen ein oder mehrere in die Fluidisierungskammer hineinragende messerartige Elemente. Ebenso tragen die mit dem kegelförmigen Rotor verbundenen und daher mit diesem umlaufenden Befestigungselemente bzw. die an ihnen angeordneten messerartigen Abstreifbleche in die Fluidisierungskammer hineinragende messerartige Elemente. Diese sind gegenüber den an den feststehenden Abstreifblechen befestigten messerartigen Elementen versetzt angeordnet. Schließlich sind die feststehenden Abstreifbleche sowie die mit dem Rotor umlaufenden Abstreifbleche gleich- oder gegensinnig gegenüber der Drehrichtung des kegelförmigen Rotors ausgelenkt, wobei alle umlaufenden Abstreifbleche in ein- und derselben Richtung und alle feststehenden Abstreifbleche jeweils in der entgegengesetzten Richtung ausgelenkt sind.
Um oberhalb der Fluidisierungskammer eine Geschwindigkeitsabsenkung zu erreichen, kann sich an die Fluidisierungskammer ein zylindrischer Hittelteil anschließen, der über einen konischen Schuß in die ebenfalls zylindrische Beruhigungskammer übergeht.
Werden die messerartigen Elemente an den feststehenden Abstreifblechen in radialer Richtung nach außen weisend befestigt, müssen die an den beweglichen Abstreifblechen befestigten messerartigen Elemente versetzt zu diesen in radialer Richtung nach innen weisend angeordnet werden. Werden jedoch die messerartigen Elemente an den feststehenden Abstreifblechen senkrecht nach oben stehend befestigt, müssen die umlaufenden messerartigen Elemente versetzt zu den feststehenden
an dem bzw. den Befestigungselementen senkrecht nach unten weisend angeordnet sein.
Die Aussparung in dem kegelförmigen Rotor ist zweckmäßigerweise kegelförmig zu gestalten.
Als Blende kann vorteilhafterweise eine Ringblende verwendet werden. Das auf diese aufgesetzte Leitblech ist dann ebenfalls ringförmig.
Die Höhe des auf die Blende aufgesetzten und in die Aussparung des kegelförmigen Rotors hineinragenden Leitbleches ist zweckmäßigerweise so zu wählen, daß die Oberkante dieses Leitbleches bis an die Mantelfläche der Aussparung des kegelförmigen Rotors reicht.
Das Leitblech kann zum Zweck des besseren Gasdurchtritts mit einem definierten Öfffnungsverhältnis kleiner 50 % perforiert sein.
Der Abstand der Oberkante des Leitbleches zur Oberkante der Öffnung bzw. der Öffnungen kann vorteilhafterweise größer als 3 mm gewählt werden.
Eine für den Behandlungsprozeß wesentliche Größe ist das Flächenverhältnis A, das gemäß der Beziehung
aus dem Quotienten aus der Fläche A- der Öffnung bzw. Öffnungen des Rotors und der sich aus der Mantelfläche k, des perforierten Ringes und der Fläche Ap des Eintrittsspaltes des Fluidisierungsmittels zusammensetzenden Summe gebildet wird. Dieses Flächenverhältnis A soll vorteilhafterweise größer 0,2, vorzugsweise 0,5 bis 3 betragen. Dabei errechnet sich die Mantelfläche A. des perforierten Ringes nach der Beziehung
-f, .7 . D1 .
wobei y\ das Öffnungsverhältnis der Perforation des Ringes ist,
D der Innendurchmesser des Ringes und a die Höhe des Ringes ist.
Die Fläche Ap des Eintrittsspaltes für das Fluidisierungsmittel errechnet sich nach der Beziehung
^ 2 / η
A,a
wobei D. im Fall einer hohlkegelförmigen Aussparung der Durchmesser dieser Aussparung in Höhe der Oberkante des Ringes und s die Dicke des Ringes bedeuten.
Die Fläche A„ errechnet sich nach der Beziehung
A3 = ^* A3i'
wobei A-. die Fläche einer Öffnung des Rotors und i die Anzahl der Öffnungen bedeuten.
Das Wesentliche der Strahl Schichtbehandlung ist der Trocknungsprozeß, dem die eingegebenen Stoffe unterzogen werden müssen, um ein körniges Gut zu erhalten. Weitere Behandlungen, wie z. B. eine Granulation, sind bekanntlich erst dann möglich, wenn ein Mindestmaß an Körnigkeit erreicht wurde.
Die erfindungsgemäße Lösung ermöglicht die Trocknung von solchen Stoffen in einem einzigen Strahlschichtapparat, die bisher aufgrund ihrer Beschaffenheit nicht ohne vorbereitende Behandlungsstufen in Strahl Schichtapparaten behandelt werden konnten. Der kegelförmige Rotor sorgt durch seine Rotation für eine gute Bewegung und Durchmischung der eingefüllten Stoffe und unterstützt dadurch die Wirkung des Fluidisie— rungsmittelstroms. Die Stoffe erhalten nach dem Auftreffen auf dem rotierenden Kegel eine Drallbewegung senkrecht zur Bewegungsrichtung des Fluidisierungsmittels. Der ringförmige Eintrittsspalt für das Fluidisierungsmittel gewährleistet ein ausreichendes pneumatisches Regime. Dabei werden die günstigen Eigenschaften einer perforierten Wand als Gasdurchtritt, d. h. die Umwälzung des Stoffes auf einer großen Fläche sowie die Vermeidung von Totzonen, mit den Vorteilen des stärkeren pneumatischen Regimes, das eine spalt— förmige Gasdurchtrittsöffnung ermöglicht, verbunden. Auf der
Mantelfläche des kegelförmigen Rotors rutscht der zu behandelnde Stoff, sofern er nicht durch das Fluidisierungsmittel hochgerissen wird, stets zu dem ringförmigen Spalt hin·. Ein Anhaften des Stoffes wird durch die rotierenden Teile nahezu ausgeschlossen. Das Fluidisierungsmittel strömt aber nicht nur durch den ringförmigen Spalt in die Fluidisierungskammer ein, sondern auch als scharf gebündelter Gasstrom mit hohem Impuls durch die Öffnung bzw. Öffnungen im unteren Rand des Rotors. Mit dem Rotor laufen auch diese Öffnung bzw. Öffnungen um, so daß dieser gebündelte Gasstrom ständig die Strahlschicht durchsetzt und somit einen zusätzlichen Auftrieb bewirkt, so daß größere Agglomerate nach oben in den Bereich der messerartigen Elemente geschleudert werden. Dort werden sie von den messerartigen Elementen zerkleinert. Ein weiterer Vorteil der umlaufenden Öffnung bzw. Öffnungen besteht darin, daß örtlich ein stärkerer Impuls auf die sich in der Strahl schicht befindlichen Feststoffteilchen ausgeübt wird und die damit verbundene zusätzliche Durchinischung einer Bildung großer, störender Agglomerate von Anfang an entgegenwirkt .
Das im umlaufenden Rotor feststehende Leitblech verhindert auch bei Reduzierung bzw. Ausfall des Gasstromes ein Hindurchfallen des körnigen Materials aus der Strahl schicht in die Gasverteilerkammer.
Sollte es trotz dieser intensiven Bewegung des Stoffes zu einer Verklumpung kommen, so daß die Kraft des Fluidisierungsmittels nicht mehr ausreicht, die entstandenen Agglomerate aufzuwirbeln, so wird diese Aufgabe von den messerartigen Abstreifblechen übernommen. Zu diesem Zweck sind die feststehenden sowie die rotierenden Abstreifbleche gleich— oder gegensinnig zur Drehrichtung des kegelförmigen Rotors ausgelenkt. Dabei erfolgt die Auslenkung der mit dem kegelförmigen Rotor verbundenen Abstreifbleche immer entgegengesetzt zur Auslenkrichtung der feststehenden Abstreifbleche. Die Abstreifbleche, die entgegen der Drehrichtung des kegelförmigen Rotors ausgelenkt sind, verleihen dem Stoff eine Abwärtsbewegung, während die in Drehrichtung ausgelenkten Abstreifbleche den Stoff nach oben bewegen. Er wird demnach
durch diese infolge der Drehung des Rotors von den Abstreifblechen erzeugte axiale Kraftkomponente zusätzlich zu der Bewegung, die er durch das Fluidisierungsmittel sowie die Drehung des kegelförmigen Rotors erhält, mechanisch auf- bzw. abbewegt, d. h. im Strom des Fluidisierungsmittels entlang der Mantelfläche des Rotors bzw. der Fluidisierungskammer spiralförmig umgewälzt. Auf diese Weise wird einer Verklumpung des Stoffes wirksam vorgebeugt. Insbesondere der schnelle Trocknungsprozeß, der durch die erfindungsgemäße Lösung möglich ist, gestattet es, auch pastenförmige bis flüssige Stoffe in einer Stufe zu trocknen. Technologisch und energetisch aufwendige Vorbehandlungen entfallen. Auch ein Eindüsen flüssiger Stoffe in den Apparat ist nicht mehr erforderlich. Die schnellere, intensivere Trocknung wird ohne nennenswerte Energieerhöhung erreicht. Gegenüber den mehrstufigen Trocknungsverfahren wird sogar eine deutliche Energieeinsparung erreicht.
Ausführungsbei spiel
Nachfolgend soll die Erfindung an einem Beispiel näher erläutert werden. In den zugehörigen Zeichnungen zeigen
Fig. 1 einen Längsschnitt durch eine erfindungsgemäße Vorrichtung und
Fig. 2 einen Schnitt an der Stelle A-A durch die in Fig. 1 gezeigte Vorrichtung.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung bsteht aus einem Trocknergehäuse 1, dessen unterer Teil eine zylindrische Gasverteilerkammer 2 aufweist. An die Gasverteilerkainmer 2 schließt sich eine sich nach oben konisch erweiternde Fluidisierungskammer 3 an. Sie mündet in einem zylindrischen Mittelteil 4. an den sich wiederum ein konischer Schuß 5 anschließt, der in eine Beruhigungskammer 6 mündet. In der Achse des Strahlschichtapparates ist innerhalb der Fluidisierungskammer 3 ein kegelförmiger Rotor 7 auf einer zentralen Welle 8 so angeordnet, daß seine Grundfläche sich in dem Bereich des engsten Querschnittes der Fluidisierungskammer 3 befindet. Seine Höhe entspricht etwa der Höhe der Fluidisierungskammer 3. Der Rotor 7 ist in seinem unteren Bereich mit einer kegelförmigen
AussparungSversehen, so daß er in diesem Bereich als Hohlkegel ausgebildet ist. Der Rand dieses hohlkegelförmigen Bereiches weist im vorliegenden Beispiel eine Öffnung 10 auf. Durch die erfindungsgemäße Anordnung des Rotors 7 bildet sich zwischen seinem untersten Rand und der Innenwandung der Vorrichtung ein ringförmiger Spalt 11 aus. Unterhalb dieses Spaltes 11 ist eine im vorliegenden Fall ringförmige Blende 12 angeordnet, deren Innendurchmesser D. kleiner ist als der größte Durchmesser des Rotors 7 und 70 % des Durchmessers der Gasverteilerkammer 2 beträgt. Die Blende 12 ist an der Innenwandung der Vorrichtung befestigt und in diesem Beispiel trichterförmig in die Gasverteilerkammer 2 hineingezogen. Auf der ringförmigen Blende 12 ist im vorliegenden Beispiel als Leitblech ein perforierter Ring 13 so aufgesetzt, daß sein Innendurchmesser gleich dem Innendurchmesser D. der Blende entspricht und er etwa zur Hälfte in die hohlkegelförmige Aussparung 9 des Rotors 7 hineinragt. Die Öffnung 10 des Rotors 7 ist als Halbkreis ausgebildet, dessen Radius der Höhe a des perforierten Ringes entspricht. Dadurch entsteht für den Gasdurchtritt eine effektive Durchtrittsöffnung mit der Höhe -S.
Im Bereich der Grundfläche des kegelförmigen Rotors 7 sind im vorliegenden Beispiel an der Blende 12 messerartige Abstreifbleche 14 so befestigt, daß sie in geringem, etwa gleichförmigem Abstand zum Mantel des Rotors 7 verlaufen. Aus Fig. 2 ist erkennbar, daß die Ab streifbleche 14 entgegen der durch einen Pfeil gekennzeichneten Drehrichtung des Rotors 7 um einen Winkele* ausgelenkt sind. Die Auslenkung wurde mit cK = 10° gewählt. Die Abstreifbleche 14 enden 150 mm unterhalb der Spitze des Rotors 7. Sie sind im vorliegenden Beispiel, dem Verlauf der Mantelfläche des Rotors 7 folgend, in sich verdreht, so daß über ihre gesamte Länge ein konstanter Abstand von 5 mm zur Mantelfläche des Rotors 7 gewährleistet ist Jedes messerartige Abstreifblech 14 weist in der Mitte ein radial nach außen gerichtetes, feststehendes messerartiges Element 15 auf.' An der Spitze des Rotors sind zwei um 180° versetzte Befestigungselemente 16 angebracht, die bei Rotation des Rotors 7 mit umlaufen. An den freien Enden dieser
Befestigungselemente 16 ist wiederum jeweils ein messerartiges Abstreifblech 17 so befestigt, daß es. dem Verlauf der Innenwandung der Fluidisierungskammer 3 folgend, entgegengesetzt zu den feststehenden Abstreifblechen 14, also in Drehrichtung des kegelförmigen Rotors 7 um einen Winkel ρ ausgelenkt und in sich verdreht ist und dabei im vorliegenden Beispiel einen Abstand von 5 mm von der Innenwandung der Fluidisierungskammer 3 einhält. Jedes messerartige Abstreifblech 17 weist zwei unterschiedlich lange radial nach innen gerichtete messerartige Elemente 18 auf. Diese sind gegenüber den messerartigen Elementen 15 in der Höhe versetzt angeordnet .
Für den Eintritt des Fluidisierungsmittels in die Gasverteilerkammer 2 ist ein Gs seintrittsstutzen 19 vorgesehen. Das Gas verläßt den Strahl Schichtapparat nach dem Passieren der Beruhigungskammer 6 durch einen Gasaustrittsstutzen 20. Ein Zuführrohr 21 für das zu trocknende Gut ist außerhalb der Achse des Strahl Schichtapparates angeordnet und ist durch die Beruhigungskammer δ durchgeführt.
Im folgenden soll die Funktionsweise der erfindungsgemäßen Vorrichtung beschrieben werden.
Über eine«beliebige Zugabevorrichtung wird körniges, pastenförmiges oder flüssiges Gut in die.in Funktion befindliche Vorrichtung gegeben. Das Gut fällt durch das Zuführrohr 21 in die Fluidisierungskammer 3 und trifft dabei entweder auf die Mantelfläche des Rotors 7 oder auf die konische Innenwandung der Fluiai sierungskaminer 3· In beiden Fällen wird das Gut einerseits durch den umlaufenden Rotor 7 und andererseits durch die mit dem Rotor 7 mit umlaufenden messerartigen Abstreifbleche 17 in eine derartige Bewegung versetzt, daß es sich in Abhängigkeit von der Auslenkung der Abstreifbleche 14; 17 entweder auf dem Mantel des Rotors 7 von oben nach unten und entlang der Innenwandung der Fluidisierungskammer von unten nach oben oder umgekehrt, insgesamt also spiralenförmig in der Fluidisierungskammer umwälzt.
Durch den ringförmigen Spalt 11 strömt das Fluidisierungsmittel mit sehr hoher Geschwindigkeit in die Fluidisierungskammer 3 ein und nimmt das von dem Rotor 7 durch die fest-
stehenden Abstreifbleche 14 bzw. das von der Innenwandung der Fluidisierungskammer 3 durch die umlaufenden Abstreifbleche 17 abgestreifte Gut mit.
Falls sich bei stark zur Agglomeration neigenden klebrigen Produkten große Agglomerate durch die Wirkung der Abstreifbleche 14 und des Rotors 7 bilden, werden diese Agglomerate durch den durch die Öffnung 10 durchtretenden, umlaufenden, scharf gebündelten Gasstrom mit hohem Impuls nach oben in den Bereich der feststehenden und umlaufenden messerartigen Elemente 15; 18 geschleudert und durch diese zerstört. Der Abzug des getrockneten Gutes kann beispielsweise durch einen klassierenden Abzug erfolgen. Kleinere Granulate werden entweder direkt in der Schicht durch das zugegebene feuchte Gut zu größeren Agglomeraten agglomeriert oder verlassen die Vorrichtung, werden von der Abluft als Staub getrennt und erneut dem Apparat zugeführt. Durch die Höhe des Rotors 7 bzw. durch ein auf diesen aufgesetztes Rohr, das in seiner Höhe veränderlich ist, kann einerseits die Größe der Agglomerate und andererseits die Höhe der Strahlschicht verändert werden.
Claims (2)
- ^1 das öfinungsverhältnis der Perforation des Ringes (13),D. der Innendurchmesser des Ringes (13) unda die Höhe des Ringes (13) bedeuten;die Fläche Ap des Spaltes (11) sich nach der Beziehungerrechnet undD. im Fall einer hohlkegelförmigen Aussparung (9) der Durchmesser der Aussparung (9) in Höhe der Oberkante des Ringes (13) unds die Dicke des Ringes (13) bedeuten, und die Fläche A_ nach der BeziehungA3 - Φ A3iA-,. die Fläche einer Öffnung (10) des Rotors (7) undberechnet wird und
die Fläche ein«
die Anzahl der Öffnungen (10) des Rotors bedeuten.Hierzu - 2 Seiten Zeichnungen.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DD26385484A DD225630B5 (de) | 1984-06-06 | 1984-06-06 | Vorrichtung zur Strahlschichtbehandlung |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DD26385484A DD225630B5 (de) | 1984-06-06 | 1984-06-06 | Vorrichtung zur Strahlschichtbehandlung |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DD225630A1 true DD225630A1 (de) | 1985-08-07 |
| DD225630B5 DD225630B5 (de) | 1995-05-04 |
Family
ID=5557703
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DD26385484A DD225630B5 (de) | 1984-06-06 | 1984-06-06 | Vorrichtung zur Strahlschichtbehandlung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DD (1) | DD225630B5 (de) |
-
1984
- 1984-06-06 DD DD26385484A patent/DD225630B5/de not_active IP Right Cessation
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DD225630B5 (de) | 1995-05-04 |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE3334543C2 (de) | ||
| DE4000572C1 (de) | ||
| EP3075445B1 (de) | Verfahren zur behandlung von feststoffpartikeln | |
| DE60009554T2 (de) | Vorrichtung zur zerstäubung einer flüssigkeit, mit dieser vorrichtung ausgerüstete anlage zum sprühtrocknen und konditionieren sowie verfahren zum konditionieren eines flüssigen produktes | |
| DE3609133A1 (de) | Vorrichtung zum pelletieren od. dgl. behandeln von teilchen sowie damit durchfuehrbares verfahren | |
| DE2228682A1 (de) | Vorrichtung zum trocknen von fliessfaehigen stoffen | |
| DE2504932A1 (de) | Fluidduese mit stirnflaechenreinigung | |
| DE69100493T2 (de) | Lanze zur Pulpendispersion. | |
| DE2942325C2 (de) | ||
| EP0201767A2 (de) | Zyklon-Mischvorrichtung zum kontinuierlichen Mischen von pulverigen Stoffen mit Flüssigkeiten | |
| WO2004007085A1 (de) | Zerstäubungsdüse mit rotativem ringspalt | |
| DE9410985U1 (de) | Vorrichtung zum Behandeln von pulverförmigem oder granulatförmigem Material | |
| CH343628A (de) | Verfahren zum Überziehen fester Teilchen mit einer Flüssigkeit und Apparat zur Durchführung des Verfahrens | |
| EP1288600B1 (de) | Vorrichtung zur Trocknung eines rieselfähigen Stoffs im Gegenstrom mit einem gasförmigen Fluid | |
| WO1990012640A1 (de) | Mischer, verwendung dieses mischers und verfahren zum herstellen von pulvermischprodukten | |
| DE3137110A1 (de) | Verfahren und vorrichtung zum agglomerieren von schuettgut | |
| DE3424841C2 (de) | Wirbelschichtapparat mit einer Vorrichtung zur Erzeugung einer gerichteten Feststoffströmung in der Wirbelschicht | |
| DD225630A1 (de) | Vorrichtung zur strahlschichtbehandlung | |
| EP2490797B1 (de) | Vorrichtung zum behandeln von partikelförmigem gut mit einem doppelflutigen strömungsboden | |
| DE10310327A1 (de) | Rührorgan | |
| DE2008646C3 (de) | Vorrichtung zum Erzeugen von Agglomeraten aus einer Suspension | |
| AT392015B (de) | Ruehrvorrichtung fuer wirbelschichten mit klassierendem abzug | |
| DE3924678A1 (de) | Ruehrwerksmuehle zur feinstmahlung | |
| DE2304262B2 (de) | Vorrichtung zum Beleimen von Spänen, Fasern oder ähnlichem Mischgut | |
| DE3117682C2 (de) | Verfahren und Vorrichtung zum kontinuierlichen Beleimen von Holzspänen und anderen lignozellulosehaltigen Partikeln |
Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| UW | Conversion of economic patent into exclusive patent | ||
| B5 | Patent specification, 2nd publ. accord. to extension act | ||
| BAUF | Maintained restricted (sect. 12/3 extension act) | ||
| ENJ | Ceased due to non-payment of renewal fee |