DD225758A1 - Flammrohr fuer dampferzeugungsanlagen - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung bezieht sich auf die Erzeugung von Dampf, Heisswasser oder Warmwaser in Kesselanlagen, insbesondere die konstruktive Gestaltung des Flammrohres in der Vorfeuerung. Ziel der Erfindung ist die Abloesung von Heizoel, Gas, Steinkohle oder anderen hochwertigen Brennstoffen bei der Erzeugung von Dampf oder Heisswasser in Hochdruckkesseln bzw. bei der Warmwasserbereitung in Niederdruckkesselanlagen. Die Aufgabe besteht darin, die bekannte Vorfeuerung derart zu veraendern, dass bei der Befeuerung mit minderwertigen Brennstoffen eine gute Glutbettausbildung gegeben ist und die Beheizung von Hochdruckkesselanlagen moeglich wird. Das wird dadurch erreicht, dass bei einem Flammrohr zur Verbindung von Feuerungsraum und Kessel, bestehend aus einem durch Steigrohre gebildeten Rohrbuendel und die Steigrohre ein- und ausgangsseitig verbindenden Vor- und Ruecklaufsammlern, der an den Vorlaufsammler grenzende und dem Feuerungsrost zugewandte untere Teil des Flammrohres aus einem metallischen Rohrmantel mit feuerfester Ausmauerung besteht, wobei Vorlaufsammler und Rohrmantel loesbar miteinander verbunden sind. Fig. 1
Description
Titel der Erfindung Flammrohr für Dampferζeugungsanlagen
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung bezieht sich auf die Erzeugung von Dampf, Heißwasser oder Warmwasser mittels Dampferzeuger, insbesondere die Ausbildung des Flammrohres zur Verbindung des Feuerungsramaes mit dem Kessel.
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen Zur Beheizung von Dampferzeugern ist es bekannt, Schwelbrandöfen einzusetzen, wobei der Feuerungsraum und der Kessel durch Flammrohre miteinander verbunden sind. Bei derartigen Flammrohren, die vorwiegend in Schrägstellung im Schwelbrandofen angeordnet sind, sind unterschiedliche Ausführungsformen bekannt. So wird in der Patentschrift DD 160 529 ein Flammrohr beschrieben, das als Doppelmantelrohr ausgeführt ist. Außen um das Doppelmantelrohr befindet sich das Heizmaterial, zwischen dem inneren und dem äußeren Mantel das zu erwärmende Medium und in dem inneren Rohr die in den Dampferzeuger ziehenden Rauchgase. Der Raum für das zu erwärmende Medium ist durch eine Vor- und eine Rücklaufleitung mit dem Dampferzeuger verbunden. .Doppelmantelflammrohre sind in der bekannten Form nur im Niederdruckbereich einsetzbar. AuEerdem weisen sie ungünstige StrömungsVerhältnisse auf.
In der Patentanmeldung WP F 22 B/253 872 4 wird ein Flammrohr beschrieben, das als aus Steigrohren beste- '· hendes Rohrbündel ausgebildet ist. Das Rohrbündel ist gasdicht ausgeführt und mit eingangs- und ausgangsseitig die Steigrohre miteinander verbindenden Vor- und Rücklauf Sammlern ausgestattet. Das Flammrohr ist in seinem Querschnitt elliptisch, wobei die das Flammrohr bildenden Steigrohre entweder längsseits direkt oder durch die Abstände zwischen ihnen überbrückende Flossen miteinander verbunden sind. Durcrh diese Ausbildung stehen die Sammler für den Vor- und Rücklauf etwa rechtwinklig zueinander, was fertigungstechnisch ungünstig ist. Weiterhin hat sich gezeigt, daß die Glutbettausbildung und die: .Wärmeübertragung auf den unteren Sammler nicht, optimal sind, weil der untere Sammler unmittelbar über dem Glutbett angeordnet ist.
Ziel der Erfindung
Das Ziel der Erfindung besteht in der Ablösung von Heizöl, Gas, Steinkohle oder Braunkohlenbriketts bei der Erzeugung von Dampf oder Heißwasser in Hochdruckkesseln sowie bei der Erzeugung von Dampf- oder Warmwasser in ITieder druck-Kesselanlag en.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die bekannten Vorfeuerungen derart au verändern, daß bei der Befeuerung mit Rohbraunförderkohle oder mit anderen minderwertigen Brennstoffen eine gute Glutbettausbildung gegeben ist und die Beheizung von Hochdruckkesselanlagen möglich wird.
Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, daß bei einem Flammrohr zur Verbindung eines Feuerungsraumes mit einem Dampfkessel, bestehend aus einem durch Steigrohre gebildeten Rohrbündel und die Steigrohre ein- und ausgangsseitig verbindenden Vor- und RücklaufSammlern, erfin-
dungsgemäß der an den VorlaufSammler grenzende und dem Feuerungsrost zugewandte untere Teil des Flammrohres aus einem metallischen Rohrmantel mit feuerfester Ausmauerung besteht, wobei Vorlaufsammler und Rohrmantel durch eine Rohrzarge lösbar miteinander verbunden sind. Die dem Feuerungsrost zugewandte Eintrittsöffnung des Flammrohres bildet mit der Horizontalen einen spitzen Winkel.
Ausführungsbeispiel
Die Erfindung soll nachstehend an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert werden.
In der zugehörigen Zeichnung zeigen:
.Fig. 1: einen Vertikalschnitit durch den Schwelbrandpfen mit dem erfindungsgemäßen Flammrohr,
Fig. 2: einen Schnitt durch das Flammrohr im Bereich des durch die Steigrohre gebildeten Rohrbündels und
Fig. 3: einen Längsschnitt durch das Flammrohr im Bereich der Verbindung des Vorlaufsammlers mit dem ausgemauerten metallischen Rohrmantel.
Der aufrecht stehende Schwelbrandofen 1 ist in seinem unteren Bereich mit einem Feuerungsrost 2 versehen, der
als Drehrostfeuerung ausgebildet ist. Den oberen Abschluß des Schwelbrandofens 1 bildet die durch einen Deckel verschlossene Beschickungsöffnung 3, durch welche die Zuführung des Heizmaterials, z. B. Rohbraunförderkohle, erfolgt. Das Heizmaterial verschwelt und verbrennt über dem Feuerungsrost 2. In diesem Bereich beginnt das Flammrohr 4, das in einem Winkel von etwa angeordnet ist und den Schwelbrandofen 1 mit einem
bekannten und nicht dargestellten Dampfkessel verbindet.
Das Flammrohr 4 hat einen runden Querschnitt. Seine Mantelfläche wird durch eine Vielzahl von Steigrohren 5 gebildet, die durch''Flossen· 6 miteinander verbunden sind» Durch diese Art der Verbindung der Steigrohre 5> wird das Flammrohr 4 gasdicht. Die Steigrohre 5 münden im unteren Bereich im Vorlaufsammler 7 und im oberen Bereich im Rücklaufsammler 8. Der dem Feuerungsrost 2 zugewandte und an den Vorlaufsammler 7 grenzende Teil des Flammrohres 4 besteht aus einem metallischen Rohrmantel 9 mit einer feuerfesten Ausmauerung 10. Der Rohrmantel 9 wird zweckmäßig aus einem warmfesten Stahl gefertigt. Der Vorlaufsammler 7 und der Rohrmantel 9 · sind über eine Rohrsarge 11 lösbar miteinander verbunden. -Die "Lösbarkeit wird durch eine Schraubverbin- dung oder einen,Bajonettyerschluß erreicht. Sie bezweckt insbesondere die leichte Auswechselbarkeit des durch den ausgemauerten Rohrmantel 9» 10 gebildeten unteren Teiles des Flammrohres 4. Die dem Feuerungsrost 2 zugewandte Eintrittsöffnung 14 des Flammrohres 4 bildet mit der Horizontalen einen spitzen Winkel.
Durch die erfindungsgemäße Ausbildung des Flammrohres 4 stehen die Steigrohre 3 senkrecht auf den Sammlern 7, 8, so daß die Fertigungsmöglichkeiten gegenüber vergleichbaren Flammrohren verbessert wurden. Der nicht dargestellte Dampfkessel ist mit seinem unteren Bereich über den Vorlauf 12 mit dem Vorlaufsammler 7 und mit seinem oberen Bereich über den Rücklauf 13 mit dem Rücklaufsammler 8 verbunden.
Über den Vorlauf 12 wird das im unteren Bereich des Dampfkessels vorhandene verhältnismäßig kalte Wasser dem Vorlaufsammler 7 zugeführt. Durch den intensiven Wärmeübergang in den Steig2?oh.ren 5 des Flammrohres 4 erfolgt der Rücklauf des in den Steigrohren 5 stark erhitzten Wassers über den Rücklaufsammler 8 und den
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Rücklauf 13 in den oberen Bereich, des Dampfkessels. Die Glutbettausbildung, die zwischen dem Feuerungsrost und der Eintrittsöffnung 14 au dem ausgemauerten Rohrmantel 9» 10 erfolgt, ist dadurch besonders intensiv, daß der Vorlaufsammler 7 mit seiner Heizfläche nicht unmittelbar über dem Feuerungsrost 2 angeordnet und die Eintrittsöffnung 14· des Flammrohres 4- gegenüber der Horizontalen abgeschrägt ist.
Die Rauchgase streichen durch den Innenraum des Flammrohres 4- in den Gassamme !kanal und das Flammrohr des Dampfkessels. Die Flammenlänge und die Flammenintensität werden dabei durch einen am Ende des Dampfkessels befindlichen Saugzug geregelt.
Claims (2)
- Erfindungsanspruch:1. Flammrohr für Dampferzeugungsanlagen zur Verbindung des Feuerungsraumes mit dem Dampfkessel, bestehend aus einem durch Steigrohre gebildeten Rohrbündel, das vorzugsweise gasdicht ausgeführt ist, und die Steigrohre ein- und ausgangsseitig.miteinander verbindenden Tor- und RücklaufSammlern, dadurch ge k e η h ze i c h net, daß der an den Vorlaufsammler (7) grenzende und dem Feuerungsrost (2) zugewandte untere Teil des !Flammrohres (4·) aus einem metallischen Rohrmantel (9) mit feuerfester Ausmauerung ..(10) besteht, wobei Vorlaufsammler (7) und Rohrmantel (9) durch eine Rohrzarge (11) lösbar miteinander verbunden sind.
- 2. Flammrohr nach Punkt 1, dadurch gekennzeichnet , daß die dem Feuerungsrost (2) zugewandte Sintrittsöffnung (14) des Flammrohres mit der Horizontalen einen spitzen Winkel bildet.Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
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Applications Claiming Priority (1)
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| DD225758A1 true DD225758A1 (de) | 1985-08-07 |
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Family Applications (1)
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1984
- 1984-05-29 DD DD26348084A patent/DD225758A1/de unknown
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Legal Events
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| IF04 | In force in the year 2004 |
Expiry date: 20040530 |