DD225935A1 - Verfahren zum mechanischen bearbeiten von werkstuecken grosser masstoleranzen - Google Patents

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Bernd Froehlich
Roland Guendel
Gerhard Ulbrich
Klaus Kollmus
Ludwig Gruenert
Michael Then
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Giesserei Und Modellbau Schoen
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  • Constituent Portions Of Griding Lathes, Driving, Sensing And Control (AREA)

Abstract

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Bearbeiten von Werkstuecken, insbesondere eine Vorrichtung, die das Werkstueck aufnimmt und an ein Werkzeug heranfuehrt. Ziel der Erfindung ist das automatische Entgraten von Werkstuecken komplizierter Form und grosser Masstoleranzen, oder das Anarbeiten von Fasen definierter Groesse, wobei Masstoleranzen des Werkstueckes und des Werkzeuges kompensiert werden. Die Erfindung wird dadurch geloest, dass durch die Belastung des Elektromotors des Werkzeugantriebes durch Eingriff des Werkzeuges in das Werkstueck eine Stromaenderung hervorgerufen wird, die durch eine geeignete Messeinrichtung ausgewertet wird und zum Festlegen des Abschaltpunktes dient.

Description

Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum automatischen Bearbeiten von Werkstücken gekennzeichnet dadurch, daß Grat und Anschnittreste an Gußteilen sowie zu brechende Kanten jeglicher Art an Werkstücken bis zu einer vorgegebenen Tiefe abgearbeitet werden, unabhängig davon, wie groß die Toleranzen der Werkstücke und der zu bearbeitenden Grate, Anschnittreste und Kanten sind.
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Es sind Vorrichtungen bekannt, die auf unterschiedliche Weise Grat und Anschnittreste an Gußteilen sowie zu brechende Kanten an Werkstücken abarbeiten bzw. bearbeiten.
Einerseits geschieht es in der Weise, daß die Schleiftiefe durch Anfahren eines definierten Punktes registriert wird und durch einen zweiten Arbeitsgang Grat und Anschnittreste bis zur im ersten Arbeitsgang ermittelten Tiefe abgearbeitet werden. Die Registrierung des im ersten Arbeitsgang ermittelten Punktes erfolgt durch Optosensoren. Dabei vorhandene Werkstücktoleranzen zwischen ermitteltem Punkt und der zu bearbeitenden Stelle werden durch dieses Verfahren nicht erfaßt.
Andererseits erfolgt die Bearbeitung in der Weise, daß das Werkzeug durch Federdruck gegen die zu bearbeitende Kante von Werkstücken mit einfacher geometrischer Form gedrückt wird, und das Werkzeug nach vorgegebenem Programm die Kanten des Werkstückes abfährt.
Mit diesem Verfahren ist nur das Brechen von Kanten, aber keine Anarbeitung von Fasen definierter Größe möglich.
Ziel der Erfindung
Der Erfindung liegt das Ziel zugrunde, Werkstücke mit großen Maßtoleranzen unter Berücksichtigung der Schleifscheibenabnutzung so zu bearbeiten, daß der Grat bzw. Anschnittrest von Gußstücken restlos entfernt wird sowie Fasen definierter Größen an Werkstücken angearbeitet werden. Weiterhin werden durch das Verfahren kürzeste Bearbeitungszeiten erreicht. Die Bearbeitung kompliziertester Werkstücke ist möglich.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Aufgabe der Erfindung ist es, ein Verfahren zu entwickeln, mit dem Grat und Anschnittreste an komplizierten Gußstücken mittels Industrieroboter abgeschliffen werden können.
Gemäß der Erfindung wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß die zu schleifende Stelle am Werkstück an die Schleifscheibe definiert herangeführt wird, bzw. eine elektrisch betriebene Schleifeinrichtung an die zu schleifende Stelle des Werkstückes definiert herangeführt wird.
Der mit größer werdender Belastung der Schleifscheibe steigende Motorstrom wird mittels einer geeigneten Meßeinrichtung registriert und ausgewertet. Das gewonnene Meßsignal wird dazu benutzt, die Vorschubbewegung der Vorrichtung definiert abzuschalten.
Dadurch kann eine restlose Gratentfernung sowie das Anarbeiten von Fasen bestimmter Größe vorgewählt werden.
Ausführungsbeispiei
Die Erfindung ist nachstehend an Hand der zugehörigen Figuren 1 und 2 erläutert.
Dem Industrieroboter 1 sind die Schleifeinrichtungen 2 und 3, die Zuführeinrichtung 8 und der Transportbehälter 9 zugeordnet.
Das Gußstück 4 befindet sich in der Zuführeinrichtung 8. Den Schleifeinrichtungen 2 und 3 ist jeweils ein I-U-Wandler 6 und ein Störungsfilter mit Meßstellenauswahl 7 zugeordnet. Steuerschrank 5 ist mit dem Störungsfilter mit Meßstellenauswahl 7 und Industrieroboter 1 gekoppelt.
Die Wirkungsweise des Verfahrens ist folgende:
Der Industrieroboter 1 führt entsprechend dem Programm der Steuerung 5 das aus der Zuführeinrichtung 8 entnommene Gußstück 4 mit den jeweiligen Schleifpunkten an die Schleifeinrichtung 3. Mit größer werdender Eingriffsfläche der Schleifscheibe steigt der Motorstrom des Antriebsmotors entsprechend seiner Kennlinie an. Die Auswertung des Stromanstieges wird zur Festlegung des Abschaltpunktes in der Weise benutzt, daß die Eingriffsfläche der Schleifscheibe beim Erreichen der Oberfläche des Gußstückes 4 sprunghaft ansteigt und damit ebenfalls der Motorstrom. Diese Stromänderung wird zur Festlegung des Abschaltpunktes im I-U-Wandler 6 umgeformt, im Störungsfilter mit Meßstellenauswahl 7 ausgewertet und der Steuerung 5 zugeführt.
Um das Meßergebnis nicht zu verfälschen, werden im Störungsfilter mit Meßstellenauswahl 7 Netzstörungen und Spannungseinbrüche ausgefiltert.
Durch das Meßsignal wird über die Steuerung 5 die Vorschubbewegung des Industrieroboters 1 abgeschalten.
Damit wird der Grat an den jeweiligen Schleifpunkten des Gußstückes 4 restlos abgeschliffen. Danach wird das Gußstück 4 durch den Industrieroboter 1 laut Programm zur Schleifeinrichtung 2 geführt und der Schleifvorgang analog dem beschriebenen Vorgang an der Schleifeinrichtung 3 wiederholt.
Mit der Schleifeinrichtung 2 (vertikale Schleifscheibe) wird das Gußstück 4 an seiner Planseite abgeschliffen. Anschließend wird das Gußstück 4 durch den Industrieroboter 1 in einen Transportbehälter 9 abgelegt.

Claims (5)

  1. -1- 259 551
    Erfindungsansprüche:
    1. Verfahren zum Bearbeiten von Werkstücken mit großen Maßtoleranzen, gekennzeichnet dadurch, daß die Werkstücke Bearbeitungseinrichtungen zugeführt werden, wobei die Vorschubbewegung der Vorrichtung dann abgeschalten wird, wenn entsprechend der Kennlinie des Motors der Bearbeitungseinrichtung sich ein der Eingriffsfläche des Werkzeuges entsprechender Strom einstellt, der durch eine geeignete Meßeinrichtung ausgewertet wird und dabei entsprechend der Kennlinie des Bearbeitungsmotors beliebige Bearbeitungstiefen erreichbar sind.
  2. 2. Vorrichtung nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß die Vorschubbewegung der Werkstücke nur durch eine geeignete Meßeinrichtung abzuschalten ist, in der Störungen, die das Meßsignal verfälschen, beseitigt werden.
  3. 3. Vorrichtung nach Punkt 1 und 2, gekennzeichnet dadurch, daß der Antrieb des Werkzeuges durch einen Elektromotor erfolgt und das gewonnene Meßsignal von der Stromaufnahme des Elektromotors elektronisch ausgewertet wird.
  4. 4. Vorrichtung nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß das Werkstück durch einen Industrieroboter an das Werkzeug herangeführt wird.
  5. 5. Vorrichtung nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß die Bearbeitung des Werkstückes mit einer Schleifscheibe erfolgt.
    Hierzu 2 Seiten Zeichnungen .
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