DD226160C2 - Auslaßsteuerung für eine Zweitakt-Brennkraftmaschine - Google Patents

Auslaßsteuerung für eine Zweitakt-Brennkraftmaschine

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DD226160C2
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Abstract

Die Erfindung betrifft eine Auslaßsteuerung für eine Zweitakt-Brennkraftmaschine mit in der Zylinderwand angeordneten, vom Kolben gesteuerten Auslaßschlitz, dessen Querschnittshöhe zum Verhindern des Auftretens von Frischgas im unteren Drehzahlbereich durch einen Schieber veränderlich ist. Während das Ziel der Erfindung in eine Auslaßsteuerung zur Veränderung der Querschnittshöhe des Auslaßschlitzes bei Zweitakt-Brennkraftmaschinen besteht, liegt die Aufgabe darin, eine Auslaßsteuerung zu schaffen, die durch einfache Mittel realisierbar ist und automatisch in Abhängigkeit von inneren Betriebsbedingungen gesteuert wird. Das Wesen der Erfindung besteht darin, daß ein Flachschieber vorgesehen ist, der über eine durch den Abgasdruck beaufschlagte Einrichtung steuerbar ausgeführt ist. Die Einrichtung kann einen Kolben oder eine Membrane aufweisen. Figur

Description

Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft eine Auslaßsteuerung für eine Zweitakt-Brennkraftmaschnine mit in der Zylinderwand angeordneten, vom Kolben gesteuerten Auslaßschlitz, dessen Querschnittshöhe zum Verhindern des Auftretens von Frischgas im unteren Drehzahlbereich durch einen Schieber veränderlich ist.
Charkteristik der bekannten technischen Lösungen
Hochleistungs-Zweitakt-Brennkraftmaschinen geben im unteren Drehzahlbereich nur noch ein geringes Drehmoment ab, da durch die großen Auslaßschlitzhöhen ein Teil des Frischgases durch den Auslaßkanal austritt. Es sind zwar Auslaßsteuerungen für Zweitakt-Brennkraftmaschinen bekannt, bei denen im Auslaßkanal ein Drehschieber angeordnet ist, der trotz symmetrischer Steuerdaten der vom Kolben gesteuerten Auslaßschlitze ein Nachladen ermöglicht. Doch auch bei diesen Ausführungen wird im unteren Drehzahlbereich ein sehr geringes Drehmoment abgegeben. Um die genannten Nachteile zu beseitigen und auch im unteren Drehzahlbereich ein gutes Drehmoment zu erreichen gibt es Ausführungen, bei denen die Schlitzhöhe des Auslaßschlitzes veränderlich ist bzw. zusätzlich gesteuerte Auslaßschlitze angeordnet sind. Nach DE-OS 2927521 ist eine Zweitakt-Brennkraftmaschine bekannt, bei der neben der Hauptauslaßöffnung noch Zusatzöffnungen vorgesehen sind, die mittels Ventile gesteuert werfen.
Diese Ventile sind als Hub-oder Drehventile ausgebildet und werden manuell bzw. moment-oder drehzahlabhängig gesteuert. Weiterhin ist eine Zweitakt-Brennkraftmaschine aus der Zeitschrift PS Nr. 2,1983 Seite 20 bekannt, bei der die Auslaßschlitzhöhe durch eine Steuerwa/ze gesteuert wird, die Steuerung erfolgt elektronisch oder über einen Fliehkraftregler drehzahlabhängig, in Abhängigkeit von der Öffnungsdauer (Auslaßquerschnitt). Durch diese Steuerung wird eine Verbesserung erzielt, da weniger Frischgas entweichen kann. Die Steuerwalze ist thermisch sehr hoch belastet und wird deshalb bei wassergekühlten Zweitakt-Brennkraftmaschinen eingesetzt. Die mechanische und auch die elektronische Steuerung ist sehr aufwendig. Bei der elektronischen Regelungseinheit werden Informationen über Drehzahl, Gasschieberstellung und Unterdruck im Ansaugkanal erfaßt und steuern einen Elektromotor, der die Winkelstellung der Steuerwalze in dem Auslaßkanal bestimmt. Bei der mechanischen Regelung wird lediglich die Kurbelwellendrehzahl verarbeitet und über eine Fliehkraft-Rutschkupplung und ein Verstellgestänge die Steuerwalze verstellt.
Ziel der Erfindung
Ziel der Erfindung ist eine Auslaßsteuerung ist eine Auslaßsteuerung zur Veränderung der Querschnittshöhe des Auslaßschlitzes bei Zweitakt-Brennkraftmaschinen.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Auslaßsteuerung zu schaffen, die durch einfache Mittel realisierbar ist und automatisch in Abhängigkeit von inneren Betriebsbedingungen gesteuert wird.
Das Wesen der Erfindung besteht darin, daß ein Flachschieber vorgesehen ist, der über eine durch den Abgasdruck im Auslaßkanal bzw. der Abgasanlage beaufschlagten Einrichtung steuerbar ausgeführt ist. Die Einrichtung besteht aus einem Steuerzylinder und einem unter Federdruck stehenden Steuerkolben, der mit dem Flachschieber über eine Kolbenstange verbunden ist. Ein weiteres Merkmal besteht darin, daß die Einrichtung aus einem Gehäuse mit einer Membrane besteht, die mit dem Flachschieber über eine Druckstange verbunden ist. Der Flachschieber kann senkrecht oder geneigt zur Zylinderachse angeordnet sein. Die Hubbegrenzung des F|!?chschiebers wird durch ein Anschlag erreicht. Durch eine Feder wird der Flachschieber in Ausjangsstellung gehalten. Durch die erfindungsgemäße Ausführung wird eine den Betriebsbedingungen angepaßte Steuerung des Auslaßquerschnittes erreicht, so daß sowohl hohe Spitzenleistungen bei großem Auslaßquerschnitt wie auch ein breites Drehzahlbereich durch eine drehzahl- und lastabhängige Verringerung der Auslaßhöhe erreicht werden. Die Steuerung des Flachschiebers erfolgt automatisch in Abhängigkeit des Abgasdruckes im Auslaßkanal bzw. der Abgasanlage. Dadurch ist die Regeleinrichtung einfach im Aufbau und weist wenige Verschleißteile auf.
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Ausführungsbeispiel der Erfindung
An einem Ausführungsbeispiel soll die Erfindung nachstehend erläutert werden. Die Zeichnung zeigt eine schematische Darstellung einer Flachschiebereinrichtung. Bei einerZweitakt-Brennkraftmaschine wird der Auslaßschlitz 4 in derZytinderwand 2 des Zylinders 1 durch einen Kolben 3 gesteuert. Zur Veränderung der Querschnittshöhe Xi des Auslaßschlitzes 4 weist der Auslaßschlitz 4 einen Flachschieber 6 auf. Der Flachschieber 6 ist längstbeweglich im Zylinder 1 geführt und mit einer Einrichtung
7 verbunden. Die Einrichtung 7 besteht aus einem Steuerzylinder 8 und einem Steuerkolben 9, der mit einer Kolbenstange 10 verbunden ist.
Der Steuerkolben 9 gleitet in den Steuerzylinder 8 und wird durch den Abgasdruck im Auslaßkanal 5 betätigt. Der Steuerzylinder
8 weist eine Abgaszuführung 12 und eine Entlüftung 13 auf. Der Flachschieber 6 wird durch eine Feder 11 in die Ausgangslage gebracht. Im unteren Drehzahlbereich hat der Auslaßschlitz 4 eine minimale Querschnittshöhe Xi, so daß bei der Spülung kein oder nur wenig Frischgas durch den Auslaßkanal 5 austreten kann. Mit der Erhöhung der Drehzahl steigt der Abgasdruck im Außenkanal 5 und drückt über die Abgaszuführung 12 auf den Steuerkolben 9 im Steuerzylinder 8, so daß der Flachschieber 6 über die Kolbenstange 10 bewegt wird und den Auslaßquerschnitfverändert. Im oberen Drehzahlbereich der Brennkraftmaschine erreicht der Auslaßschlitz 4 seine maximale Querschnittshöhe x2. Die Betätigung des Flachschiebers 6 kann ebenso über eine vom Abgasdruck beaufschlagte Membraneinrichtung erfolgen.

Claims (5)

1. Auslaßsteuerung für eine Zweitakt-Brennkraftmaschine mit der Zylinderwand angeordneten, vom Kolben gesteuerten Auslaßschlitz, dessen Querschnittshöhe zum Verhindern des Auftretens von Frischgas im unteren Drehzahlbereich durch einen Schieber veränderlich ist, dadurch gekennzeichnet, daß ein Flachschieber (6) vorgesehen ist, der über eine durch den Abgasdruck im Auslaßkanal (5) bzw. der Abgasanlage beaufschlagten Einrichtung (7) steuerbar ausgeführt ist.
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Erfindungsanspruch:
2. Auslaßsteuerung nach Punkt 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Einrichtung (7) aus einem Steuerzylinder (8) und einem unter Federdruck stehenden Steuerkolben (9) besteht, der mit dem Flachschieber (6) über eine Kolbenstange (10) verbunden ist.
3. Auslaßsteuerung nach den Punkten 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Einrichtung (7) aus einem Gehäuse mit einer Membrane besteht, die mit dem Flachschieber (6) über eine Druckstange verbunden ist.
4. Auslaßsteuerung nach den Punkten 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Flachschieber (6) senkrecht zur Zylinderachse (15) angeordnet ist.
5. Auslaßsteuerung nach den Punkten 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Flachschieber (6) geneigt zur Zylinderachse (15) angeordnet ist.
Hierzu 1 Seite Zeichnung

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