DD226161A3 - Verfahren zur herstellung eines laengsbrenners - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung betrifft die Herstellung eines Laengsbrenners mittels verschiedener Verformungsverfahren, insbesondere zur Verwendung in gasbeheizten Geraeten. Ziel der Erfindung ist es, die verfahrenstechnischen Nachteile bekannter Loesungen zu beseitigen, wobei die Aufgabe zugrunde liegt, den Laengsbrenner konstruktiv und verfahrenstechnisch so zu gestalten, dass der technologische Prozess unter Beruecksichtigung des Einsatzes oberflaechengeschuetzter oder veredelter Stahlbleche auf die Anwendung von Verformungsverfahren beschraenkt bleibt, um hohe Stueckzahlen rationell und oekonomisch zu fertigen. Ein aus tiefgezogenen Blechschalen und einem Flammenaustrittsblech durch Falzen zusammengefuegter Laengsbrenner ist erfindungsgemaess so ausgebildet, dass das Flammenaustrittsblech ueber die gesamte Laenge der Blechschalen gefuehrt und die Blechschalen im Anfangs- und Endbereich, sowie ein zwischen dem Mischrohr und dem Verteilungsraum befindlicher wellenfoermig ausgebildeter Trennstreifen durch Boerdelungen und im Anfangsbereich durch eine scharfkantige mit Befestigungsoeffnungen versehene Abwinkelung sowie im Endbereich durch einen wulstfoermigen Ausdehnbogen dichtgepresst wird, wobei eine Blechschale im Endbereich mit einer Ueberlappung versehen ist. Fig. 1
Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung eines Längsbrenners, vorwiegend zur Verwendung in gasbeheizten Geräten.
Aus Blech hergestellte Längsbrenner sind in mannigfaltigen Ausführungsformen bekannt.
So sind z.B. nach der BRD-AS 1601282 und der BRD-PA 633363 bekannte Brenner aus mehreren Einzelteilen zusammengesetzt und besitzen innere Einbauten, welche durch Widerstandsschweißen und Hartlöten miteinander verbunden sind. Fertigungstechnisch günstiger ausgebildet und somit zur Fertigung hoher Stückzahlen besser geeignet ist der nach dem DWP 74017 bekannte Längsbrenner. Bei dieser Ausführung sind zwei im Tiefziehverfahren profilierte Blechschalen mit einem als Austrittsfläche für das Gas-Luft-Gemisch ausgebildetem Flammenaustrittsblech durch Falzen und die Blechschalen durch Widerstandsschweißen miteinander verbunden.
Das für das Erreichen guter Brenneigenschaften durch eine umfassend erprobte Profilierung der Blechschalen ausgebildete Brennerprofil ermöglicht bei derri Längsbrenner nach DWP 74017, da zusätzliche Einbauten in Gestalt von Umlenk-, Verteilerund ähnlichen Blechen nicht notwendig sind, bereits eine vereinfachte Fertigung.
Der Herstellungsprozeß wird jedoch durch die noch notwendigen nachfolgenden Arbeitsgänge zur Komplettierung bis zur Einsatzfähigkeit nachteilig beeinflußt. .
So sind nach dem Umformprozeß die Emulsionsrückstände des Tiefziehens zu entfernen, um ein einwandfreies Rollnaht- und Punktschweißen der Blechschalen zu ermöglichen. Die nachfolgenden Arbeitsgänge zur Komplettierung, wie Falzen der Blechschalen mit dem Flammenaustrittsblech, Verschließen der am Anfang und Ende des Längsbrenners befindlichen, durch den Umformprozeß bedingten Lecköffnungen durch Hartlöten und der Oberflächenschutz durch Lackieren und Einbrennen, einschließlich der durch die Anwendung unterschiedlicher Verfahrenstechniken erforderliche Transport und die Zwischenlagerung zu und in den spezifischen Fertigungsbereichen benötigen einen hohen manuellen Aufwand und verhindern einen mechanisierten Fertigungsprozeß.
Ein weiterer Nachteil ist der fehlende Oberflächenschutz innerhalb des Längsbrenners und der zur Erreichung der Lebensdauer dadurch bedingte, jedoch funktionell nicht notwendige, erhöhte Bleckdickeneinsatz.
Ziel der'Erfindung ist es, die genannten Nachteile der bekannten Lösungen zu beseitigen. Darlegung des Wesens der Erfindung
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Herstellung von Längsbrennern verfahrenstechnisch so zu gestalten, daß der technologische Prozeß, unter Berücksichtigung des Einsatzes veredelter oder oberflächengeschützter Werkstoffe auf die Anwendung bestimmter Verformungsverfahren beschränkt bleibt, so daß höhe Stückzahlen rationell gefertigt werden können und eine mechanisierte Fertigung ermöglicht wird. Erfindungsgemäß wird ein Längsbrenner aus tiefgezogenen Blechschalen und einem Flammenaustrittsblech hergestellt, welche miteinander durch Falzen derart verbunden sind, daß sie im zusammengefügtem Zustand ein Mischrohr, ein Verteilungsraum mit unterschiedlichem Querschnitt und eine Austrittsfläche für das Gas-Luft-Gemisch bilden und daß das Flammenaustrittsblech über die gesamte Länge der Blechschalen geführt und eine Blechschale im Endbereich mit einer Überlappung versehen wird, weiterhin die Blechschalen in ihrem Anfangsbereich durch eine scharfkantige Abwinkelung sowie eine Bördelung, in ihrem Endbereich durch einen quer zur Längsachse der Blechschalen anzubringenden Ausdehnbogen sowie eine Bördelung dichtgepreßt und die zwischen dem Mischrohr und dem Verteilungsraum befindlichen Trennstreifen durch Bördelungen dicht miteinander verbunden werden.
Weiter kennzeichnende Merkmale der Erfindung sind, daß die Biechschalen unterhalb der Abwinkelung zu einer Abstützung ausgeformt und in die Abwinkelung Befestigungsöffnungen eingebracht, die Trennstreifen auf ihrer dem Verteilungsraum zugewandten Seite zur Minimierung ihres Querschnittes wellenförmig ausgebildet werden und der Ausdehnbogen vorzugsweise wulstförmig, dreieckförmig oder u-förmig ausgeführt wird.
Dje_Erfindung soll nachstehend an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert werden.
in der dazugehörigen Zeichnung zeigen: ' "
Fig.1: die Ansicht Von vom;
Fig.2: den Schnitt nach Fig. 1;
Fig. 3: die teilweise Ansicht des Brennerendbereiches von unten und
Fig.4: die teilweise Ansicht des Brennerendbereiches von oben.
Die beiden im Ti-efziehverfahren hergestellten Stechschalen 2 und 3 sind so ausgebildet daß sie im zusammengefügtem "Zustand einen 'VerteilurngsrauTnTB und ein Mischrohr'? mit einer irvjekiorartigeri TYägung tiiiden.
Die Austrittsfläche für das Gas-Luft-Gemisch befindet sich im oberen 3ereich der Blechschalen 2 und 3 und wird durch ein eingefalztes, mit Lochungen versehenes Flammenaustrittsblech 1 gebildet.
-3- Z41 US4 ό
Unter dem Flammenaustrittsblech 1 können zusätzlich ein Verteilberblech oder ein Brennersieb eingelagert werden, z. B. bei Verwendung des Längsbrenners für mehrere Gase mit unterschiedlichen Verbrennungseigenschaften, bekannt als Ailgasbrenner. Die Blechschalen 2 und 3 werden im unteren Bereich miteinander durch Falzen verbunden. Die an sich bekannte Trennung des Mischrohres 7 vom Verteilungsraum 8 durch Tiefziehen der Blechschalen 2 und 3 erfolgt so, daß zwischen dem Mischrohr 7 und dem Verteilungsraum 8 befindliche Trennstreifen 9 wellenförmig ausgebildet sind, um den erforderlichen Querschnitt für die Bördelungen 10 zum Dichtpressen der Trennstreifen 9 zu schaffen. In Versuchen wurde ermittelt, daß die wellenförmige Ausbildung es gestattet, das Gas-Luft-Gemisch bis in den Anfangsbereich 5 des Verteilungsraumes 8 ohne nennenswerte Veränderung des Druckes bzw. des Volumens zu leiten. Damit wird ermöglicht, den für die Bördelungen 10 erforderlichen Platzbedarf im Verteilungsraum 8 und der Trennstreifen 9 unterzubringen, ohne Veränderung der Gesamthöhe des Längsbrenners.
Das ökonomische Ergebnis beinhaltet nicht nur eine Materialersparnis zur Herstellung des Längsbrenners, sondern auch günstigere Einbaubedingungen und eine bessere Auslastung der Wärmetauscherflächenvon Heizkörpern. Um einen Gasaustritt im Anfangsbereich 5 bzw. Endbereich 6 durch sogenannte Lecköffnungen der Blechschalen 2 und 3 zu vermeiden, werden diese bisherz.8. mittels Hartlöten verschlossenen Lacköffnungen durch weitere, in diesem Bereich angeordneten Bördelungen 10 durch Dichtpressen der Blechschalen 2 und 3 verschlossen.
Im Anfangsbereich 5 dient die um 90° nach oben gerichtete Abwinkelung 11 zur Befestigung des Längsbrenners mittels der Befestigungsöffnungen 13 und ihre scharfkantige Ausführung zum zusätzlichen Dichtpressen.
Weiterhin werden die Blechschalen 2 und 3 im Anfangsbereich 5 unterhalb der Abwinkelung 11 mit einer Abstützung 14 versehen, um ein freitragendes Aufhängen des Längsbrenners zu ermöglichen und ein Durchhängen zu vermeiden. Im Endbereich 6 dient die an der Blechschale 2 angeschnittene und geprägte Überlappung 4 ebenfalls zum Verschließen der Lecköffnungen und zusätzlich zur materialmäßigen Stabilisierung des Endbereiches 6 bei vorgesehener Aufhängung des Längsbrenners am Brennerende.
Der quer zur Längsachse im Endbereich 6 anzubringende Ausdehnbogen 12 erfolgt zum Dichtpressen und zur Aufnahme der Längenausdehnung des bei Betrieb relativ heißen Flammenaustrittsbleches 1. Um das Übertragen der Ausdehnung bei einer vorgesehenen Aufhängung des Brennerendes, z. B. in einem Heizkörper und damit verbundene Ausdehngeräusche zu · vermindern, sollte vorzugsweise der Ausdehnbogen 12 wulst-, dreieck- oder u-förmig ausgeführt sein.
Die Anordnung des Flammenaustrittsbleches 1 über die gesamte Länge der Blechschalen 2 und 3 einschließlich der Abwinkelung 11 und des Ausdehnbogens 12 ermöglicht eine ordentliche Ausführung des Anfangsbereiches 5 und Endbereiches 6 des Längsbrenners zum Verschließen der Lecköffnungen, zur Kompensation der Längenausdehnung und zur Minderung der . Ausdehngeräusche, wobei die Abwinkeiung 11 gleichzeitig zum Befestigen des Längsbrenners mittels der im Flammenaustrittsblech 1 und den Siechschalen 2 und 3 vorgesehenen Befestigungsöffnungen 13 dient. Ein weiterer Vorteil der beschriebenen Anordnung des Flammenaustrittsbleches 1 entsteht durch die Verwendung z. B. einer Buchse zum Befestigen des Längsbrenners an den Befestigungsöffnungen 13. Die Buchse dient zur Aufnahme eines Thermoelementes einer thermcelelctrischen Zündsicherung. Über die Buchse entsteht eine direkte thermische Verbindung zum Flammensustrittsbiech 1, wodurch die abfließende Wärme zur Beeinflussung des Thermostromes bzw. zur Verkürzung der Schließzeit genutzt werden kann.
Die Anwendung des genannten Verfahrens zur Herstellung eines Längsbrenners erlaubt den Einsatz von feuerverzinktem Stahlblech für die Blechschalen 2 und 3 und durch den innen und außen vorhandenen Korrosionsschutz eine Reduzierung der Blechdicke sowie für das teilweise mit einer Austrittsfläche für das Gas-Luft-Gemisch versehene Flammenaustrittsblech 1 die
Verwendung von Edelstahl. """
Das Verfahren ermöglicht eine schonende Behandlung des Oberflächenschutzes der Blechschalen 2 und 3 und vermeidet eine Zerstörung der kristallinen Werkstoffstruktur des Edelstahles, wodurch die Qualität und die Lebensdauer des Längsbrenners erhöht wird.
Ein wesentlicher Vorteil ist jedoch insbesondere der kontinuierliche Fertigungsprozeß vom Halbzeug bis zum montagefertigen Längsbrenner, z. B. auf einer mechanisierten Fließreihe, ohne erforderliche Unterbrechungen durch Entfetten, Hartlöten, Zwischenlagerung und dergleichen.
Claims (1)
- Erfindungsansprüche:Verfahren zur Herstellung eines Längsbrenners, wobei der Längsbrenner aus tiefgezogenen 3!echschalen urid einem Flammenaustrittsblech hergestellt wird, welche miteinander durch Falzen derart verbunden sind, daß sie im zusammengefügten Zustand ein Mischrohr, ein Verteilungsraum mit unterschiedlichem Querschnitt und eine Austrittsfläche für das Gas-Luft-Gemisch bilden, gekennzeichnet dadurch, daß das Flammenaustrittsblech (1) über die gesamte Länge der Blechschalen (2, 3) geführt und einer Blechschäle im Endbereich (6) mit einer Überlappung (4) versehen wird, weiterhin die BlechscrTalen (2,3) in ihrem Anfangbereich (5) durch eine scharfkantige Abwinkelung (11) sowie Bördelung (10), in ihrem Endbereich (6) durch einen quer zur Längsachse der Blechschalen (2,3) anzubringenden Ausdehnbogen (12) sowie eine Bördelung (10) dichtgepreßt und die zwischen dem Mischrohr (7) und dem Verteilungsraum (8) befindlichen Trennstreifen (9) durch Bördelungen (10) direkt miteinander verbunden und die Trennstreifen auf ihrem dem Verteilungsraum (8) zugewandten Seite wellenförmig ausgebildet werden.Hierzu 1 Seite Zeichnungen
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